Zum Ende vom Internet Explorer

In den üblichen Fachzeitschriften finden sich diverse Artikel zum endgültigen Ende des Internet Explorers. Dabei merke ich, dass ich wohl alt werde. Wenn die Journalisten in den Blättern behaupten, dass der Internet Explorer für viele Leute der erste Browser und das Tor zum Internet gewesen wäre, kann ich mich nur wundern. Zitat:

Für eine ganze Generation war der Internet Explorer ihr erster Browser.

Wer hat denn jemals ernsthaft diese Krücke benutzt, außer Firmen, die ihre ganze Infrastruktur auf Microsoft ausgerichtet hatten? Der Internet Explorer war über seine gesamte Existenz bei IT-Fachleuten das (!) Beispiel eines schlechten Programms. Der klassische „Running Gag“, wenn etwas nicht oder nicht standardkonform funktioniert hat: „Internet Explorer“.

Natürlich kann ich dankbar sein, denn mit seinen ganzen Sonderwürsten und Schwächen hat der Internet Explorer Leuten wie mir die Basis für eine gute Auftragslage geschaffen. Hätte er sich standardkonform und wie die Konkurrenz verhalten, wäre uns viel Geld durch die Lappen gegangen.
Aber selbst den IE zu verwenden wäre mir im Traum nicht eingefallen. Niemals, denn mein erster Browser war der Netscape Navigator, der bereits vor dem IE verfügbar war (selbst Mosaic kannte ich noch) und  der war für eine ganze Generation von IT-lern tatsächlich das Tor zum Internet. Dem halte ich auch heute noch die Treue – auch wenn er jetzt halt Firefox genannt wird.

Vor der Hitze da – der neue Entwicklertipp

Das soll im Laufe der Woche immer heißer werden und darauf freue ich mich schon so richtig :-(. Denn mein Büro unter dem nicht-isolierten Dach wird dann vermutlich wieder die 40 Grad deutlich überschreiten – trotz einer kleinen, mobilen Klimaanlage. Aber zur potentiellen Abkühlung habe ich zumindest meinen „Pool“ schon mal vorbereitet.

Zumindest ist bei LinkedIn Learning der neueste Entwicklertipp der Woche zu Python heute schon vor der Hitze verfügbar. Thema ist die Anwendung der format-Funktion auf Strings in Python. Python stellt dazu diese mächtige und im Grunde auch recht einfach anzuwendende Funktion bzw. Methode bereit, um Variablen und deren Werte in einen String an einer bestimmten Stelle einzufügen und dabei die für die Ausgabe zu formatieren.

E-Mail-Spam – Kampf gegen Windmühlen

Es sah eine Zeit so aus als hätte ich die Flut an Spam-Mails etwas eingedämmt. Aber der Damm ist vor einigen Tagen wieder gebrochen und im Moment werde ich pro Tag mit gut 50 Spammails überrollt. Und das sind nur diejenigen, die durchkommen. Vermutlich wird die x-fache Menge bereits vorher abgefangen.

Klassisches Blockieren von Absendern und Domains funktioniert nicht mehr. Oder zumindest kommen eben noch unglaublich viele Dreckmails durch, weil nach meiner Erfahrung von den Gaunern derzeit nur Einmalmails verwendet werden. Ohne tatsächlichen Server hinter dem DNS-Namen zudem.

Das läuft vermutlich ähnlich wie bei Brute-Force-Angriffen. Aus Wortlisten werden Absendernamen und Domainnamen zusammengesetzt und dann die gleiche Mail zig-fach an eine E-Mail-Adresse geschickt. Der Betreff wird genauso generiert, aber da müssen natürlich die passenden Reizworte stehen. Und das ist dann die einzige Stelle, wo man außer Gray-Filtern funktionierende Filter ansetzen kann. Leider funktioniert auf meinem Server weder Gray-Filtern noch das Einrichten von Inhaltsfiltern. Ich habe keine Ahnung warum, aber ich kann und will meinen Server nicht von links auf rechts drehen mit der Gefahr, dass hinterher gar nichts mehr läuft. Der Preis ist aber, dass ich hier nur eine Brandschutzmauer der klassischen Art über Adressfilter und Standard-Tools wie SpamAssassin aufbauen kann.

Mein Python-Skript, das die letzten Monate Inhalte gefiltert hat, hat plötzlich Probleme gemacht. Da wurde an irgendeiner Stelle eine Aktualisierung oder Änderung im API oder meinen Protokolldaten des E-Mail-Servers vorgenommen und ich habe noch nicht raus, was deshalb einen Fehler auslöst. Deshalb habe die Skripte im Moment deaktiviert, wobei ich da sicher nochmal rangehe.

Bleiben noch die Mail-Agents, um damit Inhaltsfilter anzulegen. Die arbeiten ganz gut, nur muss eben erst einmal der passende Mail-Agent aufgerufen werden, der auch richtig filtert. Die Filter von Thunderbird greifen (und komischer Weise funktioniert bei  Thunderbird das Einrichten einer Zertifikatsausnahme auch wieder, nachdem ich die portable Version älterer Bauart einfach in einen anderen Ordner entpackt hat – und die wurde mittlerweile automatisch aktualisiert, aber es geht immer noch) bzw. die habe ich mittlerweile soweit angepasst, dass der meiste Dreck zuverlässig in den Spam-Ordner wandert.

Nur unter Android klappt das nicht so ganz bei MailDroid. Inhaltsfilter gibt es da nur gegen das Verschicken von Werbung für das Programm an 10 Kontakte. Das finde ich nicht gut und lasse es deshalb. Jetzt habe ich ein neues, kostenloses E-Mail-Programm für Android entdeckt. Nennt sich einfach „E-Mail“ von Edison Software (oder auch Edison-Mail) und macht auf den ersten Blick einen sehr guten Eindruck. Man kann mehrere Accounts einrichten (was out-of-the-box funktioniert hat) und ein sogenannter „Fokussierter Modus“ filtert nach meinen ersten Versuchen den Spam-Dreck auch auf dem SmartPhone ziemlich gut. Damit sollte das Problem entfallen, dass die Drecksmails zwar nicht belästigen, wenn ich zuerst den PC starte und Thuderbird aufrufe, aber wenn ich bisher zuerst auf dem SmartPhone geschaut hatte und dann der Schmutz sofort da war und das E-Mail-Postfach verdreckt hat.

