Server down

Na sowas – sämtliche Web-Domains von mir waren eben down. E-Mail-Server und Plesk waren aber alive. Ob es dem Webserver auch zu heiss ist? Neustart des gesamten V-Servers hat das Problem (erst einmal) gefixed.

In the heat of the office

 

Jedes Jahr der gleiche Müll – die Temperaturen explodieren und in den Medien jubeln sich die Moderatorinnen einen Wolf, wie geil doch über 30 Grad sind. Nun nein – ich habe nicht gegendert, denn es sind vor allen Dingen solche Medien-„Weiber“ (das soll (!) abwertend sein), die solche hysterischen Wonnerufe absetzen.

Aber ich habe das Gefühl, dass diese medialen Hitze-Fans glücklicherweise weniger werden. Vielleicht bekommt langsam auch der letzte bezahlte Gute-Laune-Verbreiter mit, dass gerade Corona-bedingtes Homeoffice ohne die übliche Klimaanlage des Büros bei Hörern und Zuschauern das Verständnis für diese aufgegeilte Hitze-Hysterie schwinden lässt.

Da ich mein Büro unter dem (nicht-isolierten) Dach des Hauses habe, brechen bei mir bei solchen Bedingung immer rekordverdächtige Temperaturen aus, die ich seit 3 oder 4 Jahren mit einem kleinen mobilen Kühlgerät soweit zu bändigen zu versuche, dass mir nicht die Tastaturen schmelzen oder das Papier im Büro sich selbst entzündet.

Das kleine Teil war ziemlich billig, schafft aber ganz gut Temperaturen weg. Zwar brutal laut, aber in den letzten Jahren hat es in der Spitze gut 10 bis 15 Grad im Büro weggenommen. Statt 45 – 55 Grad (Innentemperatur – das erreiche ich ohne Kühlung bei voller Sonne am Tag und 35 Grad Aussentemperatur locker) ging es in der Spitze dann auf etwa 35 – 40 Grad im Büro runter. Und analog, wenn es draußen noch etwas humaner war. Im Moment schaffe ich es, die Temperatur bis zum frühen Nachmittag im Büro noch bei etwa 25 Grad zu halten. Da kann man gerade noch arbeiten und ich hoffe inständig, dass der Kühl-Brüll-Würfel den Sommer durchhält.

Und wenn es gar nicht mehr geht, geht es kurz zur Abkühlung in den „Pool“.

SFTP-Einstellung – die Nachwehen vom Server-Umzug

Ich bin bereits vor einigen Monaten mit meinem Server bzw. V-Server umgezogen, aber einige Sachen sind noch immer nicht ganz aufgeräumt bzw. vollständig eingerichtet. Etwa der FTP-Zugang. Ich habe aus Sicherheitsgründen sowieso mittlerweile (weitgehend) auf SFTP umgestellt, aber genau da gab es Probleme.

Als root konnte ich mich mit SFTP einloggen, aber die Dateien und Verzeichnisse nur ansehen und nicht runterladen bzw. irgendetwas hochladen. Bei ein paar Verzeichnissen bzw. Domain hat FTP funktioniert – mit verschiedenen Usern, bei anderen nicht. Und SFTP ging mit anderen Usern gar nicht. Aber ich konnte den zentralen Fehler irgendwann identifizieren.

ERROR: Received unexpected end-of-file from SFTP server

Die Suche danach in Internet hat zur Lösung geführt. Auch wenn die bei mir etwas anders gelagert war als in den Quellen beschrieben. Aber im Kern war es das – in der Konfiguration des SSH-Daemons gab es ein Problem. Da wurde was bei der Installation des V-Servers durch den Provider nicht ganz korrekt konfiguriert.

Ein Lösungsvorschlag war, in der Datei /etc/ssh/sshd_config nach dem folgenden Eintrag zu suchen:

# Subsystem sftp /usr/lib/openssh/sftp-server

Auskommentieren beibehalten und das folgende ergänzen, war der Tipp:

Subsystem sftp internal-sftp

Dumm nur, dass der Kommentar bei mir nicht gesetzt war. Das SFTP-Subsystem war also schon aktiv.

Eine andere Quelle hat die Zeile genannt:

Subsystem sftp /usr/libexec/openssh/sftp-server

Und das hat mich zu der Lösung geführt, die für meinen Server gepasst hat. Denn diese Pfadangabe gab es bei mir nicht. Folge – ich habe verstanden, was es dem ersten Fall mit dem Verweis auf das interne SFTP auf sich hat.

Die Lösung bei mir war, den SFTP-Server von OpenSSH auszukommentieren, auf das interne SFTP umzustellen und dann mit

service sshd restart

den SSH-Daemon neu zu starten.

Jetzt scheint der Zugang mit SFTP bei allen Domains bzw. allen eingerichteten Usern zu funktionieren.

Gulp.js: Workflow in Webprojekten

Zur Zeit habe ich ja jede Woche die Veröffentlichung eines neuen  Entwicklertipps der Woche zu Python bei LinkedIn Learning (LiL) zu vermelden.

