Es sind da

Webanwendungen erstellen mit Vue.js

Ralph Steyer – Webanwendungen erstellen mit Vue.js

Eben kamen die Belegexemplare von meinem neuen Buch. Der Titel lautet „Webanwendungen erstellen mit Vue.js“ und der Untertitel „MVVM-Muster für konventionelle und Single-Page-Webseiten“.

Das ebook gibt es unter der ISBN 978-3-658-27170-1 und das gedruckte Softcover (+ ebook) unter der ISBN 978-3-658-27169-5 beim Springer-Verlag.

Streaming-Dienste! Wozu?

Ich habe gerade gelesen, dass Disney jetzt auch einen Streaming-Dienst startet. Was mich deprimiert. Denn ich merke – ich werde einfach alt. Ich kann schlicht und einfach kein einziges (!) Argument erkennen, warum man einen Streaming-Dienst abonnieren sollte. Meine Kidds haben als Studenten einen (temporär) kostenlosen Amazon Prime-Account, aber es gibt da nicht eine Serie, mit der ich meine Zeit verschwenden würde (abgesehen von „Das gute Omen“ – das wollte ich als Fan von Terry Prachtet und dem Buch sehen). Aber auch nicht auf den anderen Streaming-Plattformen. Nur endlos wiederaufgekochte Themen in langatmigen, billigen Serien und irgendwelche abgelegten Kinofilme. Auch nicht besser als das private Verdummungs-TV.

Wie können sich solche Zeitvernichter nur rechnen? Haben denn so viele Leute kein eigenes Leben mehr? Aber wie gesagt – ich werde offensichtlich alt, denn meine Kidds als auch die Azubis, die ich immer wieder ausbilde, sehen das ganz anders.

Gesellen und Meister zu „Bachelor Professional“ und „Master Professional“

Geht es noch? Die ehrenwerten und etablierten deutschen Abschlüsse als Geselle oder Meister sollen in „Bachelor Professional“ und „Master Professional“ umbenannt werden, wenn es nach eingen Politikern und Teilen der Wirtschaft geht. Was ein Schwachsinn. Auch wenn man – sich der Absurdität vermutlich bewusst – die alten Bezeichnungen wohl alternativ auch noch erlauben will.

Schon die ganze Bologna-Reform mit der Abschaffung der deutschen Diplom-Abschlüsse und Staatsexamen zugunsten der anglophonen Bachelor und Master an den Hochschulen und Unis samt der lächerlichen Umbenennung fast aller Fachhochschulen in xxx-Hochschulen hat in keiner Weise das gebracht, was die Eierköpfe sich versprochen haben:

  • Weniger Studienabbrecher
  • International vergleichbare Abschlüsse
  • Leichtere Wechsel zwischen Orten/Ländern und Bildungsinstitutionen
  • Besserer Arbeitsmarktbezug
  • Schnellere Abschlüsse, da der Bachelor bereits als Abschluss anerkannt wird (im Gegensatz zum Vor-Diplom, was im Grund gleichwertig war)

Ich fand und finde immer noch die neuen Bezeichnungen für die Abschlüsse grauenvoll, aber unabhängig von meiner persönlichen Meinung (die sicher auch daher rührt, dass ich eben einen alten Abschluss – Diplom –  habe) ist allgemein anerkannt, dass die Ziele der Bologna-Reform selbst bei bester Auslegung nur ansatzweise erreicht wurden.

Das Einzige, was halbwegs funktioniert, ist die internationale Vergleichbarkeit der Abschlüsse. Und ich will es so provokant formulieren, dass die vormals international hoch angesehenen und qualitativ hochwertigen deutschen Abschlüsse dazu einfach nur abgesenkt wurden, um vergleichbar zu sein. Insbesondere die Verschulung der Bildung bei gleichzeitiger Überfrachtung mit Stoff hat da die Qualität massiv verschlechtert. Und gleichzeitig die Studenten mehr belastet.

Definitiv nicht kürzer wurden die Studienzeiten, denn kaum ein Bachalor belässt es bei dem Abschluss. Wie zu erwarten war, wird dieser Titel in der Wirtschaft (auch heute noch) kaum anerkannt und wenn, dann nur für niedriger bezahlte Jobs. Ich habe mal gehört, dass man sich ursprünglich von der Reform versprochen hat, nur etwa 5% – 10% der Bachelor machen noch den Master. Es ist glaube ich umgekehrt. Und statt den Master dann nach ein paar Jahren Berufserfahrung erst zu machen, wird in der Regel – entgegen der theoretischen Vorüberlegungen – einfach durchstudiert. Da eben das gesamte System zudem negativ verschult worden ist, dauert der Master in der Regel länger als es für das vergleichbare Diplom früher gebraucht hat. Over all sind die Studienzeiten also eher länger geworden.

