Google disqualifiziert sich selbst

Früher war Google die Suchmaschine der Wahl. „Googlen“ wurde sogar als Synonym verwendet. Das ist vorbei. Die qualifizierte Suche ersetzt in der aktuellen Google-Strategie eine KI-Suche, welche zensierte, zusammengefasste, gekaufte oder manipulierende Ergebnisse statt Orginalquellen liefert. Das geht gar nicht. KI soll man m.E. gezielt nutzen, sich aber nicht von den Interessen der KI-Anbieter zu unkritschen Schafen herabwürdigen lassen.

Aber auch die Maßnahmen zur Verhinderung von Werbeblockern in Chrome sind ein Nogo, das künftig die Verwendung von Chrome unmöglich macht. Ich zumindest kann das Web ohne Werbeblocker nicht mehr nutzen.

Android System SafetyCore – der (un)heimliche Spion auf dem SmartPhone

Durch Zufall bin ich über eine App gestolpert, die Google in neue Android-Versionen untergejubelt hat. Nennt sich Android System SafetyCore. Klingt harmlos und sogar nach Sicherheit. Zumal die Begründung ist, dass sie eine Art Nacktbild-Scanner darstellt, der standardmäßig alle eingehenden Nachrichten in der Google-Messages-App analysiert und per KI prüft, ob dabei „explizite Inhalte“ zugesendet werden. Diese werden dann blockiert. Angeblich um Empfänger zu schützen. Bei Kindern kann das noch angehen, aber letztendlich ist das nichts als Zensur und Rummfuschen in privaten Bereichen. Vor allen Dingen geprägt durch die Werte- und Moralvorstellung einer privaten Organisation, die den Regeln eines Landes unterworfen ist, deren derzeitige Entwicklung man durchaus kritisch sehen kann – von der dort sowieso üblichen verklemmten Moral bei gleichzeitiger Toleranz absurder Gewalt abgesehen.

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KI-Agenten bei Rezensionen?

Ich habe am Wochenende auf dem Weg nach Nord-Hessen mit einem kleinen Schlupp von der A5 runter eine Burg in der Wetterau besucht, die mit der Burg in meiner Heimatstadt Eppstein verbunden ist und wo ich schon immer mal hin wollte. Die Burg war wirklich schön und der Abstecher hat sich gelohnt.

Aber deshalb schreibe ich nicht den Post. Ich habe zuhause eine Rezension auf Google zu der Location geschrieben. 5 Sterne und sehr positiv, denn ich war ja wirklich begeistert. Aber es gab noch einen Grund für meine Rezension. Mir war im Vorfeld aufgefallen, dass es auf viele etwas längere Rezensionen Antworten von dem Betreiber der Burg gab und mir kam ein Verdacht. Deshalb war die Rezension auch ein Versuchsballon und in der Tat bekam auch ich auf meine Rezension sehr zeitnah einen Kommentar, in dem sich für meine positive Rezension bedankt und detailliert auf Punkte eingegangen wurde, die ich dort erwähnt habe.

Nur kam der Stil der Antwort sehr bekannt vor. So antwortet auch ChatGPT oder Copilot. Und ich denke, dass mein Verdacht richtig ist und Antworten auf umfangreichere Rezensionen durch einen KI-Agenten erfolgen. „KI-Agenten bei Rezensionen?“ weiterlesen

F-Droid statt Play Store

Gerade ist mit Öffi mal wieder eine App ohne Begründung aus dem Play Store von Google rausgeworfen worden. Google macht so etwas häufiger und fast immer ohne Erklärung oder Rechtfertigung. Auch findet man in dem Play Store viele wirklich nützliche oder interessante Apps gar nicht. Mit dem alternativen Appstore F-Droid umgeht man diese Beschränkungen und willkürlichen Gängeleien. Mit dem Beitrag will ich diese Option ein bisschen bekannter machen. Man muss ja den Google Play Store nicht löschen, aber sollte grundsätzlich F-Droid parallel installieren.

Google-Suchanfragen ohne KI

Was von Google & Co als Vorteil verkauft wird, ist für mich tatsächlich eine reine Zensur, die unter falscher Flagge fährt. Ich meine sogenannte KI-Antworten bei einer Suche in einer Suchmaschine, was bei Google SGE – „Search Generative Experience“ genannt wird. Die Kritiken an dieser Art der Präsentation von Antworten sind massiv, werden aber kaum zur Kenntniss genommen.

