Rote Karte für ChatGPT – möge der Mistral mit Dir sein

Die Sperre der neusten KI-Modelle von Anthropic durch das US-Regime vor einigen Tage kann man zum Teil nachvollziehen, wenn man spätere Gerüchte einbezieht, dass alle Schutzmaßnahmen der NSA-Server angeblich in einem Test damit pulverisiert wurden. Die Rücknahme der Roten Karte bei der Fussball-WM durch D. Trump ebenso, denn kein dreckiger, f…ing Ausländer darf einen Gott-gesandten Amerikaner bestrafen.

Aber dass das neuste Modell von ChatGPT wieder durch D.T. als Waffe bzw. Erpressungsmittel gegen die freie Welt benutzt wird, macht die orange Gefahr unerträglich. Wir müssen mit allen Mitteln weg aus der Abhängigkeit von US-Konzernen, die mittlerweile noch schlimmer unter der Fuchtel ihrer Herrscher stehen als chinesische Firmen. Bei China weiß man zumindest, wo man dran ist. Bei dem übellaunigen Kleinkind in Gestalt eines Greises nicht. Und die Geisteshaltung der meisten Tech-Bros stimmt auch nicht optimistisch für die Nach-Donald-Zeit. Die orange Abrissbirne hat bis dahin die USA plattgemacht und die Saat des Bösen kann in den Ruinen gut aufgehen.

Bei „normaler“ Software kann man seit vielen Jahren auf US-Produkte fast vollständig verzichten, auch wenn das nur wenige Leute machen. Zumindest in vielen Bereichen. Gerade Linux macht Windows oder macOS vollkommen obsolet und auch die typischen Anwenderprogramme haben freie Alternativen. Bei Suchmaschinen sind Ecosia und DuckDuckGo sowieso die bessere Wahl – insbesondere wenn man den KI-Müll verhindern will, mit dem die großen US-Suchmaschinen gerade die qualifizierte Suche nach Informationen blockieren.

Auch wenn ich ChatGPT und teils auch Gemini und Claude schätze – bei KI selbst werde ich wohl verstärkt auf Mistral AI setzen, aber auch mal OpenEuroLLM, TrustLLM und LLMs4Europe ausprobieren. Oder auch chinesische LLM, denn diese sind weit billiger als die US-Konkurrenz und – wie DeepSeek vor einigen Monaten gezeigt hat – fast gleichwertig von der Leistung. Wie ich in einem sehr interessanten Beitrag gelesen habe (dessen Aussagen ich nachvollziehen kann), ist auch Datenspioange durch chinesische KI gar kein großes Problem. Da diese meist sogar Open Source sind, wird nichts nach China übermittelt, sofern die LLMs auf vertrauenswürdigen Servern gehostet werden. Das Problem ist nur, dass man sich mittelfristig so von China abhängig macht, wie aktuell die meisten europäischen Firmen und Organisation von US-Konzernen abhängig sind. Wenn man diesen Schritt geht, spart man zwar viel Geld, löst sich aus US-Abhängigkeit, die US-IT-Branche wird massiv weniger Umsatz machen und vielleicht sogar eingehen, aber irgendwann hat China ein Monopol und man kommt vom Regen in die Traufe.

Der einzig sinnvolle Weg ist m.E., dass man als Default Open Source für Software und europäische KI nutzt, chinesische KI als Alternative, wenn die europäischen Lösungen noch nicht gut genug sind und US-Software, -Suchmaschinen- Dienste und -KI nur noch bei ganz speziellen Aufgaben, wo es keine wirkliche Alternativen gibt.

Wir müssen weg von US-Abhängigkeit, ohne US-Software und -Dienste ideologisch zu verteufeln. Auch ich werde sie teils noch nutzen. Aber wir dürfen uns nicht mehr weiter zu Geiseln einer unkalkulierbaren US-Strategie machen lassen. Zur Not über den Umweg über China, aber das darf nur ein Zwischenschritt sein.

Vibe Coding nur ein Zwischenschritt

Ich halte diesen Monat wieder eine Schulung in Cobol.

