Rekord-Strafe für Google von 4,3 Milliarden Euro durch EU

Ich bin nicht sicher, ob ich die Rekordstrafe der EU-Kommission gegenüber Google gut finden soll. Begründung ist ja der Marktmacht-Missbrauchs bei Android. Mit der Strafe geht die Aufforderung der Änderung des Geschäftsmodells bei Android einher. Dabei geht es im Wesentlichen darum, dass Google Smartphone- und Tablet-Hersteller zwingt, bestimmte Google-Apps vorab zu installieren und gegen Löschen zu sperren sowie das Installieren von alternativen Betriebssystemen zu verhindern oder erschweren.

Das ist alles ärgerlich, aber niemand wird gezwungen ein solches Gerät zu kaufen. Es gibt genügend Geräte, auf denen  alternative Systeme wie LineageOS, Sailfish oder PureOS installiert werden können. Und dann gibt es ja auch noch dieses Obstbetriebssystem mit den (überteuerten) Konkurrenzgeräten.

Natürlich ist das für Anwender mit etwas Aufwand verbunden und viele werden einfach beim Standard-Android bleiben. Aber warum muss jede Regel auf den maximal faulen und uninformierten Anwender optimiert werden?

Denn bezahlen muss die Strafe letztendlich die Allgemeinheit bzw. alle Kunden, wenn Google in Zukunft Dinge kostenpflichtig macht, die bisher durch diese Geschäftsmodell finanziert wurden. Denn so blauäugig kann niemand sein, oder? Die Strafe und die wegbrechenden Einnahmen holt sich Google von den Smartphone- und Tablet-Hersteller zurück und die von den Kunden. Oder Android-Angebote werden kostenpflichtig.

Wer profitiert also von der Strafe? Vermutlich nur Schaumschläger in der EU-Kommission, die sich profilieren wollen.

Word – Der Arbeitsspeicher reicht nicht aus, um den Vorgang abzuschließen

Na, das Problem hatte ich schon lange nicht mehr. Zwar ist Word 2016 bei mir grotteninstabil und es kommt immer wieder vor, dass ich Dokumente nicht öffnen kann. Die lassen sich dann aber mit Word 2010 öffnen. Nur habe ich gerade eine kleine RTF-Datei vorliegen, die sich weder mit der Version 2016 noch der Version 2010 öffnen lässt. Etwa 400 KB groß und da langen 32 GB (!!) RAM natürlich nicht (Ironie aus).

Klar – die Datei kann korrupt sein und auch Sonderzeichen bei Dateinamen machen Word manchmal Probleme. Aber die üblichen Tricks von Umbenennen bis hin zum Neustart des Rechners fruchten nicht.

Aber es hilft die harte Tour – LibreOffice. Da geht die Datei ganz normal zu öffnen. Da gibt es eigentlich nie Probleme – nur leider gehen da Sonderformatierungen von Word flöten. Fragt sich, was da Word nicht hinbekommt?

Das Plenum des EU-Parlaments hat die Reformvorschläge beim Urheberrecht gestoppt :-)

Viel zu selten gibt es mal positive Nachrichten von der EU bzw. dem EU-Parlament zu vermelden. Aber heute ist so ein Tag.

Die Reform des Urheberrechts ist erst einmal gestoppt worden. 318 Abgeordnete stimmten heute dagegen, 31 Abgeordnete enthielten sich ihrer Stimme und nur 278 Abgeordnete für die EU-Urheberrechtsreform.

Warum sehe ich das positiv? Naja – vielleicht meine vorherigen Posts lesen.

Kurz gesagt halte ich die Reform in der aktuellen Form für eine üble Zensurmaschine, die vor allen Dingen kleine, unabhängige Informationsanbieter mundtot machen soll (oder wird – je nachdem ob man diese Absicht als bewusst unterstellt oder nur aus Dummheit nicht einkalkuliert).

Und zudem enteignet diese Reform Urheber von Inhalten. Nein – sie schützt diese nicht und bringt ihnen keine Vorteile. Sondern nur Nachteile bis hin zur Enteignung. Denn Autoren etwa bekämen die Hälfte der Tantiemen der VG Wort abgenommen. Diese bekämen dann wieder die Verlage zugesprochen, die zugegeben die Werke in Umlauf bringen – aber sie sind nicht die „Schöpfer“ des Contents.

Den Standpunkten haben sich erst einmal genügend Abgeordnete angeschlossen. Ich hoffe, dass die kommende Version des Urheberrechts fairer udn praxisorientierter wird, Zensur verhindert und die wahren Urheber schützt. Man kann ja mal träumen ;-|.

Youtube zensiert harmloses Video einer Abifeier – Folge des neuen „Leistungsschutzrecht Urheberechte“?