Aber wer zu den „Wissenden“ gehört und KI-Antworten in Google ausstellen will, kann das derzeit wohl halbwegs mit einem Präfix -ai am Ende jeder Sucheingabe erreichen. Die Folge ist, dass man auch weiterhin eine Liste mit Treffern bekommt und sich qualifiziert die gewünschten Informationen holen kann. Wobei -ai zwar funktionieren kann, aber nur indirekt und es handelt sich nicht um eine offizielle Funktion zum Deaktivieren von SGE. Die Angabe wirkt wie ein Suchoperator zur Ausschließung von Begriffen. Alternativ kann man die KI-Funktion in den Einstellungen deaktivieren oder sich in manchen Browsern durch Erweiterungen schützen. Andere Suchmaschinen verzichten zum Teil auf KI oder aber man muss auch hier in die Einstellungen gehen oder gezielt KI-Ergebnisse meiden.

Interessant ist, was ChatGPT mit einem geeigneten Prompt vor sich gibt, wenn man diese KI-Zensur infrage stellt und nach weiteren Kritikpunkten bittet. „Google-Suchanfragen ohne KI“ weiterlesen

Google-Suche nur noch mit JavaScript

Da schau – die Suche mit Google geht nur noch, wenn im Browser JavaScript aktiviert ist. Wenn man ohne JavaScript versucht, eine Suche über die Google-Webseite zu nutzen, erhält man keine Suchergebnisse mehr – nur den Hinweis „JavaScript aktivieren, um die Suche fortzusetzen“.

Das ist aber m.E. wenig einschränkend, denn JavaScript ist bei eigentlich jedem User aktiviert. Vermutlich wird kein normaler Anwender von dieser Voraussetzung überhaupt mitbekommen irgendetwas.

Cloud-Dienste sind für mich bald keine Option mehr

Ich gestehe, dass ich meine Kontaktdaten als auch Termine bei Google führe. Aber das werde ich umstellen, wenn ich eine sinnvolle Alternative finde. Es ist einfach zu unzuverlässig und im Zweifelsfall kommt man nicht an seine Daten.

Eben konnte ich mich nicht mehr anmelden, weil mein Rechner und/oder Standort nicht erkannt bzw. als unbekannt gebranntmarkt wurden. Soweit nicht ungewöhnlich, denn ich bereinige meine Rechner regelmäßig und gründlich, verhindere weitgehend eine Geolokalisierung und sehe es als persönlichen Triumph, wenn die Datenkraken mich bei einer neuen Anmeldung nicht mehr identifizieren. Natürlich ist das auch ein Sicherheitsfeature, obgleich das von den ganzen Onlinediensten als das Gegenteil verkauft wird.

Ich kann akzeptieren, wenn dann als Preis meine reinen Zugangsdaten nicht mehr ausreichen und ich mit einer Zwei-Wege-Authentifizierung bestraft werde. Aber wenn ich mich auch da legitimiert habe und der Zugang immer noch gesprerrt ist, geht das zu weit. Was soll der Mist?

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Google bringt eine neue Pixel 9-Serie raus und in China ist ein Sack Reis umgefallen

Nachdem Google eine neue Pixel 9-Serie vorgestellt hat, stürzen sich die Medien darauf. Auch wenn angeblich der Marktanteil von Google-SmartPhones nur bei 3% liegt und sich Samsung und Apple mit jeweils deutlich über 30% Marktanteil den Kuchen weitgehend aufteilen. Vermutlich macht das Sommerloch solche Meldungen wichtig.

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Google gesponserte und KI-verzerrte Ergebnisse austreiben

Ich hatte neulich schon darauf verwiesen, dass der Einsatz von KI die Arbeit mit Suchmaschinen gravierend verschlechtert. Genaugenommen werden nicht die Inhalte präsentiert, die für User optimal sind, sondern man erhält von der KI ein nach deren Kriterien optimiertes Ranking samt verführenden Zusatzinformationen.

Wenn man halbwegs nachdenkt, kann das nicht im Interesse der Suchenden sein, sondern nur des Anbieters der Suchmaschine und vor allen Dingen dessen zahlenden Kunden, die ihre Inhalte möglichst präsent darstellen wollen. Das Spiel kennt man und ist nur durch KI nur noch extremer wie vorher geworden. Dazu kommt in den meisten Suchmaschinen der Müll der gesponserten Links.

