Ich habe den Macmini von 2012 fertig mit Mint Linux 22.x eingerichtet, Konten, Daten und Programme synchronisiert, alle macOS-Reste entsorgt und doch noch von XDM auf SSDM mit dem Breeze-Theme und Plasma umgestellt. Ich bin begeistert, was diese Kombination aus einem 14 Jahre alten Rechner rausholen kann. Gut – die Programme starten etwas „gemütlich“, aber ansonsten merkt man im Alltag kaum einen Unterschied zu meinen neuen Rechnern. Jetzt geht der Linux-Mac ab in mein Büro in Eppstein und ist da deutlich mehr als eine „Notlösung“, wenn ich mein normales Notebook nicht dabei habe.
Ausmusterung und Anheuerung mit Fast-Desaster
Es ist soweit – ich mustere alte Hardware aus, was bei mir extrem selten vorkommt. Ich versuche Altgeräte solange zu nutzen, solange der Kram noch geht und eine halbwegs vernünftige Anwendung möglich ist. Das mag betriebswirtschaftlich wegen fehlender Geschäftsausgaben nicht sinnvoll sein, aber für Umwelt und Ressourcenschonung besser. Aber jetzt ist mein Terra Notebook fällig.
Das habe ich in schon vor einigen Jahren in mein Büro nach Eppstein verlagert, um da einen PC dauerhaft zu haben. Das Terra-Notebook hat Win 10 und Mint Linux im Dualboot und bisher immer wieder mal gute Dienste geleistet. Aber die letzte Zeit bricht reproduzierbar nach wenigen Minuten die Internet-Verbindung zusammen, wenn ich über Tethering per SmartPhone im Internet bin. Da das sowohl unter Windows als auch Linux der Fall ist, ist wohl der WLAN-Adapter fertig. Zwar könnte man den noch austauschen oder einen externen Adapter verwenden, aber wenn es an einer Ecke zu bröseln beginnt, sind andere Probleme nicht weit. Das Terra-Notebook hat den Ruhestand auch verdient, denn dessen Kauf kann ich ganz genau noch terminieren – 30.12.1999.
Ich werde nun meinen Mac Mini da wieder hinschaffen. Der ist von 2012 und auch nicht mehr taufrisch (Macmini6,2), aber eben nur halb so alt. Darauf habe ich bisher Dualboot mit einem alten macOS Sierra und Mint Linux 22, aber den ganzen macOS-Kram brauche ich echt nicht mehr, zumal der seit etwa 10 Jahren nicht mehr von Apple unterstützt wird. Nun bin ich als Vorbereitung mit ChatGPT daran gegangen, den gesamten Rechner neu zu konfigurieren, um die Ressourcen vollständig mit Linux zu nutzen. Aber ChatGPT hat mich dabei sukzessive ins Desaster geführt.
Linux war nicht auf der SSD (/dev/sda), sondern der HDD (/dev/sdb) installiert. Ich wollte deshalb ein neues Linux auf der SSD installieren und den Rest plattmachen. Aber ich habe es auch nach Stunden und trotz Hilfe von ChatGPT nicht hinbekommen, dass der Mac Mini von einem USB-Stick gestartet ist. Da ist durch das Apple-Zeug viel blockiert und verbogen, dass nicht einmal Grub beim Hochfahren anzuzeigen ist und EFI sich auf-Teufel-komm-raus nicht umbiegen lässt.
Also kam ich auf die Idee, Linux weitgehend auf der HDD zu lassen und nur Teile wie home auf die SSD zu verlagern. Da hatte ich vorher Platz geschaffen und den alten macOS-Kram weggeräumt – also paritioniert, soweit das ging.
ChatGPT meinte dann, dass auch var und tmp auf die SSD sollten, um das System performanter zu bekommen. Damit ging die Katastrophe los, denn die Verlagerung von var hat (vermutlich) die zig folgenden Probleme bewirkt. Die Trennung von Linux auf zwei physische Platten (zudem eine schnell, eine langsam) löst u.a. Timing-Probleme aus. Plötzlich gab es beim Start zig Fehlermeldungen und auch keine GUI mehr. Jeder weitere Korrekturvorschlag von ChatGPT hat das System mehr zerstört bis hin zum Verbröseln von Python, Plymouth, X-Server, LightDM und anderen ganz elementaren Bibliotheken und Programmen.