Und ja – ich bin stinksauer auf diese Dreckschleudern und deshalb die wütende Wortwahl.

Erledigt

Die Aufnahmen für die Überarbeitung eines meiner Videotraining aus dem Jahr 2015 bei LinkedIn Learning ist durch. Auch wenn das Training noch in vielen Teilen aktuell war, da es um pures C geht und sich da in den letzten Jahren eigentlich nicht viel getan hat, war die Auffrischung doch aufwändig. Zwar habe ich diverse Videos beibehalten können, aber durch eine Umstrukturierung der Kapitel sind statt weniger Kapitel mit vielen Unterkapiteln nun 13 Kapitel daraus geworden. Und bei denen habe ich jeweils eine Challenge-Solution ergänzt. Das wird bei neuen Kursen von LinkedIn Learning immer mehr eingeführt und damit passt der Kurs auch vom Stil jetzt zu den neusten Kursen. Zudem habe ich einige lange Videos auf mehrere Videos aufgeteilt, Videos ein bisschen am Ende gestrafft, diejenigen mit veralteten Programmen und Ressourcen neu aufgenommen und Powerpoint-Slides neu gemacht. Wenn das durch die Postproduktion durch ist, wird vermutlich 50% des Kurses neu sein. Durch die vielen neuen Videos zu Challenge-Solution ist das Training auch nochmal gut 45 Minuten länger wie vorher – obwohl ich einzelne Videos sogar weggelassen und eben viele Videos gestrafft habe, indem ich die Abschlusssätze weggestrichen habe.

Und obwohl ich heute noch am Aufnehmen war, habe ich mir es nicht nehmen lassen, den Vormittag auf den Alteburger Markt zu gehen. Das ist ein traditioneller Viehmarkt zwischen dem Stadtrand von Eppstein und Heftrich, der 3x im Jahr stattfindet und auf den meine Familie schon seit Generationen geht. Allerdings ist der wegen Corona 2 Jahre komplett ausgefallen und heute war der 1. Alteburger seit über 2,5 Jahren.

IO 2

Die kommenden Wochen und Monate stehen ungewöhnlich viele Schulungen auf meiner Agenda. Sogar einige Tage mit Vor-Ort-Terminen sind dabei, was in Zeiten von Corona bemerkenswert ist. Diese sind allerdings bei mir in der Gegend und ich brauche damit nicht zu reisen. Die entfernten Termine sind die nächsten Monate alle remote. Aber in der Woche ziehe ich noch neue Aufnahmen wegen der grundlegenden Überarbeitung eines meiner Videotraining bei LinkedIn Learning durch.

Damit habe ich gestern schon begonnen, jedoch unter erheblichen Schwierigkeiten! Diese betrafen nicht das Training oder die eigentliche Aufnahme, sondern SharePoint. Wieder einmal, denn meine Probleme damit sind irgendwie ein Running Gag. Ich war gestern schon sehr früh in meinem Büro in Eppstein angekommen und habe soweit alles für die Aufnahmen eingerichtet. Da wir bei LinkedIn Learning mittels Office 365 und besagtem SharePoint zusammenarbeiten, habe ich mich da angemeldet. In dem eigentlichen SharePoint-Bereich tauschen wir alle Dateien aus. Was für mich bedeutet, dass ich da meine Videos hochlade und der Proofer diese dann kontrolliert. Auch Folien und Quelltexte (wobei die mittlerweile auf Github landen und hier nur redundant geführt werden) werden von mir dahin geladen. Dazu gibt es in Excel 365 eine Indexdatei für die Aufnahme, an der wir gemeinsam im Team arbeiten.

Bis 9:00 Uhr war alles ok. Dann bin ich plötzlich aus SharePoint geflogen mit der Meldung, dass ich keine Rechte hätte, auf diesen Content zuzugreifen. Es hat bis 15:00 Uhr gedauert, bis ein Techniker meinen Zugang freibekommen hat. Ich hatte bis dahin so ziemlich alles probiert, um von meiner Seite den Zugang wieder zu bekommen, was mir eingefallen und möglich ist.

  • Panikflagge bei LiL gehisst
  • abgemeldet und neu angemeldet
  • PC neu gestartet
  • Rechner mit Bereinigungsprogrammen gesäubert
  • mehrere Browser ausprobiert und zum Teil auch erst nachinstalliert
  • 3 verschiedene E-Mail-Adressen/Accounts, die alle (angeblich) legitimiert sind ausprobiert
  • 2 verschiedene PCs mit Windows 10 und Windows 11 ausprobiert und die ganzen Sachen kombiniert
  • Selbst einen Zugriff über SmartPhone versucht

Immer das gleiche Resultat. Auf allen neuen/gesäuberten Rechnern/Systemen gab es jeweils beim ersten Versuch des Zugriffs auf SharePoint eine Fehlermeldung, dass SharePoint ein Problem hat. Beim 2. Zugriffsversuch ist die weg, aber dafür mein Account zu. Jeder Account. Noch verwirrender – bei anderen Mitgliedern der Gruppe gab es m.W. keine Probleme.

