Die große Köln-Runde

Köln zählt zu den Locations, wo ich beruflich häufiger hin komme. Sogar für mehrere Kunden. Im Moment habe ich für einen Standardkunden gerade wieder einen größeren Auftrag da. Fachinformatiker-Azubis ausbilden. Im dem Rahmen hatte ich schon mehrere Jahrgänge in Köln (als auch Wiesbaden) geschult und diese Mal sind 3 Tage HTML/CSS sowie 4 Tage MySQL/ERM/SQL die Themen. Was zusammen 7 Tage bedeutet und dementsprechend nicht mit einer Anfahrt erledigt werden kann (wenn ich nicht über das Wochenende in Köln bleiben will). Dummerweise sind die beiden Kurse aber so gelegt, dass ich an einem Freitag begonnen habe, dann die gesamte Woche 5 Tage da war und am kommenden Montag nochmal für einen Tag nach Köln fahren muss. Also 3x die Runde. Aber das war von der Kursorganisation leider nicht besser machbar. Zumindest kann ich bei den 3 Fahrten nach Köln und zurück den neuen Motor von meinem Forester bequem und sanft einfahren.

Nun war ich die Woche wie gesagt 5 der 7 Tage bei der Schulung und natürlich bleibe ich dann über Nacht in Köln. Wobei es dieses Mal verdammt schwer war, überhaupt ein Zimmer in Köln oder Umkreis zu bekommen. Irgendeine Messe hat wohl stattgefunden und mein Standardhotel in Laufweite des Schulungsgebäudes war komplett augebucht. Ich habe zwar noch ein Zimmer halbwegs in der Nähe gefunden, aber ich musste dennoch jeden Tag mit dem Auto fahren (etwa 5 Kilometer weg in Porz). Die Verknappung der Übernachtungsmöglichkeiten bekommen die Hotels natürlich mit und so habe ich die erste Nacht 76,50 EUR bezahlt, während die folgenden Nächte erheblich teuerer wurden. Von Mittwoch auf Donnerstag waren gar 181,50 EUR fällig. Ohne Frühstück! Und dazu noch jeweils 9 EUR pro Nacht für einen Parkplatz.
Aber etwas Billigeres war auch gar nicht mehr zu finden. Letztendlich übernimmt das mein Kunde, aber ich finde diese Summen trotzdem unverschämt.
Zumal das Hotel es nicht wert war. Ich bin eigentlich mit einfachen Hotels zufrieden, wenn die Preis-Leistung-Relation stimmt. Aber das war hier nicht gegegeben. Angeblich ein 3-Sterne-Hotel, jedoch das passt m.E. definitiv nicht.
Das Hotel hat zwar einen wirklichen Pluspunkt – die Lage direkt am Rhein-Ufer. Und mein Zimmer hatte sogar einen sehr schönen Blick direkt auf das Ufer und die Promenade. Auch war das Zimmer großzügig vom Raumangebot. Aber das was es dann mit dem Positiven.
Was nutzt mir ein Blick auf den Rhein samt Terrasse, wenn ich weder die Tür noch irgendein Fenster öffnen kann? Es gab auch keine Klimaanlage und bei der Hitze die letzten Tage war es unerträglich warm im Zimmer – auch Abends und Nachts. Hätte man wenigstens mal durchlüften können …
Dann war die Einrichtung ziemlich in die Jahre gekommen und nicht wirklich sauber. Duschvorhänge im 70iger-Jahre-Stil sollte es bei 3 Sternen nicht geben. Und als beim Heimkommen von der Schulung der Fernseher ausgefallen ist war die Auskunft, dass sich da erst am nächsten Tag ein Techniker drum kümmern könnte. Und da ich wie schon erwähnt auch zusätzlich 9 EUR für einen Stellplatz für das Auto pro Nacht zahlen musste – die Tiefgarage war unzumutbar eng. Hätte ich mich darauf eingelassen und einen Range Rover Discovery oder gar einen T6 gekauft (wie es die Sohnemännchen unbedingt wollten) – ich wäre da vermutlich stecken geblieben.
Ich habe mich over all in dem Hotel wirklich nicht wohl gefühlt und das passiert selten. Für 50 – 60 EUR/Nacht all-in könnte ich das Hotel vielleicht noch akzeptieren, aber so bleibt bei mir der Eindruck abgezockt worden zu sein bzw. einfach nicht das Preis-Leistungs-Verhältnis bekommen zu haben, was ich bei meinen vielen anderen Geschäftsreisen eigentlich immer gewährleistet sah.
Naja – zumindest läuft die Schulung gut und am Montag fahre ich ja hin und gleich wieder zurück.

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