Aber es werden zusätzlich immer wieder vollständige Videotrainings publiziert. Natürlich nicht wöchentlich, sondern in unregelmäßigen Intervallen – halt gerade so, wie ich komplette Trainings aufgenommen habe und diese bei LiL fertig produziert wurden.

Jetzt ist es wieder soweit – Gulp.js: Workflow in Webprojekten ist da. Wieder eine US-Adaption eines Trainings. Das Original ist von meinem amerikanischen Kollegen Ray Villalobos konzipiert worden.

Es geht um die Optimierung des Erstellens von Websites. Denn so etwas ist im Laufe der Jahre ein ziemlich komplizierter Prozess geworden. Man erstellt nicht nur mehr einfach HTML-, CSS- und/oder JavaScript-Dateien. Oft verwendet man zusätzlich Tools wie CSS-Prozessoren wie Sass, um vor allen Dingen auch mit älteren Browser kompatibel zu sein.
Diesen Prozess der Webseiten-Erstellung kann man mit einem Tool namens gulp.js verwalten und optimieren. Damit gibt es eine konsistente, einfach zu verwendende Sprache auf Basis von JavaScript für die Erstellung und Verwaltung gängiger Aufgaben. In diesem Kurs geht es um die Konzepte hinter gulp.js.

Webseitenerstellung mit gulp.js optimieren aus dem Kurs „Gulp.js: Workflow in Webprojekten“ von Ralph Steyer und Ray Villalobos

Mittwoch – mit 2 regelmäßigen Events

Es ist Mittwoch und da stehen bei mir 2 regelmäßig auftretende Ereignisse an. Bereits seit Jahrzehnten ist Mittwochs der Probetermin meiner Band. Zwar Corona-bedingt die letzte Zeit nur virtuell mit JamKazam, aber ab heute stellen wir wieder um.

Nicht ganz so lange, dass man das – wie bei der Bandprobe – „traditionell“ nennen kann, gibt es aber als 2. Event regelmäßig neuen IT-Content.  Aber nun doch schon mehrere Monate wird Mittwochs ein neuer  Entwicklertipp der Woche zu Python bei LinkedIn Learning (LiL)  veröffentlicht. Diese Woche geht es um den Einsatz von Default-Parametern beim Aufruf einer Funktion.

Defaultparameter aus dem Kurs „Python-Entwicklertipps: Jede Woche neu“ von Ralph Steyer

Corona-App deinstalliert :-(

Gerade geht es durch die Medien, dass die Corona-App die QR-Codes von Impfungen versteht und man da seine Impfung digital mit sich führen kann. Gerade ausprobiert. Funktioniert (natürlich) nicht. Das Dreckding taugt keinen Schuss Pulver. Also deinstalliert. Vielleicht hätte ich die Entwicklung einer gescheiten Corna-App meinen Studenten als Semesterarbeit aufgeben sollen. Die hätten garantiert was Besseres hinbekommen.

Edit: Ich habe erst nach der Deinstallation herausbekommen, dass der QR-Code von meiner Impfung am Wochenende gar nicht für den digitalen Impfpass geeignet ist. Mein normaler QR-Scanner zeigt diverse Informationen zu der Impfung an, aber die Corona-App hat den QR-Code eben gar nicht erkannt oder irgendetwas angezeigt. Dann hätte ich das bemerkt. Obwohl meine erste Interpretation der (Nicht-)Reaktion der Corona-App von falschen Tatsachen ausgegangen war, ist das Fazit wohl richtig – ein Schrott-Produkt.

Überhaupt scheint auch der digitale Impfpass wieder eine untaugliche Fehlgeburt zu werden. Zum einen gibt es totale Verwirrung, was die Sache Interessenten kosten soll. Eben lese ich in der Zeitung, die Angelegenheit wäre für Bürger kostenlos. Und nachdem ich aus Frust über die grauenvoll Corona-App mich im Internet zu dem digitalen Impfpass schlau gemacht habe, haben zig Leute behauptet, die Apotheken (wo man die bisherigen QR-Codes in angeblich nutzbare QR-Codes erst umwandeln lassen muss) würden für diese angeblich kostenlose Sache 18 (!) EUR verlangen. Um einen lächerlichen QR-Code zu erzeugen. Malen die den von Hand oder was? So einen Stundenlohn würde ich gerne mal ansetzen.

Überhaupt – was ist denn das Problem bei der Sache? Name und Personr erfassen, mit den eingescannten bisherigen Daten des QR-Codes (da ist alles drin – vom Impfstoff bis zum Datum) kombinieren und mit einem digitalen Zertifikat (was weiß ich – RSA-Signatur oder sowas) halbwegs absichern. Das ist sowohl von der Programmierung der App als auch dem Management Pippifax. Sowas macht man im täglichen IT-Leben ständig. Und kommt mir nicht mit großen Datenmengen und Organisation. Selbst wenn 80 Millionen Personen so verwaltet werden müssten – bei den 100 – 200 Byte, die ein Datensatz maximal bräuchte, kommt man over-all nicht an die Datenmengen ran, die eine durchschnittliche Versicherung jede Nacht durchnudelt.

Die offiziellen Stellen bekommen es einfach nicht hin.