Ich hasse SharePoint und bin dieser ständigen Probleme wirklich leid. Zumindest konnte ich meine Aufnahmen halbwegs durchziehen und ab 15:00 Uhr dann auch zur Kontrolle einreichen bzw. die Indexdatei pflegen. Aber die endlosen nutzlosen Versuche, um Zugriff auf SharePoint zu bekommen, haben viel Zeit gekostet. Und im Gegensatz zu sonstigen technischen Problemen, bei denen ich immer etwas gelernt habe und damit für mich noch etwas Positives meist mitnehmen konnte, habe ich keinerlei neue Erkenntnisse aus der Aktion gezogen –  außer dass SharePoint ganz großer Mist ist. Solange es keine Probleme macht, ist die Sache ja ok, aber es gibt einfach zu oft Probleme. Selbst die Lösung nach vielen Stunden und ist durch einen Admin erfolgt, der auch diverse Zeit erfolglos rumprobiert hatte. Soweit ich das erkennen konnte, wurden alle meine Accounts vollkommen beseitigt und komplett neu eingerichtet.

Und da heute wieder Mittwoch ist, ist auch der neueste Entwicklertipp der Woche zu Python verfügbar, weshalb die Überschrift des Beitrags „IO“ beinhaltet – für Input-Output. Die „2“ deshalb, weil das vor zwei Wochen schon mal der Fall war, dass ich sowohl produziert habe als auch ein Videotraining veröffentlicht wurde. Thema des Tipps sind Enumerationen in Python. Ein sogenannter Enum ist ein Aufzählungstyp, den es schon sehr lange gibt. Schon vor der objektorientierten Programmierung hat man damit gearbeitet. Beispielsweise in C, was gerade das Thema meiner Überarbeitung ist, gibt es solche Typen. In Python gibt es zwei Strategien, wie man solche Aufzählungstypen nun umsetzt. Einerseits gibt es eine Built-in-Funktion enumerate() und es gibt aber auch eine Klasse Enum aus dem Modul enum.

Sprung in der Schüssel

Mein SmartPhone hat einen Sprung im Display. Es funktioniert zwar immer noch problemlos, aber das ist auf Bewährung. Es kann jederzeit sein, dass ich das Teil nicht mehr bedienen kann und das wäre ziemlich dumm. Auch wenn ich absolut nicht SmartPhone-süchtig bin, habe auch ich natürlich sehr viele Dinge mittlerweile auf dem SmartPhone, die wichtig sind. Darüber muss ich mir keine Illusionen machen.

Nun musste ich eben erst einmal nachsehen, wann ich mir das Honor View 10 geholt hatte. Es ist nicht so alt, wie ich gedacht habe. Erst von Anfang Januar 2020. Das Gerät war zwar zu dem damaligen Zeitpunkt schon ein Auslaufmodell, aber ich stelle ja die Sinnhaftigkeit der Entwicklung bei SmartPhones die letzten 10 Jahre massiv infrage. Was klar ist, denn bereits vor 10 – 15 Jahren hatten die SmartPhones alle Features, die man wirklich braucht. Nachfolgende Geräte hatten nur von allem „mehr“ (Pixel, RAM, Chips, etc.) oder „weniger“ (Dicke, Gewicht, …) oder waren „schneller“. Es gab die letzten Jahre nichts wirklich Notwendiges oder Neues. Ich bin also definitiv kein Typ, der alle 2 – 3 Jahre ein neues SmartPhone braucht bzw. haben will.

Aber der Riss im Display macht eine Vorbereitung auf einen wahrscheinlichen Abgang von den Honor notwendig. Auf der einen Seite liebäugle ich schon geraume Zeit mit einem Outdoor-Handy. Denn die haben dann doch ein paar Features, die für mich wirklich interessant sind, da ich ja sehr oft in der freien Natur aktiv bin. Vom Montainbiken bis hin zum Gleitschirmfliegen. Ein robustes Gerät mit langer Laufzeit bzw. wirklich viel Akku, gutem GPS, guter Netzwerkverbindung, vernünftigen Outdoor-Sensoren und einem Display, was im grellen Sonnenlicht gut abzulesen und auch mit Handschuhen zu bedienen ist, wäre schon nett.

Andererseits will ich eben dem Konsumterror nicht nachgeben und aus Nachhaltigkeitsgründen Dinge solange wie möglich verwenden. Das gilt auch für technische Geräte – oder vielleicht da sogar besonders. Solange das Honor eben noch funktioniert, will ich nichts Neues anschaffen. Zumal ich noch ein Nokia 3.2 rumliegen habe. Das ist ein ganz einfaches SmartPhone, was schon beim Erscheinen nicht einmal Mittelklassenniveau dargestellt hat, das aber im Grunde neuwertig ist, da ich es ausschließlich als Testsystem bei meinen Vorlesungen zur Entwicklung von plattformneutralen Apps mit Cordova an der TH Bingen verwende.

Ich bereite mich daher aktuell mit zwei Strategien auf einen endgültigen Ausfall von dem Honor vor.

  1. Ich kopiere alle wichtigen Daten vom internen Speicher als Backup auf mein NAS.
  2. Ich richte das Nokia als eine Art Klon des Honors ein und installiere dort alle wichtigen Apps, die ich auf dem Honor habe und konfiguriere alle Accounts so, dass ich bei einem Ausfall nur die SIM-Karte aus dem Honor in das Nokia wechseln muss.

Damit sollte ich erst einmal vorbereitet sein und vielleicht hält das Honor ja doch weiter durch.

Edit: Die Strategien zeigen Schwächen :-(. Das Nokia 3.2 hat nur 16 GByte internen Speicher, von dem bereits gut 10 GByte von Android weggenommen werden. Selbst wenn ich weder Musik noch Bilder oder Videos darauf speichere, bleibt nicht gut Platz für alle Apps, die ich im Grunde gerne installiert hätte. Ich muss mich also auf die wichtigsten Apps beschränken und das ist suboptimal. Und das Backup der Bilder und Daten aus dem internen Speicher des Nokia auf das NAS dauert nach den Schätzungen in Windows 17 Stunden. Wow. Da will mich wohl wirklich jemand zu einem neuen SmartPhone verleiten.