Erst nach zig Stunden Arbeit (SSH war zumindest immer möglich) war ich zumindest wieder soweit, dass zumindest apt und dpkg halbwegs ok waren. Nur lightdm hat ChatGPT wirklich so verfriggelt, dass bei einem lokalen Monitor nicht einmal eine Konsole mehr aufgetaucht war. Glücklicherweise ging wie gesagt SSH noch, aber das System war komplett in einem „Halbzustand“ ohne GUI, mit dem man wirklich gar nichts anfangen konnte. Die Wahl war verschrotten oder wo anderes Hilfe zu suchen. ChatGPT habe ich aber zum Teufel geschickt, da die Tipps schon genug Schaden verursacht hatten.
Hilfe kam von DeepSeek, was zwar hämisch die Maßnahmen von ChatGPT auseinander genommen (wie ein Arzt die Behandlungsversuche seines Vorgängers), aber auch tatsächlich sinnvolle Hilfe geleistet hat.
Ich habe XDM nun als Grafikmanager. Das funktioniert und langt mir. Auch die anderen Probleme, die mir ChatGPT reingewürgt hat (etwa ein komplettes weiteres Linux im home-Verzeichnis und zerstörtes Python etc.), konnte ich mit Hilfe von DeepSeek in den Griff bekommen. Zwar ist jetzt nur noch home auf der SSD, aber DeepSeek fand sogar eine einfache Lösung, wie ich schreibend die noch vorhandene alte macOS-Partition nutzen kann (ChatGPT meinte, das ginge unter Linux nur lesend).
Mit Linux läuft die Kiste jetzt wirklich noch gut, denn so schlecht macOS aus meiner Sicht ist, so gut ist die Apple-Hardware an sich. Mit 16 GB RAM und SSD ist selbst die Kiste von 2012 durchaus noch konkurrenzfähig, wenn das Betriebssystem passt.
Rebranding auf YouTube
Ich bin gefühlt schon ewig auf YouTube aktiv. Allerdings so gut wie rein „privat“. Hauptsächlich habe ich da über viele Jahre Videos zu meinem Hobby Gleitschirmfliegen veröffentlicht und dazu ein Pseudonym „RudiRueffel“ verwendet, um diese privaten Veröffentlichungen von meinen „beruflichen“ Veröffentlichungen in Form meiner Webseite, meines Blogs, meiner Bücher und meiner Videos bei Linkedin Learning zu trennen.
Aber warum eigentlich? Die Frage hat sich mir aufgedrängt. Denn obwohl viele dieser Videos auf YouTube nicht wirklich was mit meinem Kerngeschäft zu tun haben (vor allen Dingen am Anfang), ist eine Sichtbarkeit auf sozialen Kanälen für einen IT-Freelancer meist auch dann trotzdem sinnvoll. Gerade wenn ich auch Bücher und Videos bei Linkedin Learning als Produkte anbiete. Warum soll ich diese Reichweite und Möglichkeiten brachliegen lassen? Echter Content ist eine Waffe und ich habe diese viel zu lange im Schrank liegen lassen.
Zumal ich auf YouTube mittlerweile verstärkt weitere Themen wie KI-Videos, Radtouren, Videos zu meiner Band oder Drohnenvideos abdecke und auch immer mehr Videos von Projekten veröffentliche, die ich betreue (vor allen Dingen vom Weingut Sankt Urban in Mainz-Laubenheim). Letztendlich verquicke ich an verschiedenen Stellen meine IT-Kompentenz immer mehr mit Anwendungen im „realen Leben“.
Daher habe ich sowohl meinen Kanal umbenannt und einige Videos von meinem zweiten Kanal dahin verlagert sowie aktiv den Bezug zu mir als IT-Freelancer und meine ganzen anderen Publikationen hergestellt.
Umwandlung in „regulären“ Kurs
Über die letzten Monate wurde immer am Dienstag ein Java Praxistipp bei Linkedin Learning (LiL) veröffentlicht. Da jetzt der letzte der 25 Tipps freigeschaltet wurde, erfolgt eine Umwandlung in einen „regulären“ Kurs, bei dem alle Tipps geschlossen zugänglich sind.
