Clive Sinclair gestorben – ein persönlicher Nachruf

Wie ich gerade gelesen habe, ist Clive Sinclair im Alter von 81 Jahren gestorben. Auch wenn der Name sicher nicht so prominent wie Steve Jobs oder Bill Gates ist, ist das dennoch einer der wichtigsten Pioniere in den frühen Jahren der IT gewesen. Allgemein und vor allen Dingen für mich, denn mein erster Computer überhaupt war ein ZX81 von Sinclair. Ohne diese Erfahrungen mit dem Teilchen hätte ich garantiert keine Laufbahn in der IT eingeschlagen. Damit habe ich meine allerersten Programmierversuche gestartet. Mit einer speziellen Variante von BASIC, was fest in dem ZX81 implementiert war.

Wenn man sich heute die Eckdaten von dem Zwerg ansieht, muss man an sich halten. Die meisten (smarten) Lichtschalter der heutigen Zeit haben mehr Hauptspeicher und sind leistungsfähiger. Folientastatur, 1 Kilobyte RAM (ja – Kilobyte, nicht Megabyte oder gar Gigabyte) und keine Möglichkeit zum Speichern von Inhalten. Wobei der Zwerg durch Ergänzungsmodule auf „gigantische“ 64 KByte RAM aufgerüstet werden konnte, was ich damals auch irgendwann gemacht habe. Und ich habe versucht, Daten mittels eines Kassettenrecorders mehr oder weniger erfolgreich zu speichern bzw. von gekauften oder kopierten Kassetten zu laden (es gab da vor allen Dingen ein Spiel, das ich geliebt, aber dessen Titel ich mittlerweile vergessen habe).

Alles in allem war das echte Computersteinzeit mit viel Bastelei und Stochern in einem vollkommen undurchdringlichen IT-Nebel, aber man hatte einen Computer, was Anfang der 80iger-Jahre im Privatbereich alles andere als üblich war. Und ich war noch in dem Alter, in dem man neuen Dingen aufgeschlossen gegenübersteht und aufnahmebereit für neue Ideen und Kenntnisse ist.

Ich verdanke dem ZX81 und damit auch seinem Erfinder also wesentliche Impulse meines beruflichen Werdegangs. Und ich hätte sogar gerne wieder aus sentimentalen Gründen einen ZX81.

I’ll be back

Maschine bleibt Maschine. Auch der Terminator ist eine Selbige – wie ein Bürostuhl. Wer intelligenter ist, ist die entscheidende Frage, aber hier irrelevant. Das Federbein von meinem Bürostuhl kam wieder an und der Zusammenbau war deutlich leichter als der Ausbau des Federelements, das nur mit Hilfe von Gewalt und einem Vorschlaghammer zu bewerkstelligen war.

Ich bin echt froh, dass ich wieder einem wirklich ergonomischen Bürostuhl habe. Obwohl mein Ersatzbürostuhl nicht wirklich schlecht ist, hatte ich es gestern nach der UML-Schulung im Rücken gemerkt. Hat teilweise in der Rückenmuskulatur richtig gekrampft. Das hatte ich auf dem KLIM-Gamerstuhl noch nicht gehabt.

Doppelte Verschiebung

Für Mittwoch hatte ich eine UML-Einzelschulung auf der Agenda. Remote und nur einen Tag, aber über Nacht ist der Teilnehmer krank geworden. Er hat um eine Verschiebung gebeten und da ich den Monat ziemlich flexibel bin, habe ich die auf den heutigen Donnerstag verschoben. Interessanter Weise ist aber auch mein wöchentlicher Entwickler-Tipp zu Python erst am heutigen Donnerstag freigeschaltet worden. Also gleich eine 2-fache Verschiebung. Im Entwickler-Tipp geht es um das Debuggen von Python-Quellcode in Visual Studio Code.

Quantensprung bedeutet Stillstand

Gerade wieder in den Nachrichten gehört, wie ein Beschluss als „Quantensprung“ bezeichnet wurde. Da bricht einfach der Physiker in mir durch, aber diese total sinnverdrehende Verwendung im Deutschen würgt mich. Kann man den Dummbeuteln nicht einmal erklären, dass so etwas wie ein Quantensprung die kleinste mögliche Änderung ist, die in der Natur vorkommen kann? De facto ist so etwas in der Quantenmechanik nicht einmal messbar, weil die Messung bereits eine Veränderung bewirkt. Quasi ist ein Quantensprung Stillstand – oder fast Rückschritt. Aber das kapieren offensichtlich gerade Politiker garantiert nie.

