Mc Cordova

Eigentlich wollte ich den Post mit „Mc Docker“ betiteln, aber tatsächlich läuft Docker auf meinem iMac Mini nicht. Was aber daran liegt, dass der iMac Mini verdammt alt ist und nur macOS 10.12 als Betriebssystem hat. Wenn ich nicht ganz falsch liege, verträgt der auch gar kein Update auf eine neuere Version von macOS. Und Docker braucht mindestens die Version 10.13. Was nach nicht Viel klingt, aber wohl entscheidend ist. Aber das trifft auch auf andere Software zu, wie ich gerade beim Versuch des Installierens eines Screenshot-Programms bemerkt habe. Für diverse neue Apple-Programme benötigt es wohl diese Version 10.13 als untere Grenze und da kann ich den iMac Mini anscheinend nicht mehr drüber hiefen. Was nicht schlimm ist, denn außer für die Remoteproben mit meiner Band über JamKazam benutze ich den iMac Mini sowieso nicht. Maximal für die Erstellung von iOS-Apps, wenn es dessen außnahmsweise mal wieder bedarf.

Cordova

Und Cordova hat sich ohne Probleme installieren lassen und läuft „Out-of-the-box“. Bis hin Aktualisieren mit npm und dem Start der App im Simulator geht das wie ein heißes Messer durch die Butter. Damit ist von Seiten der Infrastruktur alles vorbereitet für die kommende Vorlesung zu Cordova im kommenden Sommersemster an der TH Bingen – sofern ich da überhaupt auf den Mac wechseln muss. Auf meinem Linux-Rechner geht Cordova sowieso und unter Windows kann ich mit Visual Studio 2017 oder dem von mir angepassten Docker-Image in meinen Linux-VMs auch gut arbeiten. Also sind auch da alle Voraussetzungen geschaffen.

Wobei gestern die Installation von Docker auf meinem uralten Terra-Notebook mit Windows 10 Pro sogar funktioniert hat und auch das Cordova-Image im zweiten Anlauf installiert und dann sauber gestartet wurde. Heute morgen wollte ich dann frohgemut das Docker-Image anpassen, aber ich hatte nach dem Start von dem Terra-Notebook die gleichen Fehler, die ich schon auf meiner Workstation mit Windows 10 Pro bzw. meinem Mate-Notebook mit Windows 10 Home hatte. Aber interessanter Weise hat auf dem Terra-Notebook der Neustart von Rechner und Docker das Problem beseitigt und ich konnte das Cordova-Image starten und umkonfigurieren. Das ist schon alles sehr rätselhaft.

Werde ich etwa zum Apple-Fanboy?

Sollte irgendjemand meine Blogbeiträge regelmäßig lesen oder mich sonst hinsichtlich IT-Themen wahrnehmen, wird meine Abneigung gegen Apple-Produkte deutlich geworden sein. Ich finde sie viel zu teuer, zu unfrei bzw. zensiert, zu eigenwillig zu bedienen, zu viel auf Schein statt Sein optimiert (Design statt Funktionalität). Also definitiv nix für mich.

Bisher.

Nur habe ich scheinbar gerade eine IT-Mitlife-Crise. Ich muss mich fragen, ob ich die Kontrolle verliere und auf meine alten Tage zum Apple-Fanboy werde? Wie ich ein paar mal schon gepostet habe, bin ich natürlich auch mit meiner Band Corona-bedingt in einer Pause hinsichtlich von Live-Proben. Aber wir haben uns zu regelmäßigen virtuellen Proben mit JamKazam aufgerafft. Das ist aber ein von der technischen Seite verdammt mühselig und funktioniert nur dann wirklich gut, wenn eine gute Hardware mit schnellen Internet mit wenig Latenz und nicht zu vielen verteilten Locations zusammenspielt. Ideal sind im Moment nur die Bedingungen in unserem Proberaum und bei mir an beiden Locations in Eppstein und Bodenheim. Mittlerweile dürfen aber ja wieder Leute aus 2 Haushalten sich treffen. Also haben wir vorgestern Abend B/Dr im Proberaum, wir 2 Bläser zusammen bei mir und Git/Voc in Location 3 zusammengeschlossen. Und obwohl die dritte Location immer noch versetzt und von der Soundqualität ob schwacher Hardware etwas mau war – die Remote-Bandprobe war knapp an der Soundqualität einer Live-Probe dran. So gut hat es bisher noch nie geklappt. Kaum ein Stück war so versetzt, dass wir es abbrechen mussten und gleich mehrere Stücken waren ziemlich gut zusammen.