Das wurde auch schon mit meinen Tipps zu Python vor einigen Wochen so gemacht als diese alle veröffentlicht waren.
Freistaat Bayern nutzt bereits in den 1960ern Software von Microsoft ;-)
In dem Beitrag zur Rolle rückwärts hinsichtlich des geplanten Lizenzvertrags mit Microsoft durch die Bayern-Regierung sind ein paar nette Anekdoten zu finden. Ich kann nicht bezeugen, dass diese stimmen, aber laut dem Bericht hat der bayerischen Finanzminister Albert Füracker (CSU) bei der Rechtfertigung für den Milliarden-Vertrag mit Microsoft angegeben, dass der Freistaat Bayern bereits in den 1960ern Software von Microsoft genutzt hätte. Wohlbemerkt – Microsoft wurde 1975 gegründet. Ebenso zeugt von Fachkompetenz, dass Bayern angeblich seit den 1960er-Jahren bei 51 Vermessungsämter komplett mit Open-Source-Arbeitsplätzen gearbeitet hätte. Dumm nur, dass es damals natürlich noch keine Open Source gab und zudem keine Computerarbeitsplätze in den Vermessungsämtern.
Anyway – die neue Strategie hin zu Computerarbeitsplätzen ohne Microsoft ist erfreulich. Auch wenn der Umstieg vermutlich noch lange Zeit benötigt. Aber die Richtung stimmt jetzt.
The Heat Is On
Seit Pfingst-Beginn ist bei mir die Sommerhitze da. Ich will mich nicht beschweren, nur ist damit auch meine alljährliche Schlacht gegen Hitzeprobleme in meinem Büro unter einem unisolierten Dacher eröffnet und ich bringe meine Abwehr in Stellung. Ventilatoren gibt es gleich drei Stück, aber die quirlen ab einer gewissen Temperaturgrenze nur die heiße Luft von links nach rechts. Und der kleinste Ventilator wird abgestellt, um direkt meinen Mini-PC zu kühlen. Ohne diese externe Belüftung stirbt der bei den möglichen Temperaturen in meinen Büro sonst den Hitzetot.
In den letzten Sommern waren teils 40 Grad nur dann zu unterbieten, wenn auch mein kleiner, mobiler Kühlblock die gesamte Zeil läuft und dabei leider ziemlichen Lärm macht. Zumindest ist das Klima-neutral, denn den Strom dafür bringen unter sonnigen Umständen meine Solar-Panels.
Meine stärkste Waffe, die zwar nichts gegen die Temperatur im Büro macht, mir aber zwischenzeitliche Erholung verspricht – ich habe mein „Schwimmbad“ aufgebaut und gefüllt, um in Pausen meinen Kreislauf kurz entlasten zu können.
Also von daher – Hitze, zeig, was Du drauf hast!
Bitte warten – ich hatte glatt vergessen, wie schlecht Windows ist
Mein Dual-Boot-Rechner hat gerade ein Update von Windows 11 hinter sich. Es muss was Größeres gewesen sein, denn das Update hat gefühlt eine Ewigkeit gedauert und zig-fach den Rechner neu gestartet. Das ist bei einem Dual-Boot-Rechner ein Spass, weil jedes Mal das Hauptsystem (also Linux) hochgefahren wird und man den Zeitpunkt nicht verpassen sollte, wann dann Windows sich nach ewiger Verzögerung zu einen Neustart bequemt.
Die bekommen es einfach bei Windows bzw. Microsoft nicht hin. Schaut doch mal, wie unter Linux selbst vollständige Updates gehen. So muss Betriebssystem …
Es kann doch nicht so schwer sein.
Wer hat den KI-Schuss noch nicht gehört?
Ich spiele ja Saxophon in einer Rock-Band, die ich bereits direkt nach meinem Studium mit unserem Sänger gegründet habe. Viele Auftritte haben wir nicht mehr, aber gelegentlich geht es an die Öffentlichkeit. Am 31. Mai sind wir endlich mal wieder zu hören, aber „inoffiziell“, da der Flohmarkt in den Höfen keine Musik bei der GEMA angemeldet hat. Aber dass wir zeitgleich in unserem Proberaum proben, kann niemand verbieten. Auch nicht, dass wir die Fenster aufmachen ;-).