Dass jetzt Gesellen und Meister ebenfalls anglophon umbenannt werden sollen, zeigt zudem die geringe Achtung vor der Ausbildung und Lehre. Steht doch auch in der Politik und Gesellschaft dazu, dass die deutsche Ausbildung und Lehre ihren Wert hat. Warum mit geringer qualifizierten Ausbildungsgängen und weitgehend negativ empfunden anglophonen Bezeichnungen verwässern? Das ist vielleicht im Interesse der Wirtschaft, weil sich damit die Preise für die Leute drücken lassen. Aber nicht im Interesse der Gesellen und Meister.

Meines Erachtens sollten sich auch Fachhochschulen zu Ihrem Praxisbezug bekennen.

Theoretische Eierköpfe von einer Uni (so wie ich einer war) gibt es mehr als genug.

Handwerker und Praktiker werden in Zukunft gebraucht und die sollten Ihre Berufsbezeichnungen und Abschlüsse mit Stolz tragen.

5G & Co – mit oder ohne Huawei?

Es ist im Moment sicher eines der Aufregerthemen in der IT, ob man mit Huawei und seinen Tochterfirmen einen Teufelspakt schließt. Das beginnt bei dem Kauf von SmartPhones und PCs und endet beim Ausbau des kommenden 5G-Netzes noch lange nicht.

Wenn es nach Trump und den US-Amerikanern sowie von ihnen bezahlten Politikern und Lobbyisten in Deutschland bzw. Europa geht, ist die Sache eindeutig. Wenn man die Enthüllungen von Snowden & Co oder Wikileaks jedoch heranzieht, kann man den Standpunkt verstehen – aber sicher nicht gutheißen, weil da nur massivste wirtschaftliche Interessen der USA geschützt werden sollen. Und deren uneingeschränkter Zugang zu alle Informationen der gesamten Menschheit.

Gerade was den Vorwurf der Spionage angeht – natürlich wird Huawei Daten ausspionieren. Nur wo ist der Unterschied zu den Verhaltensweisen der US-Firmen, die ja etwa mit Cisco die gesamte zentrale Hardware des Internets unter Kontrolle haben und mit den Datenkraken von Apple. Amazon, Google, Microsoft & Co die willfähigen bzw. gezwungen Softwarespione? Von den ganzen verbrecherischen Machenschaften der US-Geheimdienste, die Snowden beispielsweise aufgedeckt hat, ganz zu schweigen.

Es ist meines Erachtens schlicht und einfach egal, ob uns die Chinesen oder die US-Amerikaner nach Strich und Faden ausspionieren und belügen.

Jeder muss sich selbst schützen und alles verschlüsseln, was nicht jeder Spion sehen soll. Das ist einfach und zwingend. Dann ist es für uns Europäer meines Erachten egal, ob wir mit Huawei die Zukunft in der mobilen Kommunikation schaffen oder auf die alten US-Monopolisten setzen.

Natürlich bleibt noch das Thema Menschenrechte, was im Zusammenhang mit China mehr als kritisch ist. Aber was Trump in den USA treibt (vor allen mit den illegalen Einwanderen) bzw. deren Geheimdienste in der ganzen Welt, ist definitiv nicht besser. Für mich handeln beide Staaten mittlerweile (leider) gleich verwerflich in der Hinsicht.

Damit entfällt das Argument und wenn man dann wählen muss – nun, ich habe ein Huawei Matebook im Einsatz und überlege mir ein Honor-SmartPhone zuzulegen. Das Zeug ist einfach günstiger und ich misstraue denen wie gesagt nicht mehr oder weniger als den US-Konkurrenten. Was mich noch in Richtung von Huawei bei SmartPhones drängt – die Warnungen, dass man im Playstore von Google und bei Android für diese Geräte auf Grund der politischen Lage bzw. des Drucks von Trump nicht mehr alles bekommt. So ein Zwang führt bei mir immer dazu, dass ich mich zum Wiederstand gezwungen sehe. Wenn ich darüber nachdenke, bin ich echt einfach zu manipulieren. Muss nur jemand sagen, dass man etwas nicht darf und schon muss ich es einfach machen. Zumindest wenn ich den Argumenten für dieses „Verbot“ nicht folgen kann. Ich kann wohl nicht anders.

Was man abschließen auch bedenken sollte – ohne Huawei wird 5G in Deutschland sowieso ein Projekt wie der Berliner Flughafen. Das wäre sicher für unser deutsches IT-Entwicklungsland der endgültige Abschuss. Wir sind ja jetzt schon so weit hinter den modernen Ländern, dass wir diese nur noch mit dem Fernglas sehen können.

