Tooling mit OpenClaw und warum KI unendlich Zeit kosten kann

Nachdem ich nach vielen Stunden Interaktion mit ChatGPT und Gemini den Ansatz mit Openclaw über eine KVM/QEMU-VM mit Debian auf meinem Hauptrechner und  LM Studio auf dem Mint-Host als grundsätzlichen Workflow zum Laufen gebracht habe, war noch das Tooling offen. Der Agent sollte also konkrete Aufgaben erledigen, statt nur Textantworten von einer KI abfragen. Das geht sowieso ohne Agent viel effizienter.

Und wieder hat mich die KI in eine völlig falsche Richtung geschickt. Ich habe wieder Stunden damit verbracht, Vorschläge von ChatGPT abzuarbeiten, warum das Tools-Flag in der Antwort der KI leer war und nur eine JSON-Struktur mit den grundsätzlichen Aufrufen zurückkam. Nachdem ich gestern dann aufgegeben habe, ist mir auf dem Weg zum Gleitschirmhang der korrekte Workflow als Idee gekommen.

Dass die KI nicht Tools aufgerufen hat, war nicht das Problem, sondern der Beweis, dass OpenClaw keinen Unsinn machen kann. Der Agent läuft in der VM, die KI auf dem Host. Auf dem Host dürfen ausdrücklich keine Tools ausgeführt werden. Das ist der ganze Sinn des Aufbaus. Der Aufruf der Tools muss in der VM erfolgen. Und nur da. Das hatte ChatGPT überhaupt nicht auf dem Schirm und das zeigt, dass es extrem riskant ist, wenn KI die Lösung einer Aufgabe steuert. Das ist ein Try-and-Error-Verfahren, bei dem irgendwelche Vorschläge gemacht werden und u.U. auch Fehlermeldungen interpretiert werden. Fehler werden teils auch von der KI gelöst, aber es fehlt die Richtung. Deshalb braucht man oft mit dem Einsatz von KI ein Vielfaches der Zeit, die man ohne KI brauchen würde – wenn man das Wissen hat, wie etwas funktioniert.

Mehr und mehr empfinde ich KI als superschlauen Junior-Partner, dessen Vorschläge aber Gesamtaufgaben mehr zerstören als in der Gesamtheit lösen. Viele isoliert und auf spezielle Konstellationen gut passende Vorschläge, die aber ein Gesamtproblem nicht lösen.

Ich behaupte, dass ich den grundsätzlichen Workflow mit OpenClaw in der VM und dem lokalen LLM auf dem Host in vielleicht 10% der Zeit hinbekommen hätte, die ich mit KI gebraucht habe. Ich hätte nur vorher ein sauberes Konzept bzw. einen echten Plan und nicht eine vage Vorstellung haben müssen. Unter keinen Umständen darf aber die KI die „Projektleitung“ bekommen. Das geht in die Hose und stimmt mich optimistisch für die berufliche Zukunft. KI ist ein Werkzeug und ein Hammer entscheidet auch nicht selbst, worauf er geschlagen wird.

Nachdem ich ChatGPT auf die richtige Spur gesetzt habe, gehe ich das Tooling durch OpenClaw neu an und gebe radikal die Richtung vor, was mir ChatGPT zuzuarbeiten hat. Ich folge nicht mehr seinen Vorschlägen, denn ich habe genug durch diese Irrwege gelernt und will jetzt die Problemlösung.

Greetings, Professor Falken

Ein Tag Arbeit! Nur um Grüße von Joshua zu bekommen. Und das selbst mit Hilfe von ChatGPT und Gemini, die mich in voller Überzeugung ihrer korrekten Antworten von Fehler zu Fehler permanent im Kreis geführt haben. Aber was tut man nicht alles, um die War games zu stoppen ;-).

What? Worum geht es? Agenten! Genau genommen KI-Agenten (bzw. AI-Agents). Ein Zeitungsbeitrag hat mir einen Floh ins Ohr gesetzt, der mich eben diesen Tag Arbeit gekostet hat. Aber ich habe wieder viel gelernt.

Konkret habe ich meine Experimente mit Open Claw bzw. OpenClaw und lokalen KI-Modellen wieder aufgenommen. Den KI-Agenten hatte ich mir von ein paar Monaten schon zu Gemüte geführt, grundsätzlich zum Laufen gebracht und dann wieder beiseite gelegt. Auch lokale LLM hatte ich mit Ollama ausprobiert, aber meine Bemühungen aufgrund meiner Hardwarebeschränkungen nicht weiter ausgebaut. Ich bin halt Mathematiker und denen sagt man nach, dass sie nur daran interessiert sind, ob und wie etwas grundsätzlich geht („Es gibt eine Lösung!“), nicht wie man es profan nutzen kann.

Aber der Beitrag hat mich getriggert, ob ich nicht Open Claw echte Agentenarbeiten übertragen kann. Nur never-ever in einem Live- bzw. Produktionssystem. Der Agent musste in jedem Fall in einen Käfig/Sandbox/isolierten Rechner.