Ich will aber hier gar nicht Werbung für diesen (inoffizellen) Gig machen (naja – ein bisschen schon). Ich habe nur gerade von der KI ein Plakat erstellen lassen und bin wieder einmal sprachlos, wie gut das geworden ist. Dabei habe ich nur ein bisschen beschrieben, was genau die Umstände für diese „Probe“ sind und der KI gesagt, sie solle sich unsere Webseite ansehen. Das kam raus.
Hallo! Das gefällt mir nicht nur (was bekanntlich Geschmacksache ist), das Design passt perfekt zu dem Kontext meiner Rock-Band und die Inhalte und Texte, die auf dem Bild zu sehen sind, hat sich die KI „ausgedacht“ und dabei sowas von gutem Content generiert, dass mir fast schwindlig wird.
Provokation – wer braucht noch Designer, Grafiker, Medienschaffende, etc? Selbst das Argument der Beratung und inhaltlichen Abstimmung mit Kunden kann man in die Tonne treten, wenn man so Resultate durch die KI rein aufgrund eines kurzen Prompts und Angabe des Kontexts (etwa eine Webseite) bekommt. Nicht nur die IT-Branche merkt die Wirkung von KI – die Kreativbranche wird m.E. geradezu pulverisiert.
Natürlich auch bei Musik, was meine kreativen KI-Musikompositionen m.E. ebenso brutal zeigen. Gerade City Lights Struggle oder auch Rolling Thunder Blues ist für mich kaum von der Musik zu unterscheiden, die ich sonst gerne höre.
Nr 3 lebt
Es sind zwar nicht die 5.-ten Videoaufzeichnungen für Linked Learning (LiL) in diesem Jahr, aber der Bezug zu dem alten Film passt einfach thematisch zu meiner dritten Recording-Session für LiL in 2026, an der ich gerade dran bin. Diese etwas „mystische“ Aussage soll als kleiner Spoiler dienen, um was es im weiteren Sinn geht.
Code lesen statt Code schreiben
Ich bin über einen Artikel auf Heise gestoßen und muss ihn geradezu empfehlen. Im derzeit lauten Geschrei zu Vibe Coding und dem Auslaufen des Entwicklerberufs ein ruhiger, fundierter, besonnener Beitrag, der den Kern prägnant fasst. Lesen und verstehen von Code ist die (massiv unterbewertete) Kernkompentenz der Softwareentwicklung. KI macht nur das Produzieren von Code leicht, aber das Verstehen sogar noch schwerer als es vor KI schon war. Nur Verstehen ist das, was man bei Softwareentwicklung braucht. Nicht planloses Zusammenschustern und Fixen von Programmen.
OpenWeather und Code Snippets
Aus gegebenem Anlass möchte ich etwas Werbung für zwei Technologien machen, die zwar nichts direkt miteinander zu tun haben, sich aber sehr schön kombinieren lassen. Das ist einmal OpenWeather bzw. dessen API und das WordPress-PlugIn Code Snippets.
In meinem aktuellsten Java Praxistipp bei Linkedin Learning (LiL) geht es um ein Pattern mit Namen Observer. Als Praxisbeispiel verwende ich simulierte Messwerte von einer Wetterstation. Als Ergänzung zeige ich aber auch eine reale Version, bei der echte Messwerte von OpenWeather geliefert werden. Ich habe schon recht lange einen freien API-Key und diesen Praxistipp zum Anlass genommen, sowohl in meinen Blog als auch meine Webseite selbst und die Webseite von dem familiären Weingut, für die ich sowieso technisch zuständig bin, kleine (virtuelle) Wetterstationen der jeweiligen Locations mit Werten von OpenWeather zum Wind, der Temperatur und der Luftfeuchtigkeit einzubauen. Das aktuelle Lizensmodell von OpenWeather finde ich etwas verwirrend, aber solange es nicht zuviele Aufrufe gibt, genügt mein alter Key – auch wenn damit wohl nicht das neuste API zu nutzen ist. Aber für diese „Bonbons“, um einen realen Grund zum regelmäßigen Besuch zu liefern, ist das alte API voll ausreichend.
Da die Seiten mit WordPress betrieben werden, habe ich für die Abfrage und Anzeige der Wetterdaten mit PHP Shorcut-Funktionen samt einem 15-Minuten-Cachings geschrieben, die ich dann über Text/HTML-Widgets bereitstelle.
