Apple-Werbung zeigt die freudige Zerstörung menschlicher Kulturgüter, bis nur ein iPad übrig bleibt

Als ich den Beitrag mit den entsetzten Kommentaren zu der neuen Werbung von Apple gelesen habe, konnte ich nicht wirklich glauben, was da als Zitate genannt wurde:

  • Alles, was du liebst, ZERSTÖRT
  • Ernsthaft, was stimmt nicht mit euch?
  • Werbung, die zeigt, wie schöne Werkzeuge menschlicher Kreativität zerquetscht und durch das neueste und dünnste Gadget ersetzt werden.
  • Was für ein unglaubliches Eigentor von Apple. Zu einer Zeit, in der sich Künstler, Musikerinnen und Kreative mehr denn je sorgen, dass Techunternehmen versuchen, sie für ihren eigenen Profit zu Staub zu zermalmen, kommt Apple mit einer Anzeige, deren einzige Botschaft lautet: Ja, das ist genau das, was wir tun.

Aber dem kann ich mich nach dem Ansehen von diesen unsäglichen Machwerk nur anschließen. Was zeigt das für eine Verachtung von Kultur, der realen Welt und Menschlichkeit. Das Zitat „Peanuts“ kommt mir in den Sinn, wenn abgehobene Dreckskerle den Wert von Mitmenschen lächerlich machen. Einfach nur „Pfui Apple“.

5 Jahre DSGVO und Rekordstrafe gegen Facebook

Da kommt gerade was mit Bezug auf Datenschutz zusammen, was für mich aus einem Freak-Kabinett kommt und auch nicht zusammengeht.

Seit 5 Jahren gibt es die DSGVO, die m.E. dem Datenschutz mehr geschadet hat als alle Versuche der üblichen Datenkraken, den Datenschutz auszuhebeln. Denn mit nervtötenden Bannern vor dem Besuch jeder Webseite, unnötigen Kosten, Behinderungen aller Beteiligten und dem angeblichen Schutz von Daten, die sowieso von Nutzern offen verteilt werden, ist die DSGVO ein bürokratisches Monster, das die Akzeptanz von Datenschutz gegen die Wand gefahren hat. So wie Klima-Kleber der Akzentanz des dringend notwendigen Umweltschutz schaden. Nicht umsonst machen Schlagzeilen die Runde, dass für viele Leute als auch Unternehmen die Bedeutung von Datenschutz massiv abnimmt. Der Zusammenhang mit dem Irrläufer DSGVO ist für mich zwingend. Wenn man es wohlwollend ausdrückt:

Gut gedacht ist nicht gut gemacht.

Auf der anderen Seite ist Facebook/Meta in der EU zu einer Rekordstrafe von 1,2 Milliarden Euro wegen der Beteiligung an Massenüberwachung verurteilt worden. „5 Jahre DSGVO und Rekordstrafe gegen Facebook“ weiterlesen

Meta verstösst gegen EU-Datenschutzrichtlinien bzw. am Morgen geht die Sonne auf

Gerade habe ich Nachrichten mitbekommen, dass Meta wegen Datenschutz-Verstößen in Europa 390 Millionen Euro Strafe zahlen soll. Es geht darum, dass angeblich personenbezogene Daten der Nutzer ungefragt für die Personalisierung der Werbung verwendet werden und das sei illegal. In welcher Traumwelt leben die denn? Der Datenmissbrauch bei Facebook, Instagram, Apple, Google & Co ist so selbstverständlich wie die Tatsache, dass die Erde rund ist oder es tagsüber hell wird. Das ist doch keine Meldung wert.

Selbstversändlich werden Nutzerdaten von allen Konzeren kreuz-und-quer verwendet. Mit oder ohne Einwilligung. Selbst Daten von Leuten, die bewusst nicht auf Facebook und Co sind, stehen dort vollständig zur Verfügung. Denn deren Daten (Name, Telefonnummer, E-Mail, Hobbies, Vorlieben, berufliche Tätigkeiten etc.) sind garantiert in irgendwelchen Kontaktdaten von Personen enthalten, die in irgendeinem System angemeldet sind. Nur haben diese Verweigere dann noch weniger Kontrolle über das, was über sie bekannt ist. Das ist genauso wie bei Leuten, die sich aus Gesundheitsgründen bewusst fettfrei ernähren und dann erfahren müssen, dass das total ungesund ist (nur als Beispiel). Raushalten aus all dem Kram ist also die schlechteste aller Optionen, die man als Mensch hat. „Meta verstösst gegen EU-Datenschutzrichtlinien bzw. am Morgen geht die Sonne auf“ weiterlesen

Ihr zuständiges FBI empfiehlt lokales NAS statt Cloud

Durch IT-Medien geistert die Meldung, dass das FBI „zutiefst besorgt“ über Apples neue Verschlüsselung ist. Denn mit der Einführung von Apples Advanced Data Protection könne man nicht mehr alle iPhones ungehindert ausspionieren. Deshalb will das FBI diese Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für die Backups und andere Daten in der iCloud verbieten lassen. Was mich widerum zu der Frage führt, warum denn Hinz und Kunz und FBI ungefilterten Zugang zu allen iCloud-Konten haben dürfen? Und sollte das in USA legal sein – sind sich alle Apple- bzw. iCloud-Nutzer dieser Aufhebung jeder Privatshäre bzw. der Abschaffung von (virtuellem/geistigen) Eigentum im Klaren? Und was ist mit Nutzern außerhalb des Rechtssystems der USA (soll es ein paar wenige auch geben)? „Ihr zuständiges FBI empfiehlt lokales NAS statt Cloud“ weiterlesen

Mein Gerät finden – oder besser nicht?

Gerade überlege ich, ob ich das Feature „Mein Gerät finden“ auf meinem SmartPhone aktiviere – oder eben besser nicht. Auf der einen Seite wird das SmartPhone immer wichtiger. Nicht zuletzt durch Corona. Ob man will oder nicht. Auf der anderen Seite wird man durch zig Unternehmen und Organisationen bereits bis auf die letzten privaten Dingen ausspioniert. Neben Fratzenbuch und anderen a(sozialen) Netzwerken zeichnet sich ja auch Google (wahlweise Apple) durch ungebremste und vollkommen unkontrollierte Sammelwut aller persönlichen Daten aus. Jetzt auch noch permanent den Standort des SmartPhones denen überlassen? Irgendwo erinnert mich das an Faust und den Teufel.

Andererseits kann der Verlust des SmartPhones oder sogar nur die temporäre Nichtverfügbarkeit mittlerweile ziemlich negative Konsequenzen haben.

Klar – wer finanzielle Transaktionen mit dem SmartPhone macht, der ist selbst daran Schuld. Zahlungen mit Bargeld sind ja sowieso der beste Schutz der gesellschaftlichen Freiheit (unter dem Wirtschaftsaspekt) und wenn man schon nicht bar bezahlen kann, dann nimmt man eine EC-Karte oder macht Onlineüberweisung an einem etwas sicheren PC und nicht einem Tablet oder SmartPhone. Aber selbst dann kommen Freischaltcodes oft auf das SmartPhone.