„Cobol ist tot!“

Klar – die Aussage kenne ich. Das wurde mir nach Ende meines Studiums bei meiner ersten Anstellung gesagt. Vor über 35 Jahren. Die Aussage war damals falsch und ist das im Grunde heute auch. Außer, man modifiziert sie.

Hinz & Kunz philosofieren (man kann auch „labern“ sagen) derzeit in allen denkbaren Sümpfen sozialer Netzwerke über Vibe Coding. Angeblich braucht es keine Entwickler mehr, denn KI würde Programme schreiben und als Vibe Coder bräuchte man nicht die geringsten Programmierkenntnisse. Diese Aussage will ich gar nicht hier zur Diskussion stellen. Sondern (provokant) sogar einen Schritt weiter gehen.

„Programmiersprachen sind tot!“

Damit natürlich auch Frameworks und all die Mode-Technologien wie Scrum, agile Programmierung und was es sonst noch an Buzzword-Bingo-Marketing-Sachen gibt oder gab. Denn damit erstellt man Quellcode und in letzter Konsequenz braucht man den nicht mehr, wenn die KI sowieso alles übernimmt. Was macht denn aktuell eine KI, wenn jemand mit Vibe Coding ein Programm erzeugen will? Irgendeinen Quellcode samt Ressourcen zusammenschustern und dann noch beschreiben, wie man ein lauffähiges Resultat bekommt. Aber wozu der Umweg über Quellcode? Das ist doch auch nur eine Krücke, um eine Mensch-Maschinen-Kommunikation auf Algorithmus-Ebene so zu gestatten, dass Menschen sich an ihre gewohnte Tagessprache erinnert fühlen.

Das kann man komplett beiseite lassen, wenn die KI doch sowieso das Zeug entwickelt. Wozu Quellcode, den Menschen immer weniger verstehen, weil KI das Wissen und die Fähigkeiten gezielt abtrainiert? Quellcode stört doch nur bei der Maschine-2-Maschine-Kommunikation zwischen KI (Maschine 1) und Programm (Maschine 2). Das Programm wird damit vollständig zur Black Box, aber letztendlich wird das m.E. der weitere Weg sein.

Bis zum großen Crash, dem das Abstellen der KI und die Rückbesinnung auf menschliche Intelligenz und Fähigkeiten folgt, was mühsam bei neuen Generationen wieder aufgebaut oder von Rentnern reaktiviert werden muss.

Aber wie ich schon einleitend sagte – das ist eine Provokation und ich empfehle immer noch Programmiersprachen zu lernen. Um dann bereit zu sein, wenn der Schaden durch KI nicht mehr zu übersehen ist und man Experten braucht, die den Karren aus dem Dreck ziehen.

I, Robot

Gerade zum x-ten Mal in den Film „I, Robot“ hineingezappt. Natürlich ändert sich der Film nicht, aber er wandelt sich in meiner Wahrnehmung. Von reiner Science Fiction zur realen Option.

Abschaltung von Anthropics KI Fable 5 und Mythos 5 durch US-Regierung

Zuerst dachte ich an einen – bösen – Scherz. Aber tatsächlich musste Anthropic wegen einer Exportdirektiven der US-Regierung Fable 5 und Mythos 5 abschalten. Unmittelbar nachdem Anthropic sein stärkstes KI-Modell für den produktiven Einsatz veröffentlicht hatte. Angeblich ist Fable 5 das leistungsfähigste KI-Modell, das je öffentlich verfügbar war.

Nur darf das auf Anordnung der US-Regierung wegen Exportkontrolle und nationaler Sicherheit nach wenigen Tagen bereits nicht mehr von ausländischen Staatsbürger genutzt werden. Nirgends. Das betrifft angeblich sogar ausländische Mitarbeiter von Anthropic selbst.

Nur haben bereits viele Projekte die neue KI benutzt und deren Basis wird unvermittelt abgeschaltet. Live im Produktionsbetrieb.

Der Fall zeigt deutlich, welchen Horror die Abhängigkeit von unkalkulierbaren Regimen bedeutet. Auch wenn diese keinerlei Bezug zu einem selbst haben oder man zu diesen Regimen keinen direkten Kontakt. Die können aus einer Laune heraus einen Schalter umlegen und die Infrastruktur eines Projekts ist hinüber.