Funklochkarte

Ich habe immer wieder Probleme mit der mobilen Erreichbarkeit. Entweder hören mich beim Telefonieren mit dem SmartPhone die Gesprächspartner nicht, obwohl ich sie höre, oder aber die Interent-Verbindung ist grottenschlecht bis gar nicht da. Obwohl ich einen LTE-Vertrag habe.

Unter https://breitbandmessung.de/kartenansicht-funkloch gibt es von der Bundesnetzagentur nun eine Funklochkarte, mit der man die Abdeckung in verschiedenen Gebieten in Deutschland überprüfen kann. Die Daten beruhen auf der Breitbandmessung einer App der Bundesnetzagentur, die einige Tausend Nutzer zur Messung der Mobilfunkqualität in ihrer Umgebung verwendet und übermittelt haben.

Wobei ich sogar stark vermute, dass viele Probleme von mir durch ein neues SmartPhone gelöst werden können. Das S4 ist ja schon über 5 Jahre alt und muckt auch immer mehr bei der Bluetooth-Verbindung, der Lokalisierung über GPS etc. Dazu ist auch das Android-System nicht mehr auf dem neusten Stand.

Leider finde ich aber kein neues SmartPhone, dass die Features hat, die ich haben möchte:

  • Austauschbarer Akku mit sehr hoher Kapazität für lange Laufzeit
  • Infrarot-Sender
  • Leicht zu rooten
  • Kopfhörerbuchse
  • Externe SD-Karte
  • Sehr gute und schnell verfügbare GPS-Lokalisierung
  • Stabile Netzverbindung für Telefonieren

Das sind die Key-Features und egal welches Geräte ich finde, es fehlt immer etwas. Dafür werden für mich vollkommen überflüssige Dinge wie die Kamera, NFC, Fingersensor, Gesichtserkennung, viele Farben, geringe Dicke etc. als Kaufreize aufpoliert. Ich fürchte, dass ich einfach kein neues Gerät finde. Ich verstehe es einfach nicht, dass die alten SmartPhones diese Features fast alle hatten und der neue Schrott nur Richtung Modepuppen vorangetrieben wird und dafür das SmartPhone als Werkzeug diskreditiert. Maximal bei den Outdoor-SmartPhone scheinen da die meisten Features zu finden sein.

Mein Druckerfehlkauf nervt immer mehr

Ja ja – wenn man billig kauft, kauft man mehrfach. Aber so einen Fehlkauf wie den Samsung Xpress M2026w Laserdrucker hatte ich bei einem IT-Gerät glaube ich noch nie gemacht. Das Ding war in der Tat billig, aber selbst das wenige Geld war zuviel für den Schrott. Zumal der gesamte Ärger und die permanente Zeit, um das Dreckding doch noch immer wieder neu zum Laufen zu bringen, auch gerechnet werden muss. Denn „Zeit ist Geld“ ist gar nicht falsch.

Dabei ist es nicht einmal so schlimm, dass man den Papierschacht nur halb voll machen kann und ständig Papierstau oder nicht richtig eingezogene Blätter den Ausdruck behindern.Was soll man bei so einem billigen Ding mehr erwarten? Wenn denn der Druck rauskommt, ist das Schriftbild auch ok.

Aber – der Drucker ist irgendwie immer nur rein zufällig im W-LAN angemeldet (oder eben auch nicht), meldet sich dann aber auch wieder willkürlich ab, um dann nach zig Neustarts irgendwann mal sich arbeitsbereit zu melden. Und sich dann aber ziemlich unvorhersehbar zwar erreichbar, aber offline zu melden. Aber das ist dann oft ebenso ein Fake – denn mit bestehender Fehlermeldung wird er dann manchmal doch drucken (was zu unnötigen Mehrfachausdrucken führen kann). Oder auch nicht.

Ich hab die Faxen jetzt dicke gehabt und das Dreckding per USB an mein NAS angeschlossen. Da dort ein Linux-System läuft, wurde der Drucker auch sofort erkannt und bereitgestellt. In Windows gab es dann natürlich ein paar Treiberprobleme beim Konfigurieren eines Netzwerksdruckers, aber die Einrichtung ging dann doch irgendwann.

Da der Drucker damit aus dem ganzen W-LAN-Chaos raus ist, bleibt nur noch das unerklärliche, aber selbst bei USB-Verbindung immer noch auftretende Offline-Problem. Naja – 50% der Verbindungsprobleme sind weg und bevor der Hammer das Elend erledigt, will ich noch den schon gekauften Toner verbrauchen.

