Entwarnung

Da ist der Kelch nochmal an mir vorbeigegangen. Obwohl die akustische Leckortung das Problem bei meinem Hausanschluss lokalisiert hatte, hat sich beim Aufgraben der Strasse gezeigt, dass das Leck stattdessen an der Hauptleitung war. Dort war vor einigen Monaten schon mal ein Schaden und da wurde bei der Reperatur entweder gepfutsch oder die Leitung war noch an einer anderen Stelle  angegriffen.

Anyway – auch wenn vermutlich meine Versicherung gegriffen hätte, wenn das Problem bei meinem Hausanschluss gewesen wäre – der Aufwand und die Beeinträchtigungen wären groß gewesen und hätten die geplanten Aufnahmen für LinkedIn Learning in der nächsten Woche ziemlich beieinflusst. Das Loch ist aber wieder verschlossen und Wasser sollte auch wieder da sein. Somit sollte den Aufnahmen hier aber nichts mehr im Weg stehen.

Zip und Büroprobleme mit eventueller Umplanung der neuen Aufnahmen

Wie üblich steht am heutigen Mittwoch bei LinkedIn Learning der neueste Entwicklertipp der Woche zu Python verfügbar. Thema ist die zip-Funktion in Python Diese lässt einen normalerweise an Komprimierung denken, aber das ist der falsche Ansatz. Wenn man  an einen Reißverschluss denkt, kommt man der Funktionalität näher. Wie bei einem Reißverschluss werden die einzelnen  Elemente von iterierbaren Strukturen damit zusammengefügt. Es gibt einige nützliche Anwendungen, die ich in dem Tipp bespreche.

Allerdings ist für mich das Erscheinen des Entwicklertipps heute eher zweitrangig, denn vor meinem Büro in Eppstein ist ein Bautrupp angefahren. Es gibt ein Leck in der Wasserleitung. Allerdings mit Ankündigung und deshalb war ich heute vor Ort, um die Leute zur Ortung des Lecks in den Keller zu lassen. So wie es aussieht, betrifft das Leck den Teil der Leitung, die auf meinem Grundstück verläuft.

Eben fangen sie an, die Straße aufzureißen. Was immer hier eine besondere Situation ist, denn es handelt sich um eine sehr enge, einsprurige Sackgasse. Und wenn da was gemacht wird, ist alles hinter der Stelle komplett von der Welt abgeschnitten. Aber meine Videokonferenz habe ich zumindest noch vor dem Lärm durchbekommen.

Die ganze Angelegenheit wird jedoch sehr aufwändig, denn es ist hier nicht nur eng. Es gibt hier eine hohe Trockenmauer aus Naturstein und vermutlich viel Stein im Boden. Wenn es schlecht läuft, müssen die nicht nur die Strasse aufreißen und da ein Loch baggern, sondern von meinem Hof mehrere Meter tief nach unten sowie auch ein Loch in die Wand des Kellers bohren. Denn wahrscheinlich muss die gesamte Leitung ausgetauscht werden. Und das dauert dann mehrere Tage, womit meine neuen Videoaufnahmen für LinkedIn Learning in der kommenden Woche betroffen wären. Denn nach Pfingsten steht die Neuaufnahme von einem Training an, das ein bisschen aktualisiert und aufgehübscht werden muss. Falls es dann noch Baulärm gibt, kann ich die Aufnahmen hier knicken. Dann werde ich das in Bodenheim machen müssen, was grundsätzlich auch möglich ist. Nur ist da die Gefahr von Ablenkung sowie Störungen einfach höher und vermutlich werde ich immer wieder Videos unterbrechen oder mehrfach aufnehmen müssen. Aber es wird schon gehen und vielleicht schaffen die es hier auch bis zum Wochenende. Wichtiger ist mir natürlich, was die Versicherung zu der Sache sagen wird. Denn es kommt im Moment schon dicke, da auch in meiner der vermieteten Wohnung in Vockenhausen mehrere Schäden zu reparieren sind. Da war ich gestern abend zur Besichtiung. Zudem wurde gerade hier in Eppstein der Stromzähler getauscht. Alles zeitaufwändig und mit Arbeit verbunden. Das einzig Gute – in der Woche laufen die „normalen“ Jobs wie Schulungen, Korrekturen oder Aufnahmen nur auf Sparflamme und ich kann die Termine halbwegs organisieren.

Vier gewinnt

So ganz langsam nimmt mein Büro in Bodenheim wieder einen Zustand an, in dem ich vernünftig arbeiten kann. Da u.a. 4 Regale, ein kleiner Rollcontainer und ein kleiner Tisch entfallen und dennoch mittlerweile fast alle Sachen wieder eingeräumt sind, wurde offensichtlich umfangreich entmistet als auch – hoffentlich sinnvoll – der Rest sortiert. Ein paar Sachen müssen noch weggeräumt, ein paar neue Dingen wie eine bessere Steckerleiste mit ganz viel Überspannungsschutz und eine Bodenschutzmatte ergänzt und ein paar Bilder aufgehängt werden, Aber dann sollte es das weitgehend gewesen sein.