Und ich habe dabei meinen iMac mini im Einsatz gehabt. Daran hatte ich das Highend USB Interface, das ich von LinkedIn Learning (LiL) für meine Remote-Videotrainings gestellt bekomme, angeschlossen und dran dann zwei Musikermikros für mich am Sax und das andere für die Trompete und den Hintergrundgesang. Die Wiedergabe der anderen Musiker kam über zwei Kopfhörer und zusätzlich eine kleine tragbare Bose Soundlink Mini am USB Interface.

Resultat – null Probleme bei der Einrichtung und dem Betrieb sowie eine Qualität, dass man phasenweise denken konnte, man wäre in einer echten Live-Probe! Wie schon vermutet – das Resultat mit der Konfiguration hat alles getoppt, was ich bisher mit meinen Windows-Rechnern erreicht habe. Zumindest hinsichtlich dieser Verwendung bin von dem iMac Mini im Moment einfach nur begeistert.

Apple-Abbitte

Corona-bedingt müssen wir bei meiner Band Probepause einhalten. Um nicht ganz aus der Übung zu kommen, versuchen wir uns seit ein paar Wochen mit virtuellen Proben mit JamKazam. Das funktioniert mehr schlecht als recht, aber es geht zumindest phasenweise, dass wir über das Internet zusammenspielen. Alle 5 Mann richtig synchron hat aber noch nicht so wirklich funktioniert. Bei 3 oder 4 zusammen grooved ist manchmal aber schon. Es ist wohl massiv von der Hardware als auch Internet-Geschwindigkeit und vor allen Dingen der Latenz abhängig, wie gut das geht. Und da besteht leider bei einigen Leuten in der Band Nachholbedarf. Eigentlich geht es nur bei mir und dem Drummer wirklich gut. Bei mir aber nur dann, wenn ich das supertolle Highend USB Interface samt Profimikro nehme, das ich von LinkedIn Learning (LiL) für meine Remote-Videotrainings gestellt bekomme.

Letzten Mittwoch war ich in Eppstein, wo das Aufnahmekit gerade installiert ist, und da unser Bassist keine Zeit hatte, sollte einer meiner Söhne einspringen. Und dazu wollten wir kurz am Morgen vor meiner Fahrt nach Eppstein in Bodenheim JamKazam mit der normalen Soundkarte und Mikros/Lautsprechern aufsetzen. Keine Chance – JamKazam ist verdammt kompliziert und wenn da eben kein USB Interface dran hängt, konfiguriert man sich den Wolf und dann ist das Resultat immer noch Mist.

Nun habe ich aber noch einen iMac Mini, der im Grunde vor sich hin verstaubt, da ich Apple nicht mag und mit der Bedienung einfach nicht zurecht komme. Für mich ist das einfach ein Spielzeug und kein wirkliches Arbeitsgerät geschweige denn sinnvoll einzusetzender PC.

Nur das Vorurteil muss zumindest zu gewissen Teilen revidieren. Mir ist ja bekannt, das Apple auch in der Musikerszene stark vertreten ist. Deshalb habe ich eben mal Mikro und Kopfhörer an den iMac angeschlossen und JamKazam installiert. Null Probleme! Ging wie Butter und die Qualität ist brutal gut. Das toppt alles, was ich bisher mit meinen Windows-Rechnern erreicht habe. Selbst das Ergebnis mit dem USB Interface. Wenn ich das noch an den iMac anschließe, wird das Resultat vermutlich noch besser. Unglaublich – aber ich bin von dem iMac wirklich begeistert und ich hätte nie geglaubt, dass ich sowas mal über ein Apple-Produkt sagen würde.