Schulungsunterlagen

Gestern und heute hat der Winter in unserer Region ein heftiges Intermezzo gegeben. Ich bin echt froh, dass ich die beiden Tage nicht irgendwo hinfahren musste. Auf der A3 gab es wohl Richtung meines Zweitbüros in Eppstein 21 Km Stau, aber auch sonst ist im Rhein-Main-Gebiet nicht viel gegangen. Das Training wurde heute Abend schon abgesagt, obwohl das Schlimmste wohl durch sein sollte und es nächste Woche angeblich wieder über 10 Grad warm werden soll.

Ich habe die Woche aber sowieso an neuen Schulungsunterlagen gearbeitet, die wieder beim Herdt-Verlag veröffentlicht werden sollen.

Nachdem die weitgehend fertiggestellt waren, musste ich aber nochmal schnell in den Schnee. „Schulungsunterlagen“ weiterlesen

In der Werkstatt

Die letzte Zeit hatte ich mit Videoaufnahmen für LinkedIn Learning (LiL), Überarbeitung von Unterlagen für den Herdt-Verlag und Schulungsunternehmen sowie Consulting bzw. Programmierung von zwei VBA-Projekten im Rahmen von Excel- bzw. Access-Anpassungen immer ganz gut zu tun, aber keinerlei Schulung (bis auf meine permanente Betreung von Onlinekursen bei der ILS). Die letzte Schulung war Anfang Mai, aber auch im April war es schon dünne. Doch so langsam geht auch der Zweig meiner Arbeit wieder los. Erst einmal mit einer Java-Werkstatt über 7 Tage, die remote läuft. „In der Werkstatt“ weiterlesen

Strategie für .NET-Programmiersprachen

Es gibt ein relativ neues Strategie-Papier von Microsoft, wie es mit den Kernsprachen für .NET weiter gehen soll. Interessanter Weise wird da nicht auf C++ eingegangen. Aber C/C++ steht sowieso „über den Dingen“ und jeder Diskussion.

Dass Microsoft C# als Kernsprache von .NET und Visual Studio sieht, ist nicht verwunderlich. Auch die Tatsache, dass Visual Basic nicht mehr wirklich weiterentwickelt wird, ist nicht neu. Ich finde es aber bemerkenswert, dass Visual Basic dennoch eine dauerhafte Zukunft zugesichert wird. So in etwa äußert sich Microsoft: „Wir stellen sicher, dass Visual Basic eine einfache und ansprechbare Sprache mit einem stabilen Design bleibt.“ Tja – Totgesagte leben länger.

Was aber für mich noch viel mehr für F# gilt. „Strategie für .NET-Programmiersprachen“ weiterlesen

Gemischtes Doppel bei den Belegexemplaren

Beim  Herdt-Verlag sind die letzten Wochen gleich zwei Unterlagen von mir in den jeweils aktuellen Versionen erschienen:

Da der Verlag bei mir im Ort seinen Sitz hat und Luftlinie nug gut 1 Kilometer weg ist, konnten meine Belegexemplare für beide Unterlagen eben direkt Vorort in Empfang genommen werden.

Objektorientierte Programmierung mit PHP 8

Das Update von meinen Schulungsunterlagen „Objektorientierte Programmierung mit PHP 7“ beim Herdt-Verlag ist heute unter dem naheliegenden Titel „Objektorientierte Programmierung mit PHP 8“ veröffentlicht worden. Entsprechend der aktuellen PHP-Version ist alles auf PHP 8 bzw. 8.1 aktualisiert worden. Dazu gab es noch ein paar Erweiterungen und Anpassungen und damit sollten die Unterlagen für längere Zeit auf dem aktuellen Stand sein.

C# Grundlagen der Programmierung mit Visual Studio 2022

Seit einigen Jahren erstelle ich für den Herdt-Verlag Schulungsunterlagen. Dabei habe ich einige der Schulungsunterlagen von anderen Autoren übernommen, andere aber auch komplett neu entwickelt und geschrieben.

Der Herdt-Verlag ist übrigens mein einziger Kunde, dessen Sitz an meinem Wohnort ist. Weder in Bodenheim noch in Eppstein habe ich sonst jemals einen Kunden gehabt. Wenn ich einen Vertrag unterzeichnet habe, fahre ich mit dem Rad kurz um die Ecke und werfe diesen direkt ein.
Schulungsunterlagen von Herdt nutze ich selbst aber auch schon viele Jahre länger und als ich nach Bodenheim gezogen bin, habe ich das zum Anlass genommen, da einfach meine Expertise vorzustellen.
Und so ist es dazu gekommen, dass heute die Unterlagen C# Grundlagen der Programmierung mit Visual Studio 2022 veröffentlicht wurden. Das ist der überarbeitete Nachfolger der Unterlagen für Visual Studio 2019 und eine der Unterlagen, die ganz früher von einem anderen Autor erstellt wurden. Aber ich habe sie schon vor mindestens 7 oder 8 Jahren übernommen, mehrfach überarbeitet und mittlerweile sind die meisten Bestandteile von mir abgeändert oder neu hinzugefügt worden.