 

Angestellte sollen woanders so tun, als würden sie arbeiten

Elon Musk schafft es immer wieder in die Schlagzeile. Gerade geht eine angeblich „geleakte“ Email von ihm viral, in der er alle Mitarbeiter aus dem Home-Office holt. Arbeiten aus dem Home Office sei für ihn „nicht mehr akzeptabel“. Jeder der Mitarbeiter, der noch von zuhause arbeiten will, müsse zusätzlich (!) mindestens (!) 40 Stunden im Büro verbringen. Ansonsten würde man davon ausgehen, der Mitarbeiter hätte Tesla verlassen und könne sich einen neuen Arbeitgeber suchen.

Krasse Ansage, aber konsequent. Auch wenn für mich mittlerweile Angestelltenregeln vollkommen irrelevant sind (deshalb habe ich mich ja selbständig gemacht) und ich Remote-Arbeit in vielen Bereichen als sehr sinnvoll und nützlich erachte (Zeitersparnis, Umwelt, weniger Verkehr, Kostenersparnis, persönliche Komfortzone, …), kann ich die Argumentation verstehen. Es ist beim Home-Office nicht alles Gold was glänzt. Das gilt für die selbständige, individuelle Remotearbeit, aber vor allen Dingen für die Arbeit im Team und Angestelltentätigkeit. Auch wenn bei diversen Tätigkeiten Home-Office bzw. Remotearbeit vielleicht sogar besser ist – wer bezahlt, bestimmt.

Ich habe im Moment den Eindruck eine Tendenz bei vielen Leuten (vor allen Dingen jüngeren) zu beobachten, die sich vereinfacht so ausdrücken lässt:

Ich fordere Dein Geld, aber zu meinen Bedingungen!

Das funktioniert einfach nicht. Zudem verurteilen diejenigen, die Home-Office als Grundrecht beanspruchen, Personen mit Tätigkeiten, die einfach so nicht zu erledigen sind, zu einer Arbeit 2. Klasse. Diese Ungleichheit der Chancen bewirkt natürlich, dass diese Tätigkeiten unattraktiver werden. Dabei sind es vor allen Dingen die gesellschaftlich wichtigen Arbeiten, die eben nicht von zuhause aus zu erledigen sind. Wenn jemand wie Musk jetzt gleiche Rechte und Pflichten für alle Mitarbeiter festlegt, ist das eben nicht per se schlecht. Auch wenn das Wasser auf die Mühlen der Unternehmen ist, denen Home-Office gegen den Strich geht. Nach dem Motto:

Wenn schon die wohl derzeit modernste und innovativste Firma der Welt Home-Office abschafft, dann können wir erst recht Home-Office wieder verbieten.

Bitte nicht falsch verstehen – ich würde in einer solchen Firma nicht arbeiten wollen und kündigen, wenn ich mir das leisten könnte. Aber diese Konsequenzen muss man halt auch ziehen können bzw. bereit sein zu tragen, wenn man damit nicht einverstanden ist.

Firefox statt Chrome

Gerade lese ich in der PC Welt den Beitrag: „8 gute Gründe, um von Chrome zu Firefox zu wechseln“. Kann ich nicht, denn ich nutze sowieso Firefox und meide Chrome. Nur Vivaldi und Opera nutze ich als Alternativen zu Firefox.

Aber ich habe noch einen 9. Grund, warum Firefox für mich der bester Browser auf dem Markt ist. Die Entwickler-Tools! Die gibt es mittlerweile auch bei der Konkurrenz, aber nur in Firefox ist alles da, wo ich es erwarte. Ich finde intuitiv alle Dinge, die ich brauche. Bei der Konkurrenz finde ich die irgendwann auch, aber ich muss suchen. Und nur im Firefox sehe ich die Informationen so, wie ich sie brauche. Bei der Konkurrenz sind diese so aufbereitet, dass ich erst umdenken muss. Firefox kann ich „aus dem Rückemark heraus“ bedienen, die Konkurrenz macht Nachdenken und Aufwand nötig. Also gibt es (mindestens) 9 Gründe für Firefox statt Chrome oder die anderen Browser.

Entwarnung

Da ist der Kelch nochmal an mir vorbeigegangen. Obwohl die akustische Leckortung das Problem bei meinem Hausanschluss lokalisiert hatte, hat sich beim Aufgraben der Strasse gezeigt, dass das Leck stattdessen an der Hauptleitung war. Dort war vor einigen Monaten schon mal ein Schaden und da wurde bei der Reperatur entweder gepfutsch oder die Leitung war noch an einer anderen Stelle  angegriffen.

Anyway – auch wenn vermutlich meine Versicherung gegriffen hätte, wenn das Problem bei meinem Hausanschluss gewesen wäre – der Aufwand und die Beeinträchtigungen wären groß gewesen und hätten die geplanten Aufnahmen für LinkedIn Learning in der nächsten Woche ziemlich beieinflusst. Das Loch ist aber wieder verschlossen und Wasser sollte auch wieder da sein. Somit sollte den Aufnahmen hier aber nichts mehr im Weg stehen.

Zip und Büroprobleme mit eventueller Umplanung der neuen Aufnahmen

Wie üblich steht am heutigen Mittwoch bei LinkedIn Learning der neueste Entwicklertipp der Woche zu Python verfügbar. Thema ist die zip-Funktion in Python Diese lässt einen normalerweise an Komprimierung denken, aber das ist der falsche Ansatz. Wenn man  an einen Reißverschluss denkt, kommt man der Funktionalität näher. Wie bei einem Reißverschluss werden die einzelnen  Elemente von iterierbaren Strukturen damit zusammengefügt. Es gibt einige nützliche Anwendungen, die ich in dem Tipp bespreche.