Brute force gewinnt

Anfang 2019 habe ich mir als hochwertigen Bürostuhl den KLIM Esports Gaming Stuhl gekauft. Eigentlich – wie der Name ja schon sagt – ein Gamer-Stuhl, aber ich dachte mir „Was für Gamer gut ist, ist auch für die Arbeit gut“. Der Stuhl ist wirklich klasse und eigentlich bin ich bisher hochzufrieden. Leider ist jetzt aber ein Defekt aufgetreten. Die Halterung des eigentlichen Stuhls in dem Fußkreuz  mit den Rädern ist mehr oder weniger „zerbröckelt“. Wenn man die Ummantlung anhebt, fallen Plastikstücke heraus und das Führungsrohr hat einen Riss. Der Stuhl wackelt in dem Sternkreuz mit den Rädern wie ein Kuhschwanz und ist so nicht mehr zu gebrauchen. Da der Stuhl ziemlich teuer war und entsprechend lange Garantie hat, habe ich mich an den Kundenservice gewandt und die haben sogar noch am Wochenende geantwortet. Nach ein bisschen Hin und Her und Begutachtung der Situation anhand von Fotos ist ein Austausch der Gasdruckfeder auf Garantie zugesagt worden. Einziges Problem – ich müsste diese von dem Sternkreuz und dem Mechanismus gelöst bekommen.

Dazu bräuchte ich nur einem Gummihammer und mehr oder weniger viel Kraft. Beides habe ich (Kraft auch – ich bin ja gerade erst Hessenmeister im Hammerwurf der Senioren geworden) und KLIM hat auch ein nettes kleines Erklärvideo geschickt, wo ich mit dem Gummihammer ein bisschen drauf klopfen soll, um die Gasdruckfeder entsprechend abzubekommen. Das sieht in den Video fast spielerisch aus.

Aus dem bisschen Klopfen mit dem Gummihammer wurden am Ende Gewaltschläge mit einem Vorschlaghammer, bis die Gasdruckfeder sich endlich an beiden Enden gelöst hat. Aus dem Sternkreuz habe ich sie noch mit einem normalen Hammer und einem Schraubstock bekommen (auch da schon nix von wegen ein bisschen Klopfen wie in dem Erklärvideo), aber bei dem oberen Haltemechanismus war einfach nix zu machen. Schon vorher habe ich die Gasdruckfeder in diverse Einzelteile zerlegt und erst unter Einsatz maximaler Gewalt mit dem Vorschlaghammer ist der Stuhl nun so befreit, dass die neue Gasdruckfeder wieder aufgenommen werden kann – wenn sie denn da ist. Gut nur, dass die restlichen Teile des Stuhls den Gewaltexzess anscheinend unbeschadet überstanden haben. Was für die Qualität des Stuhls spricht, aber auch wieder zeigt, dass Brute force Intelligenz weit überlegen ist. Und mein Krafttraining die vielen Jahre nicht umsonst war.

Strafwerbung

Hin und wieder daddel ich mit meinem SmartPhone. Ganz einfache Spiele wie Doppelkopf oder Solitär. Was da aber total stört, ist die permanente Strafwerbung. Teils in Verbindung mit brutal lauten Geräuschen. Klar – ich nutze die Apps kostenlos und es ist voll zu verstehen, dass sich die Apps dann über Werbung finanzieren. Aber muss diese Werbung als maximal Belästigung gemacht werden? Es kann weder im Sinn der Werbetreibenden noch der App-Anbieter sein, wenn diese Werbung als Bestrafung empfunden wird und nur noch extrem ärgert.

Lambda-Ausdrücke bei Iteratoren – der aktuelle Tipp aus meinem Tutorial zu Python

Heute waren die Kollegen bei LinkedIn Learning aber verdammt früh schon am Arbeiten, denn bereits vor 8:00 Uhr ist mein wöchentlicher Entwickler-Tipp zu Python schon veröffentlicht worden. Im aktuellen Tipp nehme ich mir den Einsatz von Lambda-Ausdrücken bei Iteratoren vor. Da zeigt sich eine der ganz großen Stärken von Python, denn diese Syntaxkonstruktion ist immens effizient.