Die Sache mit dem Impfstatus und Zugangsregeln wegen Corona wird auch aktuell ohne SmartPhone ebenso ziemlich unbequem bis schwierig. Als ich mich am Mittwoch „geboostert“ habe, war vor mir eine Schlange von über 50 Leuten, die alle vor dem Gebäude getestet werden mussten. Die Schlange war innerhalb von vielleicht 10 Minuten abgearbeitet – aber nur, weil das Testergebnis per E-Mail auf das Handy geschickt wurde. Eine andere Möglichkeit zum Erfahren des Testergebnisses gab es nicht. Deshalb extrem flotte Abarbeitung, aber Ausschluss von Leuten ohne SmartPhone. Echte Impfausweise aus Papier sollen ja in einigen Situationen demnächst auch nicht mehr anerkannt werden. Das zwingt zum SmartPhone, auch wenn damit m.E. das Fälschen von Impfzertifikaten extrem leichter ist. Aber das ist ein anderes Thema.

Schleichend ist das SmartPhone also immer wichtiger geworden und deshalb muss man es – zumindest aktuell – immer griffbereit haben, wenn man aus dem Haus geht. Ob man es gut findet oder nicht. Tja – und deshalb ist dieses Feature, mit dem man über ein anderes Android-Gerät oder einen Webbrowser herausfinden kann, wo sich sein Smartphone gerade befindet, so verführerisch. Ist es verloren, kann man das Gerät außerdem einen Ton abspielen lassen, sperren oder sogar Daten darauf löschen.

Aber damit das funktioniert, muss die Geolocation ständig an sein und natürlich das Gerät selbst. Punkt 1 habe ich immer deaktiviert – außer bei der Navigation – und auch sonst schalte ich das SmartPhone immer wieder aus oder zumindest offline. Das müsste ich lassen und mich damit voll in des Teufels Fänge begeben. Es ist ja so einfach – nur in den Einstellungen auf „Sicherheit“ tippen und dort „Mein Gerät finden“ aktivieren. Dann kann ich es halt leichter finden. Ich, Google und wer weis noch alles. Nur dann muss man ja auch über die Spracheingabe, die Kamera, das W-LAN, die mobilen Daten im Hintergrund etc. nachdenken und eigentlich alles deaktivieren. Was das SmartPhone letztendlich nutzlos macht. Klassisches „Wasch mich, aber mach mich nicht nass“-Problem.

EDIT: Mittlerweile habe ich die Sache mal ausprobiert. Wenn ich mich mit meinem Google-Account anmelde, kann ich aus dem Browser heraus auch das Gerät klingeln lassen, bei dem ich das Feature ausgestellt(!) habe und das Gerät auf lautlos steht. Krass – nur die Lokalisierung geht nicht. Zumindest nicht genau, denn in welchem W-LAN das Gerät angemeldet ist bzw. vor ein paar Minuten war, bekomme ich dennoch mitgeteilt. Da ich mehrere SmartPhones habe, habe ich auf meinem Testgerät das Feature aktiviert und da bekomme ich die Position so genau, wie es etwa bei der Navigation üblich ist. Einfach nur krass – in positiver als auch negativer Hinsicht.

Mac Mini als Druckserver

Im Rahmen der Neugestaltung meines Büros mit eingeschlossenem grundlegendem Neuaufbau meiner IT bin ich zwei Probleme bzw. Fragen angegangen, die ich schon viele Monate nicht so richtig gelöst habe.

  1. Wie bekomme ich meinen Drucker-Fehlkauf – den Samsung Xpress M2026w Laserdrucker – doch noch vernünftig im Netzwerk zu laufen?
  2. Was mache ich mit meinem uralten, überzähligen Mac Mini?

Der Samsung-Drucker bekommt von mir die Krone für meine schlechteste IT-Anschaffung ever. Billig war er, aber ständig hat das Dreckding Ärger gemacht. Dabei ist es nicht einmal so schlimm, dass man den Papierschacht nur halb voll machen kann und Papierstau oder nicht richtig eingezogene Blätter den Ausdruck behindern. Das Schriftbild ist zumindest ok. Aber – der Drucker ist funktioniert im W-LAN total unzuverlässig. Deshalb habe ich ihn nach viel Arbeit und Ärger irgendwann per USB an mein NAS angeschlossen. Von ein paar Rechnern – vor allen Dingen aus Linux heraus – war er damit halbwegs zuverlässig anzusprechen. Aber von mehreren anderen Rechnern ging auch dann einfach nichts. Nun habe ich beim Neuaufbau der IT in meinem Büro eine Weile experimentiert. Sowohl an mehreren Windows- als auch Linux-Rechnern wird der Drucker per USB erkannt. Aber im Netzwerk ist er – trotz Freigabe und allen denkbaren Einrichtungen – nicht anzusprechen. Man sieht ihn, aber er reagiert einfach nicht auf Druckaufträge oder die Abfrage des Status. In alle Richtungen:

  • Linux -> Linux
  • Linux -> Windows
  • Windows-> Linux
  • Windows-> Windows

Keine Chance. Ich habe sogar meinen Rasberry PI 1 als Druckserver ausprobiert, aber da wurde der Drucker noch nicht einmal richtig erkannt.

Dann kam mir mein zweites IT-Problem in den Sinn – was mache ich mit dem Mac Mini? Meine Abneigung gegen Apple-Produkte ist ja bekannt, wenn man meinen Blog liest. Die Dinger sind viel zu teuer, zu unfrei bzw. zensiert, zu eigenwillig zu bedienen und zu viel auf Schein statt Sein optimiert (Design statt Funktionalität). Aber in einem Punkt hatte ich meinen alten Mac Mini über die Corona-Krise schätzen gelernt. Über mehrere Monate musste ich mit meiner Band Corona-bedingt eine Pause hinsichtlich von Live-Proben einhalten. Aber wir hatten uns zu regelmäßigen virtuellen Proben mit JamKazam aufgerafft und das ging mit keiner anderen Hardware auch nur ansatzweise so gut wie mit dem Mac Mini. Seit wir aber wieder live proben können, habe ich einfach keinen Bedarf mehr an dem Mac Mini. Ich kann das macOS einfach nicht bedienen. Es ist mir (!) viel zu wenig intuitiv, unlogisch, beschränkt und unbequem.

Aber unter dieser unangenehmen Oberfläche und hinter dem ganzen lächerlichen Rummel um Apple befindet sich eine solide Basis. Denn der Drucker war am Mac Mini sofort eingerichtet (ok – das ging unter Linux und Windows am USB-Port auch) als auch direkt im Netzwerk verfügbar. Und das habe ich wie gesagt mit keiner anderen Konstellation hinbekommen.

Der alte Mac Mini von 2013 wird also sein – vermutlich 4. oder 5. – Leben in Zukunft als Druckserver fristen. Ohne Monitor, Tastatur oder Maus. Aber natürlich ist SSH- und VNC-Zugriff auf dem Teilchen eingerichtet – für alle Fälle.

