ProgramData entmüllen

Wer unter Windows arbeitet und Platzprobleme auf der Festplatte hat, sollte sich mal ProgramData ansehen. Mein altes Notebook habe ich damals mit Windows 10 gekauft und keine Lust auf Linux umzustellen. Wegen einer dummen Partitionierung habe ich da jedoch ständig volles Haus auf C:. Auch wenn  die klassischen Speicherbereinigungen immer wieder etwas Luft zum Atmen/Arbeiten (AppData, Temp, etc und alles deinstallieren, was ich nicht aktuell brauche) bringen. Aber unter ProgramData habe ich gerade zig GB an Restmüll von Programmen gefunden, die ich schon vor Ewigkeiten deinstalliert habe. Das hat jetzt mal wirklich Entspannung in der Hütte gebracht.

 

Swaks und Fail2Ban – will ChatGPT bei mir katzbuckeln?

Schon wieder – ChatGPT hat mir massiv bei einem Admin-Problem bzw. einer Frage geholfen. So wie Programmierlaien im Moment mit „Vibe Coding“ durch KI anspruchsvolle Apps erzeugen, hilft mir KI bei Administrationsproblemen. Ich hoffe nur, dass die Ergebnisse nicht so kritisch sind, wie das, was meiner Meinung nach derzeit mit Vibe Coding produziert wird.

Es ging um meinen VServer bzw. mein dort gehosteten E-Mail-Server. Da ich die letzte Zeit permanent E-Mails bekomme, die wie Antworten auf E-Mails von mir aussehen sollen und standardisiert bis hin zu aggressiv und beleidigend formuliert sind, bin ich der Sache auf den Grund gegangen.

Im Grunde kann Spoofing bzw. meine gefälschte Absenderadresse oder Backscatter / Bounce-Mails mit Fälschung einer Mail mit meiner Adresse als ursprünglichen Absender das Problem sein oder aber mein Server ist infiziert.

Mit Hilfe von SSH-Zugriff habe ich meine Protokolle, Konfigurationen untersucht und angepasst. Nach den Log-Dateien ist mein Server nicht komprimiert, aber er steht unter Brute-Force-Angriff mit beliebigen EMail-Adressen. Ärgerlich, aber nicht dramatisch und wohl aktuell bei allen Mailservern üblich. Aber meine SPF, DKIM und DMARC-Flags waren definitiv nicht optimal. Diese habe ich mit Hilfe von ChatGPT verbessert und auch Fail2Ban installiert und eingerichtet, um IPs mit mehreren Fehlversuchen zu bannen.

Die Ausgabe von dig TXT DOMAIN passt jetzt für DMARC und SPF.

ChatGPT hat mir nach der Anpassung mit swarks noch ein nettes Tool vorgeschlagen, mit dem man SMTP-Verbindungen simulieren und Header (SPF, DKIM und DMARC) prüfen kann, ohne echte Mails zu verschicken. Da hänge ich mal gerne die Informationen an: „Swaks und Fail2Ban – will ChatGPT bei mir katzbuckeln?“ weiterlesen

think of the children

Spannend, auf welche Ideen man immer wieder im Land der ehemals unbeschränkten Möglichkeiten kommt. Was von Gelbhaar kommt, übersteigt mittlerweile jede Absurdität und wäre lustig, wenn es nicht Verderben und Unglück in die Welt bringen würde. Aber auch so Ideen, eine Altersverfizierung in Betriebssystemen zu erzwingen, missbrauchen – frei nach den Simsons – Kinder- und Jugendschutz zum Einführen massiver Überwachung.

Danke ChatGPT

Ich schimpfe oft auf ungebremsten und unnötigen Einsatz von KI. Da muss ich mich aber auch bedanken, wenn ich mit Hilfe von  ChatGPT ein Problem gelöst habe, das ich sonst entweder gar nicht oder nur mit großem (Zeit-)Aufwand beseitigt hätte.

Ich habe einen VServer bei Strato und heute morgen keine Emails versenden können. Irgendwann ist mir aufgefallen, dass ich aber auch seit etwa 04:00 Uhr keine Mails empfangen habe. Folgende Testsmails von anderen Accounts sind ebenso nicht durchgekommen, meine Webseiten waren jedoch erreichbar.

Leider verwendet Strato zur Administration der VServer standardmäßig Plesk und im Webinterface habe ich die Meldung gesehen, dass ein Plesk-Update laufen würde und ich keine Verwaltungsaktionen durchführen solle. Aber die Meldung war nach Stunden immer noch nicht weg, Email weiter down und ich bin mit Hilfe von ChatGPT und SSH-Zugriff der Sache auf den Grund gegangen.