Dazu habe ich das PlugIn Code Snippets nachinstalliert. Ich verwende recht oft selbstgeschriebene Erweiterungen in WordPress und bin es leid, diese Erweiterungen direkt in der Datei function.php zu notieren. Das geht zwar alles, aber mit diesem Code-Editor wird der Vorgang vom Workflow etwas abgetrennt und das finde ich schön bequem und von der Usability nützlich.
Den Verweis auf PHP und WordPress nehme ich dann gleich zum Anlass, auch auf meine beiden Bücher dazu zu verknüpfen 🙂
Programmieren mit PHP
- Autor: Steyer, Ralph
- ISBN ebook: 978-3-658-48759-1 – ISBN Softcover: 978-3-658-48758-4
- Verlag: Springer Nature
- Erscheinungsjahr: 2025

WordPress – Einführung in das Content Management System
- Autoren: Steyer, Ralph
- Verlag: Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
- Softcover für 34,99 € – ISBN 978-3-658-12829-6 und als eBook für 26,99 €- ISBN 978-3-658-12830-2.
Die Beobachter sind unter uns
Bei meinem heutigen Java Praxistipp bei Linkedin Learning (LiL) geht es um ein Pattern mit Namen Observer. So etwas hat man oft beim Event Handling, aber auch allgemein, wenn man auf nicht-deterministische Ereignisse reagieren will. In dem Tipp nehme ich dazu Messwerte von einer Wetterstation, die immer wieder Daten liefert.
Brave AI Content Shield
Gerade habe ich die Wirkung von Brave AI Content Shield praktisch erfahren, denn ich habe mich in einem Beitrag selbst ausgetrickst. Mein letzter Post „Achtung – kann Spuren von Werbung enthalten„, in dem ich meinen Kurs am kommenden Mittwoch (Software verstehen im Zeitalter von Vibe Coding – Vom Blindflug zur Kontrolle) ankündige und eben etwas ironisch die Überschrift gewählt habe, hatte den Effekt, dass er in Brave weggefiltert wurde.
Er war für den Bruchteil einer Sekunde kurz sichtbar und dann weg. Der direkte Link ging und in anderen Browsern gab es den Effekt nicht. Nachdem der Effekt auch im privaten Fenster von Brave nicht aufgetreten ist, habe ich mit brave://extensions/ die Erweiterung AI Content Shield kurz deaktiviert und zur Sicherheit alle gecachten Daten gelöscht und temporär das Caching ganz deaktiviert.
Aber es war die Extension, denn ohne deren Schutz wurde der Post nicht ausgeblendet. Interessanter Weise hat das Deaktivieren der Extension über das Menü (Löwen-Symbol) keinen Effekt gehabt, sondern ich musste gezielt über brave://extensions/ gehen.
Also habe ich mir selbst mit dem Titel des Posts ein Ei ins Nest gelegt, aber gleichzeitig gesehen, wie effektiv der Schutz von AI Content Shield ist. Aber auch, das KI eben Ironie etc. nicht beurteilen kann und auch sonst den Kontext nur begrenzt richtig einordnet. Mal schauen, ob auch dieser Beitrag wieder mit aktivierter Extension gefiltert wird, denn das Reizwort „Werbung“ habe ich ja im Content weiter drin – nur nicht in der Überschrift.
Achtung – kann Spuren von Werbung enthalten
Ich schätze meine „Community“ und „Follower“ eher so ein, dass sie einen IT- bzw. Programmier-Background haben. Das ist nicht die typische Zielgruppe, für die ich meinen neuen Kurs Software verstehen im Zeitalter von Vibe Coding – Vom Blindflug zur Kontrolle
konzipiert habe und am 13. Mai das erste Mal online anbiete. Er ist eher für Einsteiger, Entscheider und Praktiker gedacht. Aber vielleicht kennt der/die eine oder andere ja solche Personen und leitet den Link weiter, wenn ich potentielle Teilnehmende in meinen Kanälen nicht direkt erreiche. Das Tagesseminar vermittelt ein grundlegendes Verständnis dafür, wie Software aufgebaut ist und funktioniert. Ziel ist es, KI-generierten Code lesen, analysieren und sicher anpassen zu können.