OpenStreetMap statt Google oder Bing

Im Rahmen meiner Vorlesung zur Entwicklung von plattformneutralen Apps mit Cordova an der TH Bingen ist mir aufgefallen, dass die Verwendung des Google Map-APIs nicht mehr so funktioniert hat, wie ich es gewohnt war. Ältere, aber erprobte/getestete Codes haben einen Fehler produziert. Ich stelle den Studenten schon seit ein paar Semestern als eine mögliche Semesterarbeit eine App als Aufgabe, die unter anderem die aktuelle Position in einer Karte zeigen soll. Dabei habe ich bisher Google Maps und als Alternative Bing Maps verwendet. Die jeweiligen APIs ließen sich bisher problemlos verwenden. Nur benötigt man mittlerweile bei neuen Versionen der APIs dafür API-Keys. Die sind zwar kostenfrei zu bekommen (mit ein paar Einschränkungen hinsichtlich der erlaubten Verwendung), aber die Generierung ist dennoch mittlerweile etwas umständlich bzw. ich komme mit den unendlich vielen Details und unübersichtlichen Entwicklerwebseiten einfach nicht klar. Die speziellen Features der neuen Versionen habe ich auch bisher nicht benötigt.

Die Version 2 des Google Maps API hat aber keinen API-Key erfordert und war deshalb sowohl für meine Beispiel-Apps als auch viele Webseiten immer noch eine sehr gute Wahl. Nur das Problem in der Vorlesung beim Verwenden der alten Codes hat mich zu der Info auf den Entwicklerseiten von Google gebracht:

The Maps JavaScript API v2 is no longer available as of May 26, 2021. As a result, your site’s v2 maps will stop working, and will return JavaScript errors. To continue using maps on your site, migrate to the Maps JavaScript API v3. This guide will help you through the process.

Ganz toll – einfach die API-Version eingestellt und die bisherigen Webseiten und Apps sind an die Wand gefahren. Bei Bing Maps war es nicht besser – die alten Codes funktionieren auch nicht mehr.

Oft haben das die Betreiber von Webseiten auch gar nicht bemerkt bisher, denke ich. Gestern war ich auf einer entsprechenden Webseite eines Gleitschirmvereins, wo die Karte nicht mehr funktioniert. Klar – man kann argumentieren, dass Entwickler die Verantwortung haben, die Funktion ihrer Produkte regelmässig zu kontrollieren. Aber das ist m.E. nur die eine Seite der Medaille. Man kann auch argumentieren, dass es eine Art „Bestandschutz“ gibt. Was einmal getestet ist, sollte auf Dauer funktionieren. Da sieht man mal wieder, in welche Abhängigkeiten man sich begibt, wenn man fremde Ressourcen und Leistungen nutzt. Die aktuellen Probleme bei einigen Cloud-Anbietern passen in diese Problematik.

Und me culpa – auch auf einer meiner Seiten hatte ich eine Karte mit dem Google Maps API, die nicht mehr korrekt angezeigt wurde und was ich bisher nicht bemerkt hatte – es hatte sich bisher auch kein Besucher beschwert.

Einer meiner Studenten hatte sich vor einigen Tagen wegen dieser ganzen Umstände mit dem Google Maps bzw. Bing Maps API so geäußert, dass er auf OpenStreetMap umsteigen würde. Fand ich eine gute Idee und deshalb hatte ich schon vor ein paar Tagen damit sowie Mapbox experimentiert. Auch in Verbindung mit einer Django-Webseite, weil ich die nächsten Wochen dazu ein Videotraining bei  LinkedIn Learning einspielen will, wo ich diese Techniken in Beispielen nutzen will.

Aber erst einmal habe ich jetzt die Webseite, die ich betreue, auf OpenStreetMap umgestellt.

Die Seite arbeitet mit Joomla! und da taugt das OSModul ziemlich gut, um auf einfache Weise eine Karte von OpenStreetMap in eine Webseite zu integrieren.

 

Doppelschlag

Dieser Mittwoch bietet Anlass zur doppelten Freude :-).