Meine beiden Hassthemen sind im Moment die sogenannte „Datenschutzgrundverordnung“ (DSGVO), die aus meiner Sicht der schlimmste denkbare Angriff auf die Freiheit im Internet und den Datenschutz in seiner wirklichen Form darstellt, sowie die Verschärfung des Urheberrechts durch die EU über das sogenannte „Leistungsschutzrecht Urheberechte“.

Letzteres habe ich bereits massiv kritisiert, weil damit jede Form von Zitaten im Internet in Gefahr ist und nicht dem Mainstream entsprechenden Informationen einfach nicht mehr aufzufinden sein werden.

Dazu kommt ein unmöglich sinnvoll umzusetztender Zwang zu einer Echtzeitfilterung von Inhalten hinsichtlich von Urheberrechten (Stichwort Upload-Filter). Da dies nur automatisiert erfolgen kann, überlässt dies Wertungen anonymen Algorithmen, die von in keiner Weise demokratisch legitimierten Firmen geschrieben werden. Und da deren Kriterien auch nicht offengelegt werden müssen, kann damit auch jede Form kritischer Information ohne Begründung und absolut intransparent gefiltert werden.

Was mir aber zum Zeitpunkt meiner ersten Kritiken gar nicht klar war – angeblich werden ja mit dem Gesetzt die Urheberrechte von Künstlern und Autoren geschützt. Und der Schutz besteht darin, sie finanziell zu enteignen!! Wenn ich in das Regal mit den Belegexemplaren meiner Bücher schaue, stehen da vielleicht 80 – 100 Bücher – ohne Witz. Viele Quer- und Neuauflagen, aber trotzdem – ich bin schon ein echter Vielschreiber (gewesen).

Tja – gewesen? Ich muss mir echt überlegen, ob ich nach dieser „Enteignung“ weiter Bücher schreiben will. Denn eine der Einnahmequellen für Bücher (Tantiemen über die VG Wort) wurde einfach mal so halbiert. Erst vor Kurzem wurde vor Gericht erstritten, dass diese Tantiemen den Autoren vollständig zustehen und nicht zur Hälfte den Verlagen. Und das wurde durch dieses „Leistungsschutzrecht Urheberechte“  gekippt. Wenn man nur die reinen Verkaufszahlen über Bücher sieht, lohnt sich die Sache kaum noch und das Zubrot über die VG Wort hat die Sache zumindest ein wenig aufgestockt. Wirklich schade, denn ich schreibe sehr gerne Bücher. Aber in der Zeit, die ich in ein Buch investiere, kann ich mit Schulungen gut das 10-Fache verdienen und das ist dann schon ein Argument. Vermutlich werde ich zwar als „Hobby“ weiter Bücher (in geringerem Umfang als bisher) schreiben, aber angehenden Autoren kann ich kaum noch dazu raten. Und was mich eben so extrem aufregt ist, dass diese Enteignung angeblich im Sinn von uns Autoren beschlossen wurde. Geht es eigentlich noch, ihr Vollhirnis?

Doch zurück zur vorauseilenden Zensur, die ja mit dem zweiten genannten Punkt der „Leistungsschutzrecht Urheberechte“ erzwungen wird. Meine Kinder haben gerade Abi gemacht und auf dem Abiball letztes Wochenende wurde ein Männerballett von den Bübchen des Abi-Jahrgangs aufgeführt. Und geflimt. Tja – und das Video wurde auf Youtube nach dem Upload wegen angeblicher Urheberrechtsverletzung sofort wieder gelöscht. Wohlbemerkt – der Abi-Ball war bei der Gema angemeldet und es wurde während des Ballets nur Musik von CD abgespielt, die in ziemlich mauer Qualität im Hintergrund im Saal zu hören ist. Das ist nicht nur lächerlich, hier von einer Urheberrechtsverletzung zu sprechen – das ist illegale Zensur, die eigentlich nur ein Algorithmus ohne Verstand initiiert haben kann, und ich frage mich, ob hier die alten Zensurregeln von Youtube greifen oder bereits diese verschärfte Zensur?

Wie dem aus sei – hier läuft so viel schief, dass man sich unbedingt Möglichkeiten ausdenken muss, mit dem die Freiheit des Internets halbwegs bewahrt werden kann.

Online-Pedition: Stoppt die Zensurmaschine – Rettet das Internet!

Ich hatte vor Monaten bereits die DSGVO als den bisher schlimmsten Angriff auf das Internet bzw. die Freiheit vom Internet und den Datenschutz bezeichnet. Ein Standpunkt, den ich zwar immer noch halte, aber es kommt leider noch schlimmer. Eine Art DSGVO 2.0 plant nochmehr Zensur in Europa einzuführen.