Jubiläum meines Balkonkraftwerks
07. Mai 2025 habe ich mein Balkonkraftwerk installiert und es ist Zeit, Fazit zu einem Jahr Betrieb zu führen. Gerade habe ich wieder gelesen, dass sich die Kosten für so zwei Panels in der Regel in 3 Jahren amortisieren. Dabei wird vorausgesetzt, dass man in optimalen Fällen im Jahr 650 – 700 KW/h produzieren könne, einen Eigenverbrauch von 60% hat und weder eine Einspeisevergütung noch Pufferung für überzähligen Strom mit einem Solarspeicher. Diese Schätzung kann ich nicht bestätigen. Bei mir hat sich die Anlage sehr wahrscheinlich bereits in diesem Sommer (also schon nach 15 Monaten) komplett amortisiert. „Jubiläum meines Balkonkraftwerks“ weiterlesen
Passwörter bei Microsoft Edge im Klartext lesbar
Und gleich noch ein Verweis auf einen Beitrag von heise.de, dessen Überschrift ich für Clickbait gehalten habe.
Microsoft Edge: Passwörter landen als Klartext im Speicher
Sowas kann unmöglich stimmen, war mein erste Gedanke. Auch wenn ich Edge für unsicher halte und selbst nicht verwende.
Nur die Überschrift von Heise stimmt nachweisbar. Ein Screenshot im Beitrag zeigt die Sache und eine Anleitung, wie man an verschlüsselte Passworte in Edge bzw. dessen Passwort-Manager kommt. Obwohl Microsoft Edge eine Authentifizierung mit Windows Hello fordert, was aber leicht umgangen werden kann.
Nach dem Beitrag stand für mich fest:
Ich fasse es nicht!
Dann habe ich aber nochmal ins Forum geschaut. Interessant sind die dortigen Diskussionen zu der Sicherheitslücke. Es gibt Uneinigkeit, ob und wie weit das ein echtes Problem bzw. eine Sicherheitslücke ist und ob es sich um Microsoft-Bashing handelt und auch andere Systeme/Browser von sowas betroffen sind.
Diese Diskussionen haben mich auch wieder zum Nachdenken gebracht. Unbestritten wird Anwendern über den Edgs-Passwort-Mangager und die Authentifizierung mit Windows Hello eine falsche Sicherheit vorgespielt. Das Sicherheitskonzept rund um Edge und dessen Passwort-Manager ist fehlerhaft. Aber auch andere Passwort-Manager von Browsern gelten nicht uneingeschränkt als sicher. Ebenso muss grundsätzlich im Hauptspeicher ein Passwort irgendwann in aufgelöster Form vorliegen, um es überhaupt verwenden zu können. Das Problem ist der Dump. Was widerum dazu führt, dass ein Angreifer erst einmal ausreichend Zugriff auf den Rechner haben muss.
Ich ziehe mein persönliches Fazit, dass echte Passwort-Manager den integrierten Passwort-Managern von Browser allgemein vorzuziehen sind und Edge für mich sowieso keine Option ist, aber es meist schon etwas Aufwand für Angreifer bedeutet, die Lücken und Schwächen in dem Browser produktiv auszunutzen.
DENIC down
Auf heise.de gibt es einen sehr informativen Beitrag zu Problemen mit der de-Domain die letzten Tage, die scheinbar anderen Medien entgangen oder keine Meldung wert waren. Ich verstehe jetzt aber eine Fehlermeldung, die ich um die Zeit mit gleich zwei .de-Domains hatte. Zumindest wäre der beschriebene Fehler im Domain Name System, bei dem temporär .de-Domains nicht aufgelöst werden konnten (sogar unabhängig von Providern und DNS-Anbietern), eine logische Antwort.
Weiter geht es mit Java-Tipps
Dienstag und in meinen wöchentlichen Java Praxistipps bei Linkedin Learning (LiL) geht es weiter mit dem nächsten Tipp. Dieses Mal steht ein Pattern der Gang-of-Four (GoF) im Fokus -das Strategy Pattern.
KI-Erkennung – oder auch nicht
Neulich ist bei einem Drohnenflug meiner neuen DJI Neo, deren Bilder und Videos ich in Zukunft immer mehr für Bilderkennung mit KI und Python verwenden will, im Follow-Modus ein interessanter Fehler aufgetreten. Die fixierte Person (mein Sohn) wurde verloren und die zweite Person (meineeiner) stattdessen als „Herrchen“ bestimmt.