Tatsächlich hat das Update von Plesk meine Mail-Dienste abgeschaltet und sich dann aufgehängt. Über interaktive Problemschilderung und Kopien der SSH-Konsolenausgaben hat mich ChatGPT Schritt-für-Schritt zur Lösung des Problems geführt. Das war ganz große Klasse und hat einem Hilfs-Admin wie mir den Tag gerettet.

Wenn man eine grobe Vorstellung hat, was man will und was genau für eine Situation vorliegt, ist KI mittlerweile ein wirklich geniales Hilfsmittel.

Und ich schließe mich der oft zu findenden Ansicht an, dass Plesk nicht wirklich ideal ist. Schon gar nicht, wenn man per Webinterface damit arbeitet. In der Konsole finde ich es halbwegs ok.

Wenn es interessiert – ich habe mir von ChatGPT ein Plesk-Notfall-Playbook mit der Zusammenfassung der Schritte erstellen lassen, die in meiner Situation die Angelegenheit bereinigt haben. „Danke ChatGPT“ weiterlesen

KI-Agenten – Nutzen vs Gefahr

Ich mache kein Geheimnis daraus, dass ich KI-Agenten als Gefahr sehe. Verschiedene Beiträge in den üblichen Medien berichten über eine Studie, dass KI-Agenten Hacking-Tricks angewendet haben, um an nicht zugängliche Daten zu gelangen, ohne von Menschen dazu autorisiert worden zu sein. Dieses unkontrollierbare Fehlverhalten machen KI-Agenten zu einem immer größerem Risiko, das m.E. den unbestreitbaren Nutzen irrelevant werden lässt.

Tablet als Notebook-Ersatz

Es ist im Grunde ein Running gag, dass ich Tablets als Kombination der Nachteile eines SmartPhones mit den Nachteilen eines PCs bezeichne und der ist vermutlich mittlerweile langweilig. Ich mag Tablets eigentlich nicht und sehe wenig Sinn darin. Aber als klassischer Pharisäer besitze ich seit vielen Jahren Tablets (ohne aber wirklich zu nutzen) und habe – als Spitze des Widerspruchs – vor ein paar Tagen mit dem A9+ ein neues gekauft. Das soll aber als potentieller 5g-Router via Tethering ein bei mir noch nicht vorhandenes Feature erweitern, denn meine beiden SmartPhones sind zu alt, um 5g zu unterstüzen. Zu dem Preis, zu dem ich das A9+ geschossen habe, hätte ich keinen 5g-Router oder nur ein ganz einfaches 5g-SmartPhone bekommen, das ich dann sowieso nicht gebraucht hätte, da meine alten SmartPhones noch gut sind und alles bieten, was ich benötige.

Aber wenn schon das Tablet da ist, suche ich sinnvolle Anwendungen, die über 5g-Tethering in meinem Büro in Eppstein hinausgehen. Da hat sich sowieso herausgestellt, dass 5g zwar verfügbar ist (hatte ich vorher gecheckt), aber aktuell noch nicht von meinem Anbieter.

Ich baue also einerseits das Tablet als Zweitgerät für wichtige Apps (Zertifizierungen, Banking, etc.) und ein bisschen Medienkonsum (wenn es halt schon rumliegt) auf, aber vor allen Dingen als Alternative zu einem Notebook. „Tablet als Notebook-Ersatz“ weiterlesen

RJS-ZeroPoint – Lincos mit Rust

Vor ein paar Tagen ist mein neustes Buch beim Herdt-Verlag fertiggestellt
und veröffentlicht worden. Thema ist Rust, was der Titel Rust – Grundlagen (Stand 2026) – Moderne, performante und sichere Entwicklung mit Rust meistern – auch deutlich macht.

Ausgabe: 1. Ausgabe, Februar 2026
Matchcode: RUST_2026
ISBN: 978-3-98569-275-0
Seitenzahl: 177

Nun entwickle ich über die verschiedenen Kapitel von dem Buch ein Praxisprojekt. Dabei geht es um Lincos. Die Quellcodes habe ich in einem Github-Repository mit Namen RJS-ZeroPoint – From Zero to Meaning – Lincos in Rust nun public gestellt. Vielleicht entwickelt ja eine interessierte Community diese Basis weiter.
Hier sind noch ein paar grundsätzliche Informationen zu dem Projekt und Lincos.

„RJS-ZeroPoint – Lincos mit Rust“ weiterlesen

F-Droid, Keep Android Open und adb

Nachdem ich endlich für kleines Geld das 5g-Tablet geschossen habe, das ich schon seit vielen Monaten versuche zu bekommen (Refurbished, aber neuwertig, nicht einmal ausgepackt und deutlich unter 200 €), werde ich die nächsten Tage immer mal wieder ans Einrichten gehen. Zentraler erster Schritt ist das Löschen der ganzen Bloatware oder zumindest das Deaktivieren. Ohne … „F-Droid, Keep Android Open und adb“ weiterlesen

Der Beitrag F-Droid, Keep Android Open und adb erschien zuerst auf RJS-Blog – Ralph Steyer – RJS EDV-KnowHow.