Während die DSGVO bereits aktiv ist und ihre perversen Blüten treibt (ich habe etwa unzählige Mails von verunsicherten Organisation und Leute erhalten und seit gestern läuft die Sache per Schnecken-Post an – Versicherungen, Stromanbieter, Wasserversorger – sie alle versichern sich mit Infobriefen wegen der DSGVO rück), pant das EU-Parlament eine extreme Verschärfung des Urheberrechts.

Doch warum jetzt schimpfen? Eigentlich sollte ich mich doch darüber freuen als Autor zahlreicher Bücher und Schulungsvideos! Und früher vieler Zeitungsartikel und sogar einiger Musikstücke.

Doch die Sache ist so schlecht gemacht, dass sowohl die Freiheit im Internet noch extremer beschnitten werden soll und dafür wir als Urheber von Content selbst erheblich geschädigt werden. Eine klassische Loose-Loose-Konstellation.
Auf der eine Seite soll das Leistungsschutzrecht Urheberechte durch Lizenzen schützen, was aber letztendlich zu einem Verschweigen von Informationen führt, da viele Leute eben keine Informationen mehr teilen oder zitieren, weil sie keine Lizenzen erwerben wollen.
Aber schlimmer ist der geplante Upload-Filter, mit dem Inhalte beim Hochladen ins Internet in Echtzeit (!!!) gefiltert werden sollen. Und das ist schlimmere Zensur als es in Diktaturen der Fall ist. Diese Filterung öffnet Missbrauch Tür und Tor, überlässt Wertungen Algorithmen (denn das geht natürlich nur automatisiert) und wird auch dazu führen, dass in vorauseilendem Gehorsam Inhalte lieber geblockt werden.

Selbst Stasi, der KGB, die Nazis oder aktuelle Diktaturen waren oder sind da nicht so effektiv. Und nicht so perfide, weil da wird gar nicht erst versucht einen freiheitlichen Anstrich über die Zensur zu kleben. Entweder wissen die Planer der Verordnung nicht, welchen Geist sie aus der Flasche lassen (dann sind sie einfach nur dumm) oder aber sie wissen es (und das macht mir mehr Angst). Ich habe gerade eine Online-Petition gegen diese Pläne unterzeichnet, auch wenn ich wenig Hoffnung habe, das so etwas wirkungsvoll ist. Aber man muss es versuchen – es steht zu viel auf dem Spiel.

Sensationelle Schreckensmeldung – Heute morgen ist es hell geworden!!

Ach nein – Spiegel Online & Co melden:

„Google Home und Chromecast – Sicherheitslücke gibt exakten Nutzer-Standort preis“

Smarte Lautsprecher wie der Google Home können durch Kriminelle aus der Ferne missbraucht werden, wie ein „Sicherheitsforscher“. Dieser Sicherheitsforscher hat eine Angriffsmethode vorgestellt, die Google Home und den Chromecast von Google nutzt und den Standort der Geräte und damit mit hoher Wahrscheinlichkeit den Wohnort eines Nutzers bestimmt,

ohne dass der etwas davon mitbekommt.

Ähm – wo ist das zum Teufel die Neuigkeit? Das geht via Location Service mit jedem Internet-fähigen Gerät und ist bei Browsern ein Standardfeature – auch wenn da oft der Anwender die Lokalisierung bestätigen muss. Ich war mir ehrlich gesagt nicht wirklich sicher, ob Benutzer von solchen Smart-Geräten die Lokalisierung überhaupt abstellen können. Zumindest ob es so ein Option gibt – ich bin mir nämlich zu 100% sicher, dass die Lokalisierung von den Herstellern auf jeden Fall gemacht wird. Egal ob der Anwender das ausstellt und sich damit sicher fühlen soll oder eben nicht. Die Sache ist also keine Sicherheitslücke, sondern ein Feature oder Preis, das oder den jeder Anwender von solchen Geräten bewusst oder unbewusst – auf jeden Fall freiwillig – akzeptiert.

Das Python-Training bei LinkedIn Learning

Mein Video-Training „Python lernen“ ist nun auch bei LinkedIn Learning erschienen, nachdem es auf der Plattform von Video2Brain schon einige Tage verfügbar war.

Unter folgendem Link findet man es auf denWebsites:

Und wie immer gibt es eine Reihe an kostenlosne Beispielfilmen:

  1. Das zentrale Webportal und die PSF
  2. Den Interaktivmodus nutzen
  3. Hilfe in der Kommandozeile abrufen
  4. Die print()-Funktion
  5. Eine zentrale Startfunktion
  6. Tupel

Mal wieder in Dortmund

Früher war ich beruflich recht oft in Dortmund am Schulen. Aber in den letzten Jahren kam das irgendwie nicht mehr zusammen. Doch jetzt sind mal wieder ein paar Tage Schulung hier angesetzt. Thema ist XML und alles, was es da herum zu sagen gibt.