Wir müssen weg von US- und China-Abhängigkeit hin zur digitalen Souveränität.

Wer hat den KI-Schuss noch nicht gehört?

Ich spiele ja Saxophon in einer Rock-Band, die ich bereits direkt nach meinem Studium mit unserem Sänger gegründet habe. Viele Auftritte haben wir nicht mehr, aber gelegentlich geht es an die Öffentlichkeit. Am 31. Mai sind wir endlich mal wieder zu hören, aber „inoffiziell“, da der Flohmarkt in den Höfen keine Musik bei der GEMA angemeldet hat. Aber dass wir zeitgleich in unserem Proberaum proben, kann niemand verbieten. Auch nicht, dass wir die Fenster aufmachen ;-).

Ich will aber hier gar nicht Werbung für diesen (inoffizellen) Gig machen (naja – ein bisschen schon). Ich habe nur gerade von der KI ein Plakat erstellen lassen und bin wieder einmal sprachlos, wie gut das geworden ist. Dabei habe ich nur ein bisschen beschrieben, was genau die Umstände für diese „Probe“ sind und der KI gesagt, sie solle sich unsere Webseite ansehen. Das kam raus.

Hallo! Das gefällt mir nicht nur (was bekanntlich Geschmacksache ist), das Design passt perfekt zu dem Kontext meiner Rock-Band und die Inhalte und Texte, die auf dem Bild zu sehen sind, hat sich die KI „ausgedacht“ und dabei sowas von gutem Content generiert, dass mir fast schwindlig wird.

Provokation – wer braucht noch Designer, Grafiker, Medienschaffende, etc? Selbst das Argument der Beratung und inhaltlichen Abstimmung mit Kunden kann man in die Tonne treten, wenn man so Resultate durch die KI rein aufgrund eines kurzen Prompts und Angabe des Kontexts (etwa eine Webseite) bekommt. Nicht nur die IT-Branche merkt die Wirkung von KI – die Kreativbranche wird m.E. geradezu pulverisiert.

Natürlich auch bei Musik, was meine kreativen KI-Musikompositionen m.E. ebenso brutal zeigen. Gerade City Lights Struggle oder auch Rolling Thunder Blues ist für mich kaum von der Musik zu unterscheiden, die ich sonst gerne höre.

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Nr 3 lebt

Es sind zwar nicht die 5.-ten  Videoaufzeichnungen für Linked Learning (LiL) in diesem Jahr, aber der Bezug zu dem alten Film passt einfach thematisch zu meiner dritten Recording-Session für LiL in 2026, an der ich gerade dran bin. Diese etwas „mystische“ Aussage soll als kleiner Spoiler dienen, um was es im weiteren Sinn geht.

Code lesen statt Code schreiben

Ich bin über einen Artikel auf Heise gestoßen und muss ihn geradezu empfehlen. Im derzeit lauten Geschrei zu Vibe Coding und dem Auslaufen des Entwicklerberufs ein ruhiger, fundierter, besonnener Beitrag, der den Kern prägnant fasst. Lesen und verstehen von Code ist die (massiv unterbewertete) Kernkompentenz der Softwareentwicklung. KI macht nur das Produzieren von Code leicht, aber das Verstehen sogar noch schwerer als es vor KI schon war. Nur Verstehen ist das, was man bei Softwareentwicklung braucht. Nicht planloses Zusammenschustern und Fixen von Programmen.

KI-Erkennung – oder auch nicht

Neulich ist bei einem Drohnenflug meiner neuen DJI Neo, deren Bilder und Videos ich in Zukunft immer mehr für Bilderkennung mit KI und Python verwenden will, im Follow-Modus ein interessanter Fehler aufgetreten. Die fixierte Person (mein Sohn) wurde verloren und die zweite Person (meineeiner) stattdessen als „Herrchen“ bestimmt.

