Rote Karte für ChatGPT – möge der Mistral mit Dir sein

Die Sperre der neusten KI-Modelle von Anthropic durch das US-Regime vor einigen Tage kann man zum Teil nachvollziehen, wenn man spätere Gerüchte einbezieht, dass alle Schutzmaßnahmen der NSA-Server angeblich in einem Test damit pulverisiert wurden. Die Rücknahme der Roten Karte bei der Fussball-WM durch D. Trump ebenso, denn kein dreckiger, f…ing Ausländer darf einen Gott-gesandten Amerikaner bestrafen.

Aber dass das neuste Modell von ChatGPT wieder durch D.T. als Waffe bzw. Erpressungsmittel gegen die freie Welt benutzt wird, macht die orange Gefahr unerträglich. Wir müssen mit allen Mitteln weg aus der Abhängigkeit von US-Konzernen, die mittlerweile noch schlimmer unter der Fuchtel ihrer Herrscher stehen als chinesische Firmen. Bei China weiß man zumindest, wo man dran ist. Bei dem übellaunigen Kleinkind in Gestalt eines Greises nicht. Und die Geisteshaltung der meisten Tech-Bros stimmt auch nicht optimistisch für die Nach-Donald-Zeit. Die orange Abrissbirne hat bis dahin die USA plattgemacht und die Saat des Bösen kann in den Ruinen gut aufgehen.

Bei „normaler“ Software kann man seit vielen Jahren auf US-Produkte fast vollständig verzichten, auch wenn das nur wenige Leute machen. Zumindest in vielen Bereichen. Gerade Linux macht Windows oder macOS vollkommen obsolet und auch die typischen Anwenderprogramme haben freie Alternativen. Bei Suchmaschinen sind Ecosia und DuckDuckGo sowieso die bessere Wahl – insbesondere wenn man den KI-Müll verhindern will, mit dem die großen US-Suchmaschinen gerade die qualifizierte Suche nach Informationen blockieren.

Auch wenn ich ChatGPT und teils auch Gemini und Claude schätze – bei KI selbst werde ich wohl verstärkt auf Mistral AI setzen, aber auch mal OpenEuroLLM, TrustLLM und LLMs4Europe ausprobieren. Oder auch chinesische LLM, denn diese sind weit billiger als die US-Konkurrenz und – wie DeepSeek vor einigen Monaten gezeigt hat – fast gleichwertig von der Leistung. Wie ich in einem sehr interessanten Beitrag gelesen habe (dessen Aussagen ich nachvollziehen kann), ist auch Datenspioange durch chinesische KI gar kein großes Problem. Da diese meist sogar Open Source sind, wird nichts nach China übermittelt, sofern die LLMs auf vertrauenswürdigen Servern gehostet werden. Das Problem ist nur, dass man sich mittelfristig so von China abhängig macht, wie aktuell die meisten europäischen Firmen und Organisation von US-Konzernen abhängig sind. Wenn man diesen Schritt geht, spart man zwar viel Geld, löst sich aus US-Abhängigkeit, die US-IT-Branche wird massiv weniger Umsatz machen und vielleicht sogar eingehen, aber irgendwann hat China ein Monopol und man kommt vom Regen in die Traufe.

Der einzig sinnvolle Weg ist m.E., dass man als Default Open Source für Software und europäische KI nutzt, chinesische KI als Alternative, wenn die europäischen Lösungen noch nicht gut genug sind und US-Software, -Suchmaschinen- Dienste und -KI nur noch bei ganz speziellen Aufgaben, wo es keine wirkliche Alternativen gibt.

Wir müssen weg von US-Abhängigkeit, ohne US-Software und -Dienste ideologisch zu verteufeln. Auch ich werde sie teils noch nutzen. Aber wir dürfen uns nicht mehr weiter zu Geiseln einer unkalkulierbaren US-Strategie machen lassen. Zur Not über den Umweg über China, aber das darf nur ein Zwischenschritt sein.

Google verändert wohl Suchmaske und disqualifizert sich damit

Nachdem schon Bing m. E. in einer kompletten Überreaktion auf den aktuellen Hype um künstliche Intelligenz die Suchmöglichkeiten duch den Einsatz von KI unbrauchbar gemacht hat, scheint jetzt auch Google im User-Interface diverse Veränderungen durchzuführen, die aus meiner Sicht komplett negativ hinsichtlich der Verwendung sind.

In einigen ausgewählten Versionen für bestimmte User und in einigen Ländern (scheinbar aber nicht in Deutschland) kann man das schon sehen, wie ich in einem Artikel gerade gelesen habe. Das erklärt auch, warum ich neulich die üblichen Sucheinstellungen in Google nicht mehr gefunden hatte, als ich über ein VPN (mit einem Knoten im Ausland natürlich) gearbeitet hatte.