Apropos „Für alle Fälle“: wenn die Sache mit Corona sich weiter so schlimm entwickelt, kann er (leider) vielleicht seinen Zwei-Job für virtuelle Proben mit JamKazam wiederaufnehmen :-(.

Apples moderner Hexenhammer oder „Schlagt sie alle tot, Gott kennt die Seinen“

Es ist schon fatal, wie die Art eines Berichts das Urteil über ein Geschehen manipulieren kann. Heute stand in einer fachlich vollkommen unbeleckten Tageszeitung ein Beitrag mit der Überschrift

Apple geht gegen Kinderpornografie vor

Der Beitrag selbst war dann wohl rein das, was die Pressevertreter von Apple vorgegeben haben. Und Lieschen Müller denkt sich so etwas wie:

Gut so. Endlich macht einer was.

Nur gestern habe ich zum gleichen Thema (dessen Brisanz mir bisher vollkommen entgangen war – mea culpa) in einer Fachzeitschrift schon einen Beitrag gelesen. Da klang das ganz anders. Die Überschrift wurde bis heute geändert, aber zuerst stand da:

Apple – lasst den Scheiss

Und jetzt:

Totalüberwachung durch die Hintertür – Apples fataler Sündenfall

Die Kommentare im Forum dazu laufen Sturm gegen Apple. Denn was Lieschen Müller aufgrund der unreflektierten Wiedergabe der Apple-Meldungen in Tageszeitungen oder anderen Belanglosmediem gut findet, wird von Fachleuten als Dammbruch und fataler Präzedenzfall für eine Totalüberwachung gesehen. Unter dem Deckmantel des Kinderschutzes.

Es ist immer die gleiche Vorgehensweise, wenn man Menschenrechte einschränken, bestimmte Gruppen vernichten oder allgemein seine eigenen Ziele gegen andere Interessen durchsetzen will. Man schiebt ein Thema vor, gegen das niemand etwas haben kann, und vernichtet dann das Ziel mithilfe dummer Mitläufer.

  • Das Wetter ist schlecht und die Ernte verdorben. Das waren Hexen. Die müssen wir verbrennen, denn wir wollen doch alle, dass das Wetter wieder besser wird und niemand verhungert. Dagegen kann doch niemand etwas haben, der keine Hexe oder Hexer ist.
  • Alle Katharer sind Ungläubige und wer kein Ungläubiger ist, muss sie im Namen der Kirche richten.
  • Die Hugenotten sind Schuld am Unglück Frankreichs.
  • Wer kann denn gegen den Kampf gegen Kinderpornografie sein? Wer nichts zu verbergen hat … 🙁

Leider gibt es auch in Deutschland diverse Beispiele, wie man so vorgegangen ist. Gerade im 20. Jahrhundert.

Die Fachleute und Datenschützer laufen glücklicherweise Sturm gegen diesen Angriff von Apple, der von diesen u.a. als verteilte Massenüberwachung unserer Telefone und Laptops bezeichnet wird, mit dem jeder Überwachungsstaat unkontrollierbar permanent im System verankerte Wanzen nutzen kann.

Es soll zwar angeblich nur nach kinderpornografischen Inhalten gesucht werden, aber das wird man in China, Nord-Korea oder Belarus auch garantiert beachten. Um so Inhalte zu finden, müssen alle (!!!) Daten permanent analysiert werden. Egal ob in der Cloud oder auf allen lokalen Datenträgern. Es wird keine Unterscheidung von noch privaten Inhalten und zu analysierenden Inhalten geben. Es wird einfach alles gescannt.

Und es ist sicher, dass die Begehrlichkeiten auch bei Staaten, die nicht als Diktaturen gesehen werden, wachsen. Die Liste kann um die Suche nach Terroristen, Menschenhändlern, Drogen-Dealern, organisierten Verbrechern, Querdenkern, Whistleblowern, kritischen Journalisten, Menschenrechtlern, beliebig erweitert werden. Und dann werden auch Hacker und Verbrecher diese Techniken vermutlich in Null-Komma-Nichts nutzen können.

Das Horrorszenario läuft völlig aus dem Runder, wenn andere Firmen nachziehen müssen, weil Staaten irgendwann diese komplette Überwachung gesetzlich vorschreiben. In Ländern wie China, Belarus, etc. werden Bürger vielleicht irgendwann gezwungen, ständig online zu sein und letztendlich einen Apple-Chip unter die Haut implantieren zu lassen.

Hat das Apple nicht einkalkuliert oder nur ignoriert? Oder findet es vielleicht sogar ok?

An apple a day keeps the doctor away

Äpfel sind gesund und schmecken meist (nicht zuletzt in Form von Äppler im Gerippten – also unserem regionalen Apfelwein). Aber zu technischen Äpfeln habe ich ein sehr gespaltenes Verhältnis. Die Zeit, wo ich auf Apple-Produkte herab geschaut habe, nur um mich als etwas Besseres zu fühlen, sind vorbei. Man wird Altersmilde. Und auch wenn ich niemals ein Apfel-SmartPhone, -Tablet oder sonstiges -Consumergerät haben will. Mich hat ein uralter Mac Mini, den ich eigentlich nur vor Jahren im Rahmen meiner Videotrainings zu iOS-Entwicklung für LinkedIn Learning (LiL) eingesetzt hatte, vor einigen Monaten bei den Corona-bedingten virtuellen Proben meiner Band komplett beeindruckt.

Wir nutzen bei den regelmässigen virtuellen Proben ein Programm mit Namen JamKazam und damit kann man – einen entsprechenden Account, gutes Internet und passende Hardware vorausgesetzt – fast Latenzfrei direkt live zusammenspielen. Mein Highend USB Interface, das ich von LinkedIn Learning (LiL) für meine Remote-Videotrainings gestellt bekomme, ist schon mal ideal, aber nur mit dem Mac Mini gibt es das perfekte Zusammenspiel – im wahrsten Sinn des Wortes. Mit drei anderen Rechnern (alle mit Windows 10) gab es immer irgendwelche kleinen oder grossen Macken.

Nur beim Mac läuft alles „out-of-the-box“. Das hat mich zu der Überlegung gebracht, ob ich mir nicht doch mal einen neuen Apple-Rechner zulegen sollte. Der neue M1-Prozessor soll ja verdammt gut sein. Vielleicht einen Mac Mini der neuen Generation? Nur gibt es die Dinger leider nur mit winzigem RAM und minimaler SSD. Da ein späteres Aufrüsten nicht geht, wäre eine Anschaffung nur dann sinnvoll, wenn man den Rechner 2 oder 3 Jahre als Hauptrechner einsetzt und dann abstösst. Da ich aber die Sache mehr oder weniger als „Hobby“ bzw. zum Aufbau von etwas mehr Erfahrung in der fremden Apple-Welt betrachte, ist mir die Angelegenheit zu teuer. Das ist ja immer das Apple-Problem – mindestens doppelt so teuer wie die direkte Konkurrenz und Aufrüsten ist nicht vorgesehen. Der neue All-in-one-Rechner von Apple hat mich jetzt auch komplett abgeschreckt. Die Vermarktung und die Schwerpunkte sowie die erkennbaren Produktausrichtungen sind nicht meine Welt.