  1. Mein regelmäßiger wöchentlicher Entwickler-Tipp zu Python ist da und behandelt diese Woche das Top-Level-Script-Environment. Dabei geht es darum, wie man die oberste Ebene einer Python-Anwendung zur Laufzeit identifizieren und wie man mit einigen magischen Elementen das Verhalten beim Aufruf steuern kann.
  2. Der zweite Anlass der Freude 😉 ist, das wieder einmal ein Buch bzw. Schulungsheft von mir erschienen ist. Beim Herdt-Verlag veröffentliche ich ja seit mehreren Jahren regelmäßig solche Schulungsunterlagen oder lektoriere manchmal auch fachlich andere Unterlagen. Einige Unterlagen sind dabei von Grund auf von mir, aber diverse habe ich irgendwann übernommen und aktualisiert.
    Das gerade erschienene Buch bzw. Schulungsheft zu Joomla! 4 ist so eines, was ich vor vielen Jahren (2015) schon übernommen und damals auf die Version 3 aktualisiert hatte. Nun hat sich die Entwicklung von Joomla! 4 jedoch ewig hingezogen, aber Ende August ist die neue Version endlich erschienen und wir sind damit just-in-time mit dem Buch zu Joomla! 4 auf dem Markt. Natürlich habe ich mit Vorversionen von Joomla! 4 gearbeitet, aber die waren schon so gut wie fertig und bei der Überarbeitung habe ich gegengeprüft. Genaugenomen hatte ich schon 2020 mit der Überarbeitung begonnen, weil ich mit einer Fertigstellung von Joomla! 4 in dem Jahr fest gerechnet hatte. Schon da war das Projekt weit hinter der Roadmap zurück. Aber nachdem sich die Verzögerung in der Fertigstellung nicht mehr in Tagen oder Wochen und eigentlich auch nicht Monaten, sondern eigentlich nur in Jahren spezifizieren lies, habe ich Ende 2020 die Überarbeitung erst einmal eingestellt. Zumal die Vorversion zu dem Zeitpunkt auch noch unausgereift waren, wie mir bei der Arbeit damals deutlich wurde. Diesen Sommer hatte ich aber sowohl wieder Zeit und auch die Vorversionen von Joomla! waren endlich soweit, dass das Erscheinen der Finalversion greifbar wurde. Und so sind wir wie gesagt mit dem heutigen Tag mehr oder weniger just-in-time fertig geworden :-).

Restart BusinessNetzwerk Bodenheim

Wir haben in Bodenheim ein Business-Netzwerk, bei dem ich schon einige Jahre im Vorstand tätig bin. Ich war ziemlich direkt, nachdem wir nach Bodenheim gezogen waren, in das Netzwerk eingetreten. Das war damals als der Nachfolger des Gewerbevereins angetreten, der im Ort – vor meiner Zeit – im Streit zerbrochen war.

Wir wursteln nun so seit gut 10 Jahren mehr oder weniger effizient vor uns hin und ich mache meinen Umsatz sowieso überregional. Mit einer Ausnahme – der Herdt-Verlag ist tatsächlich hier im Ort, aber den Kontakt dazu habe ich nicht über das Netzwerk bekommen.

Aber ich finde das Netzwerk gut, um im Ort etwas vernetzter zu sein und ich habe diverse „weiche“ Profite von dem Netzwerk schon gehabt. Von einigen Auftritten mit meiner Band über lokale Hintergrundinfos bis zu Schüler-Jobs für meine Kidds.

Gestern hatten wir Jahreshauptversammlung, bei der es darum ging, ob wir uns auflösen (Corona hat uns nochmal ziemlich zugesetzt) oder neu ausrichten und einen Neustart versuchen. Wir haben uns zu dem Neustart entschlossen und die derzeit noch aktiven Mitglieder wollen sich nochmal rein hängen. Dabei haben wir auch den Vorstand umgebaut und ich wechsele vom Kassierer zum Pressewart – passt sowieso besser für mich. Zudem werde ich wohl auch mehr mit unserer Webseite was machen.

XML – Kurz und bündig – mein neustes Buch

XML - Kurz und bündig
XML – Kurz und bündig

Ich habe in den Wochen vor dem Jahresende so langsam meine Schulungen zurückgefahren, um einmal etwas zur Ruhe zu kommen und andererseits Zeit für die Überarbeitung meiner Joomla!-Schulungsunterlagen beim Herdt-Verlag zu haben.