Aber dann werde ich vermutlich mit Genuss das Ding kurz-und-klein kloppen.

iOS 13.2 stellt Multitasking ab

Die Geschichte ist ein Rad. Es kommt alles wieder. Am Anfang gab es kein Multitasking und Apple kommt mit iOS 13.2 zurück zu der Tradition, wenn man etwa die Berichte auf heise.de betrachtet. Sowas lassen sich vermutlich nur Apple-Anwender gefallen. In dem Bericht wird ein prominenter iOS-Entwickler zitiert mit der Aussage „Ihm sei allerdings nicht klar, ob das neue Speichermanagement ein Bug sei oder ein ‚Feature'“. Ich schmeiss mich weg …

50 Jahre E-Mail

Gerade geistert der Jahrestag der ersten E-Mail durch die Medien. Heute vor genau 50 Jahren wurden die Zeichen LO als „erste E-Mail der Welt“ über das Internet geschickt. Bemerkenswert, aber noch bemerkenswerter ist der Stuss, den die Medien damit verbinden.

  • 50 Jahre WWW
  • 50 Jahre ist das Internet heute alt geworden
  • Vor 50 Jahren wurde das erste Netzwerk der Welt erstellt

Das waren drei solcher saudummen Ansagen zu den Berichten zur ersten E-Mail. Wie kann man nur so schlecht recherchieren bzw. mit vollkommener Sachunkenntnis auf Sendung gehen?

Gefahr – Software-Update in Stellwerken in FFM

Ich hatte schon gestern in der Zeitung gelesen, dass es von Freitag auf Samstag erhebliche Probleme im Zugverkehr rund um Frankfurt geben soll. Nicht die üblichen, sondern solche durch Wartungsarbeiten, die damit auch „geplant“ sind.

Nun habe ich gerade mitbekommen, dass der Grund Software-Updates in Stellwerken sind. Angeblich sind deshalb einige Strecken bzw. Bahnhöfe rund um FFM in der Nacht für ein paar Stunden gesperrt/beeinträchtigt und ab Samstagmorgen soll sich die Lage wieder normalisieren. Wer es glaubt :-|.

Ich schaue einmal in die unmittelbare Zukunft: Wie das so ist mit Software-Updates – Murphy lässt grüßen. Was auch nur rein theoretisch schiefgehen kann, wird auch schiefgehen. Ich tippe darauf, dass das Update mindestens bis Samstagabend versucht wird und dann das Rollback die Züge bis Montagmorgen behindert.

Au weiha – und ich muss dann meine teilweise, geringe Verantwortung eingestehen. Wenn ich nicht ganz falsch liege, war ich bei einigen der beteiligten It-ler an der Ausbildung beteiligt ;-).

Hello Quanten-World

Google hat gerade gemeldet, dass sie mit einem Quantencomputer eine Rechenaufgabe in 200 Sekunden gelöst haben, für die der schnellste konventionelle Hochleistungsrechner 10.000 Jahre benötigt hätte. Das wird als eine Art „Hallo Welt“ der Verwendung von Quantencomputern bezeichnet. Oder auch Durchbruch für den grundsätzlichen Einsatz, wobei eine Umsetzung in echte Praxis noch Jahre dauern soll.

So wirklich verstehe ich jedoch nicht, wie Quantencomputer arbeiten. Unter normalen Bits kann ich mir was vorstellen. Die haben einfach 2 Zustände und diese sind eindeutig reproduzierbar bzw. deterministisch. Aber unter dem Konzept Quantenbits (Qubits) kann ich mir nicht viel vorstellen. Insbesondere kann ich nicht nachvollziehen, wie man eine Information in einem reinen Wahrscheinlichkeitsgebilde deterministisch und reproduzierbar abbilden kann. Damit bin ich sicher nicht alleine, aber ich habe meine Diplom Arbeit damals in den mathematischen Grundlagen der relativistischen Quantenmechanik geschrieben und von daher sind die die Konzepte der Quantenphysik – wenngleich lange her – vertrauter als dem durchschnittlichen IT-ler oder gar „normalem“ Menschen. Quantenzustände, Verschränkungen, Wahrscheinlichkeitsverteilungen, etc. in der Quantenphysik sind also für mich durchaus bekannt.

Aber wie gesagt – obwohl bei dem Quantencomputer mein Studienschwerpunkt mit meiner mittlerweile ziemlich langen praktischen IT-Erfahrung zusammenkommt, ist die Geschichte m.E. hochkompliziert und nicht für den Standardverstand so wirklich nachzuvollziehen (wobei es auch Leute geben soll, die Bücher von Stephen Hawking gelesen haben und behaupten, sie hätten diese verstanden – andere behaupten, es gäbe nur genau 2 Leute, die sie verstanden hätten und einer davon wäre Hawking selbst). Aber spannend ist die Entwicklung allemal …

Anscheinend bedarf es doch etwas Aufwand, damit Smartspeaker zu perfekten Wanzen werden

Bisher bin davon ausgegangen, dass Smartspeaker wie Amazon Echo oder Google Home per Defintion Wanzen sind, die vollkommen unkontrolliert ihre Nutzer und deren Umgebung ausspionieren. Mit dem Einverständnis der Anwender, denn sonst hätten die diese Selbstschussspionagegeräte nicht gekauft. Oder mit dem Unverständnis der Anwender – wie mal will.