I don’t care about cookies

Es ist schon ein Graus (oder im Grunde Ironie), wie ein – vermutlich – gut gedachtes Feature bzw. Gesetz dermaßen ins Gegenteil umschlagen kann, dass man sich als Betroffener bzw. angeblich zu schützendes Opfer gegen die Auswirkungen dieser Verordnung schützen muss. Schon lange nerven die Warnungen vor Cookies, aber die DSVGO hat diese unseeligen Warnungen jetzt mehr oder weniger auf alle Webseiten erzwungen.

Da man immer auf „Ja“ klicken muss, ist diese vorgeschalte Barriere einfach nur lästig. Glücklicherweise gibt es für die gängigen Browser Add-ons, die sozusagen automatisch diese Warnung wegklicken und man damit gleich die gewünschten Inhalte zu sehen bekommt. Etwa „I don’t care about cookies“, was es für Firefox und Chrome bei den Add-ons gibt.

Dabei soll diese Werbung für das Add-on nicht falsch verstanden werden. Cookies sind zwar um ein Vielfaches harmloser als diese stupide Warnung davor DAUs einschärfen will, aber natürlich kann man damit User tracken. Deshalb gilt grundsätzlich:

  1. Alle Cookies akzeptieren.
  2. Alle Cookies (und sämtlichen Cache) beim Schließen des Browsers automatisiert löschen lassen.
  3. Und wenn man sich etwas auskennt und wirklich was Sinnvolles machen will – regelmäßig gehören alle wirklich kritischen Daten auf dem PC (Flash-Cookies, Local Storage, Browser-Verlauf, die AppData-Bereich etc.) gelöscht (vor denen muss zwar niemand warnen – weitere Ironie der Angelegenheit – aber die sind wirklich nicht unkritisch) .

Nun ist mir klar, dass ich mit der Verbreitung von solchen Infos bzw. Empfehlung solcher Tools einer der hauptsächlichen Gefahr der DSGVO Vorschub leiste – der Abstumpfung vor wirklich den Datenschutz und die Sicherheit betreffenden Dingen. Irgendann wird man auch Warnungen wie „Ihre Festplatte wird gelöscht. Sind Sie einverstanden?“ oder „Sie werden vollkommen ausspioniert. Sind Sie einverstanden?“ nur noch akzeptieren (was m.E. für viele Leute im Hintergrund auch mit der DSGVO bezweckt wird), weil man sie nicht mehr lesen will. Aber diese lächerlichen Warnungen vor ziemlich harmlosen Cookies nerven einfach.

EuGH-Urteil zu Facebook

Gerade kam das Urteil vom EuGH, dass Betreiber einer Facebook-Fanpage gemeinsam mit Facebook für den Schutz der Besucherdaten verantwortlich ist. Was ein hirnrissiges Urteil, denn damit wird Facebook zum Teil aus der Verantwortung entlassen und jeder kleine User (oder auch jede Firma – denn darum ging es in dem konkreten Fall) bekommt diese Last übertragen. Ein weiterer Schritt hin zu vollkommenen Zensur unter dem Feigenblatt des Datenschutzes. Die DSGVO sorgt für maximale Rechtsunsicherheit und solche Urteile spielen den Datenkraken immer mehr in die Hände. Wehret den Anfängen.

SD Maid – kleine App mit großer Wirkung

Im Moment vernachlässige ich ein wenig die Entwicklung von Apps (sowohl unter Android, aber auch Web-Apps und iOS-Apps), aber natürlich habe ich SmartPhones und Tablets im täglichen Einsatz. Nur habe ich mich ja schon mehrfach geäußert, dass mich die Hardware-Entwicklung von Tablets und vor allen Dingen SmartPhones in den letzten Jahren nicht mehr wirklich begeistert. Oder anders ausgedrückt – jedes noch funktionierende SmartPhone, das nicht älter als 5 Jahre ist, sollte alles können, was man von einem SmartPhone erwarten kann. Wobei die alten Dinger oft sogar von der Hardware besser sind, weil Spionagehardware wie Fingerscanner fehlen und meist der Akku zu tauschen oder eine SD-Karte einzulegen sind. Und wenn man ein neues Gerät unbedingt braucht, langt es maximal 100 EUR anzulegen (einziges Problem – das Gerät muss natürlich zu rooten sein und das ist bei den Billigheimern oft ein Problem). Entsprechend habe ich immer noch ein Galaxy S4 im Einsatz, das ich vermutlich niemals auch nur annähernd ausreizen werde.