Allerdings ist für mich das Erscheinen des Entwicklertipps heute eher zweitrangig, denn vor meinem Büro in Eppstein ist ein Bautrupp angefahren. Es gibt ein Leck in der Wasserleitung. Allerdings mit Ankündigung und deshalb war ich heute vor Ort, um die Leute zur Ortung des Lecks in den Keller zu lassen. So wie es aussieht, betrifft das Leck den Teil der Leitung, die auf meinem Grundstück verläuft.

Eben fangen sie an, die Straße aufzureißen. Was immer hier eine besondere Situation ist, denn es handelt sich um eine sehr enge, einsprurige Sackgasse. Und wenn da was gemacht wird, ist alles hinter der Stelle komplett von der Welt abgeschnitten. Aber meine Videokonferenz habe ich zumindest noch vor dem Lärm durchbekommen.

Die ganze Angelegenheit wird jedoch sehr aufwändig, denn es ist hier nicht nur eng. Es gibt hier eine hohe Trockenmauer aus Naturstein und vermutlich viel Stein im Boden. Wenn es schlecht läuft, müssen die nicht nur die Strasse aufreißen und da ein Loch baggern, sondern von meinem Hof mehrere Meter tief nach unten sowie auch ein Loch in die Wand des Kellers bohren. Denn wahrscheinlich muss die gesamte Leitung ausgetauscht werden. Und das dauert dann mehrere Tage, womit meine neuen Videoaufnahmen für LinkedIn Learning in der kommenden Woche betroffen wären. Denn nach Pfingsten steht die Neuaufnahme von einem Training an, das ein bisschen aktualisiert und aufgehübscht werden muss. Falls es dann noch Baulärm gibt, kann ich die Aufnahmen hier knicken. Dann werde ich das in Bodenheim machen müssen, was grundsätzlich auch möglich ist. Nur ist da die Gefahr von Ablenkung sowie Störungen einfach höher und vermutlich werde ich immer wieder Videos unterbrechen oder mehrfach aufnehmen müssen. Aber es wird schon gehen und vielleicht schaffen die es hier auch bis zum Wochenende. Wichtiger ist mir natürlich, was die Versicherung zu der Sache sagen wird. Denn es kommt im Moment schon dicke, da auch in meiner der vermieteten Wohnung in Vockenhausen mehrere Schäden zu reparieren sind. Da war ich gestern abend zur Besichtiung. Zudem wurde gerade hier in Eppstein der Stromzähler getauscht. Alles zeitaufwändig und mit Arbeit verbunden. Das einzig Gute – in der Woche laufen die „normalen“ Jobs wie Schulungen, Korrekturen oder Aufnahmen nur auf Sparflamme und ich kann die Termine halbwegs organisieren.

Thunderbird und das Zertifikat :-(

Diese Woche war ich zum Aufnehmen eines Videotrainings für LinkedIn Learning sowie der Erledigung einer weiteren Zusatzaufgabe hauptsächlich in meinem Büro in Eppstein. Da arbeite ich mit meinem Mate-Notebook. Ab Mittwoch konnte ich von da aber keine Mails mehr mit meinem Standard-Email-Account verschicken. Empfang ging und auch das Versenden meiner anderen Accounts beim GMX ging problemlos. Seltsamerweise ging das Versenden über meinen Standard-Email-Account per SmartPhone weiter ohne Probleme. Also habe ich ein Problem auf dem Matebook angenommen und mich erst einmal nicht weiter darum gekümmert. Aber zurück in Bodenheim konnte ich auch an der Workstation keine Emails mit dem Standard-Email-Account versenden. Was mich dazu gebracht hat, mir die Fehlermeldung anzusehen.

Ich habe nun einen eigenen V-Server und den zertifiziere ich mit Let’s Encryp. Thunderbird hat nun gemeldet, dass das Zertifikat meines Servers aber nicht ok wäre. Von einen Tag auf den anderen. Mein Zertifikat wird automatisiert in regelmäßigen Abständen erneuert und mittlerweile wird Let’s Encryp auch recht gut akzeptiert. Die plötzliche Meldung von Thunderbird war daher für mich unverständlich, auch wenn in der Tat der eingetragene Server im Zertifikat durch meinen V-Server wohl etwas kritisch sein kann. Aber man kann da ja Sicherheitsausnahmen  in Thunderbird einrichten. Und genau das habe ich gemacht.

Wirkungslos. Beim Versenden per SMTP immer wieder die Fehlermeldung.

Also alle Einstellungen in Thunderbird von links auf rechts gedreht und wieder zurück. Verschlüsselungsverfahren, Ports, etc. in allen denkbaren Varianten ausprobiert.

Wirkungslos.

Dann auf dem Server explizit alle Zertifikatseinstellungen untersucht und aktualisiert bis hin zum Neustart des Servers.

Wirkungslos. Weiter die Fehlermeldung in Thunderbird und kein Versenden möglich.

Dann mich erinnert, dass das Versenden mit dem SmartPhone doch ging. Weiterhin keine Probleme. Und dann erinnert, dass ich auf meinem alten Terra-Notebook noch eine ältere Version von Thunderbird installiert hatte. Ausprobiert. Versenden problemlos möglich. Alle Einstellungen verglichen (inklusive Zertifikate). Identisch. Älterer Thunderbird – keine Probleme. Neuerer Thunderbird – ignoriert Sicherheitsausnahme und kein Versenden möglich. Angeblich könnte der Fehler in Thunderbird auch von Antivirenprogrammen kommen. Deaktiviert.

Wirkungslos.

Aus Verzweiflung andere E-Mail-Clients wie eM, Pegasus und sogar Outlook (was ich eigentlich unter keinen Umständen nutzen will) ausprobiert. Maximal ein Hinweis auf das Zertifikat und ob ich trotzdem den Server nutzen will? Danach Versenden problemlos möglich.