Und nochmal Brand Awarness-Kampagne von LinkedIn Learning

Wenn das so weiter geht, kann ich bald nicht mehr durch die Gassen gehen, ohne Autogramme geben zu müssen ;-).

Nachdem Kurse von mir in der ersten großen Brand Awarness-Kampagne für die DACH-Region (Deutschland-Österreich-Schweiz) von LinkedIn Learning (LiL) in dem einen Video auf Youtube sogar direkt im Fokus standen, bin ich auch in dem allgemeineren Video, das sich nicht an eine bestimmte Zielgruppe richtet, im Hintergrund eine Weile präsent. So von 0:10 – 0:14 im Zeitindex. Die 4 Sekunden sind schon knapp, aber immerhin und das Video hat schon jetzt gewaltige Besucherzahlen.

 

Mein Training in der Brand Awarness-Kampagne von LinkedIn Learning

Oha!

Da kann ich wohl mächtig stolz drauf sein :-).

Die erste große Brand Awarness-Kampagne für die DACH-Region (Deutschland-Österreich-Schweiz) von LinkedIn Learning (LiL) ist live!

Und Kurse von mir wurden ausgewählt, um mit in diesem Video die Kampangne zu bewerben. M.a.W – der Trailer von meinem Grundlagenkurs zu Python läuft im Hintergrund und im Text wird der JavaScript-Kurs beworben. Dieses Video ist Teil einer Anzeigenkampagne von LiL auf YouTube, Facebook, Instagram, dem weitere folgen sollen.

Motto für die Zielgruppe ist es, die eigene Karriere mit Hilfe von LinkedIn Learning zu fördern und weiterzubringen.

Operation Trojanerschild

Gerade geht die Meldung durch die Medien, dass Polizei-Behörden weltweit einen gigantischen Schlag gegen das organisierte Verbrechen durchgeführt haben. Die Sache liest sich wie ein (unglaubwürdiger) Thriller.

Das FBI konnte verschlüsselte Chats auf Mobiltelefonen jahrelang in Echtzeit mitlesen, da in dessen Auftrag extra präparierte Krypto-Handys und ein Dienst namens „AN0M“ in den kriminellen Kreisen in Umlauf gebracht wurden. Das Lustige dabei ist, dass die Behörden wohl verdeckt die Handys an Verdächtige verteilt und dabei eine künstliche Verknappung suggeriert haben, die zu einem „Haben-Will“-Effekt bei den Kriminellen geführt hat. Die Handys wurden nur auf Empfehlung von einem Kriminellen zum anderen Kriminellen verbreitet. Als da die ersten schweren Jungs*innen dem Trojanerschild auf dem Leim gegangen waren, war die Tür in die Unterwelt für die Behörden offen. Zig Kriminelle wollten das ach so sichere und tolle Krypto-Handy samt dem sicheren Dienst auch haben und so wurde die Sache zum Selbstläufer. Kennt man von Apple & Co.
Die ganze Operation Trojanerschild ist verdammt gut und trickreich eingefädelt worden und ich finde es auch gut, dass der Schlag gegen die organisierte Kriminalität so erfolgreich war.

Aber die Sache zeigt, wie „einfach“ Datensicherheit ausgehebelt werden kann und welche Möglichkeiten Organisationen haben, wenn sie denn wollen und sich das Ziel lohnt. Vielleicht denkt man da auch mal an Dissidenten und Regimekritiker in totalitären Ländern. Warum wurde doch gleich das Flugzeug zum Landen in Belarus gewungen? Und was ist mit Edward Snowden, Julian Assange und vielen anderen weniger populären Personen, die irgendwelchen Regimen auf den Keks gehen? Ein zweischneidiges Schwert – wie eigentlich immer.

Fahrerflucht

Am letzten Mittwoch oder der Nacht zu Donnerstag ist mir jemand in mein Auto gefahren und dann hat der Knabe (oder Knabe*in) Fahrerflucht begangen :-(.

So ganz sicher bin ich nicht, wann und wo das passiert ist, da ich den Schaden erst am Donnerstag gegen die Mittagszeit in Bodenheim bemerkt habe.

Infrage kommen zwei Stellen.

Entweder als ich bei Usingen zum Gleitschirmfliegen am Wald geparkt oder als ich dann in der Nacht in meinem Zweitbüro Eppstein übernachtet hatte.  Am wahrscheinlichsten erscheint mein Parkplatz in Eppstein. Da parke ich mit der Front nach unten und wer da die Strasse zu weit hochfährt, muss rückwärts wieder runter fahren. Wer in meiner Einfahrt wenden will (was eigentlich unmöglich ist), kommt aber auch rückwärts die Strasse runter. In beiden Fällen kommt das andere Auto tief mit dem Heck rückwärts voran und mein Auto parkt da mit der Schnauze tiefer als das Heck. Das würde zum Schadensbild passen. Eventuell wurde auch mit einer Anhängerkupplung den unteren Kotflügel berührt. Da ist eine ziemlich dicke Delle oberhalb vom linken Nebelscheinwerfer. Zudem ist die Abdeckung der Spritzdüse für den linken Scheinwerfer ab und bisher habe ich noch nicht raus, ob die Düse selbst beschädigt ist.