Angeblich kann man aber in Google durch die einfache Erweiterung von udm=14 als Query-Parameter (als entweder direkt ?udm=14 oder ?&udm=14) verhindern, dass Google KI zum Ranking und der Verführuing zu bestimmten Inhalten als auch gesponserte Links verwendet. Das wäre ein echt hilfreicher Hack, wenn das funktioniert.

Oder man nimmt gleich sowieso sinnvollere Suchmaschinen wie Ecosia oder DuchDuckGo.

Verschlechterung der Internet-Suche durch KI

Es gibt wieder einmal einen Versuch, eine von Google oder Microsoft unabhängige Suchmaschine zu etablieren. Der Name ist Stract. Was ich an dem Beitrag dazu bemerkenswert finde – die Thematisierung, dass das Suchen im Internet durch den Einsatz von KI immer schlechter wird. Das deckt sich sowohl mit meinen subjektiven Eindrücken als auch zwingend der Hintergründe, wie KI Suchanfragen manipuliert. Google, Microsoft & Co verkaufen den Einsatz von KI natürlich als Fortschritt, aber tatsächlich bedeutet die Aufbereitung von Suchergebnissen durch  KI nichts mehr als eine Manipulation der Suchenden und in gewisser Weise eine Zensur, die weit über das bisherige Ranking in den Suchergebnissen hinausgeht. Eine bedenkliche Entwicklung, die nach meinem Eindruck nur wenige auf dem Schirm haben. Der Beitrag zu Stract macht darauf zumindest peripher aufmerksam.

Gemini-Video teils ein Fake

Vorgestern hatte ich mich schon kritisch hinsichtlich des Wegspülens von ChatGPT durch Google mit dessen neuer KI Gemini geäußert. Dennoch war ich von dem Youtube-Video, was die Möglichkeiten von Gemini zeigen sollte, extrem beeindruckt. Nun gibt Google zu, dass dieses Gemini-Video auf Youtube teils ein Fake war. „Gemini-Video teils ein Fake“ weiterlesen

Abgesang auf ChatGPT?

ChatGPT – R.I.P. ist die Überschrift eines Beitrags in LinkedIn, den ich vorhin gelesen habe. Natürlich bewusst provokant, denn es geht um den Vergleich des mittlerweile „etablierten“ ChatGPT mit der neuen KI von Google.  Und tatsächlich – ich finde es beeindruckend und fast erschreckend, wie hoch die Leistungsfähigkeit der neuen Google-KI  namens Gemini ist. Ein Video mit einem Test dazu ist auf Youtube zu sehen. In diversen Tests und Benchmarks schneidet Gemini nach verschiedenen Quellen brutal gut ab. Doch ist dies das Ende von ChatGPT? „Abgesang auf ChatGPT?“ weiterlesen

Experimente – Chrome OS Flex und Chat GPT 4

Ich komme gerade vom Küstenfliegen in Dänemark zurück und habe die Woche etwas Zeit für Experimente, die schon eine Weile anstehen. Einmal wollte ich ChatGPT 4 ausprobieren und zum Anderen Chrome OS auf einem normalen PC. Das sogenannte Chrome OS Flex soll das ermöglichen.

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Was ein Bard

Nun hat Google doch Bard als Konkurrenz zu ChatGPT in Deutschland freigeschaltet. Das stand ja auf der Kippe wegen rechtlicher Bedenken. Aber anscheinend geht  es doch. Gestern habe ich Bard direkt mal ausprobiert und etwas Quellcode (hier konkret Java) erstellen lassen. So wie ich es mit ChatGPT schon geraume Zeit mache. Ich fand die Ergebnisse ziemlich enttäuschend gegenüber dem, was ChatGPT liefert. „Was ein Bard“ weiterlesen

5 Jahre DSGVO und Rekordstrafe gegen Facebook

Da kommt gerade was mit Bezug auf Datenschutz zusammen, was für mich aus einem Freak-Kabinett kommt und auch nicht zusammengeht.

Seit 5 Jahren gibt es die DSGVO, die m.E. dem Datenschutz mehr geschadet hat als alle Versuche der üblichen Datenkraken, den Datenschutz auszuhebeln. Denn mit nervtötenden Bannern vor dem Besuch jeder Webseite, unnötigen Kosten, Behinderungen aller Beteiligten und dem angeblichen Schutz von Daten, die sowieso von Nutzern offen verteilt werden, ist die DSGVO ein bürokratisches Monster, das die Akzeptanz von Datenschutz gegen die Wand gefahren hat. So wie Klima-Kleber der Akzentanz des dringend notwendigen Umweltschutz schaden. Nicht umsonst machen Schlagzeilen die Runde, dass für viele Leute als auch Unternehmen die Bedeutung von Datenschutz massiv abnimmt. Der Zusammenhang mit dem Irrläufer DSGVO ist für mich zwingend. Wenn man es wohlwollend ausdrückt:

Gut gedacht ist nicht gut gemacht.