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KI-Agenten – Nutzen vs Gefahr

Ich mache kein Geheimnis daraus, dass ich KI-Agenten als Gefahr sehe. Verschiedene Beiträge in den üblichen Medien berichten über eine Studie, dass KI-Agenten Hacking-Tricks angewendet haben, um an nicht zugängliche Daten zu gelangen, ohne von Menschen dazu autorisiert worden zu sein. Dieses unkontrollierbare Fehlverhalten machen KI-Agenten zu einem immer größerem Risiko, das m.E. den unbestreitbaren Nutzen irrelevant werden lässt.

KI-Agenten

 

AI-Agent

Ich bin eben auf OpenClaw gestoßen und wollte doch einmal ausprobieren, wie man einen KI-Agenten bzw. AI-Agenten selbst erstellt. Zumal gerade OpenClaw (oder auch Moltbot bzw. ClawdBot) im Moment einen gewissen Hype auslöst. In positiver/optimistischer als auch negativer/pessimistischer Richtung. Das hatte ich schon vor einer Weile sogar peripher mitbekommen, aber es ist mir erst bewusst geworden, nachdem ich OpenClaw installiert und ein bisschen nach Berichten dazu gesucht habe.

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Illegale Belästigung durch KI-Agenten

Gerade habe ich auf dem Telefon einen Anruf bekommen, bei dem sich eine Stimme gemeldet hat, sie würde von einer Agentur anrufen, die kleine und mittlere Unternehmen bei der Sichtbarkeit in Facebook und Instagram unterstützen würde und ob ein Fachberater nochmal sich melde dürfe. Erst einmal sind solche ungewünschten Werbeanrufe illegal und wenn die auch nur entfernt sich mit mir beschäftigt hätten, hätten sie die Sinnlosigkeit solch eines Anrufs gesehen. Aber ich konnte die Stimme gar nicht unterbrechen und habe erst nach einer gewissen Zeit der Verblüffung ob dieses unverschämten und unsinnigen Anrufs wahrgenommen, dass die Stimme am Anfang etwas von KI geblubbert hatte. Das war also ein KI-Agent und rein an der Stimme ist das nicht erkennbar gewesen. Die negativen Auswüchse der KI-Agenten erreichen also mehr und mehr das tägliche Leben.

KI-Agenten bei Rezensionen?

Ich habe am Wochenende auf dem Weg nach Nord-Hessen mit einem kleinen Schlupp von der A5 runter eine Burg in der Wetterau besucht, die mit der Burg in meiner Heimatstadt Eppstein verbunden ist und wo ich schon immer mal hin wollte. Die Burg war wirklich schön und der Abstecher hat sich gelohnt.

Aber deshalb schreibe ich nicht den Post. Ich habe zuhause eine Rezension auf Google zu der Location geschrieben. 5 Sterne und sehr positiv, denn ich war ja wirklich begeistert. Aber es gab noch einen Grund für meine Rezension. Mir war im Vorfeld aufgefallen, dass es auf viele etwas längere Rezensionen Antworten von dem Betreiber der Burg gab und mir kam ein Verdacht. Deshalb war die Rezension auch ein Versuchsballon und in der Tat bekam auch ich auf meine Rezension sehr zeitnah einen Kommentar, in dem sich für meine positive Rezension bedankt und detailliert auf Punkte eingegangen wurde, die ich dort erwähnt habe.

Nur kam der Stil der Antwort sehr bekannt vor. So antwortet auch ChatGPT oder Copilot. Und ich denke, dass mein Verdacht richtig ist und Antworten auf umfangreichere Rezensionen durch einen KI-Agenten erfolgen. „KI-Agenten bei Rezensionen?“ weiterlesen

KI-Agenten

KI-Agenten sind neben KI-PCs eines der Buzzwords, mit denen hauptsächlich US-Firmen in einem übersättigten Markt Geldquellen erschließen wollen. Nachdem ich dazu einen kritischen Beitrag gelesen habe, dass der Nutzen von vielen KI-Agenten maximal auf dem Niveau des Reservierens eines Restaurants oder Buchen einer Urlaubsreise liegen würde und damit kaum Vorteile, dafür aber eine Unmenge an Nachteilen und Problemen verbunden wären, habe ich darüber selbst sinniert.

Reine KI nutze ich mittlerweile mit absoluter Selbstverständlichkeit wie E-Mail oder Suchmaschinen. Aber bisher hatte ich KI-Agenten nicht so wirklich im Fokus. Ich teile nach etwas Nachdenken voll den kritischen Standpunkt und mir ist als Erstes eingefallen, dass Agenten immer bezahlt werden müssen. Wenn nicht mit barer Münze, dann mit Daten und Kontrollverlust, was ungleich teuerer ist.  Außerdem finde ich es bedenklich, wenn man elementare Fähigkeiten abtrainiert bekommt, dass man ohne eine KI oder gar einen Agenten keinen Tisch in einem Restaurant mehr reservieren kann.

Nach und nach kam ich auf zig Nachteile und Gefahren, die mit KI-Agenten verbunden sind. Aber um zumindest auf Ideen für einige Vorteile zu kommen, habe ich mal die KI selbst bemüht, was sie selbst zu KI-Agenten meint. „KI-Agenten“ weiterlesen