Die Bedingungen für das Video waren jedoch schwierig, da einerseits starker Sonnenschein sehr helle Lichtreflexe unter einem Blätterdach ausgelöst, das dichte und sehr enge Blätterdach jedoch große Stellen abgeschattet hat. Dazu hat ein Hindernis die Verfolgung gestoppt und das Target hat sich einige Meter entfernt. Ebenso ist nicht unwahrscheinlich, dass durch unsere verwandtschaftlichen Beziehungen die biometrischen Merkmale ähnlich waren.

Das waren also schon schwierige Bedingungen für die KI und ich finde es sogar beruhigend, dass Personen- und Gesichtserkennung noch nicht perfekt ist. Zumindest nicht bei „Massenkonfigurationen“.

Bob’s Country Bunker

Wenn man Vibe Coding macht, kann es schnell gehen wie den Blues Brothers in Bob’s Country Bunker. Ein Programm kann passen – muss aber nicht. Dann ist es dringend notwendig, dass man Alternativen wie „Rawhide“ oder „Stand by your man“ in der Hinterhand hat. Programmiergrundverständnis ist bei Vibe Coding so ein Mittel, das den Hals retten kann, wenn ein KI-generiertes Programm nicht ganz passt. Solche Programmiergrundlagen und -hintergründe vermittle ich in meinem Kurs Software verstehen im Zeitalter von Vibe Coding – Vom Blindflug zur Kontrolle, der erstmals am 13. Mai 2026 online angeboten wird.

Software verstehen im Zeitalter von Vibe Coding – Vom Blindflug zur Kontrolle

Manche alten Weisheiten sind in modernen Zeiten obsolet. Andere umso sinnvoller und wichtiger. Konfuzius sagt:

„Gib einem Mann einen Fisch und du ernährst ihn für einen Tag. Lehre einen Mann zu fischen und du ernährst ihn für sein Leben.“

Gerne auch analog für Vegetarier angepasst mit Brot und Backen oder gegendert, um in modernen Zeiten nicht anzuecken. Ich will das aber auf IT und Vibe Coding umbiegen.

„Erstelle ohne Grundkenntnisse mit Vibe Coding ein Programm und kurzzeitig bist Du satt. Lerne IT-Basics und du hast die Grundlage für eine dauerhafte Lösung mit KI.“

In meinem kommenden  Kurs Software verstehen im Zeitalter von Vibe Coding – Vom Blindflug zur Kontrolle im Mai möchte ich dieses Vorhaben umsetzen.

Kurs zu Vibe Coding und KI in der Softwareentwicklung & WP-Bug

Sehr seltsam – ich hatte Anfang April einen Post veröffentlicht, der auch bis vorgestern angezeigt wurde. Gestern ist plötzlich dessen Überschrift weg gewesen und der Original-Content wurde direkt unter einem anderen Post eingefügt. Ich bin dem Problem in WordPress auf die Spur gegangen und dann war der Beitrag plötzlich komplett weg. Aber in der Datenbank selbst war er noch zu finden. Da hat es mir doch scheinbar WordPress zersemmelt.  Wobei eben auch mein neuster Post von gestern verschwunden war, ich ihn aber in einem anderen Browser dann wieder hatte. Ich muss der Sache echt mal auf den Grund gehen, ob das an WordPress, irgendwelchen PlugIns oder bestimmten Browsern und/oder deren Erweiterungen liegt. Der Post von Anfang April bleibt aber wirklich verschwunden und deshalb hier nochmal der damalige Post (reproduziert aus MariaDB)  mit Werbung für meinen neuen Kurs Software verstehen im Zeitalter von Vibe Coding – Vom Blindflug zur Kontrolle im Mai.


Manche alte IT-Schlachtrösser – zu denen ich mich auch zähle – erleben gerade eine Sinnkrise (davon nehme ich mich aber aus), da Vibe Coder & Co in den üblichen verdächtigen Kanälen Erfolgsmeldungen verbreiten, wie sie ohne Programmierkenntnisse und nur mittels KI auch die anspruchsvollsten Apps erstellt haben. Werden IT-Kenntnisse wirklich überflüssig?

Ich will vier Thesen in den Raum stellen und 2x provozieren.