Nur gibt es massive Verzögerungen bei der Veröffentlichung der Version 4 von Joomla! und es macht wenig Sinn, die Überarbeitung auf die Betaversion von Joomla! aufzubauen. Also habe ich die frei gewordene Zeit genutzt und mein ganzes bereits über die Jahre gesammeltes Material zu XML in eine Buchform gegossen. Auch wenn ich normalerweise für grosse Verlage Bücher schreibe, publiziere ich hin und wieder auch im Selbstverlag. Bisher habe ich auf diese Weise bereits ein Buch zu HTML und eines zu Cobol veröffentlicht. Hier gibt es nun mein neustes Buch zu XML.

Das ist die Eckdaten:

  • ISBN: 9783753133423
  • Format: DIN A5 hoch
  • Seiten: 128
  • Erscheinungsdatum: 13.12.2020

Das Buch wurde ein Lehrbuch für den Einstieg in XML. Es soll sowohl beim Selbststudium helfen als auch Basis dafür sein, in entsprechenden Kursen XML zu lernen. Der Fokus liegt auf dem Erstellen von XML-Dokumenten und dem Verstehen der Logik und Syntax. Aber auch die Validierung von XML-Dokumenten wird gezeigt und, was man mit XML in der Praxis machen kann. Das Buch wendet sich im Wesentlichen also an Leser, welche die Erstellung sowie das Lesen und Verstehen von XML-Dokumenten als auch Anwendungen mit einer XML-Basis (z.B. SVG, XHTML, Datenbank-Export und -Import, Erstellung grafischer Oberflächen, etc.) lernen wollen. Es ist also explizit ein Einsteigerbuch geworden.

Corona sorgt dafür, dass wieder mehr Cobol-Wissen gebraucht wird

Was ist schon seit 30 Jahren totgesagt und wird aktuell wieder massiv gesucht?

 

Cobol-Wissen! 

 

Allgemein ist Cobol angeblich sowas von out. Seit Jahrzenten.

Golem meldet nun jedoch, dass derzeit viele alte Mainframes und Programme überlastet bzw. in Schwierigkeiten sind, weil niemand mehr die alten Cobol-Codes lesen und und die Programme warten kann. Helfen sollen auf Cobol umgeschulte Entwickler, weshalb IBM in Zusammenarbeit mit dem Open Mainframe Project der Linux Foundation sogar gratis Cobol-Kurse anbieten soll. Da bin ich natürlich ganz Ohr, denn meine Schulungsmaterialien zu Cobol können da eine gute Ergänzung sein, denke ich.

Der Grund für die Initiative bzw. den aktuell explodierten Bedarf ist, dass vor allem in den USA die Systeme für Meldungen der Arbeitslosigkeit auf Grund der Coronakrise teilweise noch in Cobol geschrieben sind und auf Mainframes von IBM laufen.

Aber auch darüber hinaus werden derzeit vor allem in der öffentlichen Verwaltung und im Finanzwesen noch sehr viele Cobol-Anwendungen eingesetzt.

Ich bekomme es ja persönlich bei den Versicherungen mit, wo ich seit ein paar Jahren wieder angehende Fachinformatiker und Hochschulabsolventen auch in Cobol  schule. Als ich damit angefangen habe, neben C# dort in einer kombinierten Maßnahme auch Cobol zu schulen, habe ich jedoch kein modernes Schulungsmaterial zu Cobol gefunden. Zumindest nicht auf Deutsch. Deshalb habe selbst Unterlagen geschrieben, die ich dann in den Schulungen eingesetzt habe.

Nach den ersten Durchläufen wurde sie in Buchform überführt. Die vertreibe ich in etwas unterschiedlichen Ausführungen sowohl im Selbstverlag als auch als beim Herdt-Verlag im Form einer sogenannten Trainer Edition, die außerhalb des normalen Verlagprogramms läuft. Beide Varianten habe ich gewählt, weil die letzte Zeit kein Verlag noch einen ausreichenden Markt für Cobol gesehen hat, um ein „reguläres“ Buch zu riskieren.

Und natürlich kann auch meine Adaption von dem Cobol-Training bei LinkedIn Learning (LiL – ehemals Video2Brain bzw. Lynda) von der Welle profitieren.

Tja – besondere Zeiten mit Corona führen zu unerwatbaren Situationen. Jetzt gibt es den Markt für Cobol-Literatur und ich bin gespannt, ob ich das an Verkaufszahlen bemerke. Denn auch mit diesem momentanen Anstieg des Bedarfs muss man eindeutig sagen, dass Cobol wirklich veraltet und ein recht kleiner Markt ist. Dennoch – laut  IBM gibt es auf ihren Rechnern geschätzte 220 Milliarden Zeilen Cobol-Code, die noch genutzt werden.

Da die erfahrenen Cobol-Programmierer naturgemäß weniger werden, ist eine Investition in Cobol-Grundkenntnisse also garantiert sinnvoll.