Elektronische Zeitung – einfach nur „Wert“-los :-(

Ich bin kein Freund von elektronischen Zeitungen bzw, e-Paper/ePaper oder wie das genannt wird. Heute war bei uns ein Aushilfszusteller unterwegs und hat uns keine Tageszeitung eingeworfen. Früher wurde die nach einer Beschwerde einfach nachgeliefert, aber der Service wurde eingestellt. Es gäbe ja die e-Paper-Variante und die wurde zur Kompensation für heute freigeschaltet. Ist natürlich für den Verlag immens billiger so.

Wir haben die Tageszeitung dann auf dem Tablet angesehen und das macht einfach keinen Spass. Es fehlt alles, was das Lesen einer Tageszeitung am Morgen ausmacht. Total kleiner Text und klar – man kann einzelne Beiträge groß zoomen. Aber das ist einfach nicht das Gleiche. Eine Tageszeitung braucht den Eindruck der Gesamtübersicht, wo sich das Auge sprunghaft die interessanten Teile raussucht. Der Zwischenschritt des Zooms von einem Teil ist indiskutabel. Auch die Haptik fehlt komplett. Die ganze Angelegenheit wird damit im echten Sinn „Wert“-los.

Bei IT-Magazinen hole ich mir ab und zu mal alte Versionen, die kostenlos als e-Paper freigeschaltet wurden. Schon da war das für mich dann sowas wie eine kostenlose Webseite und darunter leidet auch der Content. Auch wenn es im Grunde der gleiche Inhalt ist – in der Form geht jeglicher Wert verloren. Einzig Schulungsunterlagen und Fachliteratur nehme ich davon aus, wobei ich auch da die gedruckte Version vorziehe.

Ich werde niemals für eine Zeitschrift in elektronischer Form Geld ausgeben. Auch wenn ich seit vielen Jahren IT-Profi bin. Oder vielleicht gerade deshalb – seriöse Information gehört gedruckt. Dann bezahle ich auch dafür.

»Herzlichen Glückwunsch! Dein Kurs gehört zu den beliebtesten Kursen des Jahres!«

Das war der Betreff der Mail aus Graz von LinkedIn Learning (LiL), die ich gerade bekommen habe. Inhalt war die Mitteilung, dass mein Kurs Python lernen vom 1.9. bis 15.10.2021 freigeschaltet ist und in der Kampagne »Beliebteste Kurse auf LinkedIn Learning« für den deutschsprachigen Raum vorgestellt wird. Na, da freue ich mich doch wie Bolle 🙂

Hier ist ein kurzer Abstract zu der besagen Kampagne von LiL:

Die Kampagne im Überblick

Wir befinden uns mitten im #GreatReshuffle, einer Zeit, in der Berufstätige ihre Karriere mehr denn je selbst in die Hand nehmen und sich in ihren aktuellen Unternehmen und in neuen Unternehmen neu positionieren. Deshalb sind wir besonders begeistert, nun bereits zum fünften Mal die jährliche Liste der beliebtesten Kurse bekanntzugeben. Damit helfen wir Lernenden, die richtigen Kompetenzen zu erwerben, um ihren nächsten Karrieresprung vorzubereiten.

Mehr als 5 Millionen Berufstätige haben die 20 beliebtesten Kurse dieses Jahr angesehen. Im Vergleich zum Vorjahr wurden weltweit 53% mehr Stunden für das Lernen aufgewendet. Um unseren Lernenden dabei zu helfen, die Kompetenzbereiche zu entdecken, die sie auf der Karriereleiter voranbringen, haben wir deinen Kurs bis zum 15. Oktober freigeschaltet.

 

Doppelschlag

Dieser Mittwoch bietet Anlass zur doppelten Freude :-).