Aber es gibt ja noch den alten Mac Mini, der in meinem Büro in Eppstein verstaubt und nur seit einiger Zeit zu den besagten Bandproben 2 -3 x im Monat erwacht ist. Den habe wieder in mein Bodenheimer Büro mitgenommen, denn er ist immer noch leistungsfähig genug, auch wenn die neuste Version von macOS darauf schon nicht mehr läuft. Ausserdem kann ich einen Monitor drauf stellen und muss dafür nicht wie bisher ein Buch nehmen, um den etwas höher zu bekommen. Zwar habe ich keinen Monitor und auch keine Tastatur für den Mac Mini übrig, aber dem lästigen Umstecken begegne ich mit VNC. Damit bleibt auch der Schreibtisch leerer. Die minimale Verzögerung bei den Signalen kann ich akzeptieren und sollte ich wider Erwarten ernsthaft mit dem Mac arbeiten, kann ich ja für den Fall tatsächlich die Peripherie umstecken.

Das sollte für meine Apple-Ambitionen genügen und ich schaffe mir doch lieber wieder für weniger Geld einen leistungsfähigeren Rechner an. Aber auch das hat keine Eile – noch geht meiner Workstation, das Matebook sowieso und selbst mein altes Terra-Notebook kann als Backup-Rechner alles liefern, was sich brauche (wenn auch etwas gemütlicher).

Stiftung Warentest blamiert sich beim Notebook-Test mit unlauterem Apple-Lobgehuddel bis auf die Knochen

Sofern es sich nicht um einen Scherz zum 1. April beim Stern handelt, hat sich die Stiftung Warentest mit einem Notebook-Test bis auf die Knochen blamiert. Es wurden Notebooks mit 15-Zoll-Display in der Preisklasse zwischen 600 und 850 EUR getestet. Und weil es bei Apple da nichts gibt, hat man dafür eine Ausnahme gemacht und ein Macbook Pro mit 2.200 EUR (!) mitspielen lassen. Ratet mal, wer dann mit großem Tamtam als Gewinner hochgejubelt wurde?

Das erinnert mich an den Sinn des Lebens von Monty Python, bei dem beim Rugby Schüler einer 5ten-Klasse (oder so) gegen die Schüler des Abschlussjahrgangs angetreten sind.

Wenn Apple es nicht hinbekommt ein konkurrenzfähiges Produkt bereitzustellen – warum gilt nur für diese eine Firma so eine lächerliche Ausnahmegenehmigung? Ist auch die Stiftung Warentest schon religiös von Apple infiltriert oder nur bestochen worden?

Wir wollen beim Mac Mini unser geliebtes „Space Grey“ wieder

Ich war früher regelrechter Apple-Gegner und habe mich von dem gesamten Habitat und dem Hype rund um diese „Religion“ richtig angewidert gefühlt. Außer bei ein paar Onlinetraining zur App-Entwicklung unter iOS bei LinkedIn Learning (LiL – damals noch Video2Brain) habe ich rein gar nichts mit Apple-Produkten zu tun gehabt. Aber da musste ich ja zwangsläufig mit einem Mac arbeiten (ein Mac Mini, der bei mir im Zweitbüro immer noch sein Gnadenbrot fristet). Aber sonst wollte ich einfach nicht an das Zeug ran. Selbst bei meinem Buch zu Cordova, bei dem es ja um Cross Plattform Entwicklung für Apps (und damit auch iOS) geht, konnte ich rein mit Linux und Windows als Entwicklungsplattform und Android, Windows Mobile und den Browser als Ziel-Plattform bzw. Emulation auskommen und damit iOS nebenher erschlagen.

Meine Kidds hingegen verwendeten irgendwann an der Schule und jetzt der Uni iPads, aber auch die haben mich absolut nicht überzeugt.

Eigentlich habe ich das erste Mal einen Apple als „richtiges“ IT-Gerät statt reines Mode- und Statusspielzeug wahrgenommen, als wir Corona-bedingt mit meiner Band nur noch virtuell mit JamKazam zusammenspielen konnten. Mit keinem anderen Rechner ist die Sache so gut gelaufen wie mit besagtem alten Mac Mini, der in meinem Büro in Eppstein verstaubte.

Nun bin ich sogar mittlerweile so weichgekocht, dass ich mir die Anschaffung von einem der neuen Mac Mini mit dem M1-Prozessor oder eventuell kommenden M2-Prozessor vorstellen kann. Die neue Architektur von Apple soll ja wirklich herausragend sein.

Mich schreckt noch das Betriebssystem ab (ich kann mit Mac OS nicht arbeiten – fertig), aber ich habe gelesen, dass ein virtualisiertes Windows 10 auf den Geräten schneller laufen soll als auf vergleichbaren Intel-PCs nativ. Das wäre ein gangbarer Weg, wobei die Kosten schon heftig sind und es derzeit wohl die Geräte nur mit winziger SSD (gerade mal 512 GB) und ebenso winzigem RAM (m.W. nur 8 GB oder vielleicht 16 GB) gibt. Aber ich denke schon, dass da demnächst praxisgerechtere Varianten mit vielleicht 1 TB SSD und mindestens 32 GB RAM auftauchen. Weniger sollte es in aktuellen Zeiten auf keinen Fall mehr sein und je nachdem, wie teuer sich Apple sich die Dinger bezahlen lässt, würde ich vielleicht sogar zuschlagen.

Nun habe ich deshalb ein bisschen in Apple-Magazinen gestöbert und eine Schlagzeile zu dem Mac Mini hat mich schon wieder massiv ins Zweifeln gebracht, ob ich mich wirklich in diese Welt begeben sollte? Da war das zu lesen:

Mac Mini – Space Grey kommt zurück
Viele stellten sich die Frage: Warum hat Apple den M1-Mac-Mini nicht in der Farbe Space Grey 2020 gebracht? …

Geht es noch? So etwas ist Thema in diesem Umfeld? Die Farbe?

Au weiha …

Vorteile und Graus der Virtualisierung – Docker & Co

Cordova

Da ich für das kommende Sommersemester an der Technischen Hochschule Bingen wieder einen Lehrauftrag zum Thema Cordova und plattformneutrale App-Entwicklung angenommen und gerade Zeit für die Vorbereitung habe, habe ich die letzten Tage in den aktuellen Stand von Cordova reingeschaut und meine alten Projekte und Matrialien zusammengetragen. Ich hatte dieses Thema eine ganze Weile schleifen lassen, da Python, Big Data, Web-Programmierung, Cobol, C# & „Was auch sonst immer“ die Arbeit in eine andere Richtung gelenkt hatten.

Die meisten Dinge, die ich die vergangenen Jahre zusammengestellt und programmiert habe, sind jedoch noch weitgehend auf Stand. Allerdings haben sich auch durchaus Sachen geändert. Daher bedarf die neue Vorlesung einiger Vorbereitung und eine Anpassung.