Da ich das Auto als Geschäftswagen nutze und – wenn die Kosten hoch sind – den Schaden meiner Versicherung melden wollte, habe ich natürlich Anzeige gegen Unbekannt gestellt. Vermutlich bleibe ich aber auf den Kosten sitzen, denn ich habe weder Hoffnung, dass der Verursache ermittelt wird, noch lohnt sich wahrscheinlich das Einreichen bei meiner Versicherung, da ich eine hohe Eigenbeteiligung habe.

Ich hatte gestern Kontakt mit einer Werkstatt aufgenommen und dort wurde aufgrund der Fotos geschätzt, dass die Beseitigung des Schadens am Kotflügel ohne die Waschanlage 480 EUR + MwSt kosten würde. Abschrauben, ausbeulen, neu lackieren. Das erschien mir absolut unverhältnismäßig und nach einigen Tipps im Internet habe ich es sogar selbst geschafft, die Eindellung einigermassen zu beseitigen.

Da es sich um Kunststoff handelt, habe ich mich unter das Auto gelegt, die Stelle mit einem Infrarot-Strahler heiß gemacht und mit ziemlichen Verrenkungen und Gefummel von innen wieder rausdrücken können. Ohne Abschrauben von irgend etwas noch großen Schäden am Lack. Ausser kleinen Spuren am Lack und leichten Verformungen ist nichts mehr zu sehen.  Früher habe ich an meinen Enten auch viel geschraubt, aber an den neuen Autos mache ich sonst nichts mehr selbst. Nur wenn ich die knappe halbe Stunde Aufwand im Vergleich zu den geschätzten Kosten auf einen Stundensatz hochrechne, wird mir schwindlig. Manchmal lohnt es sich doch noch, bei so Sachen selbst Hand anzulegen 🙂 – auch wenn ich wirklich kein begabter Schrauber bin und/oder war.

Allerdings habe ich wie gesagt noch keine Informationen, ob die Düse bzw. Waschanlage des Scheinwerfers beschädigt ist. Die Abdeckung muss auf jeden Fall ersetzt werden. Aber im Grunde gehe ich nach meiner Eigenaktion von einer Bagatelle aus und bereue es fast, mit meiner Anzeige die Polizei belästigt zu haben.

Doppel-Mesh

Durch den Glasfaser-Anschluss hat sich die Situation hinsichtlich des Internet-Zugriff in meinem „Hauptbüro“ in Bodenheim merklich entspannt. Gestern hatte ich an der Workstation parallel zwei Streams von den Finals laufen,  nebenher im Internet normal gearbeitet und auch im restlichen Haus war Betrieb im Internet. Alles ganz smooth und ohne Hänger.

Allerdings war in den letzten Tagen in den oberen Stockwerken (also vor allen Dingen in meinem Büro) das WLAN-Signal immer wieder temporär etwas schwach, da ich die Fritz!Box 7590 im Erdgeschoss und Fritz Repeater 2400 im 2. Stock positioniert habe. Auch die Test-App für eine optimale Positionierung des Repeaters hat empfohlen, diesen näher an den Router zu verschieben. Was in meinem Fall aber nicht geht, weil ich die wichtigsten Geräte im Büro per Ethernet an den Repeater angeschlossen habe, um damit eine sogenannte WLAN-Brücke aufzubauen. Dabei sind Router und Repeater wie vorgesehen per WLAN gekoppelt, aber an den Repeater ist per Ethernet meine Gigabit Switch gekoppelt. Damit sind alle wichtigen Geräte im Büro per Kabel verbunden und ich brauche weder weitere WLAN-Adapter noch verliere ich die Ethernet-Performance im lokalen Netz. Zudem liefert diese Konstruktion im Büro die maximale Internet-Geschwindigkeit ohne wesentlichen Verlust oder Latenz – wenn denn das WLAN-Signal stark genug im 2. Stock ankommt. Und das war eben nicht immer der Fall und auch in einigen Ecken im 1. Stock war das Signal zu schwach.

Nun ist es ein zentraler Vorteil eines Mesh, dass Router und Repeater optimal aufeinander abgestimmt sind und mit einer gewissen Intelligenz und ohne Verluste, wie bei einem „normalen“ Repeater-Konstrukt, die WLAN-Signale verbreiten. Wichtiger noch – man kann mehrere Repeater in einem solchen Mesh verwenden und bekommt trotzdem keine Verluste bei Performance und Latenz. Nur eine bessere Reichweite.

Daher habe ich mir noch einen Fritz Repeater 2400 geholt (günstig als Rücksendung im Amazon-Marktplatz geschossen) und den im 1. Stock zwischengeschaltet.

Interessanter Weise hat das erst einmal keinerlei Verbesserung gebracht. Aber dem Problem kam ich schnell auf die Spur. Der Repeater im zweiten Stock hat sich mit dem Router im Erdgeschoss verbunden und dann das Signal zum Repeater im 1. Stock weitergereicht. Das hat natürlich nix gebracht.

Einfache Optimierung – entweder umkonfigurieren oder (was ich gemacht habe) den Repeater aus dem 2. Stock in den 1. Stock verlagern und den neuen Repeater in den 2. Stock positionieren. Dann noch das LAN-Kabel wieder an den Repeater in Stockwerk 2 und das Doppel-Mesh hat jetzt überall ein starkes WLAN-Signal geliefert.

