Speed oder nicht?

Eben kam meine neue externe SSD an (eine Samsung MU-PA1T0B/EU Portable SSD T5 1 TB), die gerade in einer Preisaktion herunter gesetzt war und in allen mir verfügbaren Quellen sehr gute Bewertungen herum hat. Ich habe die Zeit von der Bestellung bis eben genutzt und einmal meine drei Standard-PC mit deren ganzen Datenträger mit CrystalDiskMark getestet. Schon interessant, welche Messwerte da rauskommen. Diese weichen zwar bei mehreren Messungen immer wieder etwas ab, aber der Grundrange ist immer ähnlich.

Das Programm testet sowohl sequenziell als auch per Random-Verfahren die Lese- und Schreibgeschwindigkeiten. Natürlich sind die sequenziellen Zugriff erheblich performanter und die Maximalwerte können damit auch nur da erreicht werden. Aber interessanter sind eigentlich die Random-Zugriffe, weil die m.E. in der Praxis häufiger vorkommen (gerade bei fragmentierten Datenträgern).

Bei meiner Workstation hat die SSD ganz gute Werte – die Hardware ist ja auch schon etwas betagt. Sowohl beim Lesen und Schreiben gibt es sequenziell zwischen 520 – 550 MB/s in der Spitze. Aber auch die HDD, die ich zusätzlich als Datengrab in der Workstation habe, kommt beim sequenziellen Lesen auf über 200 MB/s und beim Schreiben noch auf 150 MB/s. Das ist wirklich nicht schnell, aber mehr als erwartet. Nur beim Random-Zugriff bricht die HDD extrem gegenüber der SSD ein. Das ist teils brutal. Da geht es um Faktoren zwischen 10x und 100x(!) langsamer als bei der SSD.

Beim Terra-Notebook, wo ich vor Jahren die interne HDD durch eine 1-TB-SDD ausgetauscht habe, beschränkt wohl die alte Hardware die Performance. Aber mit etwa 250 MB/s im Lese- als auch Schreibzugriff sind die Werte durchaus noch brauchbar. Vor allen Dingen für so eine uralte Kiste, die ich fast schon ausgemustert hätte, wenn ich damals nicht günstig die Austausch-SSD geschossen hätte. Die Zugriffe auf externe HDD am Terra-Notebook sind hingegen erwartungsgemäss grauenvoll langsam. Aber die dienen sowieso nur noch zu Backups und die sind nicht zeitkritisch.

Aber eigentlich geht es mir ja um mein Matebook, bei dem die neue externe SSD meine massiven Speicherplatzprobleme beseitigen soll. Bei dessen interner SSD ist mir beim Test die extreme Ungleichheit der Zugriffszeiten zwischen Lese- und Schreibzugriff aufgefallen. Bei allen anderen Datenträgern und Rechner ist der Lesezugriff zwar auch immer schneller, aber der Unterschied ist nicht so gravierend. Beim Matebook kam ich bei einer Messung beim sequenziellen Lesezugriff in der Spitze auf bis zu wahrhaft rasante 2350 MB/s, während es beim Schreiben nur ca. 300 MB/s waren. Nur bei einem Random-Zugriff ist der Lesezugriff sogar etwas langsamer als der vergleichbare Schreibzugriff. Da ist bei der internen SSD die Gewichtung aber extrem auf Lese-Performance gelegt worden.

Der Zugriff auf meine bisherige externe USB-Festplatte am Matebook war erwartungsgemäss nicht berauschend von der Performance. Insbesondere beim Schreiben und vor allen Dingen bei Random-Zugriffen, aber deshalb soll da ja die neue SSD zum Einsatz kommen.

Die neue Samsung MU-PA1T0B/EU Portable habe ich nun ausführlich an verschiedenen USB-Anschlüssen und mit oder ohne Adapter dazwischen getestet.

Zuerst hatte ich den Eindruck als würde der Anschluss eine Rolle spielen, denn meine erste Messung ergab die am USB-C-Anschluss im sequentiellen Lesezugriff ca 560 MB/s und im Schreibzugriff 373 MB/s. Alle andere Messung ergaben dahingegen in beide Richtungen etwa 450 – 460 MB/s. Also ausbalanciert und eine weitere Messung an dem ersten Anschluss haben auch da diese Werte ergeben. Die erste Messung war irgendwie ein Ausreisser.

Auf der Festplatte war auch eine spezielle Software von Samsung vorhanden, die ich dann auch mal installiert habe. Die ist hauptsächlich zur Verschlüsselung der SSD und das brauche ich nicht. Aber ich wollte sehen, ob die Installation der Software die Performance ändert. War nicht der Fall und da bereits die Installation der Software mit einer unverschämten Frage genervt hat, ob ich in einem Land mit DSGVO wohne (was Samsung einen Sch… angeht und absolut nichts mit der Hardware zu tun hat), habe die Software gleich wieder deinstalliert. Dazu habe ich die Platte formatiert und dann nochmal mit verschiedenen Dateisystemen getestet, was aber nichts an der Performance geändert. Aber der schöne Nebeneffekt sollte sein, dass die Samsung-Trojaner damit auch plattgemacht wurden. Diese elenden Spionageprogramme diverser Hardwarehersteller sind einfach eine Unverschämtheit, die Nutzern immer wieder untergejubelt werden soll.

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