Zudem habe ich auch ganz einfach Lust, meine ganzen Apps zu aktualisieren. Parallel will ich aus einigen Apps  Python-Programme machen. Ohne konkrete Ziele, aber vielleicht kommen mir dabei ein paar neue Ideen und ich lerne natürlich was dazu – auch wenn das im Grunde aktuell ein reines Programmieren aufgrund von Zeit und Lust darstellt.

Anyway – bei Cordova gibt es ein paar Sachen, die mich schon stutzig gemacht und zu einigen Arbeiten im Hintergrund sowie grundsätzlichen Überlegungen genötigt haben. Das reine Installieren der neuen Version von Cordova mit npm geht wie gehabt und das Erstellen von Cordova-Projekten in dem Cordova-CLI auch. Ebenso das Hinzufügen der verschiedenen Plattformen und das Ausführen in dem Browser-Emulator ist unverändert. Die eigentlichen Quellcodes auf Basis von JavaScript & Co sowieso.

Aber wenn man etwa beim konkreten Kompilieren Android als Plattform für die Cordova-Apps haben will, wird das JDK 8 vorausgesetzt. Im Moment ist aber schon das JDK 15 aktuell und damit funktioniert es nicht. Zumindest bekomme ich es im Moment nicht hin, mit der derzeit aktuellen Java-Version Android-Apps zu erstellen. Ehrlich gesagt ist mir nicht einmal klar, ob das an Android (da soll ja Java auch sukzessive abgelöst werden) oder Cordova liegt. Wie angedeutet, habe ich die App-Entwicklung eine Weile aus den Augen verloren.

Und dann hatte ich das Android Studio bzw. das Android SDK als auch Xcode komplett von meinen Rechnern gelöscht, da ich eben das Entwickeln für Android und iOS die letzte Zeit nicht gebraucht hatte. Zumal ich mich sowieso auch dabei auf das Visual Studio committed hatte. Dabei kann man ja wunderbar auch Android- bzw. iOS-Apps erstellen.

Aber um die verschiedenen Möglichkeiten im Vorfeld der Vorlesung mal wieder auszutesten, werde ich auf meinem Mac vermutlich Xcode neu installieren (wenn ich die Sache mit meiner Apple-ID geklärt habe – die habe ich auslaufen lassen) und das Android Studio habe ich mittlerweile wieder neu installiert.

Aber irgendwie hat es bei meinem ersten naiven Versuch nicht funktioniert, damit Cordova-Projekte zu öffnen – oder besser –  zum Laufen zu bringen. Irgendwie mag ich das Android Studio aber auch nicht wirklich. Ich sollte der Sache zwar auf den Grund gehen, aber ich werde ja sowieso Visual Studio nehmen.

Wobei es da auch ein seltsames Problem gibt. In Visual Studio 2019 ist die Erweiterung für Cordova nicht mehr dabei und damit kann man weder Cordova-Projekte anlegen noch vorhandene Cordova-Projekte öffnen. Also musste ich die schon gelöschte Version 2017 von Visual Studio mit der Cordova-Erweiterung wieder auf meine Rechner aufspielen. Damit geht aber alles wunderbar und ich habe mittlerweile diverse Cordova-Apps erstellt, aus Visual Studio in verschiedenen Emulatoren sowie per USB-Debugging sogar direkt auf mehreren Geräten ausgeführt. Auch die Installation auf ein paar Testgeräten funktioniert problemlos. Seltsam sind die Begleiterscheinungen jedoch schon und ich bin nicht sicher, ob Cordova noch lange auf dem Markt bleibt. Was Cordova aber nicht als gute Basis für die kommende Vorlesung diskreditiert, um grundsätzlich die Erstellung von plattformneutralen Apps auf Basis von Webtechnologien zu lernen. Denn im Umfeld von Xamarin sind die gleichen Bedingungen/Probleme vorzufinden. Die Frage ist also wohl eher, ob Apps auf Basis von Webtechnologien sich auf Dauer etablieren oder nicht?

Wie dem auch sei – ich habe eigentlich keine Lust, das alte JDK 8 auf meine Rechner zu installieren und auch nicht die ganzen Emulatoren und SDKs von Android Studio auf Teufel komm raus zu konfigurieren. Entweder es geht „out-of-the-box“ wie bei Visual Studio 2017 oder die Sache kann mir im Grunde gestohlen bleiben. Es geht mir um die eigentlich Programmierung innerhalb des Cordova-Wrappers mit JavaScript und HTML/CSS und nicht um das Geraffel rundherum. Das hat mich schon immer an der App-Programmierung genervt.

Und da kam ich auf die Idee, eine andere Sache mal wieder aufzugreifen, die ich vor einigen Monaten angefangen, dann aber wegen anderer Dinge – wie so oft – beiseite gelegt habe: Docker.

Warum nicht einfach ein gut konfiguriertes Docker-Image für Cordova laden und dann ohne das ganze Installieren und Konfigurieren die Apps bauen? Das war meine Idee. Sollte doch einfach sein.

Und wie immer, wenn etwas auf den ersten Blick so einfach und logisch aussieht, steckt der Teufel im Detail. Genau genommen sind es in dem Fall sogar gleich mehrere Teufel gewesen.

Denn obwohl ich mich schon mit Docker beschäftigt und auch schon Images bzw. Container zum Laufen gebracht hatte, habe ich das Zeug zwischenzeitlich wieder von meinen Rechner gelöscht gehabt. Also musste ich Docker erst einmal „schnell“ installieren. Was (natürlich) wieder gar nicht schnell war und letztendlich sogar auf meinen Windows-Rechnern gescheitert ist. Weder unter Windows 10 Pro noch unter Windows 10 Home ist Docker bei mir richtig gelaufen. Natürlich kam ich bei den Problemen mit Windows 10 Pro sofort auf Hyper-V und diesen ganzen Virtualisierungs-Kram im Hintergrund von Windows, denn damit habe ich schon seit Jahren Ärger im Zusammenspiel mit VirtualBox und dem VMWare Player. Und auch wenn der VMWare Player ab der Version 16 wohl mit dem Hyper-V-Geraffel kann und auch Docker in Windows 10 Pro irgendwas mit Hyper-V macht und ich die Anleitungen für die ganzen Einstellungen umgesetzt habe, hat das Zeug irgendwelche Probleme mit den Rechten. Dazu kommt – bei Windows 10 Home gibt es ja kein Hyper-V und da muss man dann andere Sachen konfigurieren bzw. installieren. Alles doch ein elendes Gefuddel, was ich ja ausdrücklich vermeiden wollte und ich habe nach diversen Versuchen die Lust verloren.

Also auf meinen Linux-Rechner gewechselt, auf dem Docker erwartungsgemäß problemlos läuft. Zwischenzeitlich war ich auch in Eppstein und habe Docker mal auf meinem iMac getestet – auch keine Probleme. Also Docker sollte doch ein lohnenswerter Ansatz sein.