Aber ist unbestritten, dass die Software auf Stand gehalten werden muss. Unter Android 7.1 sollte man nach meiner Meinung nicht mehr bleiben. Und da liegt der Hund begraben – für ältere Geräte gibt es oft kein „offizielles“ Android der neueren Versionen. Letztendlich wird man damit zu einem Custom-Android gezwungen, aber die sind ja aus den verschiedensten Gründen sowieso viel besser. Man wird quasi von Google und den Hardware-Herstellern zu seinem Glück gezwungen. Wobei ich auf dem S4 bereits von Anfang an CyanogenMod installiert hatte, um dann Ende 2017 endlich auf dessen Nachfolger LineageOS in der Version 14.1 umzusteigen (das entspricht Android 7.1).

Aber über die letzten Monate hatte ich hiermit ein ziemlich blödes kleines Problem – die Aktualisierung. Das geht bei vielen SmartPhones (natürlich gerootet – davon gehe ich grundsätzlich aus, denn sonst braucht man weder mit eine Custom-Android noch mit sinnvollen Apps anzufangen) weitgehend automatisch, wenn adp, USB-Debugging etc. richtig installiert sind.

Aber nicht bei meinem S4. Da wird die Update-Datei zwar erfolgreich runtergeladen, aber ich habe sie nie beim Versuch der konkreten Aktualisierung gefunden. Die Updatedatei wird unter /data/lineageos_updates gespeichert. Diese Information habe ich schnell im Internet gefunden. Nur dummerweise gab es in meinem data-Verzeichnis das Unterverzeichnis nicht. Ja – schon klar – es gibt natürlich mehrere und das ist ja der Graus bei Android. In keinem! Und wenn man die Systemaktualisierung startet, kommt an nur an die gemounteten Datenbereiche des SmartPhone – nicht den Systembereich, was mir aber erstmal nicht wirklich bewusst geworden ist (Tomaten auf den Augen bzw. Gehirn im falschen Modus).

Letztendlich hat mich aber auch ein zweites Problem genervt – mein interner Speicher des SmartPhone ist immer weiter zugelaufen, obwohl ich mit allen möglichen Tools permanent Platz geschaffen habe.

So – und jetzt ist eben das eingetreten, was wohl menschlich ist. Ich habe die Lösung der Probleme nach hinten verschoben, weil sie weder wirklich brennend für mich waren noch ich eben richtig nachgedacht habe.

Denn die Lösung war so banal und ergibt sich zwangsläufig aus der Kombination der beiden Probleme, dass es schon peinlich ist. Die Geschichte spielt sich nicht in den „freigegeben“ Bereichen des internen Speichers oder gar der SD-Karte ab, sondern im Systembereich von Android. Nur an den kommt man nicht ganz so einfach. Der wird halt versteckt und selbst wenn man glaubt sich unter Android auszukennen, kann man durch so banale Dinge in die Irre geführt werden.

Wenn man ganz naiv das SmartPhone mit dem PC verbindet, wird der Systembereich beim internen Speicher ausgeblendet. Es gibt zwar ein paar Tools, aber da ich gar nicht auf die Idee kam und diese m.E. ziemlich mau sind, bin ich hier nicht wirklich erfolgreich gewesen.

Aber auch die „normalen“ Dateimanager-Apps auf dem SmartPhone (selbst mit root-Zugriff) bieten keinen Zugang zu den interessanten Bereichen.

Nun habe ich vor einiger Zeit eine App mit Namen SD MAID installiert, da diese angeblich recht effektiv Speicherbereiche löscht und Dateileichen findet. War soweit auch ganz ok. Aber nicht mehr. Nur gestern habe ich mehr oder weniger aus Langeweile mal die weiteren Bestandteile der App genauer angesehen. Und der integrierte Explorer gibt uneingeschränkten und total bequemen Zugang zu allen Bereichen des SmartPhones – auch dem sonst nicht zugänglichen Systembereich! Das ist Gold wert. Denn da ist der data-Ordner, wo die Updatedateien liegen und ich konnte sie ganz einfach von Hand in Bereiche verschieben, die bei der Systemaktualisierung dann zugänglich sind. Und ich komme an den gesamten Datenmüll, der meine internen Speicher versteckt zulaufen lässt und kann diesen gezielt löschen. Das Tool ist einfach klasse, wenn man sich darüber klar ist, was man tut und ein Gerät gerootet hat.

Rating-Agenturen, Big Data und der Missbrauch der Macht

Ich bin wirklich kein Freund von Großbanken. Schon gar nicht, wenn diese mit windigen Deals Gewinne ergaunern wollen und das Risiko vollkommen auf Steuerzahler abwälzen. Und dabei sogar noch rücksichtslos Leute und Länder in den Ruin treiben. Denn wenn ohne Produktion von Dingen Einer gewinnen will, muss das jemand anderes oder eine ganze Gruppe verlieren. So wie halt Diebe und Piraten nichts produzieren oder schaffen, sondern nur jemand anderes wegnehmen. Diese Art der Wirtschaft besteht halt nur aus Umverteilen.