  1. Mein regelmäßiger wöchentlicher Entwickler-Tipp zu Python ist da und behandelt diese Woche das Top-Level-Script-Environment. Dabei geht es darum, wie man die oberste Ebene einer Python-Anwendung zur Laufzeit identifizieren und wie man mit einigen magischen Elementen das Verhalten beim Aufruf steuern kann.
  2. Der zweite Anlass der Freude 😉 ist, das wieder einmal ein Buch bzw. Schulungsheft von mir erschienen ist. Beim Herdt-Verlag veröffentliche ich ja seit mehreren Jahren regelmäßig solche Schulungsunterlagen oder lektoriere manchmal auch fachlich andere Unterlagen. Einige Unterlagen sind dabei von Grund auf von mir, aber diverse habe ich irgendwann übernommen und aktualisiert.
    Das gerade erschienene Buch bzw. Schulungsheft zu Joomla! 4 ist so eines, was ich vor vielen Jahren (2015) schon übernommen und damals auf die Version 3 aktualisiert hatte. Nun hat sich die Entwicklung von Joomla! 4 jedoch ewig hingezogen, aber Ende August ist die neue Version endlich erschienen und wir sind damit just-in-time mit dem Buch zu Joomla! 4 auf dem Markt. Natürlich habe ich mit Vorversionen von Joomla! 4 gearbeitet, aber die waren schon so gut wie fertig und bei der Überarbeitung habe ich gegengeprüft. Genaugenomen hatte ich schon 2020 mit der Überarbeitung begonnen, weil ich mit einer Fertigstellung von Joomla! 4 in dem Jahr fest gerechnet hatte. Schon da war das Projekt weit hinter der Roadmap zurück. Aber nachdem sich die Verzögerung in der Fertigstellung nicht mehr in Tagen oder Wochen und eigentlich auch nicht Monaten, sondern eigentlich nur in Jahren spezifizieren lies, habe ich Ende 2020 die Überarbeitung erst einmal eingestellt. Zumal die Vorversion zu dem Zeitpunkt auch noch unausgereift waren, wie mir bei der Arbeit damals deutlich wurde. Diesen Sommer hatte ich aber sowohl wieder Zeit und auch die Vorversionen von Joomla! waren endlich soweit, dass das Erscheinen der Finalversion greifbar wurde. Und so sind wir wie gesagt mit dem heutigen Tag mehr oder weniger just-in-time fertig geworden :-).

Permanente Analyse von WhatsApp-Kommunikation zur Facebook-Werbung

Ich habe heute in Facebook Werbung für irgendeines Süßigkeit angezeigt bekommen, bei der auf Zucker verzichtet wird und stattdessen so ein chemischer Ersatzstoff zum Einsatz kommt. Vollkommen uninteressant für mich. Von dem Zeug habe ich auch vorher noch nie wirklich gehört und auch sonst rein gar nichts damit zu tun gehabt – außer, dass mein Sohn einige Minuten davor in unserer Familiengruppe bei WhatsApp den Namen dieser süßen Chemiekeule erwähnt hatte. Und prompt bekomme ich Werbung dafür.

Was man als Zufall abtun könnte, wäre es nicht vor einigen Tagen schon mal genauso passiert. Ein Familienmitglied hat sich unterwegs durch einen Stich eine Blutvergiftung geholt und musste spät in der Nacht noch im Krankenhaus behandelt werden. Das wurde in der Familiengruppe per WhatsApp an mich geschickt und am Morgen habe ich Werbung in Facebook für eine Sendung erhalten, in der es um genau diese Art einer Blutvergiftung ging. Auch da gab es NullKommaNichts an Berührungspunkten, warum der Kram mir präsentiert werden sollte.

Es ist also für mich zu 100% sicher, dass alle WhatsApp-Kommunikation live ausgewertet und unmittelbar in Werbung und manipulierte Nachrichten in Facebook überführt wird. Ich wollte es nicht wahrhaben, aber ich muss wohl dringend WhatsApp abschießen.

Das war es mal wieder

Ich bin fertig mit meiner Aufnahmesession für LinkedIn Learning. Ich habe ein Training rund um Neuheiten bei Java auf den neusten Stand gebracht, bei dem mittlerweile zwei Versionsupdates erfolgt sind, und ein vollkommen neues Training eingespielt. Dabei stehen Kryptografie und Steganografie mit Python sowie diverse Themen rundherum im Fokus.

In der letzten Zeit hatte ich oft Adaptionen von Trainings gemacht oder Trainings zu Themen, die von LiL an mich herangetragen wurden. Und natürlich meine Serie mit wöchentlichen  Entwicklers-Tipp zu Python.

Aber das neue Training ist vollkommen auf meinem Mist gewachsen. Ich hatte irgendwann die Idee, mich mit dem Thema aus Sicht von Python zu beschäftigen und dann aus Lust und Laune ein paar Scripts vor mich hinprogrammiert. Nachdem ich diese Scripts fertig hatte, kam mir die Idee, dass man daraus doch ein komplettes Training machen könnte. Mehr dazu kommt, wenn das Training produziert und veröffentlicht ist.