Aber dann bin ich auf das nächste blöde Problem gestoßen, erst einmal ein geeignetes Cordova-Image für Docker zu finden. Auf Git gibt es da was, aber der Git-Zugriff scheitert durch Rechteprobleme. Das Image scheint entweder gesperrt oder verschoben worden zu sein. Dann habe ich noch eine Anleitung gefunden, wie ich mir selbst ein Cordova-Image erstellen kann, aber das ist ja das Gegenteil von dem, was ich eigentlich wollte – keine Arbeit mit der blöden Konfiguration. Letztendlich habe ich nur ein Docker-Image gefunden, dass (angeblich) mit einem einfache Pull vom Docker Hub zu installieren wäre. Also so (vermutlich als root notwendig):

sudo docker pull beevelop/cordova:latest

Das Starten des Image soll dann einfach so funktionieren:

sudo docker run -it beevelop/cordova bash

Unter Windows habe ich wie gesagt Docker nicht stabil zum Laufen gebracht und das Image wurde angeblich nicht gefunden. Beim iMac muss ich es noch probieren, aber auf meinem Linux-Rechner ging der Pull einwandfrei. Bis 98% durch waren. Dann kam reproduzierbar immer wieder der Abbruch.

Mittlerweile war es Krieg – die Technik gegen mich. Oder umgekehrt. Und wenn etwas einfach nicht laufen will, werde ich zum Berserker. Auch wenn im Grunde alles Notwendige zur Vorlesung über Cordova mit Visual Studio bereit gestanden hat – ich lasse mich doch nicht von so einem Mist in die Knie zwingen.

Mein Mint Linux-Rechner ist noch in der Version 19 und das System wollte ich auch nicht verpfuschen. Von daher kam mir die Idee, meine Linux-VM (Mint Linux 20) unter Windows 10 zu verwenden. Nur konnte die plötzlich auf meiner Workstation mit VirtualBox nicht mehr gestartet werden und auch die Installation einer neuen Linux-VM ist gescheitert. Möglicherweise aufgrund der Hyper-V-Einstellungen und dem Kram, aber ich hatte einfach keinen Bock mehr auf das Gefummel. Also eine neue Version von VMWare-Player aufgespielt, dort eine Version von Mint-Linux 20 installiert und da ging dann der Pull des Docker-Images. Ohne Probleme. Wenn man „Von hinten durch das Auge“ wortwörtlich haben will, ist das diese Konstruktion – eine Virtualisierung in einer Virtualisierung.

Wer aber jetzt glaubt, die Sache wäre vorbei, täuscht sich. Denn in dem Cordova-Image war kein passendes JDK 8 dabei. Die Erstellung eines Cordova-Projekts ging damit problemlos, aber das geht ja auch in meiner normalen Cordova-CLI und damit bringt mich ein Docker-Image keinen Millimeter weiter.  Als ich eine Android-App kompilieren wollte, war war auch im Docker-Container Schicht im Schacht.

Aber es war mittlerweile schon lange persönlich und jetzt wollte ich es durchziehen. Also in dem Docker-Container das JDK 8 nachinstalliert. Das geht so:

apt-get update && apt-get install -y openjdk-8-jdk && apt-get install -y ant && apt-get install -y gradle && apt-get clean

Unter Umständen tut ein Update der Zertifikate noch gut (bei mir nicht notwendig gewesen):

apt-get update && apt-get install ca-certificates-java && apt-get clean && update-ca-certificates -f

Und letztendlich müssen u.U. die Umgebungsvariablen gesetzt werden (bei mir auch nicht mehr notwendig gewesen):

ENV JAVA_HOME /usr/lib/jvm/java-8-openjdk-amd64/

oder

set JAVA_HOME /usr/lib/jvm/java-8-openjdk-amd64/

und dann:

export JAVA_HOME

Danach konnte ich endlich eine Android-App im Docker-Container kompilieren. Nur sind Docker-Systeme ja flüchtig und wenn der Docker-Container beendet wird, sind alle Änderungen samt der gespeicherten Daten weg. Also waren Snapshots des aktuellen Stands notwendig. Das geht aus einem zweiten Terminal heraus etwa so:

sudo docker commit -p 532a5b3584e8 container1

Dabei braucht man die ID oder den Namen des Docker-Containers.Bekommt man so:

sudo docker ps

Dann bekommt man was der Art angezeigt:

CONTAINER ID IMAGE COMMAND CREATED STATUS PORTS NAMES
532a5b3584e8 container1 „bash“ 19 minutes ago Up 19 minutes eloquent_liskov

Und dann muss die kompilierte App ja auch noch raus aus dem Docker-Container oder man muss was reinkopieren. Also stellte sich die Frage, wie man aus einem zweiten Terminal aus dem Clientsystem auf den Host rauskopiert oder umgekehrt? Das geht formal so (wieder mit sudo):

docker cp <SRC> <DEST>

Also konkret was der Art (in den Container):

sudo docker cp /home/ralph/Schreibtisch/www eloquent_liskov:/tmp/HalloWelt
sudo docker cp /home/ralph/Schreibtisch/rjsedv.jks eloquent_liskov:/tmp/HalloWelt
sudo docker cp /home/ralph/Schreibtisch/build.json 532a5b3584e8:/tmp/HalloWelt

Aus dem Container auf den Host geht für die generierte Android-App etwa so:

sudo docker cp eloquent_liskov:/tmp/HalloWelt/platforms/android/app/build/outputs/apk/debug/app-debug.apk /home/ralph/Schreibtisch

Die späteren Neustarts der Snapshots zeigten, dass noch (weitgehend) alle Daten waren und jetzt schien alles ok.

Pustekuchen. Denn auf meinem Notebook mit Windows 10 Home konnte der VMWare-Player die virtuelle Maschine nicht starten, die ich auf der Workstation erstellt hatte. Und ist auch beim Neuinstallieren eines Linux-Systems gescheitert. Irgendwas mit der Anzeige ging schief. Warum auch immer.

Also habe ich auf dem Notebook VirtualBox genommen, denn das ist dann dort im Gegensatz zum VMWare Player auch mit Linux als Clientsystem sauber gelaufen. In der damit erzeugten VM für Mint-Linux 20 das ganze Zeug mit Docker nochmal gemacht und das hat dann auch funktioniert.

Letztendlich hat das „Mal schnell“ zu gut einem vollen Tag Arbeit geführt, aber ungelöste Probleme lassen mir keine Ruhe und ich habe dabei vor allen Dingen wieder eine Menge gelernt. Vielleicht kann ich das neue Wissen ja nochmal brauchen.