Stack Overflow aufgekauft

Wow – Stack Overflow wurde für eine gigantische Summe von angeblich 1,8 Milliarden Dollar von einem Investor aufgekauft. Angeblich soll man den Dienst wie gehabt nutzen können, aber ein Investor will Geld sehen. Mal schauen, wie sich das auswirkt.

Da isser ja

Eigentlich hätte mein Entwicklertipp der Woche zu Python schon am Mittwoch veröffentlicht werden sollen, denke ich. Die Webseite bei LinkedIn Learning (LiL) hatte für den Kurs auch eine Aktualisierung am Mittwoch angezeigt, aber es wurde noch der Tipp von letzter Woche als neuster Tipp angezeigt. Da war wohl mit der Freigabe der etwas schiefgegangen, aber jetzt ist der neue Tipp da. Es geht diese Woche um variable Parameter einer Funktion.

Buch-Zeit

Soweit ich mich erinnere, wollte ich schon als Kind Schriftsteller bzw. Autor oder Journalist werden. Ich habe über die Jahre zwar nie – wie erträumt – Science Fiction-, Fantasy- oder sonstige Prosa-Bücher geschrieben, aber mittlerweile fast mehr IT-Fachbücher als ich zählen kann – von den ganzen zusätzlichen Schulungsunterlagen und Zeitungsartikeln ganz zu schweigen. Mein Regal mit meinen Belegexemplare bricht fast auseinander, obwohl die Belegexemplare nicht vollständig sind.

In der letzten Zeit hat das Schreiben von Büchern aber  nachgelassen. Stattdessen konzentriere ich mich verstärkt auf Videoproduktionen.

Aber die nächsten Wochen habe ich Freiraum und da gehe ich die Überarbeitung von einem Buch und einer Schulungsunterlage an. Ich werde also mal wieder als Autor aktiv.

Das Buch ist aus 2013/2014 und braucht dringend ein paar Updates und bei der Schulungsunterlage geht es um ein CMS, für das nun nach einigen Jahren Verzögerung wohl doch die neue Version endlich erscheinen wird.

 

WLAN Mesh & WLAN-Brücke mit dem Repeater

Nachdem ich eine Weile mit der neuen Fritz!Box 7590 und dem Fritz Repeater 2400 experimentiert habe, habe ich eine Position für den Repeater gefunden, bei dem der WLAN Mesh im ganzen Haus eine halbwegs stabile Performance liefert. Allerdings erreiche ich gerade im hinteren Teil meines Büros auch im optimalen Fall nur etwa 80% der theoretisch möglichen Internet-Geschwindigkeit von dem neuen Glasfaseranschluss. Das hat mich gewurmt, denn ich habe den Anspruch, dass mir im Haus der Alpha-Zugang zusteht. Ich kann es nicht akzeptieren, dass im Wohnzimmer oder der Küche das Internet schneller ist, nur weil das im Erdgeschoss und mein Büro der 2. Stock ist. Wo kommen wir denn da hin?

Nun hat der Repeater auch einen Ethernet-Anschluss und damit kann man eine sogenannte LAN-Brücke aufbauen, bei der Router und Repeater per Ethernetkabel verbunden werden und dann strahlen beide das WLAN ab. Bei einem Mesh kann man damit wohl richtig gut die Ausdehnung des WLAN erweitern, wenn die Geräte weit genug auseinander gestellt werden.

In meinem Fall habe ich aber eine sogenannte WLAN-Brücke aufgebaut. Dabei sind Router und Repeater wie vorgesehen per WLAN gekoppelt, aber an den Repeater schliesst man per Ethernet ein Gerät an. Das habe ich mit meiner Gigabit Switch gemacht und an die wie gehabt alle Geräte im Büro per Kabel. Resultat – ich brauche keine weitere WLAN-Adapter und zudem liefert diese Konstruktion im Büro die maximale Internet-Geschwindigkeit. So gut wie kein Verlust und auch die Latenz ist super. Router und Repeater sind auch über WLAN quasi ohne Verlust verbunden (die beiden Geräte sind ja explizit aufeinander abgestimmt) und durch das schnelle Ethernet geht das verlustfrei an die Endgeräte.

So ist das nach meiner derzeitigen Auffassung eine perfekte Anordnung für meine Zwecke und die vergleichsweise lahmen 50 Mbit/s bzw. 10 Mbit/s von dem neuen Glasfaseranschluss fühlen sich extrem fix an. Auch wenn die reinen Zahlen dagegen sprechen – das ist gefühlt fast so schnell wie mein DSL100-Anschluss im Eppsteiner Büro. Im Moment bin ich voll zufrieden damit – was ein bisschen entschädigt für den bisherigen Ärger mit dem Glasfaseranschluss.

