Neuer Mobilfunkvertrag – mit ärgerlichen Provider-Spielchen

Ich hatte bisher noch einen unglaublich teuereren Mobilfunkvertrag – zumindest in Hinsicht auf das aktuelle Preisgefüge. Das war der früher üblichen Praxis geschuldet ein SmartPhone zu inkludieren. Das musste dann über die monatlichen Gebühren für den Provider wieder reinkommen – natürlich. Aber die Preise sind ingesamt gesunken und das macht einen neuen Vertrag in jedem Fall insgesamt billiger.

Die Laufzeitbindung macht jedoch den Wechsel vor Ende der Bindungsfrist ziemlich unmöglich. Aber vorgestern ist meine Vertragsbindung ausgelaufen. Deshalb bin ich letzte Woche auf die Suche nach einem neuen Tarif gegangen. Leider hatte ich verpeilt, dass man explizit 3 Monate vor Laufzeitende kündigen muss, um aus dem Vertrag raus zu kommen. Das ist auch so eine Knebelklausel, auf die man oft nicht achtet. Einerseits kann man aktiv den Vertrag verlängern oder beim Provider umstellen und auf der anderen Seite verlängert er sich automatisch um 1 Jahr, wenn man nicht aktiv 3 Monate vor Ende der Bindungsfrist kündigt. Als Kunde ist man also auf jeden Fall in Gefahr gelackmeiert zu sein. Es sei denn, man bleibt beim Provider. Sowas mit „Kundenbindung“ zu umschreiben ist verdammt positiv verklausuliert.
Ich bin also bei meinen bisherigen Provider auf die Suche nach einem neuen Tarif gegangen, der mit Tarifen bei anderen Providern halbwegs konkurrenzfähig ist. Aber ich habe nur 2 Tarife für die Verlängerung angeboten bekommen, die mir einfach zu teuer waren und diverse Dinge beinhaltet haben, die ich nicht gebrauchen konnte. Dazu wollte der Provider bei dem etwas günstigeren Tarif eine „Umstellungsgebühr“ von 30 EUR, womit der auf 2 Jahre nur irrelevant günstiger als der umfangreichere Tarif gewesen wäre (der ohne Umstellungsgebühr angeboten wurde – ich hör dir tapsen…).

Die Tarife für Neukunden hingegen sahen teils ganz ok aus, aber die konnte ich einfach nicht auswählen. Selbst nach Rücksprache mit der Kundenhotline wurden mir nur diese beiden teueren und überladenen Tarife angeboten.

Ziemlich zornig habe ich daraufhin per Internet gekündigt. Der Provider macht das aber ziemlich schlau, denn obwohl das sofort bestätigt wurde, muss man zwingend innerhalb von 14 Tagen selbst die Kündigung per Telefon noch einmal bestätigen. Auch hier ist klar, was damit beabsichtigt ist. Kundenrückgewinnung. Wobei mir aber auch erst bei dem Anruf aufgefallen war, dass ich diese 3 Monate Frist verpeilt hatte und die Kündigung erst Februar 2018 eingetreten wäre. Bis dahin hätte ich sogar meinen alten und zu teuereren Tarif weiter bezahlen müssen. Das hätte sich gar nicht gerechnet :-(.

Aber „Kundenrückgewinnung“ sei Dank, hat mir der Provider plötzlich einen günstigen Tarif – wie für Neukunden – ohne Umstellungsgebühr angeboten, wenn ich die Kündigung zurück nehme. Nicht ganz so günstig wie bei einigen anderen Providern, aber im Rahmen. Geht doch. Was dabei wirklich ärgerlich ist – Bestandskunden werden ziemlich abgezockt, wenn sie nicht aktiv werden und am besten kündigen, um dann die Konditionen für Neukunden zu bekommen. Muss doch nicht sein.

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