Aber nach dem Artikel muss man die integrierten Sicherheitslücken der Systeme und eine gewisse Sorglosigkeit der Anwender erst ausnutzen, damit diese Spionage funktioniert. „Sicherheitsforscher“ haben Skills bzw. Actions (im Grunde Apps) entwickelt, die erst einmal auf den Geräten installiert werden müssen. Aber dann kann man damit die Wanzen unkontrolliert lauschen lassen. Also über das permanente, unkontrollierbare Lauschen von Amazon oder Google selbst hinaus, meine ich.

Längster externer Job ever

Ich bin zurück von meiner längsten externen Schulung ever. Wobei das nicht wirklich soooo lang war, damit Aussenstehende das vermutlich als erwähnenswert empfinden – mit Anreise 11 Tage am Stück. Aber obwohl ich sehr oft externe Schulungen halte und auch zu Videoaufnahmen immer wieder in Graz verweile, sind das in der Regel Maßnahmen, die meist so über 3 – 5 Tage gehen. Hin und wieder auch nur 1 oder 2 Tage und gelegentlich (gerade die Videoproduktionen bei LinkedIn Learning / Video2Brain) auch mal 6 – 8 Tage. Aber ich kann mich nicht entsinnen, dass ich für eine geschlossene, externe Maßnahme schon einmal länger als 9 Tage am Stück unterwegs war.

Aber dieses Mal hatte ich in Hamburg eine Schulung von Fachinformatiker-Azubis, die 8 Schlungstage am Stück gedauert hat. Und da natürlich das Wochenende dazwischen liegt und die Anreise nach Hamburg am Vortag erfolgen muss, kamen damit 11 Tage zusammen (wobei die Abreise mit etwas Pech gut und gerne über Mitternacht hätte gehen können und es damit „offiziell“ 12 Tage gewesen wären). Wobei ich natürlich das Wochenende auch hätte heimfahren können. Aber die Anreise nach Hamburg ist so aufwändig und teuer, dass sich das nicht gelohnt hätte. Insbesondere nicht von der Zeit. Da im Moment die A7 zwischen Göttingen und Hamburg gefühlt zu 50% aus Baustellen besteht, dauert eine Fahrt nach HH oder zurück mit dem Auto derzeit zwischen 6 und 8 Stunden oder auch mit viel Pech länger. Am Freitagabend zurück- und am Sonntag wieder hinzufahren wäre absoluter Blödsinn gewesen.
Wobei die Fahrt mit dem Auto im Grunde selbst schon Blödsinn ist. In Hamburg ist total dichter Verkehr und besagte A7 einfach nur eine gefühlte Sabotage am Verkehrsfluss. Ich frage mich, was die ganzen Baustellen sollen? Macht ein generelles Tempolimit auf 80 Km/h und lasst die Autobahnen verkommen. Dann kommt man über die gesamte Strecke zumindest noch 20 Jahre immer noch schneller voran als mit dem Stopp-and-Go in den unendlich vielen Baustellen und danach ist der Individualverkehr m.E. sowieso vorbei.

Generell werde ich die nächsten Male nach Hamburg oder ähnlich weiten Locations aber sicher nicht mehr mit dem Auto fahren, sondern Russisch Roulette spielen und die Bahn oder den Flieger nehmen. Bei der Bahn spielt man natürlich dieses Spiel mit 6 Kugeln in der Trommel, weil zu 100% Züge sich verspäten (wenn nicht gar ausfallen) und beim Fliegen sind zumindest 2 Kugeln drin, denn da wird ja auch gefühlt permanent gestreikt oder irgend eine Panne gibt es am Flughafen oder beim Flieger. Im Grunde hat man in der moderen Zeit bei Geschäftsreisen nur die Wahl zwischen Pest und Cholera. Aber bei einer Anreise am Vortag kann man diese sicheren Verzögerungen/Pannen zumindest kompensieren.

