Navigation mit Google maps und dem Smartphone

Mein Navi ist mittlerweile ziemlich alt. So etwa 12 – 15 Jahre und sowieso ein recht billiges Teil, dass ich damals bei Aldi gekauft hatte. Aber es funktioniert immer noch ziemlich gut und eigentlich bin ich ganz zufrieden damit. Nur ist auch das Kartenmaterial ebenso total veraltet. Neue Karten gab es die letzten Jahre wohl, aber die haben mehr als ein neues (billiges) Navi gekostet und deshalb habe ich davon Abstand genommen.

Nun habe ich die Tage in einer Computerzeitschrift gelesen, dass die Navigation mit Google Maps sowieso erheblich besser funktioniert als mit allen „normalen“ Navis. Insbesondere kann Google durch die zahllosen Android-Systeme den aktuellen Verkehrsfluss auf Straßen angeblich erheblich besser erkennen und einbeziehen als sämtliche andere Systeme. Nach den Tests war auch die Schätzung der Ankunftszeit bei Google Maps fast immer genau und kein anderes System konnte nur annähernd da mithalten. Ebenso die Umleitung bei Staus. Die Aktualität des Kartenmaterials von Google ist ebenso weit besser als es bei konventionellen Navigationssystemen je sein kann.

Es spricht also viel dafür Google Maps als Navigationssystem zu verwenden. Zumal ein Smartphone ja sowieso vorhanden ist und man Karten für ein Zielgebiet zuhause im WLAN schon laden kann und damit auch offline navigieren kann.

Ich habe natürlich Google Maps schon zur Navigation verwendet, aber bisher eigentlich immer nur zu Fuß, mit dem Rad oder Motorrad. Bei meinem Tripp nach Düsseldorf gestern habe ich Google Maps und das Smartphone jedoch explizit in Konkurrenz zu meinem alten Navi antreten lassen. Oder anders ausgedrückt – ich habe in beiden Systemen mein Ziel eingegeben und sie Wegvorschläge machen lassen. Denn gerade die Navigation im Ruhrgebiet und Düsseldorf ist verdammt anspruchsvoll.

Es gab ein paar interessante Ergebnisse und die Systeme hatten in der Tat teils unterschiedliche Meinungen:

  1. Ankunftszeit: Mein Navi hatte beim Start gut 30 Minuten weniger für die Strecke prognostiziert als Google Maps. Google Maps war am Ende mit der Prognose bis auf 2 Minuten genau.
  2. Wegstrecke: Der Weg vom Navi wäre etwa 12 Kilometer länger gewesen.
  3. Meldungen im Vorfeld. Google Maps kündigt relevante Wechsel der Straßen etwas früher an und beschreibt insbesondere die Fahrspuren bei mehrspurigen Straßen. Das ist deutlich genauer als die Angaben des Navis und war gerade in dem unübersichtlichen Gewimmel rund um Düsseldorf sehr hilfreich.
  4. Die Darstellung der Karte hat mir im Navi besser gefallen. Bei Google Maps stört mich, dass die Fahrrichtung nicht immer nach oben gezeigt wird. Vielleicht lässt sich das aber noch umstellen.
  5. Navigation mit dem Smartphone zieht Strom ohne Ende. Selbst mit meinem neuen Akku war bei der Ankunft in Düsseldorf nach knapp 3 Stunden 70% Akkuleistung weg. Bei längeren Strecken muss das Teil an die Stromversorgung des Autos angeschlossen werden.
  6. Mitten in Düsseldorf ist mir die App von Google Maps eingefroren. Direkt auf der Autobahn, wo ich mehrfach die Autobahn auf kurzer Distanz wechseln musste. Worst-case und genau das, was nicht passieren sollte. Glücklicherweise war das alte Navi parallel aktiv und hat bis zum Neustart der App die Wegführung übernommen.
Fazit

Navigation mit Google Maps und Smartphone ist zuverlässiger und besser als mit einem normalen Navi. Aber das Smartphone muss ans Stromnetz. Da ich ein altes Android verwende hoffe ich mal, dass der Absturz bei der Navigation eine Ausnahme war. Aber in jedem Fall darf ein eventuelles neues Auto kein eingebautes Navi haben. Das wäre Geld für was Unnützes und Schlechtes rausgeschmissen.

Kommentar verfassen