Nun nutze ich eine portable Version von Thunderbird und auf den NAS habe ich davon eine lauffähige Kopie, die ich aber schon seit vielen Monaten nicht mehr gestartet hatte. Mit all den gleichen Einstellungen, wie auf dem Notebook und der Workstation. Ausprobiert – Warnung hinsichtlich des Zertifikats. Sicherheitsausnahme eingerichtet. Versenden danach problemlos. Laden der Emails ebenso.

Alle Einstellungen verglichen – identisch.

Thunderbird – was machst Du?

Ich arbeite jetzt mit der Version vom NAS weiter, denn da ist vermutlich ein Update von Thunderbird unterblieben, das diesen ganzen Müll bewirkt, und vermeide eine Aktualisierung dieser Version. Außerdem behalte ich für alle Fälle noch Pegasus – auch wenn das Programm optisch schon antik daherkommt. Zudem hoffe ich, dass die Version von Thunderbird, die im Moment das Problem hat, durch ein kommendes Update vielleicht wieder korrigiert wird. Aber Spass machen diese elenden Probleme wirklich nicht und obwohl ich Thunderbird seit vielen Jahren die Treue halte – ich bin massiv am Überlegen, ob ich nicht auf ein anderes Email-Programm umsteige. Und wie ernst es mir ist, sollte man daran erkennen, dass ich sogar Outlook in Erwägung ziehe.

 

 

Nur Bares …

Aktuell sind mal wieder bargeldlose Bezahlverfahren gestört. Wohl in großem Umfang. Tja – angeblich ist ja das bargeldlose Bezahlen so toll. Außer es geht nicht. Ein (bisschen) Schadenfreude kann ich mir nicht verkneifen, denn ich mag den Entwicklung zum bargeldlosen Bezahlen ganz und gar nicht.

Aber jeder kann es natürlich halten, wie er will. Nur ich halte eben von dem bargeldlosen Bezahlen meist gar nichts. Unzweifelhaft gibt es Vorteile. Vor allen Dingen muss man kein Bargeld von der Bank holen und Sorge dafür tragen, dass man immer genug davon dabei hat.

Aber Letzteres gehört bereits ebenso zu den vielen Nachteilen, warum ich bargeldloses Bezahlen ablehne. Die Nachteile finde ich total schwerwiegend:

  1. Totale Überwachung. Eines meiner Lieblings-Hass-Themen. Es geht niemanden etwas an, wo ich zum Essen gehe, eine Zeitung kaufe oder ein Brot. Benutzerprofile gehören zu den größten Gefahren für ein selbstbestimmtes und eigenständiges Leben oder allgemein das, was die Nostalgiker „Privatsphäre“ nennen. Die Jüngeren sollten vielleicht mal Googlen, was das früher war.
  2. Kontrollverlust, wann und wo man Geld ausgibt. Es ist sicher erwiesen, dass man mehr Geld ausgibt, wenn man das Geld nur virtuell nutzt. Der Bezug geht verloren. Wenn man zu wenig Geld dabei hat, vermeidet man oft auch überflüssige Anschaffungen. Der Schutz entfällt bei bargeldlosem Bezahlen.
  3. Wie man aktuell sieht – bargeldloses Bezahlen hängt davon ab, ob die Technik mitspielt. Und das ist eben nicht wirklich sicher.
  4. Das Bezahlen an der Kasse dauert länger – auch wenn genau das Gegenteil immer behauptet wird. Aber da kann man zugegeben streiten.
  5. Beim bargeldlosen Bezahlen verdienen zu viele Parasiten mit. Das macht Dinge teuer, denn die Verkäufer müssen das einpreisen.
  6. Meines Erachtens ist bargeldloses Bezahlen unsicher. Nicht von der Theorie, sondern der Praxis. Oder wo speichern die meisten doch gleich die Geheimzahl? Und wie stellt man sicher, dass die nicht ausspioniert wird etc. Wenn es bequem sein soll, wird es halt unsicher. Beides geht nicht und da beisst sich die Katze in den Schwanz. Wenn gar das SmartPhone zum Bezahlen verwendet wird, kann man meines Erachten auch das Geld gleich zum Fenster rauswerfen (wie gerade jemand in Mainz gemacht hat). Aber auch bei dem Thema ist mir klar, dass ich mit meiner Ansicht nicht dem Mainstream folge.

Punkt 1 ist für mich jedoch das (!) Killerargument gegen bargeldloses Bezahlen und außer beim Tanken oder im Urlaub verweigere ich mich deshalb diesem Konzept.

ABBAtar

Man kann ja zu ABBA stehen, wie man will. Aber die neue Show mit den „ABBAtaren“ zeigt vermutlich, wie in Zukunft virtuelle Meetings ablaufen. Wie in Star Wars halt. Technisch ist das absolut faszinierend. Videokonferenzen, wie sie derzeit mit Teams, Zoom und Co ablaufen, sind damit in wenigen Jahren vermutlich sowas von Steinzeit. Was nur noch die ganz Alten aus ihrer Jugend kennen.

Aufnahmen soweit fertig und neuer Entwicklertipp der Woche

Ich sollte mit den Aufnahmen zu meinem neuen Videotraining bei LinkedIn Learning durch sein. Zumindest bis auf ein paar Abschlussarbeiten oder wenn ich etwas übersehen habe. Da morgen Feiertag ist, fahre ich nachher wieder von meinem Zweitbüro in Eppstein zurück nach Hause, wobei ich morgen abend oder am Freitag nochmal herkomme, weil noch ein weiteres Projekt für LiL diese Woche ansteht. Zwischenzeitlich ist auch der neueste Entwicklertipp der Woche zu Python verfügbar. Der Zugriff auf das „Top-level script environment“ in Python ist das aktuelle Thema.  Ein module-Objekt wird in Python durch verschiedene Attribute charakterisiert. Unter anderem gibt es Attributnamen, die mit einem doppelten Unterstrich vor- und nachgestellt werden, und diese kann man über ein name-Attribut auswerten. Wenn nun Python als ausführbarer Code auf der obersten Ebene, dem sogenannten Top-Level Script Environment, ausgeführt wird, dann wird in diesem name-Attribut der Wert main stehen (mit Underscores vorne und hinten gekennzeichnet). Das kann man aktiv verwenden.