Habemus Glasfaser

Ich habe schon nicht mehr daran geglaubt, aber seit heute gegen 12:00 Uhr gibt es an meinem Standort in Bodenheim funktionierend einen Glasfaseranschluss. Die Sache war bisher eine wahre Horrorstory. Im November 2019 (!) habe ich den Vorvertrag mit EWR abgeschlossen. Es war dabei klar, dass es noch bis August 2020 dauern wird, bis die Glasfaserleitungen verlegt sind. Das war mir egal, weil mein damaliger Providervertrag erst zum März 2021 gekündigt werden konnte. Aber dass die Sache sich dann noch ewig hinziehen würde und sich eine Panne an die nächste reihen sollte, hätte ich nie erwartet.

Die Kabel kamen erst im Januar 2021 im Keller an, aber immerhin noch 2 Monate vor der geplanten Freischaltung. Aber dann wurden wir einfach im Regen stehen lassen. Nichts ist passiert, der alte Providervertrag, der von EWR gekündigt werden sollte, wurde nicht rechtzeitig gekündigt und bei uns im Haus ist ein nicht weitergegangen. Mehrere E-Mails an EWR haben keine Fortschritt gebracht.

Irgendwann Ende März bekamen wir nach vielen, vielen E-Mails an EWR ein Anschlusskit, um aus dem Keller die Glasfaserleitung ins Haus zu bekommen. Das hat Anfang April ein Elektriker erledigt, den wir selbst beauftragt hatten. Aber das Zusammenflicken der beiden Enden durfte er nicht machen und nach zig weiteren E-Mails an EWR wurden dann endlich letzte Woche die Enden verknotet.

Ob damit alles fertig wäre, habe ich die Techniker gefragt. Antwort – Ja.

Also Router für Glasfaser bestellt und erst beim Versuch des Anschließens bemerkt, dass da noch ein Glasfasermodem fehlt. Ich bin Softwareexperte und auf Hardwareseite eher unbedarft. Ich dachte ernsthaft, dass die neue Fritz!Box 7590, die ich mir angeschafft hatte, weil Glasfaer-ready das erledigt. Ist nicht der Fall und EWR hatte vergessen, ein Glasfasermodem anzuschließen.

Also wieder eine E-Mail an EWR und mittlerweile in einem alles andere als freundlichen Ton. Aber das scheint gewirkt zu haben. Gestern (Feiertag!!) kam ein Anruf, dass heute das Glasfasermodem nachgeliefert wird. Gegen 14:00 Uhr. 11:30 Uhr hat es geklingelt und ein Monteur war da und hat das Ding montiert. 14:00 Uhr hat es wieder geklingelt und ein weiterer Monteur wollte das Glasfasermodem anbringen. Der wusste nichts von Monteur 1! Ich habe den Eindruck, bei der Projektleitung von EWR weiß die linke Hand nichts von der rechten Hand. Unglaublich. Was sich EWR bei meinem Anschluss leistet, spottet jeder Beschreibung. Ich habe das Gefühl, da gibt es kein Pflichtenheft oder eine Checkliste oder ein Ticketsystem. Mittlerweile habe ich den Eindruck, dass der Bruder von dem Freund einer Tochter die „Planung“ nebenher macht. So wie bei manchen Webseiten.

Es muss doch klar sein, in welcher Reihenfolge welche Schritte durchzuführen sind. Wenn schon die verschiedenen Technikergruppen keine Ahnung von den Aktionen der anderen Gruppen haben. Es kann nicht meine Aufgabe als Kunde sein, EWR zu sagen, welche technischen Maßnahmen durchzuführen sind. Ich bin Laie. Zumindest als Kunde, auch wenn ich als IT-Spezialist definitiv mehr Kenntnisse habe als ein „normaler“ Anwender. Aber einerseits bin ich bekanntlich auf die Softwareseite spezialisiert und kenne Hardware nur peripher. Andererseits ist es eben wie gesagt nicht meine Verpflichtung, den Workflow von EWR zu kontrollieren. Vor allen Dingen ist der Informationsfluss von EWR zu mir als Kunde auch absolut mangelhaft. In Eppstein habe ich aktuell DSL100 und brauche eigentlich kein Glasfaser. Aber da der Rest der Strasse da mitmacht, habe ich mich angeschlossen. Von der dort zuständigen Deutschen Glasfaser bekomme ich im Vorfeld detailliert die Arbeitsschritte mitgeteilt, die sie ausführen. Das geht ab wie Schnitts-Katze. Ich hatte schon befürchtet, dass ich in Eppstein – wo ich es nicht brauche – früher den Glasfaseranschluss habe als in Bodenheim, wo mein DSL16 komplett an der Belastungsgrenze ist.