Aber da ich dieses Mal eben auf keinen Fall das dazwischenliegende Wochenende mit zig Stunden Reisezeit verschwenden wollte, haben wir aus der Not eine Tugend gemacht und einen Zweierkurzurlaub an der Ostsee eingeschoben (was mir gleichzeitig die Wahl eines Geburtstagsgeschenks erleichtert hat). In HH habe ich sowieso jeden Abend nicht viel angestellt – nur Joggen im Stadtpark (sehr schöne Location und immerhin damit während des Tripps 6x Ausdauer trainiert) und Arbeiten sowie Fernsehen. Da ich also sowieso zig Abende in HH war und die Stadt von vielen frühreren Aufträgen als auch Urlauben gut kenne, wollte ich das Wochenende raus aus der Stadt. Deshalb auch das Auto. Die Ostsee ist ja nahe und da waren wir auch schon 3 Jahre nicht mehr.

Andrea ist am frühen Freitagmorgen mit dem Zug nach HH nachgereist
(natürlich ist der gebuchte ICE ausgefallen und es muste ein
alternativer IC genutzt werden, der später ankam). Nach meiner Schulung
sind wir am Abend dann an den Timmendorfer Strand weitergefahren. Das Wetter war nicht gerade prächtig, aber auch nicht schlecht und in der Ecke (bisher unbekannt gewesen) ist es wirklich schön. Allerdings selbst ich (!) habe den Altersdurchschnitt der Gäste im Ort massiv gesenkt.

Der Kurztripp war definitiv die bessere Wahl als der Stress mit Hin- und Rückreise nach Hause.

Am Sonntag sind wir früh wieder los Richtung Hamburg und haben in Lübeck noch eine Zwischenstation samt Schiffsrundfahrt gemacht. Wirklich sehr schön da. Ich war in Lübeck schon 1 oder 2 Mal auf der Hin- oder Rückreise bei einem Skandinavienurlaub, aber außer an das Holstentor war mir von Lübeck sonst nichts mehr präsent.

EuGH-Urteil zu Hass-Posts im Internet

Ich bin ausdrücklich juristischer Laie, kenne und nutze das Internet schon lange. Insbesondere in einer Zeit vor der juristischen und kommerziellen Vergewaltigung. Vielleicht bin ich auch deswegen so empört über die permanenten juristischen Fehlurteile, die in der Regel einfach nur von Realitätsferne und Weltfremdheit sowie technischer Inkompetenz zeugen. Gerade das letzte Urteil zur Verwendung von Cookies war m.E. wieder so Fehlurteil, das vermutlich gut gemeint war, den Datenschutz jedoch einfach nur zum Hassobjekt verurteilt und damit massiv geschädigt hat. Nicht umsonst werden in fast allen akutellen Computerzeitschriften Tipps gegeben, wie man sich als Anwender vor den erzwungenen, überflüssigen und einfach nur nervenden Warnungen schützen kann (insbesondere das Plugin „I don’s care about Cookies“, das ich schon lange verwende).

Nun hat das EuGH wieder zugeschlagen und Anbieter von Content verurteilt, gegen Hass-Posts vorzugehen. Ggf. sogar weltweit. Und dieses Mal bin ich unsicher, wie ich das Urteil bewerten soll. M.E. gibt es wie üblich sehr viele negative Aspekte und Auswirkungen, aber eben auch positive. Denn der explodierenden Zunahme an Hass-Post muss ein Riegel vorgeschoben werden. Leider ist die Unschuldszeit des Internet (die ich noch gut kenne) vorbei und es hilft nichts, die Augen vor der Realität zu verschließen. Das Urteil ist zumindest ein Versuch, diesem anonymen Hass zu begegnen. Und das Urteil zielt auch auf die richtigen Stellen – die sozialen Netzwerke rund um Facebook.

Aber letztendlich öffnet das Urteil der Zensur Tür und Tor. Oder was ist eigentlich ein Hass-Post? Was nur Satire? Was eine unliebsame politische Aussage?

Und dann die Fragen nach der rechlichen Verantwortung. Wer beurteilt, ob ein Content „verboten“ ist? Die Stasi? Ach nein. Schon aufgelöst. Der verwirrte alte Mann im amerikanischen Evil-Office? Die AFD? Die Staatsanwaltschaft in Polen? Der Vatikan? Das Dilemma ist wie immer, dass ganz unterschiedliche Regeln gelten und man niemals lokale Wert- und Rechtsvorstellungen auf das Internet übertragen kann und darf.

 

Nicht-Wissen ist Macht

Sehr interessanter Artikel auf Spiegel Online zum Thema Cloud und dem zunehmenden Anhäufen von Wissen in der modernen Gesellschaft, ohne mit diesem umgehen zu können. Basis ist das Buch „New Dark Age: Der Sieg der Technologie und das Ende der Zukunft“ von James Bridle aus dem Verlag C.H.Beck. Das ist ein Informatiker, der die zunehmende Abhängigkeit des menschlichen Denkens vom Internet und der Cloud als auch die Überflutung mit Information kritisiert. Ich werde wohl seit Jahren in kurzer Zeit noch ein zweites Buch kaufen (ich schreibe sonst pro Jahr meist mehr Bücher als ich lese) und das nach dem Buch von Eduard Snowden lesen.