Aber wenn man dagegen die sogenannten „Rating Agenturen“ sieht, frage ich mich, wer die größeren Gauner sind? Da wurde doch gerade die Deutsche Bank von einer dieser zwielichtigen Rating Agenturen herabgestuft. Gerade zu dem Zeitpunkt, an dem der alte, verwirrte US-Amerikaner mit dem schlechten Toupet Europa (oder eigentlich der ganzen restlichen Welt) den Handelskrieg erklärt hat.

Man muss kein Verschwörungstheoretiker sein um zu vermuten, dass die meist amerikanischen Rating-Agenturen als Waffen in dem Handelskrieg eingesetzt werden. Diese Big-Data-Haie verstecken ihre Algorithmen und können damit Alles behaupten. Rating Agenturen haben keinerlei rechtliche Grundlage und machen dennoch Weltpolitik (entweder aus eigenem Antrieb oder weil sie von den Regierungen der „besitzenden“ Länder dazu angehalten werden), indem sie große Unternehmen und auch Staaten aufbauen oder zerstören. Ihnen einfach nicht zu glauben genügt nicht – man müsste sie weltweit ächten oder am besten verbieten.

Spam-Explosion! Durch oder wegen DSGVO? Oder nur im Schatten der DSGVO-Nuklearwolke?

Seit die DSGVO mit ihren kranken Auswirkungen das Web verseucht, nimmt auch der Spam fast explosionsartig zu. Die letzten Tage bekommt man aber jede Spammail nicht – wie früher – nur einmal, sondern zeitgleich x-fach. Ich bin nicht ganz sicher, ob das wirklich eine der vielen direkten negativen Folgen der DSGVO ist, oder die elenden Spammer nur ausnutzen, dass sich jeder um Schadensbegrenzung durch die DSGVO kümmert und sie deshalb maximal ungestört ihren Belästigungen nachgehen können. By-the-way – sollte angeblich die DSVGO nicht sowas auch eindämmen, weil ja die Daten jetzt geschützt sind? Ätschibätschi ;-(

Ist die DSGVO nun zum Lachen oder Weinen?

Die DSGVO hat auf ganzer Linie das Internet kahl geschlagen und Facebook, Google, Apple & Co das alleinige Recht auf Information frei Haus geliefert. Die CIOs bei den Datenkraken schlagen sich vor Lachen auf die Schenkel
und nominieren die Macher der DSGVO zu den Mitarbeitern des
Jahrhunderts. Facebook beginnt etwa angeblich jetzt auch in Deutschland, die Nutzerdaten
von Whatsapp mit denen von Facebook unkontrolliert zu kombinieren. Das hatte bisher der
Hamburger Datenschutzbeauftragte verboten, aber der ist nach
Inkrafttreten der DSGVO nicht mehr zuständig. Normale Menschen und auch viele kleine Firmen schieben Panik ob der riesigen Rechtsunsicherheit, die diese Verordnung ausgelöst hat.
DSGVO = Tot des Internets bei gleichzeitiger Vernichtung des Datenschutzes. Ganz toll.
Die aktuellen Auswirkungen der DSGVO sind so skuril, dass es fast schon komisch ist – wäre es nicht so traurig. Hier will ich nur ein paar der negative Konsequenzen auflisten, die mir auf die Schnelle untergekommen sind.

  • Ich habe gehört, dass eine Kindergärtnerin ihre WhatsApp-Gruppe geschlossen hat, mit der sie bisher mit den Eltern der Kinder kommuniziert und sich abgestimmt hatte.
  • Permanent nerven Firmen und Organisationen, dass sie wegen der DSVGO neue Einwilligungen brauchen. Und die schwarzen Schafe darunter nutzen das, um die Datenbeständige zu „optimieren“.
  • Diverse kostenlose Software ist vom Markt verschwunden. Ob Videospiele oder Online-Dienste. Zumindest dürfen Europäer die nicht mehr nutzen.
  • Europäer dürfen verschiedene amerikanische Medien nicht mehr nutzen. Man wird ob seiner Herkunft diskriminiert und von Informationen ferngehalten. Unglaublich.
  • Verschiedene Online-Shops sind aktuell geschlossen. Sogar von Kommunen und Städten – etwa der für Bustickets der Stadtwerke Krefeld.
  • Smarte Dienste im Haus dürfen zum Teil nicht mehr mit einer Smartphone-App gesteuert werden. Alexa und Co sind natürlich nicht betroffen – denn Amazon, Facebook, Apple oder Google will die DSGVO ja nicht auf die Füße treten, sondern bis zum Maximum helfen.
  • Manche Medien und Dienste stoppen die Geburtstagsgratulationen.
  • Angeblich haben sich bereits Vereine aufgelöst und in manchen Vereinen sind die Vereinsvorstände aus Angst von der DSGVO zurückgetreten. So nach meinen Informationen z.B. der von der „Bewegungs- und Rehabilitationssportgemeinschaft Ingelheim“.
  • Alle möglichen privaten Blogs und Webseiten werden abgeschaltet, weil ihre Betreiber sich von den Regeln der DSGVO überfordert sehen (selbst Seiten von Rechtsanwälten oder deren Verbänden).
  • Ergebnislisten und Meldelisten von Sportveranstaltungen sind nicht mehr ohne schriftliche Zustimmung so einfach öffentlich zu machen.
  • Bei Veranstaltungen von Kindergärten oder Schulen dürfen keine Fotos mehr gemacht werden und selbst eine Gottesdienst-Übertragung im Internet wurde gestrichen, denn scheinbar müsste jeder Gottesdienst-Besucher der Übertragung einzeln schriftlich zustimmen.

