KI-Erkennung – oder auch nicht

Neulich ist bei einem Drohnenflug meiner neuen DJI Neo, deren Bilder und Videos ich in Zukunft immer mehr für Bilderkennung mit KI und Python verwenden will, im Follow-Modus ein interessanter Fehler aufgetreten. Die fixierte Person (mein Sohn) wurde verloren und die zweite Person (meineeiner) stattdessen als „Herrchen“ bestimmt.

Die Bedingungen für das Video waren jedoch schwierig, da einerseits starker Sonnenschein sehr helle Lichtreflexe unter einem Blätterdach ausgelöst, das dichte und sehr enge Blätterdach jedoch große Stellen abgeschattet hat. Dazu hat ein Hindernis die Verfolgung gestoppt und das Target hat sich einige Meter entfernt. Ebenso ist nicht unwahrscheinlich, dass durch unsere verwandtschaftlichen Beziehungen die biometrischen Merkmale ähnlich waren.

Das waren also schon schwierige Bedingungen für die KI und ich finde es sogar beruhigend, dass Personen- und Gesichtserkennung noch nicht perfekt ist. Zumindest nicht bei „Massenkonfigurationen“.

Die FaceApp – großer Spass oder noch größere Gefahr

Eine neue App mit Namen FaceApp geht gerade durch die Decke, was die Installationszahlen angeht. Damit kann man aus seinem Profilbild eine Umwandlung in das andere Geschlecht vornehmen oder interprolieren lassen, wie man in 30 Jahren aussehen würde. Oder wie man früher vermutlich ausgesehen hat. Auch andere Morphing-Sachen sind wohl machbar.
Es gibt eine kostenlose Version und die Sache hört sich wirklich sehr reizvoll an. Nur werden die Bilddaten auf die Server der Firma geladen, die hinter der App steht. Und da sollten alle (!!!) Alarmglocken angehen.
Biometrische Überwachung auch noch selbst veranlasst. M.E. ist es sicher, dass diese Bilddaten an die unterschiedlichsten Interessenten verkauft werden.
Teufel auch – mich reizt das Ausprobieren schon, aber so eindeutig Bilder allen möglichen Spionen zu überlassen ist schon heftig.