MRO

Auch wenn meine aktuelle Aufnahmesession für LinkedIn Learning noch am Laufen ist, erscheint dennoch regelmäßig mein wöchentlicher Entwickler-Tipp zu Python. Der aktuelle Tipp hat die Method Resolution Order oder kurz MRO zum Thema. Die Method Resolution Order bezeichnet die Reihenfolge, in der Python nach einer Methode in einer Hierarchie von Klassen sucht. Insbesondere spielt das eine wichtige Rolle im Zusammenhang mit der Mehrfachvererbung, wenn eine Methode in mehreren Superklassen zu finden ist. Mit MRO beziehungsweise Method Resolution Order bezeichnet man den Suchpfad von Python nach Methoden.

Start meiner neuen Videoaufnahmen

Müde bin ich, Kängeruh …

Ich bin schon gestern Abend ziemlich spät noch nach Eppstein gefahren, um dem befürchteten Verkehr heute morgen wegen des Zug-Streiks zu entgehen. Bereits vor 8:00 Uhr hebe ich dann heute mein Testvideo aufgenommen und zur Kontrolle hochgeladen. Wenn das Go aus Graz kommt, starte ich meine neue Aufnahmesession für LinkedIn Learning dann richtig.

Bis dahin gehe ich jetzt erst einmal einkaufen, um für die kommende Aufnahmewoche versorgt zu sein. Ich bin sowieso noch nicht richtig in Gang gekommen und ein kleiner Spaziergang tut da zudem gut.

Die Serie wird fortgesetzt

Wie bei regelmäßigen Ausstrahlungen von TV-Sendungen geht auch mein wöchentlicher Entwickler-Tipp zu Python bei LinkedIn Learning jede Woche „auf Sendung“. Fast immer am Mittwoch (wie heute), aber gelegentlich gibt es kleine Verzögerungen. Was aber irrelevant ist. Die Woche geht es darum, wie man innerhalb von Python-Klassen weitere Klassen deklarieren kann. Wie die meisten objektorienterten Programmiersprachen gestattet auch Python die Deklaration von sogenannten inneren oder eingebetteten Klassen (nested classes bzw. inner classes).

C#-Schulung

Die komplette kommende Woche halte ich wieder einmal eine C#-Schulung für einen Stammkunden. Immer noch remote. Das wird wohl noch einige Zeit so weiter gehen. Meine 2 Wochen in Hamburg im Oktober sind – soweit ich das bisher kommuniziert bekommen habe – auch schon wieder auf remote umgestellt. Es sieht so aus als würde ich dieses Jahr komplett online schulen (von der Einzelschulung über 3 Tage im Mai in meinen eigenen Räumen in Eppstein abgesehen).

Ausführbare Programme mit PyInstaller – mein neuster Entwicklertipp

Mein wöchentlicher Entwickler-Tipp zu Python bei LinkedIn Learning kümmert sich darum, wie man aus Python-Skripten ausführbare Programme mit dem PyInstaller erstellt. Das erleichtert die Weitergabe, denn nicht in jedem Fall hat ein Anwender eine passende Python-Installation zur Verfügung und oft haben Scripts auch Abhängigkeiten. Da genügt es nicht, einfach nur das Script weiterzugeben, es müssen gegebenenfalls auf der Plattform des Anwenders auch Abhängigkeiten erfüllt sein. Und in diesem Fall macht es sehr viel Sinn, eine ausführbare Datei mit allen notwendigen Ressourcen zu erzeugen. Und PyInstaller ist ein Tool, womit man das machen kann. Es gibt dieses Tool für Windows aber auch Mac OS und Linux.

Apples moderner Hexenhammer oder „Schlagt sie alle tot, Gott kennt die Seinen“

Es ist schon fatal, wie die Art eines Berichts das Urteil über ein Geschehen manipulieren kann. Heute stand in einer fachlich vollkommen unbeleckten Tageszeitung ein Beitrag mit der Überschrift

Apple geht gegen Kinderpornografie vor

Der Beitrag selbst war dann wohl rein das, was die Pressevertreter von Apple vorgegeben haben. Und Lieschen Müller denkt sich so etwas wie:

Gut so. Endlich macht einer was.