Der Missbrauch und das Chaos um die DSGVO nimmt schlimmere Züge an als ich mir vorgestellt habe

Ich schimpfe und warne ja seit Wochen über bzw. vor der DSGVO, aber es wird noch schlimmer als ich befürchtet habe. Die Abmahnindustrie ist sicher schon in Stellung, kann jedoch vor dem Stichtag der Vollstreckung noch nicht zuschlagen. Aber das Chaos im Vorfeld ist bereits verrückt.

Ich bekomme seit Wochen ständig von irgendwelchen Firmen und Organisationen Mails, dass ich doch bitte meine Daten abgleichen oder irgendwelche Einwilligungen geben soll. Es nervt!

Dazu haben sich selbsternannte DSGVO-Berater auf Geschäftsreise gemacht, um Geld zu scheffeln, indem sie ihre Dienste anbieten – für Privatleute bis vor allen Dingen für den unbedarften Kleinunternehmer und Mittelstand. Kriegsgewinnler halt.

Angeblich soll diese grottenschlecht gemachte Verordnung die Bürger schützen, aber sie schafft nur Chaos, Belästigung, Kosten und Missbrauchslücken.

https://www.heise.de/tp/features/Das-DSGVO-Chaos-ist-angerichtet-4037911.html

https://www.verbraucherzentrale.de/aktuelle-meldungen/digitale-welt/betrueger-missbrauchen-die-dsgvo-fuer-phishingmails-25954

https://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/kein-grund-zur-panik-bei-ds-gvo-19665/

 

there is lots of room left in Hilbert Space

Die Woche habe ich eine PHP-Schulung in einem kleinen, verschlafenen Nest im hübschen Taubertal gehalten, das wohl überwiegend von Kurgästen und Reha-Patienten lebt und in dem ich selbst schon mal Familienurlaub in einem Familienhotel gemacht hatte, als meine Kidds noch im Kinderwagen geschoben werden mussten.

Zur Schulung selbst gibt es auch wenig zu sagen. Standard und nicht schlecht gelaufen.

 Aber zu dem Ort selbst, dessen Name ich bewusst nicht nennen möchte – obgleich er aufgrund der Bilder leicht zu erkennen sein sollte. Ich habe noch nie einen Ort gesehen, in dem es auf kleinem Raum so viele Zäune, Absperrungen und Schranken gegeben hat. Dazu Verbotsschilder im Duzend billiger und oft ziemlich unfreundlich (von wegen „Parken verboten“, „Ausfahrt freihalten“, etc. – natürlich immer ohne „bitte“). Darüber hinaus gibt es in dem Ort einen – zugegeben schönen, aber sehr kleinen – Kurpark, für den man vor 17:00 Uhr Eintritt zahlen muss. Gut – das hat mich nicht betroffen, weil ich Schulung halten musste und erst nach 17:00 Uhr da durch gejoggt bin – aber trotzdem.
Was mir aber am meisten aufgefallen ist – es gibt vermutlich im gesamten Ort inklusive Randgebieten nicht einen freien Parkplatz (ich habe zumindest keinen gesehen). Selbst bei Supermärkten und Geschäften musste man Schranken passieren, um auf Parkplätze zu kommen. Gut – wenn man dann da eingekauft hat, wurde ein Teil der (ziemlich teureren) Parkkosten übernommen – dennoch „brrr“. Wobei ich zugeben muss, dass ich am letzten Tag dann noch einen Parkplatz entdeckt habe, auf dem man 9 Stunden für doch sehr günstige 2,30 EUR parken konnte – 50 Meter weiter hat es allerdings 9,50 EUR gekostet.