Aber ich schweife ab – schon das Zitat „Unwissenheit ist Stärke“ aus dem Klassiker „1984“ von George Orwell gibt – wenngleich hier negativ besetzt – eine Richtung vor, die mit der These korreliert, dass die Unwissenden glücklicher sind.

Egal wie man es betrachtet – der Kern der Sache ist, dass nach diesen Thesen ein Mehr an Wissen oder Information nicht zu besseren Lösungen führt. Oder zu einer besseren Situation im Allgemeinen. Erst recht nicht Entscheidungen auf Basis maschineller Denkmuster und KI, die entweder auf ganz vielen Daten oder nur abstrahierten, vereinfachten Modellen aufbauen. Das kann leicht mit vielen Fehlentscheidungen bei der Navigation oder Big-Data-Analysen bis hin zu den sehr oft fehlhaften Scoring-Entscheidungen der Schufa & Co. oder Ranking-Agenturen belegen werden. Der Autor behauptet, dass nur das logische, menschliche Denken im Regelfall zu guten Ergebnissen führt. Und das oft ohne das Vorliegen aller Informationen.

Das deckt sich vollständig mit meinen persönlichen Ansichten und Erfahrungen. Auf viele Weise.

  • Ganz banal werde ich in Geschäften mit großer Auswahl an ähnlichen Produkten grundsätzlich überfordert und aggressiv. Meist gehe ich wieder raus und kaufe gar nichts.
  • Zudem emfinde ich es als sehr negativ, wenn ich zig Sachen vergleichen muss und dann erst eine Entscheidung treffe. Eine sponane Entscheidung aus dem Bauch heraus unter Verzicht auf (zu viele) Informationen führt gefühlsmäßig bei mir (oder allgemein) zu besseren Ergebnissen.
  • Aber auch in meinen Lieblingsbuch („Per Anhalter durch die Galaxis“ von Douglas Adams) ist der Mann, der das Universum regiert, vollkommen unwissend, aber hochintelligent. Er lebt unter einfachsten Bedingungen ohne Kontakt zur Außenwelt – außer sporadischen Besuchen. Jeden Morgen wacht er auf und hat alles vergessen, was normalen Menschen als die Realität erscheint (außer der Sprache und elementaren Grunddingen). Auch alle vorherigen Tage in seinem Leben. Oder besser – es ist unsicher, ob die nicht nur ein Traum waren. Er muss allen Dingen in seinem Umfeld jeden Tag explizit eine Bedeutung geben – von der Katze im Haus bis zum Regen draußen. Regelmäßig kommen da die nach außen auftretenden „Regierungen“ des Universums und des ganzen Rests vorbei und fragen ihn bei wichtigen Entscheidungen nach dem vollkommen unbeeinflussten Rat. Dieser Ansatz aus dem Anhalter ist einfach genial.
  • Man kann auch den Affen anführen, der bei Experimenten mit Pfeilen auf Zettel mit Aktienunternehmen an einer Wand geworfen und dabei in der Entwicklung der Aktien professionelle Börsenmakler übertrumpft hat.
  • Und so ein Ansatz mit der kompletten Reduktion von Informationen deckt sich letztendlich mit meinem Studium, denn Mathematikern sagt man nach (was auch oft dem Selbstverständnis entspricht), dass sie (fast) nichts wissen, aber aus einem einfachen Grundsystem von Axiomen fehlerfrei und logisch die komplexesten Systeme aufbauen können. Oder die komplexesten Systeme analysieren. Mein Prof hat uns während des Studiums von einem Kollegen erzählt, der seinen Studenten das Lesen von mathematischer Fachliteratur untersagt hat – sie sollten eigenständige Ansätze entwickeln, ohne durch „Wissen“ behindert zu werden.

Also Fazit – Unwissenheit ist in der Tat Stärke – wenn man Intuition und Intelligenz an die Stelle treten lässt.

EuGH schädigt mit Cookie-Urteil weiter die Akzeptanz des Datenschutzes

Ich habe gerade die Biographie von Eduard Snowden angefangen und erst wenige Seiten gelesen, aber seine Erinnerungen an die Geburt des WWW (irgendwie hat der beim Einstieg in meine Schulungen zu Internet-Programmierung abgeschrieben, hatte ich das Gefühl 😉 ) und der „Unschuld“ des Mediums zur damaligen Zeit machen schon wehmütig. Als nur interessierte und halbwegs kundige Personen das Internet genutzt haben, war alles viel einfacher.