Wobei ich eigentlich noch bei den nächsten Schnäppchen-Wochen im November einen neuen Bildschirm im Auge habe. Oder vielleicht auch „hatte“. Denn mir ist bisher gar nicht aufgefallen – oder besser: ich hatte es nicht ausprobiert – meine Workstation kann sogar 4 Monitore versorgen. Ich habe mal zusätzlich zu meinen 3 Monitoren an der Grafikkarte über den VGA-Ausgang an der internen Grafikschnittstelle des Mainboards einen weiteren alten Monitor gehängt. Das ist dann schon eine wahre visuelle Wand vor Einem.

Ich frage mich, ob ich dann wirklich noch einen weiteren Monitor brauche? Wobei – an meinen beiden Notebooks fehlt jetzt ein externer Monitor und wenn ich den kleinen Monitor wieder dafür abtrete, kann vielleicht oder ein 32″- oder 34″-Monitor das visuelle Raumgefühl noch verbessern. Mal sehen, ob da die nächsten Tage gute Angebote kommen …

Notbetrieb

Seit gut 2 Wochen räume ich mein Büro leer, damit die Wände gestrichen und ein neuer Boden gelegt werden kann. Am Donnerstag habe ich dann meine IT abgebaut und mit dem übrigen Rest komplett ausgeräumt. Gestern wurden dann die Wände gestrichen und die Unterlage für den neuen Boden gegossen. Aber am Wochenende muss ich auch etwas arbeiten und deshalb läuft hier gerade eine Art „Notbetrieb“ in einem extrem „kahlen“ Umfeld mit Bürostuhl, Notebook und Campingtisch. Für meine beiden Schulungstermin am Montag und Dienstag verziehe ich mich in das Büro in Eppstein und ab Mittwoch sollte ich das Büro wieder neu aufbauen können. So aufwändig solch eine Aktion auch ist – es ist die große Chance auf ein umfangreiches Entmisten und eine saubere Neuorganistation der Einrichtung als auch gesamten IT-Infrastruktur.

Ausmisten

Es heisst ja, dass 3x Umziehen 1x Abbrennen entspricht. Ich ziehe nicht um, aber in meinem Büro in Bodenheim kommt ein neuer Boden rein und die Wände werden neu gestrichen. Das bedeutet, dass ich das komplette Büro samt Flur ausräumen muss. Ich bin da schon seit mehreren Tagen immer wieder dran, denn so etwas ist verdammt viel Arbeit. Aber wenn ich die schon investiere, durchforste ich all den Kram, der sich über die Jahre angesammelt hat.

Sortieren, Verlagern und/oder Wegwerfen ist die Devise.

Diverse Sachen habe ich schon in mein Büro nach Eppstein verlagert, denn da habe ich eine Menge Platz. Aber es ist fast unglaublich, welches Zeug mir in die Finger gefallen ist, das es definitiv nicht wert war aufgehoben zu werden. Ich habe etwa so viel Schmierpapier aufgehoben, dass ich über Jahre versorgt wäre – wenn nicht neues Papier dazukommen würde. Ich habe einige Hundert Blatt aufgehoben und der Rest ist in die Altpapiertonne gewandert. Zusammen mit zig Bedienungsanleitungen, alten Unterlagen, Landkarten, Aufzeichnungen etc.

Aber auch Elektroschrott, den ich nie mehr brauche. Von uralter Hardware bis zu mehreren Dutzend Ladekabeln. Die Teile sind weitgehend auf den Wertstoffhof gekommen.

Eben bin ich über meinen Schatten gesprungen und an meine Belegexemplare meiner vielen Bücher bzw. Schulungsunterlagen und auch die Video-DVDs aus Zeiten von Video2Brain (jetzt LiL) gegangen. Da sind im Laufe der Jahre über die zig Neuauflagen und Übersetzungen um die 100 Bücher bzw. Schulungsunterlagen und einige DVDs angefallen. Von den meisten hatte ich noch zig Belegexemplare gehortet. Das macht wirklich keinen Sinn. Die vollkommen aus der Zeit gefallenen IT-Bücher von teils vor 20 oder mehr Jahren braucht kein Mensch mehr – außer mir als Andenken. Die kann ich nicht einmal verschenken. Ich habe von allen meinen Büchern ein Belegexemplar aufgehoben, dazu die Bücher und Schulungsunterlagen, die noch aktuell sind und von mir in Schulungen eingesetzt werden können sowie und ein paar zusätzliche Belegexemplare von Büchern, die für mich besonders wichtig waren (insbesondere von meinem allerersten Buch). Der Rest ist aber – schweren Herzens – ebenfalls in die Altpapiertonne gewandert.

So langsam leert sich das Büro und wenn das dann irgendwann wieder fertig ist. sollte es auch nicht mehr so beengt – ich will nicht sagen „zugemüllt“ hier sein.