 

Update: Irgendwann habe ich dann festgestellt, dass das Docker-Cordova-Image die Cordova-Version 9 verwendet hat und mittlerweile die Version 10 aktuell ist. Was im Grunde nicht schlimm ist, aber so kann man das dann im Container noch aktualisieren:

npm i -g cordova to update

 

 

Clubhouse oder die nächste (a)soziale Sau wird durch das Dorf getrieben und dabei der Datenschutz erlegt

So richtig habe ich den Hype um Clubhouse erst vor ein oder zwei Tagen mitbekommen. Die ständigen neuen Netzwerke gehen mir auf die Nerven und vor allen Dingen verliere ich langsam die Übersicht. Aber Clubhouse ist wohl anders als die bisherigen Netzwerke, weil da vollkommen auf Datenschutz verzichtet wird – wenn ich die Quellen richtig interpretiere. Alle Daten, Gespräche und Eingaben bei dem Dienst werden in Utha auf einem Server gespeichert und gehen in das Eigentum der Betreiber über, die rechtlich aus Europa gar nicht greifbar sind. Ein Witz, wenn man den Exodus bei WhatsApp die letzten Wochen betrachtet. Und solchen Nutzungsregeln stimmen Anwender zu?

Was wohl an der Zielgruppe und Ausrichtung dieses Vereinsheims liegt. Ein Zugang gibt es nur mit Einladung und das soll elitär wirken. Die Beschränkung auf Apple (nur dafür gibt es eine App) garantiert zudem eine Zielgruppe, die sich teils für etwas Besseres hält, einfach „dazugehören“ und angegeben will. Dazu kommt oft wenig Ahnung von Hintergründen und Technik oder es wird sich nicht darum gekümmert.

Wie sonst ist zu erklären, dass dieses neue Netzwerk trotz der kompletten Aufgabe von Datenschutz nur durch weniger Features als die Konkurrenz punkten will? Was ich mitbekommen habe, geht es vereinfacht um Konferenzen/Diskussionen auf Tonbasis – also Telefonkonferenz, wenn man es genau nimmt. Aber das geht bekanntlich auch heute schon mit sehr vielen anderen Diensten – nur können die halt mehr und das scheint Angst zu machen. Also gilt wohl das Motto „Weniger ist noch weniger“ und dennoch gibt es den Hype.

Das kann ich mir wirklich nur durch die künstliche Verknappung der Zugänge erklären und die Notwendigkeit einer Einladung. Kennt man ja auch von Sekten und Geheimbünden, deren Mitglieder sich für Auserwählte halten (wollen). Und scheinbar steigen auch C- und D-Promis in den Zug ein – neben der unvermeidlichen Herde der „Influenza“.

Ich wage die Prognose, dass der Hype um Clubouse ganz schnell abebbt. Auch wenn die Zielgruppe wohl entweder keine Ahnung von Datenschutz hat oder dieser nicht interessiert. Es wird Konkurrenzangebote geben und der Mangel an Features wird auf Dauer nerven. Der Gegenwind wird das Teil wegwehen, bevor Corona verschwunden ist. Mal schauen, ob ich Recht habe.

Werde ich etwa zum Apple-Fanboy?

Sollte irgendjemand meine Blogbeiträge regelmäßig lesen oder mich sonst hinsichtlich IT-Themen wahrnehmen, wird meine Abneigung gegen Apple-Produkte deutlich geworden sein. Ich finde sie viel zu teuer, zu unfrei bzw. zensiert, zu eigenwillig zu bedienen, zu viel auf Schein statt Sein optimiert (Design statt Funktionalität). Also definitiv nix für mich.

Bisher.

Nur habe ich scheinbar gerade eine IT-Mitlife-Crise. Ich muss mich fragen, ob ich die Kontrolle verliere und auf meine alten Tage zum Apple-Fanboy werde? Wie ich ein paar mal schon gepostet habe, bin ich natürlich auch mit meiner Band Corona-bedingt in einer Pause hinsichtlich von Live-Proben. Aber wir haben uns zu regelmäßigen virtuellen Proben mit JamKazam aufgerafft. Das ist aber ein von der technischen Seite verdammt mühselig und funktioniert nur dann wirklich gut, wenn eine gute Hardware mit schnellen Internet mit wenig Latenz und nicht zu vielen verteilten Locations zusammenspielt. Ideal sind im Moment nur die Bedingungen in unserem Proberaum und bei mir an beiden Locations in Eppstein und Bodenheim. Mittlerweile dürfen aber ja wieder Leute aus 2 Haushalten sich treffen. Also haben wir vorgestern Abend B/Dr im Proberaum, wir 2 Bläser zusammen bei mir und Git/Voc in Location 3 zusammengeschlossen. Und obwohl die dritte Location immer noch versetzt und von der Soundqualität ob schwacher Hardware etwas mau war – die Remote-Bandprobe war knapp an der Soundqualität einer Live-Probe dran. So gut hat es bisher noch nie geklappt. Kaum ein Stück war so versetzt, dass wir es abbrechen mussten und gleich mehrere Stücken waren ziemlich gut zusammen.

Und ich habe dabei meinen iMac mini im Einsatz gehabt. Daran hatte ich das Highend USB Interface, das ich von LinkedIn Learning (LiL) für meine Remote-Videotrainings gestellt bekomme, angeschlossen und dran dann zwei Musikermikros für mich am Sax und das andere für die Trompete und den Hintergrundgesang. Die Wiedergabe der anderen Musiker kam über zwei Kopfhörer und zusätzlich eine kleine tragbare Bose Soundlink Mini am USB Interface.

Resultat – null Probleme bei der Einrichtung und dem Betrieb sowie eine Qualität, dass man phasenweise denken konnte, man wäre in einer echten Live-Probe! Wie schon vermutet – das Resultat mit der Konfiguration hat alles getoppt, was ich bisher mit meinen Windows-Rechnern erreicht habe. Zumindest hinsichtlich dieser Verwendung bin von dem iMac Mini im Moment einfach nur begeistert.

Apple-Abbitte

Corona-bedingt müssen wir bei meiner Band Probepause einhalten. Um nicht ganz aus der Übung zu kommen, versuchen wir uns seit ein paar Wochen mit virtuellen Proben mit JamKazam. Das funktioniert mehr schlecht als recht, aber es geht zumindest phasenweise, dass wir über das Internet zusammenspielen. Alle 5 Mann richtig synchron hat aber noch nicht so wirklich funktioniert. Bei 3 oder 4 zusammen grooved ist manchmal aber schon. Es ist wohl massiv von der Hardware als auch Internet-Geschwindigkeit und vor allen Dingen der Latenz abhängig, wie gut das geht. Und da besteht leider bei einigen Leuten in der Band Nachholbedarf. Eigentlich geht es nur bei mir und dem Drummer wirklich gut. Bei mir aber nur dann, wenn ich das supertolle Highend USB Interface samt Profimikro nehme, das ich von LinkedIn Learning (LiL) für meine Remote-Videotrainings gestellt bekomme.

Letzten Mittwoch war ich in Eppstein, wo das Aufnahmekit gerade installiert ist, und da unser Bassist keine Zeit hatte, sollte einer meiner Söhne einspringen. Und dazu wollten wir kurz am Morgen vor meiner Fahrt nach Eppstein in Bodenheim JamKazam mit der normalen Soundkarte und Mikros/Lautsprechern aufsetzen. Keine Chance – JamKazam ist verdammt kompliziert und wenn da eben kein USB Interface dran hängt, konfiguriert man sich den Wolf und dann ist das Resultat immer noch Mist.