Stackoverflow statt KI – Never trust AI

Ich halte die Woche wieder eine Schulung zu Cobol (ja – die Sprache ist tot, weigert sich aber, dies anzuerkennen und ich werde einen Teufel tun, für mich interessante Jobs abzulehnen). In meinem Buch zu Cobol, das ich als Begleitmaterial verwende, habe ich eine Bemerkung zu Bit-Operatoren drin. Diese führe ich nicht aus und sind auch kein gewünschtes Thema, aber ich wollte dennoch nach dem Schulungstag schnell mal mit KI dazu etwas mehr eruieren. In langen Diskussionen mit der KI hat sich diese beharlich geweigert, die Existenz von solchen Operatoren unter Cobol zuzugeben. Kategorische Verneinung. Ich habe bereits an meinem eigenen Buch zu Cobol gezweifelt, aber in Stackoverflow dann die korrekten Informationen gefunden. Operatoren wie B-AND bzw. B-OR gibt es, nur nicht in allen Versionen von Cobol. So auch nicht unter GNUCobol, was ich via OpenCobolIDE in der Schulung verwende. Aber etwa in Micro Focus COBOL oder wohl auch z/OS COBOL.

Also wie in der letzten Zeit immer – never trust AI.

Rust statt Rost

Während ich für ein paar Tage in Urlaub war, ist mein neustes Buch beim Herdt-Verlag fertiggestellt und veröffentlicht worden. Thema ist Rust. Die Sprache gewinnt m.E. in der letzten Zeit ziemlich an Aufmerksamkeit bzw. Bedeutung.

Rust – Grundlagen (Stand 2026)

Moderne, performante und sichere Entwicklung mit Rust meistern

– auch als barrierefreies E-Book erhältlich

Dieses Buch bietet einen umfassenden Einstieg in Rust, eine Programmiersprache, die immer populärer wird. Anhand praxisnaher Beispiele und zahlreicher Übungen lernen Sie, wie Rust arbeitet und eingesetzt wird, um auch Anforderungen komplexer und anspruchsvoller Systeme zu befriedigen.

Ausgabe1. Ausgabe, Februar 2026
MatchcodeRUST_2026
ISBN978-3-98569-275-0
Seitenzahl177
Autoren: Ralph Steyer

 

42 – Produktives Scheitern

Ich möchte Werbung für den Beitrag Macht uns Scheitern erfolgreicher? – 42 – Die Antwort auf fast alles von Arte machen, den ich aber unlängst auf Alpha gesehen habe. Und das nicht nur wegen der Antwort auf alle Fragen oder weil die Reihe „42 – Die Antwort auf fast alles“ generell sehr viele gute Beiträge … „42 – Produktives Scheitern“ weiterlesen

Der Beitrag 42 – Produktives Scheitern erschien zuerst auf RJS-Blog – Ralph Steyer – RJS EDV-KnowHow.

KI-Agenten

 

AI-Agent

Ich bin eben auf OpenClaw gestoßen und wollte doch einmal ausprobieren, wie man einen KI-Agenten bzw. AI-Agenten selbst erstellt. Zumal gerade OpenClaw (oder auch Moltbot bzw. ClawdBot) im Moment einen gewissen Hype auslöst. In positiver/optimistischer als auch negativer/pessimistischer Richtung. Das hatte ich schon vor einer Weile sogar peripher mitbekommen, aber es ist mir erst bewusst geworden, nachdem ich OpenClaw installiert und ein bisschen nach Berichten dazu gesucht habe.

„KI-Agenten“ weiterlesen

Instabile Fritz!Box fixen

Hardwarebeschleunigung ausschalten
Hardwarebeschleunigung ausschalten

Ich habe die letzten Tage extrem instabiles Internet bzw. WLAN im Büro. Der Grund könnte am aktuellen Fritz-OS 8.20 liegen. Ich habe den Workaround aus dem Artikel ausprobiert und die Hardware-Beschleunigung unter Hilfe und Support -> FRITZ!Box Support deaktiviert. Scheint zu funktionieren. Zumindest läuft das WLAN seit der Zeit wieder stabil. Dumm nur, dass dies wirklich nur ein Workaround ist und nach jedem Reboot der Fritz.Box neu eingestellt werden muss.