Nur gestern habe ich zum gleichen Thema (dessen Brisanz mir bisher vollkommen entgangen war – mea culpa) in einer Fachzeitschrift schon einen Beitrag gelesen. Da klang das ganz anders. Die Überschrift wurde bis heute geändert, aber zuerst stand da:

Apple – lasst den Scheiss

Und jetzt:

Totalüberwachung durch die Hintertür – Apples fataler Sündenfall

Die Kommentare im Forum dazu laufen Sturm gegen Apple. Denn was Lieschen Müller aufgrund der unreflektierten Wiedergabe der Apple-Meldungen in Tageszeitungen oder anderen Belanglosmediem gut findet, wird von Fachleuten als Dammbruch und fataler Präzedenzfall für eine Totalüberwachung gesehen. Unter dem Deckmantel des Kinderschutzes.

Es ist immer die gleiche Vorgehensweise, wenn man Menschenrechte einschränken, bestimmte Gruppen vernichten oder allgemein seine eigenen Ziele gegen andere Interessen durchsetzen will. Man schiebt ein Thema vor, gegen das niemand etwas haben kann, und vernichtet dann das Ziel mithilfe dummer Mitläufer.

  • Das Wetter ist schlecht und die Ernte verdorben. Das waren Hexen. Die müssen wir verbrennen, denn wir wollen doch alle, dass das Wetter wieder besser wird und niemand verhungert. Dagegen kann doch niemand etwas haben, der keine Hexe oder Hexer ist.
  • Alle Katharer sind Ungläubige und wer kein Ungläubiger ist, muss sie im Namen der Kirche richten.
  • Die Hugenotten sind Schuld am Unglück Frankreichs.
  • Wer kann denn gegen den Kampf gegen Kinderpornografie sein? Wer nichts zu verbergen hat … 🙁

Leider gibt es auch in Deutschland diverse Beispiele, wie man so vorgegangen ist. Gerade im 20. Jahrhundert.

Die Fachleute und Datenschützer laufen glücklicherweise Sturm gegen diesen Angriff von Apple, der von diesen u.a. als verteilte Massenüberwachung unserer Telefone und Laptops bezeichnet wird, mit dem jeder Überwachungsstaat unkontrollierbar permanent im System verankerte Wanzen nutzen kann.

Es soll zwar angeblich nur nach kinderpornografischen Inhalten gesucht werden, aber das wird man in China, Nord-Korea oder Belarus auch garantiert beachten. Um so Inhalte zu finden, müssen alle (!!!) Daten permanent analysiert werden. Egal ob in der Cloud oder auf allen lokalen Datenträgern. Es wird keine Unterscheidung von noch privaten Inhalten und zu analysierenden Inhalten geben. Es wird einfach alles gescannt.

Und es ist sicher, dass die Begehrlichkeiten auch bei Staaten, die nicht als Diktaturen gesehen werden, wachsen. Die Liste kann um die Suche nach Terroristen, Menschenhändlern, Drogen-Dealern, organisierten Verbrechern, Querdenkern, Whistleblowern, kritischen Journalisten, Menschenrechtlern, beliebig erweitert werden. Und dann werden auch Hacker und Verbrecher diese Techniken vermutlich in Null-Komma-Nichts nutzen können.

Das Horrorszenario läuft völlig aus dem Runder, wenn andere Firmen nachziehen müssen, weil Staaten irgendwann diese komplette Überwachung gesetzlich vorschreiben. In Ländern wie China, Belarus, etc. werden Bürger vielleicht irgendwann gezwungen, ständig online zu sein und letztendlich einen Apple-Chip unter die Haut implantieren zu lassen.

Hat das Apple nicht einkalkuliert oder nur ignoriert? Oder findet es vielleicht sogar ok?

Schreibstube geschlossen

Ich bin mit den Aktualisierungen einer Schulungsunterlage als auch dem Buch erst einmal fertig. Ging schneller als erwartet. Es wird garantiert noch nachträgliche Korrekturen geben – vor allen Dingen beim Buch, das ich eben erst frisch abgegeben habe. Aber erst einmal ist die Schreibstube wieder geschlossen. Nächste Woche bereite ich neue Videoaufnahmen für LiL vor, aber vor deren Beginn steht noch in der übernächsten Woche eine C#-Schulung an. Wie im Moment immer remote.