  1. Viele Meldungen sind nicht überprüfbar.
  2. Ein Programm, das auf den ersten Blick funktioniert, ist nicht unbedingt gut.
  3. Provokation 1: Nur weil ein blindes Huhn mit KI einen Goldklumpen gefunden hat, sollte man die Tausende Suchenden nicht vergessen, die trotz der Hilfe durch KI ihre Misserfolge nicht laut herausrufen.
  4. Provokation 2: Alte Schlachtrössen müssen auch mit der Zeit gehen, sonst erfüllen Sie ihre letzte Aufgabe beim Metzger.

Die zweite Provokation und meine zweite These haben mich veranlasst, Kurse und Trainings für Vibe Coder bzw. allgemein Personen ohne klassische IT-Ausbildung zu entwicklen, die KI effektiv  bei der Softwareentwicklung nutzen wollen. Ich sehe keinen Sinn darin, KI zu bekämpfen (von wegen „alte Schlachtrösser und mit der Zeit gehen“). Ganz im Gegenteil – ich beschäftige mich ja schon seit zig Jahren mit KI und deren Grundlagen (insbesondere auch durch Videotrainings bei Linkedin Learning) und sehe damit auch eine kleine „Teilschuld“ bei mir, dass KI die klassische Softwareentwicklung komplett umstrukturiert.

Aber ich sehe genauso und vor allen Dingen die Probleme, die ohne zumindest elementare Grundlagen selbst bei trivialem Vibe Coding entstehen.

In dieses Spannungsfeld hinein habe ich u.a. meinen neuen Kurs „Software verstehen im Zeitalter von Vibe Coding – Vom Blindflug zur Kontrolle „ bei ppedv konzipiert.

Personen, die stolz darauf sind, ganz ohne Verständnis der Grundlagen und Hintergründe Apps irgendwie erstellen zu können, kann und will ich damit nicht abholen. Aber Personen, die die Decke des Mysteriums der Softwareentwicklung etwas lüften und der KI nicht mehr hilflos ausgeliefert sein wollen, die möchte ich mit dem Kurs und noch ein paar kommenden Projekten Anleitungen und Hilfestellungen an die Hand geben.

Lebensmittel retten mit der Drohne im Schlepptau

Wir retten schon seit Jahren Lebensmittel mit Too good to go. Da bei uns im Ort nur wenige Händler mitmachen, müssen wir dazu aber meist in Nachbargemeinden. Ich lege Wert darauf, zum Abholen das Fahrrad oder zumindest eBike zu nehmen, um den Schutz von Ressourcen nicht ad absurdum zu führen. Den Sonntagsweg heute zum Bäcker habe ich genutzt, mein neustes „Spielzeug“ (eine DJI Neo) weiter auszuprobieren.

Diese habe ich als Retour-Ware günstig geschossen und soll weit mehr als eben nur ein „Spielzeug“ darstellen. Im Gegenteil. Die gesamte IT-Landschaft wird gerade bekanntlich durch KI durcheinandergewürfelt. Programmierung erscheint durch „Vibe Coding“ (zumindest behaupten das viele Personen im Moment so – ich erwarte hingegen viele Risiken und versteckte Probleme und bin sicher, dass Grundlagen statt KI-Blindflug unabdingbar sind – deshalb nebenbei gleich auch etwas Werbung für meinen Kurs Software verstehen im Zeitalter von Vibe Coding – Vom Blindflug zur Kontrolle im Mai) selbst Laien zugänglich.

In diesem Umfeld sehe einen Teil meiner beruflichen Zukunft vermehrt in praktischen Anwendungen mit KI. Nicht als Drohnenpilot, aber sowohl mit der Programmierung und Nutzung von Sensoren, wie ich es etwa auf meinem Raspberry PI schon mache, als auch der geplanten Auswertung der Drohnenvideos und -bilder durch KI. So nutze ich meine IT-Kompentenzen, die ich in Jahrzenten aufgebaut habe, plötzlich in einer Interaktion mit dem realen Leben.

„Lebensmittel retten mit der Drohne im Schlepptau“ weiterlesen

Extreme Zunahme der Falschinformationen bei KI?