Aber sei es drum – nachdem das Glasfasermodem angeschlossen war, ging der Anschluss. Allerdings war die Einrichtung des Routers alles andere als trivial, denn es gab von EWR keinerlei Informationen, welche Daten man im Router einzurichten hatte. Vor allen Dingen die VLAN-ID hätte ich niemals erraten. Vermutlich nicht einmal herausbekommen, dass man die vorgeben muss. Hätte mein Nachbar nicht vor einigen Wochen mit der gleichen Hardware seinen Glasfaseranschluss eingerichtet und mir eine Anleitung geschickt, wäre ich voll aufgelaufen. Das hatte er im Internet gefunden und die Infos hätte ich von EWR erwartet:

  • Anschluss an externes Modem oder Router
  • Internetverbindung selbst aufbauen
  • Zugangsdaten benötigt? Nein
  • Verbindungseinstellungen ändern
    • VLAN für den Internetzugang verwenden: Ja
      • VLAN-ID: 132
    • IP-Einstellungen:
      • IP-Adresse automatisch über DHCP beziehen: Ja
      • DHCP-Hostname: fritz.box

Aber nun läuft die Sache und nach und nach muss ich alle Geräte in meinem lokalen Netzwerk samt den Telefonen umstellen. Denn mein alter Providervertrag ist immer noch aktiv und vor allen Dingen laufen darüber weiter die Telefonnummern. Die Story wird also weiter gehen – auch in Hinsicht darauf, wer nur den überflüssigen Providervertrag bis zum Ende der Laufzeit zahlt. Denn die Kündigung des alten Vertrags hat nach dem Glasfaserabschlussvertrag EWR machen müssen und die Frist versäumt. Wir werden es sehen.

Ich habe jetzt bei dem neuen Glasfaseranschluss auch erst einmal ganz unten begonnen und nur 50 Mbit/s im Download und 10 Mbit/s im Upload abgeschlossen. Ein Witz gegenüber meinem DSL-Anschluss in Eppstein, wo ich ja schon echte 80 Mbit/s im Download und vor allen Dingen fast 40 Mbit/s im Upload realisieren kann. Und der neue Glasfaseranschluss in Eppstein wird 300 Mbit/s im Download erreichen und dabei sogar 5 EUR/Monat billiger als der bisherige DSL-Anschluss oder der gleichteuere Schneckenglasfaseranschluss in Bodenheim. Aber ich habe in Bodenheim keine Wahl und wichtig ist, dass das vollkommen überlastete DSL16 jetzt ersetzt wird. Wenn ich hier mehr als 50 Mbit/s brauche – Aufbohren des Vertrags geht immer und ich habe darauf geachtet, dass die neue Fritz!Box auch mit schnelleren Verbindungen zurechtkommt. Soweit ich es auf der Beschreibung verstehe, geht die bis zu einem GBit.

Jetzt ist erst einmal Thema, wie ich im Haus das Netzwerk in Gang bekomme und alle Geräte überführe. Demn leider steht die neue Fritz!Box jetzt im Erdgeschoss und nicht mehr in meinem Büro im zweiten Stock wie bisher. Meine wichtigen Geräte habe ich im Moment per Ethernet am Router angeschlossen, aber ich kann und will keine Leitungen durch das Haus bis zur Fritz!Box im Ergeschoss ziehen. Das W-LAN-Signal ist aber so schwach, dass es zwar im Treppenhaus in den 2. Stock reicht, aber nicht mehr ins Büro. Das war mir jedoch vorher klar und ich habe noch einen zusätzlich Repeater 2400 gekauft, um damit ein Mesh-WLAN aufzubauen. Nach diversen Versuchen mit der richtigen Position geht das jetzt auch einigermaßen. Ich bekomme zwar keine 50 Mbit/s (wie im Ergeschoss) in die hintere Ecke des Büros, aber so zwischen 30 – 45 Mibt/s kommen bei den derzeitigen Positionen des Mesh-Servers und Mesh-Clients an. Das ist ok.

Nur die Latenz ist mit WLAN richtiger Mist. Trotz oder vielleicht wegen dem Mesh. Da kann man vermutlich nichts groß mache. Auch sendet das Mesh nur auf 2,4 GHz. Zumindest der Repeater, während die eigentliche Fritz!Box mit 2,4 und 5 GHz sendet. Bei 5 GHz ist der Datendurchsatz im W-LAN deutlich besser als bei 2,4 GHz, aber die Reichweite erheblich schlechter. Mit 173 Mbit/s beim 2,4 GHz-Netz sollte es mit dem Internet jedoch ok sein. Das ist ja mindestens 3x langsamer und wenn ich aufbohre, muss ich mir was überlegen.

Nur für das interne Netz hätte ich schon gerne mehr Datendurchsatz. Zudem – da ich weder für meine Workstation noch mein NAS einen W-LAN-Adapter habe (auch wenn die nur einen Apple 😉 kosten – muss ja nicht sein), werde ich die beiden wohl weiter mit Ethernet betreiben. Zumindest scheint der Repeater einen Ethernet-Anschluss zu haben und wenn ich meine TP-Link Gigabit Switch da ranklemme und Workstation und NAS und vielleicht auch mein Terra-Notebook an die Switch, sollte dazwischen der Datenaustausch schneller gehen und die Geräte dennoch direkt über den Repeater ins Internet kommen. Da muss ich ein bisschen noch basteln. Derzeit messe ich mit Jperf mein Netzwerk durch und da kommt mit Ethernet ein ganz guter Datendurchsatz mit fast 200.000 KBit/s raus. Da werde ich das lahme W-LAN wirklich nicht für die Verbindung zur NAS verwenden.

Der Spion in deinem HP-Gerät

Ich habe die Tage die Meldungen meiner Firewall aktiviert, um bequemer zu sehen, welches Programm wann nach Hause telefonieren will. Gerade ist mir wieder unangenehm aufgefallen, dass mein Multifunktionsgerät von HP nicht funktioniert, ohne dass das Dreckding ins Internet geht.