Ich hatte die ganze Zeit den Eindruck als hätte ein Sherif wirklich jeden Zentimeter in dem Ort untersucht, auf dem theoretisch ein Auto stehen könnte, und einen Zaun, einen Poller, eine Schranke oder zumindest einen Parkautomaten samt vieler, vieler Schilder da montiert.
Mir geht es mit dem „Gezeter“ auch nicht um die paar Euro, die ich in der Woche für das Parken bezahlt habe. Das sind einmal Geschäftsausgaben, die machen auch nicht wirklich arm und ich bezahle die auch gerne, wenn ich in fremden Städten nicht lange einen Parkplatz suchen muss. Dazu konnte ich auch meist beim Kunden parken und von daher war ich nur peripher von den Parkkosten betroffen. Ich habe ebenso Verständnis dafür, dass man der Autopest ob der beengten Verhältnisse in dem Tal dem Wildparken Herr werden muss.
Aber das ganze Ambiente und Feeling in dem Ort kann ich nur mit „Typisch Deutsch“ beschreiben – in der Form, wie ich unser Image ungern sehe, wie es aber schon immer von außen kritisiert wurde.

  • Alles muss seine Ordnung haben und jede Kleinigkeit ist zu reglementieren.
  • Alles, was nicht ausdrücklich erlaubt ist, ist verboten.
  • Alles, was erlaubt ist, kostet Geld.

Dem typisch deutschen Spießereindruck stand entgegen, dass es in dem Ort ungewöhnlich viele Ausländer (meist sehr, sehr dunkler Hautfarbe) gab. Da scheint eine große Gruppe an Asylanten untergekommen zu sein. Fand ich als erfreuliche Farbtupfer, nur hoffentlich bekommen die keinen schlechten Eindruck von Deutschland.

Einfach nicht tot zu bekommen – Cobol

Diese Woche habe ich mal wieder Cobol geschult. Das erste Mal sogar 4 Tage lang. Die Technik ist einfach nicht tot zu bekommen – zumindest bei Banken und Versicherungen.

Wobei es schon abenteuerlich ist, auf was man bei Cobol achten muss und welche starren Regeln einzuhalten sind. Zumindest für einen Programmierer wie mich, der sonst hauptsächlich in „moderen“ und meist objektorientierten Sprachen wie Java, C#, Python, JavaScript oder PHP unterwegs ist.

Aber der Schritt zurück auf das Level von Cobol ist immer wieder spannend, weil man da verdeutlicht bekommt, was hinter den Kullissen der Rund-Um-Versorgt-und-vor-Fehlern-geschützt-Sprachen wie Java oder C# läuft. Ähnlich wie bei Perl oder purerem ANSI-C. Das macht mir immer mal wieder Spass, wobei ich auf Dauer nur ungern mit solchen Sprachen arbeiten würde. Da haben mich meine Jahre mit Java oder C# ziemlich versaut und faul werden lassen – obwohl mich vor allen Dingen das geniale JavaScript immer wenigsten ein bisschen an der echten Programmierung hält.

Neues Aufnahmekit ist angekommen

Gerade kam mein neues Aufnahmekit von Linkedin/Video2Brain mit der Post. Ich fliege ja seit gut 12 Jahre mehrfach im Jahr zu Videoaufnahmen nach Graz. Dazu nehme ich aber auch schon einige Jahre Trainings zuhause im Homerekording auf. Da kann ich gut „zwischendurch“ Sachen einspielen. Beides hat unterschiedliche Vorteile.

Mein letztes Aufnahmekit war aber ein wenig in die Jahre gekommen und ich habe es anlässlich meines vorletzten Besuches in Graz am Anfang dieses Jahres da wieder abgegeben. Alle Homerekording-Kits werden im Moment sukzessive ausgetauscht.

Und jetzt ist wie gesagt das neue Aufnahmekit da. Ich habe es angeschlossen und da gerade über die Workstation mein Webradio gelaufen ist, wurde es sofort als Standardausgabegerät aktiviert.

Die Kopfhörer sind der HAMMER! Obwohl mein kleiner Bose Mini II Soundlink schon ordentlich Krach macht und für seine Größe eine Wahnsinnsqualität liefert, haben mich die Kopfhörer des Kits fast vom Stuhl gehauen. Was ein geiles Zeug :-). Ok – jetzt bricht in mir der Musiker durch und für die eigentlichen Aufnahmen ist ja nur das Mikro und das USK-Kit verantwortlich. Aber trotzdem … – wenn das Zeug genauso gut ist, wird die Tonqualität der Aufnahmen absolut klasse. Wobei ich auch beim alten Kit nicht hören konnte, wo die Aufnahmen eingespielt waren – bei mir oder im Studio in Graz.