Die Kommerzialisierung und damit juristische Versklavung hat mittlerweile dazu geführt, dass man kaum noch frei im Internet etwas machen kann. Weder als Content-Anbieter noch als Anwender, der permanent überwacht wird. Gerade viele Anwender geben doch durch Sprachsteuerung (Alexa, Siri, Sprachsteuerung in Autos, ) oder soziale Netzwerke vollkommen die Privatsphäre auf und wenn dann „zufällig“ noch andere Personen in der Nähe sind, werden auch die mit getrackt – SmartPhones mit Geolocation sei Dank.

Das jüngste, verschärfte Urteil zur Notwendigkeit der aktiven Zustimmung bei fast vollkommen harmlosen Cookies zeigt wieder, dass zahlreiche – oft sogar sicher gut gemeinte – Aktionen das Internet mehr oder weniger lahmlegen. Insbesondere wird auf breiter Front der Datenschutz geschädigt. Ich kann immer nur wiederholen – mit ständigen oberlehrerhaften Hinweisen auf Trivialitäten verärgert man die Anwender so, dass Datenschutz zum Hasswort wird. Hier lassen sich zuviele Leute vor den Karren der Datenspione spannen, ohne dass sie einen Schimmer vom Internet haben.

Das letzte Urteil zu den Cookies wird die Akzeptanz von Datenschutz gegen Null fahren.

Es nervt nur, wenn man permanent auf Webseiten überflüssige Warnungen wegklicken muss, die 95% der Anwender nicht interessieren (siehe Verweis auf Alexa, Siri und Co) und von denen dem Rest vollkommen klar ist, dass man damit verbundene technische Aktionen machen muss.

Die meisten Urteile zum Internet orientieren sich – mit Verlaub – an den Dümmsten der Dummen, vollkommen Desinteressieren, die man missionieren will, oder Ignoranten der Wahrheit und behindern/nerven alle halbwegs kundigen Anwender. Und mit dem vermeindlichen Schutz der „Dümmsten der Dummen“ meine ich nichts die Schwachen in der Gesellschaft. Denen hilft so ein Gesetz ganz und gar nicht.

Darknet an der Mosel

Da schau – im idyllischen Traben-Trabach tobte das geheimnisvolle „D A R K N E T“. Und das noch in einem alten Bunker. Der Thriller von der Mosel. Hätte man es im TV als Film gesehen – viel zu unrealistisch. Und ich dachte, dass die Mosel nur als Ziel einer netten Moppertour, als schöner Familienausflug oder zum Gleitschirmfliegen taugt.

Kölner Ground Zero & Co

Im Moment arbeite ich schon die dritte Woche in Köln. Allerdings für zwei verschiedene Auftragsgeber. Die letzten zwei Wochen in der Ausbildung von Fachinformatiker und die Woche halte ich eine frei buchbache Schulung in jQuery für ein Schulungsunternehmen. Die letzten zwei Wochen war ich in Hotels auf der rechten Rhein-Seite und jwd vom Kölner Zentrum. Da war abends nur noch TV und Arbeit im Hotel angesagt. Aber die Woche bin ich – wie meist bei dem Aufraggeber – nahe der Altstadt im Motel One untergebracht. Von da sind die wichtigsten Kölner Sehenswürdigkeiten in Laufweite und deshalb gehe ich abends nach der Schulung immer nochmal kurz raus. Da der Schulungsanbieter am Dienstagabend immer einer Stadtführung anbietet, habe ich der teilgenommen – auch wenn ich das schon mal gemacht habe, aber man erfährt immer wieder was Neues. Und gestern bin ich mal in den DOM rein. Eigentlich unglaublich – ich bin regelmäßig in Köln am Schulen (im Moment ist das mein 6. Schulungsauftrag in Köln 2019) und was das letzte Mal im Inneren vom DOM als ich einen Schulausflug nach Köln gemacht habe. Man kann leicht nachrechnen, dass das schon ein paar Wochen her ist.


Bei der Stadtführung habe ich neu gelernt, dass das vor gut 10 Jahren eingestürzte Stadtarchiv von den Natives „Ground Zero“ von Köln genannt wird. Da das in Sichtweite vom Hotel ist, bin ich heute auch da mal hin. Alles andere als schön, aber ein geschichtlicher wirklich relevanter Ort.

Autonomes Fahren

Ich musste heute morgen zu einer Schulung nach Köln. Gerade im Berufsverkehr vor Köln hat sich das EyeSight-System mal wieder bewährt. Das ist mehr als ein einfacher Tempomat. Damit bremst und beschleunigt das Auto vollkommen selbständig und im Stau ist das genial. Total entspannt – wenn man nicht unter Zeitdruck steht. Das ist nahe an wirklich autonomen Fahren.