Warum zum Teufel muss für einen einfachen Scan eine Verbindung zum Internet bestehen?

Das ist entweder ein ganz übel schlecht gemachtes Produkt oder unverschämte Spionage.

Da wird so viel Wind wegen Datenschutz und DSGVO gemacht und einfache Drucker/Scanner funktionieren nicht, wenn man die unkontrollierte Datenspionage durch den Hersteller nicht freischaltet.

Bei den Schwankungen der Krypto-Währungen wird dem letzten Anleger/Schürfer schlecht

Wie ich vor einigen Monaten bekannt habe, habe ich Krypto-Währungen bis zum Ende letzten Jahres ziemlich ignoriert. Trotz meines mathematischen Backgrounds und meiner IT-Tätigkeit. Wie so viele Andere bin ich erst durch die Explosion des Bitcoin-Kurses Ende letzten Jahres wach geworden und mit einem sehr geringen Betrag in die Krypto-Zockerei eingestiegen. Der ist am Anfang dieses Jahres mit der Rallye der Krypto-Währungen gewaltig gewachsen. Etwa 40% Zuwachs in einem Monat und dann bis Ende April noch etwa 10%. Stand heute ist der Gewinn aber ziemlich weg. Also nicht ganz und ich kann mich definitiv nicht beschweren. So viel Zinsen hätte ich bei keiner anderen Anlage erwirtschaftet, aber gegenüber meinem höchsten (virtuellen) Gewinn ist der aktuelle Einbruch fatal. Gerade die letzten 2 Wochen habe ich gut 80% meines bisherigen Gewinns wieder verloren. Die Kurse der meisten Krypto-Währungen sind auf fast 50% der Jahreshochs eingedampft.

Schon krass, wie ein Tweat von Elton Tusk die Kurse beeinflusst. Nach oben oder unten. Da muss Anlegern schlecht werden. Gute Nerven sind mehr als unabdingbar, wenn man mit Bitcoins & Co handelt. Und man sollte nur mit Geld zocken, dass man übrig hat. Aber das ist eine alte Weisheit, die an der Börse wie der Spielbank gilt.

Nur gibt es ja auch noch die Krypto-Miner, die das Schürfen als Erwerbsquelle betreiben. Deren Kalkulationen gehen nur auf, wenn die Kurse der Krypto-Währungen weiter steigen. Zumindest, wenn sie erst die letzten paar Monate auf den Zug aufgesprungen sind und Hardware angeschafft haben. Bei den Preisen für Top-Grafikkarten für ein effektives GPU-Mining liegt man derzeit zwischen 1.000 EUR bis zu ca. 2.700 EUR. Wenn man dann noch die gewaltigen Stromkosten und die Steuer drauf rechnet, kann sich die Investition erst auf Jahre gesehen rechnen. Wenn zur Kalkulation die Kurse von Anfang des Jahres genommen wurden und zudem auf die teils extrem optimistischen Prognosen hinsichtlich des weiteren Wachstums der Krypto-Währungen vertraut wurde (ich habe Prognosen gelesen, dass ein Bitcoin die nächsten Jahre auf über 200.000 EUR hochgehen würde), haben die Neu-Schürfer total mit Zitronen gehandelt. Auch bei denen wird Kursachterbahn die letzten Wochen extreme Übelkeit ausgelöst haben.

Aber es kommt noch dicker – nicht nur Tusk & Co bringen die Kurse zum Schwanken – mittlerweile greifen diverse Massnahmen, die gegen das Mining getroffen werden. Viele neue Grafikkarten bekommen gezielte Blockaden gegen die Nutzung zum Mining eingebaut und im Land mit dem grössten Abbau – China – wurden die letzten Tage massive Gesetze gegen das Mining beschlossen. Der Energiebedarf wurde so gross, dass selbst China die Notbremse zieht. Die Umwelt wird es danken, auch wenn das Land ganz und gar kein Vorreiter in Sachen Umweltschutz ist.

Aus welchen Gründen auch immer – der Beschuss der Krypto-Währungen wird immer stärker und die Kurse sacken immer weiter ab. Die kurzen Erholungs-Peaks nutzen die Anleger sofort zur Gewinnmitnahme (oder Verlustbeschränkung) und nach jedem kurzen Peak geht es noch weiter runter. Auch wenn ich es – wie viele Anleger – nicht wahrhaben wollte. Man sollte nie in ein fallendes Messer greifen. Ich habe es getan und deshalb halt wieder viel erzocktes (virtuelles) Geld verzockt. Ich denke mittlerweile, dass die Kurse noch weiter wegbrechen. Eine Blase ist halt eine Blase.

Auch wenn ich (virtuelles) Lehrgeld zahlen musste, finde ich die Entwicklung nicht schlecht. So viel Energieverbrauch für eine Sache ohne wirklichen „Nährwert“ ist falsch. Auch wenn die grundsätzliche Idee der Krypto-Währungen in jeder Hinsicht gut ist.

Ich bin gespannt, wie es weitergeht.