Nun habe ich aber noch einen iMac Mini, der im Grunde vor sich hin verstaubt, da ich Apple nicht mag und mit der Bedienung einfach nicht zurecht komme. Für mich ist das einfach ein Spielzeug und kein wirkliches Arbeitsgerät geschweige denn sinnvoll einzusetzender PC.

Nur das Vorurteil muss zumindest zu gewissen Teilen revidieren. Mir ist ja bekannt, das Apple auch in der Musikerszene stark vertreten ist. Deshalb habe ich eben mal Mikro und Kopfhörer an den iMac angeschlossen und JamKazam installiert. Null Probleme! Ging wie Butter und die Qualität ist brutal gut. Das toppt alles, was ich bisher mit meinen Windows-Rechnern erreicht habe. Selbst das Ergebnis mit dem USB Interface. Wenn ich das noch an den iMac anschließe, wird das Resultat vermutlich noch besser. Unglaublich – aber ich bin von dem iMac wirklich begeistert und ich hätte nie geglaubt, dass ich sowas mal über ein Apple-Produkt sagen würde.

iOS 13.2 stellt Multitasking ab

Die Geschichte ist ein Rad. Es kommt alles wieder. Am Anfang gab es kein Multitasking und Apple kommt mit iOS 13.2 zurück zu der Tradition, wenn man etwa die Berichte auf heise.de betrachtet. Sowas lassen sich vermutlich nur Apple-Anwender gefallen. In dem Bericht wird ein prominenter iOS-Entwickler zitiert mit der Aussage „Ihm sei allerdings nicht klar, ob das neue Speichermanagement ein Bug sei oder ein ‚Feature'“. Ich schmeiss mich weg …

Transkription – Google, Amazon, Apple und jetzt auch Facebook

Nachdem gefühlt jeden Tag die letzte Zeit ein anderer Dienst gemeldet wurde, der „unbemerkt“ Sprachnachrichten per Transkription von echten „Menschen“ (igitt) niederschreiben ließ, war heute in den Zeitungen Facebook dran. Der Skandal – Menschen verwerten diese Daten, ohne dass das Nutzern „bewusst“ war.
Das regt mich einfach auf. Dummheit schützt vor Strafe nicht. Das galt schon immer und warum soll es nur im Internet anders sein?
Wo ist das Problem? Wer Alexa und Co nutzt, gibt sein Privatshäre komplett auf. Punkt. Solange das freiwillig geschieht und nicht unbeteiligte Personen in der Nähe einer solchen Spionageeinrichtung sind, ist das wie der freiwillige Konsum von Drogen. Man schädigt nur sich selbst.
Aber es ist doch so einfach – wer Daten (gleich welcher Art) ins Internet bringt muss davon ausgehen, dass die Daten im Internet sind. Und das Internet wird genutzt! Was bedeutet, dass irgendjemand diese Daten auch sehen und verwenden kann. Wer auf der mittleren Bahn schwimmt und dort ins Schwimmbad pinkelt kann auch nicht fordern, dass das Zeug nur auf der mittleren Bahn im Wasser bleibt.
Warum sind beim Niederschreiben der Informationen dann explizit Menschen so viel schlimmer als Maschinen? Deren Daten werden ja auch – noch – irgendwann von Menschen genutzt.

Trump – die 5. Kolonne grüßt

Schon überraschend, dass Apple wegen den Strafzöllen gegen China von Trumpel aufschreit. Von wegen massive Bevorteilung der ausländischen Konkurrenz und Schädigung eines „stolzen US-Unternehmens“. Entweder hat Trumpel die globale Wirtschaft nicht verstanden oder aber er ist von China & Co. in das EvilOffice eingeschleust worden, um den USA wirtschaftlich maximal zu schaden. Vermutlich beides.

Nummer 4 lebt

Damit ist der letzte Teil der Saga draußen. Mit dem Videotraining App-Entwicklung mit iOS Grundkurs 4: Die Anwendungsarchitektur – Lebenszyklus einer Anwendung, Konzepte, anwendungsübergreifende und spezifische Ereignisse ist mein Zyklus an Trainings für Video2Brain rund die Entwicklung von Apps für iOS erst einmal abschlossen. Das waren ja alles Adaptionen von US-Vorlagen.
Der vierte Teil der Grundkursreihe stellt zunächst den Lebenszyklus einer iOS-Anwendung dar. Danach dreht sich alles um Konzepte in Aktion: Dazu sehen Sie, wie Sie anwendungsübergreifende Ereignisse überwachen und spezifische Ereignisse anzeigen lassen können. Weitere Themen sind das Debugging einer Sichthierarchie mittels des Debuggers in XCode, mit dessen Hilfe Sie Fehler in Ihrem Code schnell und einfach beheben können.

Das geht ja wie beim Bretzelbacken

Da wurde doch vor wenigen Tagen erst mein letztes Videotraining „App-Entwicklung mit iOS Grundkurs 2: Das User Interface“ veröffentlicht, da kommt schon der 3. Teil des Grundkurses hinterher. Video2Brain schafft die Produktion ja in einem rasanten Tempo. Es sind zwar von mir noch ein paar Sachen eingespielt und auf Lager bzw. in der Produktion, aber ich muss schleunigst mit der Planung für neues Futter beginnen, dünkt mir.
Der ausführliche Titel lautet bei dem neuen Training App Entwicklung mit iOS Grundkurs 3: Erweitertes UI-Design – Moderne Benutzeroberflächen, Storyboards, Auto-Layout. In dem Teil der Kursreihe dreht sich alles um Benutzeroberflächen: Das umfasst die Arbeit mit Storyboards, die Erstellung von Benutzeroberflächen für bestimmte Geräte und die Verwendung eines Auto-Layouts, um sicherzustellen, dass Ihre Entwürfe über mehrere Geräte, Auflösungen und Orientierungen hinweg konsistent sind und bleiben. Schritt für Schritt wird das Erlente in einer App live umgesetzt.

App-Entwicklung mit iOS Grundkurs 2: Das User Interface

Da isses ja :-).


Das zweite Training zur App-Entwicklung mit iOS ist draußen. Aufbauend auf den Kurs App-Entwicklung mit iOS Grundkurs 1: Meine erste eigene App – Tools und einfache Oberflächenelemente konzentriert sich der zweite Teil dieser Grundkursreihe (mit vollem Namen

App-Entwicklung mit iOS Grundkurs 2: Das User Interface – Bilder, Schieberegler, Schalter, Fortschrittsbalken und andere UI-Elemente kennen lernen und nutzen
) auf das Design der Benutzeroberfläche einer App. Sie sehen zunächst, wie man die verschiedenen UI-Objekte in iOS benutzt: Bilder, Auswahlmöglichkeiten, Schieberegler, Fortschrittsbalken, Schalter und viele mehr. Ausführlich geht es dann weiter mit dem Einsatz von Web-Ansichten. Das schließt das Laden von Daten aus einem String, einer Datei und einer URL ein. Schritt für Schritt entsteht so eine einfache Web-Browser-App.