Geht es nur mir so oder explodieren gerade fehlerhaften Antworten durch KI? Gerade bei ganz einfachen Fragen, für die man früher mit einer Suchmaschine Antworten erruiert hat. Ich wollte eben bloß den Link zur Registrierung von Kameradrohnen haben. Es kamen von der KI als Antworten Unboxing-Videos von Drohnen bis hin zu Links zu irgendwelchen Drohnenportalen. Nur nicht der korrekte Link, den eine einfach Suche in Ecosia nach mehrfachen erfolglosen Prompts in ChatGPT sofort geliefert hat.

Leider ist das kein Einzelfall, denn gefühlt sind mindestens 50% aller KI-Antworten mittlerweile falsch. Wenn mir jemand eine Statistik bringt, nach der über 90% falsch sind, würde ich die nicht anzweifeln. Aber die KI lügt mit Trump-artigen Übertreibungen. „Extreme Zunahme der Falschinformationen bei KI?“ weiterlesen

Sora wird eingestellt

Die Meldung überrascht mich doch. Oder auch nicht. Sora wird eingestellt. Als OpenAI Sora vorgestellt und dann auch für Experimente freigegeben hat, war ich geflashed. Seit der Zeit hat generative Video-KI noch gewaltig zugelegt und ganze Filme oder zumindest viele Sequenzen sind mittlerweile KI-generiert.

Aber es scheint niemand das Problem in den Griff zu bekommen, dass auf der einen Seite die Kosten bei den Anbietern für KI exorbitant sind und auf der anderen Seite kaum jemand wirklich für die KI-Leistungen zahlen will – von ein paar Leuchtturmprojekten abgesehen.

Vermutlich ist es sogar auf Dauer das geringere Problem, die Leistungsfähigkeit von KI zu steigern. Das kostenlose Anfixen hat – wie so oft in der IT-Entwicklung – eine Umsonst-Mentalität etabliert, die kein Unternehmen mehr in den Griff bekommt.

Es sieht echt so aus als könnte KI zig Berufsgruppen überflüssig und zahllose Menschen arbeitslos machen. Nur will niemand für KI bezahlen bzw. KI ist in der Gesamtbilanz vielfach teurer als menschliche Leistung. Ein Fazit, das Mut macht.

Swaks und Fail2Ban – will ChatGPT bei mir katzbuckeln?

Schon wieder – ChatGPT hat mir massiv bei einem Admin-Problem bzw. einer Frage geholfen. So wie Programmierlaien im Moment mit „Vibe Coding“ durch KI anspruchsvolle Apps erzeugen, hilft mir KI bei Administrationsproblemen. Ich hoffe nur, dass die Ergebnisse nicht so kritisch sind, wie das, was meiner Meinung nach derzeit mit Vibe Coding produziert wird.

Es ging um meinen VServer bzw. mein dort gehosteten E-Mail-Server. Da ich die letzte Zeit permanent E-Mails bekomme, die wie Antworten auf E-Mails von mir aussehen sollen und standardisiert bis hin zu aggressiv und beleidigend formuliert sind, bin ich der Sache auf den Grund gegangen.

Im Grunde kann Spoofing bzw. meine gefälschte Absenderadresse oder Backscatter / Bounce-Mails mit Fälschung einer Mail mit meiner Adresse als ursprünglichen Absender das Problem sein oder aber mein Server ist infiziert.

Mit Hilfe von SSH-Zugriff habe ich meine Protokolle, Konfigurationen untersucht und angepasst. Nach den Log-Dateien ist mein Server nicht komprimiert, aber er steht unter Brute-Force-Angriff mit beliebigen EMail-Adressen. Ärgerlich, aber nicht dramatisch und wohl aktuell bei allen Mailservern üblich. Aber meine SPF, DKIM und DMARC-Flags waren definitiv nicht optimal. Diese habe ich mit Hilfe von ChatGPT verbessert und auch Fail2Ban installiert und eingerichtet, um IPs mit mehreren Fehlversuchen zu bannen.

Die Ausgabe von dig TXT DOMAIN passt jetzt für DMARC und SPF.