Die Bedingungen für das Video waren jedoch schwierig, da einerseits starker Sonnenschein sehr helle Lichtreflexe unter einem Blätterdach ausgelöst, das dichte und sehr enge Blätterdach jedoch große Stellen abgeschattet hat. Dazu hat ein Hindernis die Verfolgung gestoppt und das Target hat sich einige Meter entfernt. Ebenso ist nicht unwahrscheinlich, dass durch unsere verwandtschaftlichen Beziehungen die biometrischen Merkmale ähnlich waren.
Das waren also schon schwierige Bedingungen für die KI und ich finde es sogar beruhigend, dass Personen- und Gesichtserkennung noch nicht perfekt ist. Zumindest nicht bei „Massenkonfigurationen“.
Proudly presents – mein neues Training bei Linkedin Learning, um beim Vibe Coding nicht unterzugehen
Wer meine Posts die letzten Monate verfolgt, wird bemerken, dass ich mich verstärkt mit Vibe Coding, KI-Programmierung & dem ganzen restlichen Buzzword-Bingo rund um das Thema der Nutzung von KI in der Programmierung beschäftige. Ich biete ab diesem Monat sowohl einen Tageskurs an, der einmal online, aber auch in Präsens stattfinden kann. In einer Art Doppelstrategie habe ich parallel ein neues Videotraining für Linkedin Learing (LiL) erstellt, das gestern veröffentlicht wurde.
Wenn KI programmiert: Was Sie trotzdem verstehen müssen
Darin beschäftige ich mich komprimiert mit so Begriffen wie Vibe Coding, KI-gestützte Programmierung, Prompt Engineering und AI-Agents .
Denn einerseits erscheint KI-gestützte Programmierung unglaublich einfach, aber es gibt zahlreiche versteckte Fallen und Probleme. Und andererseits:
Versteht eigentlich noch jemand, wovon wir in dem Kontext reden?
Ständig fallen in Gesprächen und Beiträgen über moderne Softwareentwicklung Begriffe wie Vibe Coding, KI-gestützte Programmierung, Prompt Engineering und AI-first Development – und am Ende habe ich zumindest jedes Mal das Gefühl, dass zwar viel gesagt wurde, aber wenig gemeint war.
Willkommen im Zeitalter der Buzzwords rund um KI und Programmierung!
Das große Buzzword-Bingo der KI-Entwicklung
Hier ist eine (und nicht einmal vollständige) Liste von Begriffen, die aktuell durch Linkedin-Posts, Konferenzen, Medienveröffentlichung und Produktseiten geistern:
- Vibe Coding
- KI-gestützte Programmierung
- KI-unterstützte Entwicklung
- Prompt Engineering
- Prompt-gesteuerte Entwicklung
- Programmierung in natürlicher Sprache
- Codegenerierung
- Autonomes Programmieren
- Mensch-KI-Kollaboration
- Pair Programming mit KI
- KI-Copiloten
- Intelligente Codevervollständigung
- Zero-to-Code
- Low-Code mit KI
- No-Code mit KI
- Generative Programmierung
- KI-zentrierte Entwicklung
- Semantisches Programmieren
- Kontextbewusstes Programmieren
- Konversationelle Programmierung
- Codesynthese
- KI-native Entwicklung
- Rapid Prototyping mit KI
- Von der Idee zum Code
- Sofortprogrammierung
- Flow-State-Programmierung
- Kreatives Programmieren mit KI
- Augmentierte Programmierung
- KI-erweiterte Entwicklung
- Intelligentes Debugging
- Selbstheilender Code
- KI-Refactoring
- Kontinuierliche KI-Integration
- Kognitives Programmieren
- Entwickler-Assistenz durch KI
- Hochproduktives Programmieren
- Next-Gen-Programmierung
- Code-Automatisierung
- KI-getriebene Softwareentwicklung
- KI-Orchestrierung
- Agenten-Orchestrierung
- Multi-Agenten-Orchestrierung
- Prompt-Orchestrierung
- Tool-Orchestrierung
- Workflow-Orchestrierung
- LLM-Orchestrierung
- KI-Workflow-Orchestrierung