Auf der anderen Seite ist Facebook/Meta in der EU zu einer Rekordstrafe von 1,2 Milliarden Euro wegen der Beteiligung an Massenüberwachung verurteilt worden. „5 Jahre DSGVO und Rekordstrafe gegen Facebook“ weiterlesen

Google Bard kommt – aber nicht nach Deutschland

Wir haben es geschafft – Deutschland wird wirklich zu einem Entwicklungsland zurückgestuft. Zumindest was IT und Digitalisierung angeht. Bürokratie und Regulierungswut schließen Deutschland von der Moderne aus. Nachdem OpenAI und ChatGPT hierzulande unter massivem Feuer stehen, hat Alphabet wohl die Konsequenzen gezogen. Deren neue Version einer KI mit Namen Google Bard wird aktuell als weltweites Experiment vorgestellt, nur Deutschland und EU sowie ein paar naheliegende Länder wie China und Russland werden ausgeschlossen. „Google Bard kommt – aber nicht nach Deutschland“ weiterlesen

Google verändert wohl Suchmaske und disqualifizert sich damit

Nachdem schon Bing m. E. in einer kompletten Überreaktion auf den aktuellen Hype um künstliche Intelligenz die Suchmöglichkeiten duch den Einsatz von KI unbrauchbar gemacht hat, scheint jetzt auch Google im User-Interface diverse Veränderungen durchzuführen, die aus meiner Sicht komplett negativ hinsichtlich der Verwendung sind.

In einigen ausgewählten Versionen für bestimmte User und in einigen Ländern (scheinbar aber nicht in Deutschland) kann man das schon sehen, wie ich in einem Artikel gerade gelesen habe. Das erklärt auch, warum ich neulich die üblichen Sucheinstellungen in Google nicht mehr gefunden hatte, als ich über ein VPN (mit einem Knoten im Ausland natürlich) gearbeitet hatte.

Es gab weder die klassische Navigationsleiste noch die festen Kategorien wie Bilder, Maps und Shopping. Stattdessen wurden Suchergebnisse in einem unbrauchbaren Brei präsentiert. Eine unpassende Logik im Hintergrund hatte mir alles vor die Füße geknallt. „Google verändert wohl Suchmaske und disqualifizert sich damit“ weiterlesen

Meta verstösst gegen EU-Datenschutzrichtlinien bzw. am Morgen geht die Sonne auf

Gerade habe ich Nachrichten mitbekommen, dass Meta wegen Datenschutz-Verstößen in Europa 390 Millionen Euro Strafe zahlen soll. Es geht darum, dass angeblich personenbezogene Daten der Nutzer ungefragt für die Personalisierung der Werbung verwendet werden und das sei illegal. In welcher Traumwelt leben die denn? Der Datenmissbrauch bei Facebook, Instagram, Apple, Google & Co ist so selbstverständlich wie die Tatsache, dass die Erde rund ist oder es tagsüber hell wird. Das ist doch keine Meldung wert.

Selbstversändlich werden Nutzerdaten von allen Konzeren kreuz-und-quer verwendet. Mit oder ohne Einwilligung. Selbst Daten von Leuten, die bewusst nicht auf Facebook und Co sind, stehen dort vollständig zur Verfügung. Denn deren Daten (Name, Telefonnummer, E-Mail, Hobbies, Vorlieben, berufliche Tätigkeiten etc.) sind garantiert in irgendwelchen Kontaktdaten von Personen enthalten, die in irgendeinem System angemeldet sind. Nur haben diese Verweigere dann noch weniger Kontrolle über das, was über sie bekannt ist. Das ist genauso wie bei Leuten, die sich aus Gesundheitsgründen bewusst fettfrei ernähren und dann erfahren müssen, dass das total ungesund ist (nur als Beispiel). Raushalten aus all dem Kram ist also die schlechteste aller Optionen, die man als Mensch hat. „Meta verstösst gegen EU-Datenschutzrichtlinien bzw. am Morgen geht die Sonne auf“ weiterlesen