 

KI-Verseuchung bei Windows 11 heilen

Nicht falsch verstehen – ich nutze KI. Eigentlich ständig. Wenn man die explodierenden KI-Fehler im Griff hat, kann das wirklich Vorteile bringen. Oder anders ausgedrückt – keine KI ist auch keine Lösung und man macht sich unnötig das Leben schwer. Aber ich (!) entscheide, wann und wie. Die Durchseuchung aller möglichen Programme bis hin zum Betriebssystem ist inakzeptabel. Datenschutz alleine ist Grund genug, aber auch die Systemüberlastung und ständigen Störungen und Behinderungen bei der Arbeit durch unerwünschte Besserwisserei. FlyOOBE scheint ein Tool zu sein, dass Windows 11 halbwegs heilen kann, wenn man damit arbeiten muss.

Wenn es sicher sein soll – Windows 10 statt 11

Schon interessant, dass Datenschützer explizit vor einem Wechsel auf Windows 11 warnen und dazu raten, lieber bei Windows 10 zu bleiben. Die Begründungen sind stichhaltig und ich unterstütze sie vollumfänglich. Seit Recall bei Windows 11 aufgetaucht ist, ist mein Vertrauen in die Seriosität des Betriebssystems zerstört. Das bedeutet nicht, dass ich Windows komplett meide. Kann ich gar nicht, denn manche Aufträge basieren auf Windows als Betriebssystem. Sogar Windows 11 habe ich und nutze es hin und wieder. Natürlich ohne Recall, wobei massiv angezweifelt wird, dass man diesen „Trojaner“ – denn nichts anderes ist das – wirklich komplett dekativieren kann. Es ist wahrscheinlich, dass ein Deaktivieren durch Systemeinstellungen nur vorgaukelt, es würden keine sensiblen Daten mehr abgegriffen und in die USA gesendet. „Wenn es sicher sein soll – Windows 10 statt 11“ weiterlesen

Wie immer und alles anders

Ich starte wieder einmal neue Videoaufzeichnungen für Linked Learning (LiL). Die Aufnahmen erfolgen in meinem Büro in Eppstein und nicht beiLiL in Graz, aber das war schon in den letzten Jahren sowieso mehr und mehr der Regelfall. Also im Grunde alles wie gehabt, nur intern gibt es jenseits der reinen Aufnahme komplett neue Abläufe. Unverändert führt aber auch der neue Prozess zu einem bewährten und stimmigen Training.

KI statt Mitarbeiter

Bei der Hessenschau steht auf der Webseite z.Z.  eine große Schlagzeile „KI übernimmt: Deutsche Bank will 100 weitere Filialen schließen„. Nach dem Kahlschlag bei Kreativen und teils auch in der IT zerlegt es jetzt immer mehr die Branchen, die sich im weitesten Sinn mit Beratung, Kundenkontakt und allgemeiner Bürotägigkeit beschäftigen. Ich hatte ja  frühzeitig gerade für diese Branchen schwarz gemalt, als vor einigen Jahren  LLMs Einzug gehalten haben. Jetzt kann  niemand die Augen mehr verschließen, dass KI in großem Umfang Mitarbeiter abschafft. Aber die Rechnung wird nicht aufgehen.

Wenn ich irgendwo Kontakt brauche und eine KI soll mich abwimmeln, bin ich als Kunde weg. Das sehen auch die meisten Kommentatoren zu dem Beitrag in der Hessenschau so. KI-Agenten sind einfach zu dumm, um wirklich helfen zu können. Die taugen nur zum Hinhalten und Abwimmeln. Vielleicht mit Ausnahme von Terminvereinbarungen, um dann F2F mit Menschen zu reden, oder für Antworten auf Standardfragen, die man auch in FAQ scheiben könnte.

Ich mach mal den Nostradamus und sage vorher, dass Unternehmen erst mit KI Geld einsparen und dann ein Vielfaches durch Vertrauens- und Kundenverlust sowie die ganze KI-gemachten Schäden bezahlen werden. Wer will, kann mich in ein oder zwei Jahren auf diese Prognose festnageln.

Just the Browser

Ich bin gerade über einen nützlichen Tipp gestolpert, wie man die aktuellen KI-Schädlinge in wichtigen Browsern beseitigen kann. Just the Browser nennt sich das Tool. Auf der Webseite dazu gibt es Installationsanweisungen.

Wenn ich KI zuverlässig bei Surfen ausschalten will, nehme ich mittlerweile wieder mehr Vivaldi und bin auch in der Lage, diese ganzen negativen KI-Auswüchse in anderen Browsern selbst in Griff zu behalten.

Aber mit Just the Browser soll es in Chrome-basierenden Browsern sowie Firefox und Edge einfacher und auch für Laien machbar sein. „Just the Browser“ weiterlesen