In and out

Diese Woche bin ich wieder am Aufnehmen eines Videotrainings für LinkedIn Learning sowie der Erledigung einer weiteren Zusatzaufgabe, bei der ich bei einer Übersetzung eines Kurses fachliche Korrekturen einpflegen soll. Ich schaffe also weiteren Input und gleichzeitig gibt es aber bei  LinkedIn Learning neuen Output von mir.

Mein neuer Eclipse-Grundkurs wurde freigeschaltet. Das ist die aktuellste Version eines Videotrainings, das ich ursprünglich schon vor vielen Jahre aufgenommen und mittlerweile einige Male überarbeitet habe. Eclipse gilt als Schweizer Taschenmesser für die Softwareentwicklung. Die IDE, die ursprünglich überwiegend in der die Java-Entwicklung zum Einsatz kam, kann mittlerweile für fast alle denkbaren Programmiersprachen und Software-Techniken verwendet werden.

Polymorphismus in Python – aus meinem Tutorial zu Python

Mittwoch und bei LinkedIn Learning ist der neue Entwicklertipp der Woche ist verfügbar. Dieser Tipp zeigt, wie man in Python Polymorphismus implementieren bzw. nachbilden kann. In den meisten objektorientierten Programmiersprachen gibt es ein polymorphes Verhalten aufgrund einer Technologie, die man Überladen, Overload, nennt. In Python ist so etwas nicht vorhanden in dem Sinne, aber man kann es nachbilden. Dazu verlagert man die Funktionalität direkt in eine Funktion oder Methode und diese entscheidet, wie sie sich verhält. Im Gegensatz zur echten Polymorphie mit Überladen, wo es verschiedene Methoden gleichen Namens, gleichen Bezeichners, aber einer eindeutigen Unterscheidung im den Gültigkeitsbereich gibt, haben wir hier nur eine Methode oder Funktion.

Chatkontrolle?

Ich war – wie schon mehrfach erwähnt – in Urlaub und habe auch sonst mir ein bisschen Auszeit von der IT gegönnt. Deshalb ist mir das „Chatkontrolle“ genannte Projekt der EU bisher nicht so wirklich bewusst geworden. Eben habe ich aber darüber gelesen und nachdem in den Foren die Verantwortlichen EU-Beamten bzw. EU-Politiker durch die Bank als „Faschisten“ und/oder „Staatsverräter“ oder noch Schlimmeres oder (wohlwollend) nur als „unfähig“ bezeichnet werden, musste ich mich doch etwas genauer damit beschäftigen. Zumal alle etwas liberalen politischen Kräfte sowie Menschenrechtsorganisationen und Netzaktivisten diese Aktion ebenso massiv kritisieren – auch wenn diese die kräftige Wortwahl in den gängigen Foren vermeiden. Aber als illegal, extrem gefährlich und dennoch weitgehend wirkungslos wird diese Maßnahme wohl durch die Bank angesehen (außer von der EU-Kommission selbst natürlich).

Vordergründig geht es wieder einmal um Kindesmissbrauch. Der Kampf dagegen ist definitiv elementar und zweifelsfrei ungeheuer wichtig. Doch mit solchen Themen bzw. Schlagworten lassen sich leicht Aktionen rechtfertigen, die Grundrechte aushebeln oder gewisse Dinge vernichten wollen. Die klassische Taktik. Ein Problem benennen, gegen dessen Beseitigung niemand etwas haben kann, der nicht Teil der Problems ist. Nach dem Motto: „Wer nichts zu verbergen hat …“. Und dann eine Lösung anbieten, die scheinbar funktioniert. Dass es aber dann u.U. auch andere Ziele gibt, die als unvermeidliche und geringfügige Kollateralschäden dargestellt werden oder möglichst gar nicht auffallen, kann man einfach nicht ignorieren.

Konkret geht es darum, dass in Zukunft alle Kommunikation in Chats komplett überwacht werden soll. Was letztendlich nichts anderes bedeutet, als dass die Verschlüsselung verboten ist oder zumindest Behörden zwingend einen Schlüssel besitzen. Ist das mal etabliert, wird aber vermutlich die Erosion zunehmen und E-Mail darf auch nicht mehr verschlüsselt werden und letztendlich wird das Briefgeheimnis als Grundrecht abgeschafft. Diese Schrittfolge ist zwingend, wenn man die Argumente der EU-Kommission hört. Die EU-Kommission will im ersten Schritt, mit dem die Brandschutzmauer des Datenschutzes bzw. der Grundrechte des Fernmeldegeheimnisse oder die Integrität informationstechnischer Systeme eingerissen werden soll, Hostprovider und Anbieter von Messengerdiensten zur umfassenden Spionage der Internetkommunikation ihrer Kunden verpflichten. Die EU-Kommission nennt das selbst eine „harte, beispiellose und bahnbrechende Gesetzgebung“, wobei diese Formulierung vermutlich eher unfreiwillig deutlich macht, was da angestoßen wurde.

Kritiker sehen es so, dass es solch eine Chatkontrolle nicht einmal in Russland oder China gibt und dass eine solche anlass- und verdachtslose Durchleuchtung sämtlicher Kommunikation einer Demokratie unwürdig bzw. illegal ist. Das Missbrauchspotential ist sogar konzeptionelles Grundprinzip dieser Idee. Ob die Maßnahme auch überhaupt wirkt, ist sehr zweifelhaft, denn die Täter werden einfach auf Messangerdienste ausweichen, die sich den EH-Kontrollmaßnahmen entziehen. Die Opfer sind die unschuldigen Bürger, die IT-Wirtschaft und die Grundrechte.