Es gab weder die klassische Navigationsleiste noch die festen Kategorien wie Bilder, Maps und Shopping. Stattdessen wurden Suchergebnisse in einem unbrauchbaren Brei präsentiert. Eine unpassende Logik im Hintergrund hatte mir alles vor die Füße geknallt. „Google verändert wohl Suchmaske und disqualifizert sich damit“ weiterlesen

Fingerprinting

Ich bin gerade über einen Beitrag gestolpert, der die Vermeidung von Spuren im Internet zum Thema hat. Ich finde den Beitrag wirklich gut. Nicht zu technisch, aber auch nicht zu trivial wie sonst meistens.

Nun achte ich natürlich stark darauf, dass ich wenige Spuren im Internet hinterlasse bzw. die Spuren ganz bewusst lege, um Datenspione gezielt irrezuführen. Aber so ganz man kann nicht komplett unsichtbar bleiben. Sonst wird es zu mühselig und viele Dinge im Internet funktionieren sogar gar nicht.

Klar akzeptiere ich Cookies. Vollkommen uneingeschränkt. Und ebenso selbstverständlich werden die beim Schließen eines Browser komplett beseitigt. Ein Nullsummenspiel sozusagen. Cookies sind aber sowieso harmlos und werden ja nur als Ablenkungsmanöver missbraucht, um Anwender solange mit nervigen Meldungen mürbe zu machen, damit Datenschutz nur noch als Belästigung gesehen wird und sie nicht mehr auf echte Datenschutzprobleme achten. Tja – die DSGVO. Vielleicht gut gedacht, aber grottenschlecht gemacht.

Natürlich bin ich auch nicht bei Fratzenbuch, Google, Amazon etc angemeldet, wenn ich andere Webseiten besuche oder gar in Suchmaschinen etwas suche und ja – DuckDuckGo und Ecosia statt Google oder Bing sind selbstverständlich.

Tracking wird mit Browsereinstellungen und ein paar Zusatztools blockiert und wenn es mir wichtig ist, nutze ich auch ein VPN (ist ja in Opera integriert) oder gar Tor. Dazu kommen regelmäßige Einsätze von Reinigungstools wie CCleaner, PrivZer und BleachBit.

Aber das Fingerprinting ist und bleibt ein Problem. Das zu verhindern ist nicht ganz so einfach. Im Gegensatz zum Fingerprinting selbst. Ich bin ja kein Hacker, aber selbst in meinen gewöhnlichen JavaScript-Büchern und meinen Videotrainings für LinkedIn Learning (LiL) zeige ich, wie einfach das im Grunde ist.

Nun habe ich gerade eine Webseite (Cover Your tracks) ausprobiert, die in dem Beitrag empfohlen wird, um zu testen, wie sicher der Browser ist. Und tatsächlich sind meine Standardbrowser nicht vernünftig gegen Fingerprinting gesichert. Vivaldi und Opera so gut wie gar nicht und es konnte ein eindeutiger Fingerprint ermittelt werden, Firefox ist etwas besser, aber auch noch nicht wirklich sicher und nur der Tor-Browser stoppt das Fingerprinting effektiv. Edge, Chrome etc. oder gar IE werde ich nicht testen, denn die Browser verwende ich sowieso nicht, da sie aus meiner Sicht noch in anderer Hinsicht unbrauchbar sind.

Ich werde mal auf die Suche gehen, ob es geeignete Erweiterungen gibt, mit denen ich Vivaldi, Opera und Firefox richtig schützen kann. Denn so sicher der Tor-Browser ist – darüber ist das Surfen langsamer und machen Seiten gehen auch nicht.

Ecosia – weil ich Bäume liebe

Gerade habe ich auf Arte einen Beitrag zur Bedeutung von Bäumen und dem Wald für Menschen gesehen. In Kombination mit einem vorherigen Beitrag des SWR über Schäfer im Dreiländereck D/L/B in der Eifel und deren Bedeutung für die Natur- und Landschaftspflege kann es kein Zufall sein, dass ich eben dann auf n-tv gerade auf den Beitrag über Ecosia als Alternative zu Google gestoßen bin.

Mein Elternhaus steht direkt am Waldrand und ich bin als Kind mehr im Wald und der Natur als im Haus bzw. den Zivilisationseinrichtungn aufgewachsen. Vielleicht prägt das. Auf jeden Fall bin ich ein Waldmensch und ich brauche Wald und Bäume fast so dringend wie Luft. Mehrere meiner Bücher habe ich sogar (teilweise) mit dem Laptop direkt an der Kante des Waldes geschrieben.

Auch wenn mir Ecosia schon lange bekannt war und meine Kidds dafür mehrfach Werbung bei mir gemacht haben, war ich bisher zu träge, Ecosia als Standardsuchmaschine zu konfigurieren. Zwar habe ich mit DuckDuckGo schon seit Jahren eine Alternative zu Google oder Bing als Standardsuchmaschine eingestellt, aber hier steht der Datenschutz als erstes Ziel im Fokus. Und wenn es man schnell gehen musste, habe ich in der Vergangenheit dann doch meist „gegoogelt“.

Aber die drei Ereignisse heute in kurzer Folge habe mich dazu gebracht, dass ich in Zukunft konsequent Ecosia nutzen und auch dafür werben will. Neue Bäume braucht das Land (besser – die Welt),