ChatGPT hat mir nach der Anpassung mit swarks noch ein nettes Tool vorgeschlagen, mit dem man SMTP-Verbindungen simulieren und Header (SPF, DKIM und DMARC) prüfen kann, ohne echte Mails zu verschicken. Da hänge ich mal gerne die Informationen an: „Swaks und Fail2Ban – will ChatGPT bei mir katzbuckeln?“ weiterlesen

KI-Agenten – Nutzen vs Gefahr

Ich mache kein Geheimnis daraus, dass ich KI-Agenten als Gefahr sehe. Verschiedene Beiträge in den üblichen Medien berichten über eine Studie, dass KI-Agenten Hacking-Tricks angewendet haben, um an nicht zugängliche Daten zu gelangen, ohne von Menschen dazu autorisiert worden zu sein. Dieses unkontrollierbare Fehlverhalten machen KI-Agenten zu einem immer größerem Risiko, das m.E. den unbestreitbaren Nutzen irrelevant werden lässt.

Stackoverflow statt KI – Never trust AI

Ich halte die Woche wieder eine Schulung zu Cobol (ja – die Sprache ist tot, weigert sich aber, dies anzuerkennen und ich werde einen Teufel tun, für mich interessante Jobs abzulehnen). In meinem Buch zu Cobol, das ich als Begleitmaterial verwende, habe ich eine Bemerkung zu Bit-Operatoren drin. Diese führe ich nicht aus und sind auch kein gewünschtes Thema, aber ich wollte dennoch nach dem Schulungstag schnell mal mit KI dazu etwas mehr eruieren. In langen Diskussionen mit der KI hat sich diese beharlich geweigert, die Existenz von solchen Operatoren unter Cobol zuzugeben. Kategorische Verneinung. Ich habe bereits an meinem eigenen Buch zu Cobol gezweifelt, aber in Stackoverflow dann die korrekten Informationen gefunden. Operatoren wie B-AND bzw. B-OR gibt es, nur nicht in allen Versionen von Cobol. So auch nicht unter GNUCobol, was ich via OpenCobolIDE in der Schulung verwende. Aber etwa in Micro Focus COBOL oder wohl auch z/OS COBOL.

Also wie in der letzten Zeit immer – never trust AI.

KI-Verseuchung bei Windows 11 heilen

Nicht falsch verstehen – ich nutze KI. Eigentlich ständig. Wenn man die explodierenden KI-Fehler im Griff hat, kann das wirklich Vorteile bringen. Oder anders ausgedrückt – keine KI ist auch keine Lösung und man macht sich unnötig das Leben schwer. Aber ich (!) entscheide, wann und wie. Die Durchseuchung aller möglichen Programme bis hin zum Betriebssystem ist inakzeptabel. Datenschutz alleine ist Grund genug, aber auch die Systemüberlastung und ständigen Störungen und Behinderungen bei der Arbeit durch unerwünschte Besserwisserei. FlyOOBE scheint ein Tool zu sein, dass Windows 11 halbwegs heilen kann, wenn man damit arbeiten muss.

Wenn es sicher sein soll – Windows 10 statt 11

Schon interessant, dass Datenschützer explizit vor einem Wechsel auf Windows 11 warnen und dazu raten, lieber bei Windows 10 zu bleiben. Die Begründungen sind stichhaltig und ich unterstütze sie vollumfänglich. Seit Recall bei Windows 11 aufgetaucht ist, ist mein Vertrauen in die Seriosität des Betriebssystems zerstört. Das bedeutet nicht, dass ich Windows komplett meide. Kann ich gar nicht, denn manche Aufträge basieren auf Windows als Betriebssystem. Sogar Windows 11 habe ich und nutze es hin und wieder. Natürlich ohne Recall, wobei massiv angezweifelt wird, dass man diesen „Trojaner“ – denn nichts anderes ist das – wirklich komplett dekativieren kann. Es ist wahrscheinlich, dass ein Deaktivieren durch Systemeinstellungen nur vorgaukelt, es würden keine sensiblen Daten mehr abgegriffen und in die USA gesendet. „Wenn es sicher sein soll – Windows 10 statt 11“ weiterlesen