Aber es steht zu hoffen, dass der Vorschlag politisch abgefangen wird.

Business a usal – so langsam komme ich wieder in den Arbeitrythmus

Ralph Steyer jQuery

Nach meinem Radurlaub habe ich noch eine Weile meine Arbeit auf Sparflamme gehalten, aber sukzessive hochgefahren. Muss ja. Ich bereite gerade ein neues Videotraining für LinkedIn Learning (LiL) vor, dass ich übernächste Woche aufnehmen will – zusammen mit einer fachlichen Lektorarbeit für ein anderes Training. Dazu bereite ich eine jQuery-Schulung für nächste Woche vor.

Ebenso ist am heutigen Mittwoch wieder ein neuer Entwickler-Tipp der Woche zu Python bei LinkedIn Learning freigeschaltet worden. Thema ist, wie man die Quersumme einer Zahl berechnen kann. Das ist gar nicht so unwichtig oder speziell. Denn die Quersumme  (die Summe aller Ziffern einer Zahl) kann man verwenden, um darüber die Veränderungen von Dingen beobachten. Das ist so was Ähnliches wie eine einfache Version eines Hashwerts.

Smarte (?) Trinkflasche

Gerade habe ich einen Beitrag gelesen, dass es mittlerweile „smarte“ Trinkflaschen gibt. Die überwachen, wieviel man aus ihnen trinkt. Angeblich soll das für die Gesundheit gut sein, weil viele Leute angeblich zu wenig trinken. So ein Ding kostet zwischen 80 € – 100 €.

Sorry, aber das ist einfach nur krank. Wie weit muss die Fremdüberwachung eigentlich noch gehen? Wie heftig will man die Natur noch durch Technik ersetzen? Wie stark will man Demenzsysteme für gesunde Leute als Fortschritt verkaufen?

Jeder soll auf die Weise glücklich werden, wie er will. Solange niemand geschädigt wird, ist das auch ok. Aber rein gesellschaftlich sehe ich die „smarte“ Entwicklung als Krebsgeschwür am gesunden Menschenverstand und dem natürlichen Leben. So eine Flasche zeigt ziemlich extrem, wie schlimm diese Krankheit die Menschheit schon befallen hat.

Die Krankheitserreger der Wirtschaft denken sich immer neue Möglichkeiten aus, wie man bei anfälligen Opfern einen Bedarf schaffen kann, auf den niemand bei klarem Verstand kommen kann. Egal wie abwegig eine Idee ist – sie schaffen es, einen Markt dafür zu schaffen. Das zumindest ist – bei allem Unverständnis – schon recht genial.

Edit: Ich habe den Beitrag etwas umformuliert, denn ich muss mir eingestehen, dass ich Käufer aber nicht beleidigen darf und will. Aber ich verstehe es dennoch nicht, dass man sich so etwas kaufen kann.

Eine Zahl in Faktoren zerlegen – neu in meinem Tutorial zu Python

Seit Dienstag der letzten Woche bis gestern habe ich zusammen mit meinem einen Sohn eine Radtour vom Bodensee Ecke Konstanz über Schaffhausen und die Rhein-Fälle, den Zürich-See, den Walen-See, Lichtenstein, Vorarlberg und dann auf der deutschen Seite des Bodensees zurück gemacht. 8 Tage waren wir unterwegs, wobei 2 Tage für die An- und Abreise gedient haben.

Auf so einer – für mich zumindest – langen Radtour über 6 Tage auf dem Rad haben wir Gepäck gespart, soweit es ging. Damit das bewegende Gewicht im Rahmen bleibt. Also auch keinen Rechner dabei. Nur halt SmartPhones, was in modernen Zeiten ja klar und irgendwie auch notwendig ist. Außerdem wollte ich in meinem ersten wirklichen Urlaub seit langer Zeit auch mal komplett von der IT und dem täglichen Business abschalten und habe mich weitgehend abwesend gemeldet.

Trotzdem habe ich natürlich meine E-Mails gelesen und letzte Woche die Meldung von LinkedIn Learning mitbekommen, dass mein Kurs jetzt verfügbar ist. Diese Info bekomme ich jede Woche per E-Mail, wenn in meinem Kurs der neuste Entwickler-Tipp der Woche zu Python bei LinkedIn Learning veröffentlicht wurde. Also „Business as usual“ dachte ich.

Mittwoch ist der neue Tipp am Morgen wie üblich freigeschaltet worden und am Donnerstag oder Freitag kam für mich die übliche Mail, damit ich diese Information auf LinkedIn und anderen sozialen Netzwerken teile, um die Anzahl der Kursansichten zu erhöhen. Nur war ich eben in Urlaub und habe die Zeit ausnahmsweise mal auf mein  sonst übliches Teilen als auch das Posten im Blog oder das Kontrollieren des Kurses verzichtet.

Nachdem ich gestern heimgekommen bin, ist mir aber aufgefallen, dass der neuste Tipp noch der war, der bereits vor meinem Urlaub schon freigeschaltet war – wie man grafische Oberflächen mit PyQt erstellen kann. Sieht so aus als hätte die Matrix eine Fehlfunktion gehabt und meine Urlaubszeit versehentlich auf die Veröffentlichungsroutine gespiegelt ;-).

Aber natürlich ist das kein Problem. Es geht ja nichts verloren und mittlerweile ist der Kurs auch schon ziemlich umfangreich. Ob das Wachstum da eine Woche steht oder nicht, ist nicht wirklich von Bedeutung.

Und heute kam jetzt wieder eine Aktualisierung. Es geht darin darum, wie man eine Zahl in Faktoren zerlegen kann. Wenn man eine Zahl vorliegen hat, kann es zu verschiedenen Zwecken interessant sein, die einzelnen Ziffern der Zahl einzeln zu haben, das heißt, diese Zahl in ihre Faktoren zu zerlegen. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten, von denen ich vier in dem Video zeige.