Ein Chromebook oder chromeOS Flex als Option?

Gestern hatte ich mir ChromeOS Flex auf einen USB-Stick gezogen und auf einem uralten Lenovo mit Pentium vom USB-Stick gestartet. Ging total easy. Aber da ich auf dem Notebook, das ursprünglich mit Windows 7 ausgeliefert wurde (was deutlich macht, dass die Hardware wirklich uralt ist), bereits ein sehr ressourcensparendes Linux (MX Wildflower) installiert habe, wollte ich das nicht plattmachen. Aber ich habe noch ein zweites, identisches Gerät, das in einem schlechteren Zustand ist (Bildschirmscharniere sind komplett fertig) und wo Deepin Linux installiert ist. Dieses Linux ist zwar optisch sehr schön, aber fordert doch die Hardware bei dem Steinzeitgerät ziemlich und ist durch seine China-Wurzeln auch nicht unbedingt das, was ich in Hinsicht auf Datensicherheit nutzen möchte. Also habe ich dieses Notebook zum Abschuss freigegeben und ChromeOS Flex darauf installiert. „Ein Chromebook oder chromeOS Flex als Option?“ weiterlesen

Was ein Gefuddel für Android

Nachdem mir die Raspberry PIs als auch vergleichbare Platinen im Moment einfach zu teuer sind, habe ich mich daran gemacht, ein uraltes Notebook, dass ich vor einigen Monaten mit Deepin Linux neu eingerichtet habe, für die Cordova-Entwicklung einzurichten. Das ist zwar fertig, liegt aber sowieso da rum und einen Test war es mir wert.

Im Grunde geht das Einrichten von Cordova ja auch recht einfach, wenn es nicht die elenden Fallen geben würde.
Einmal ist da im Fall von Android das Problem mit der Java-Version. So richtig geht es – falls man für Android die App erstellen will – nur mit Java 8 bzw. dem JDK 8. Das Problem habe ich schon vor gefühlten Ewigkeiten bemerkt und mir immer damit geholfen, dass ich eben Java 8 installiert habe. Neben den aktuellen Versionen. Leider ist es dann aber blöde, weil man für Gradle-Skripte (zumindest die vorgefertigten von Cordova) die Default-Version von Java auch auf eben dieses Java 8 umstellen muss. Das geht in Linux (Debian, Ubuntu, Mint und Derivate) so:

sudo update-alternatives --config java

In der Folge kann man zwischen den installierten Java-Versionen auswählen und eine davon zur Default-Version machen. Aber dann muss man dann auch noch JAVA_HOME korrekt setzen. Etwa so:

env JAVA_HOME /usr/lib/jvm/java-8-openjdk-amd64/

oder

export JAVA_HOME /usr/lib/jvm/java-8-openjdk-amd64/

Ging unter Deepin als normaler User, aber komischer Weise hat das als root nicht funktioniert bzw. die Einstellungen wurden nicht übernommen. Letztendlich habe ich viel rumgebastelt, wieder viel gelernt, bin aber wie so oft im Grunde gescheitert.
Wobei das Problem mit Java 8 ist vermutlich ein ganz anderes, als man vermutet. Denn vor einigen Monaten hatte ich eine Schulung rund um Java EE gehalten und da hatten wir bei JSF ein ähnliches Problem. Die Meldung sah so aus als wäre die Version von Java nicht passend bzw. zu alt, obwohl sie neuer als die geforderte/angezeigte Version war. Ganz wie hier bei Cordova. Aber dann ist mir aufgefallen, dass die Versionsnummern in dem Framework nur einstellig (!) evaluiert wurden. Also Java 11 oder Java 17 werden als Java 1 interpretiert. So was vermute ich mittlerweile auch bei Cordova bzw. den Gradle-Skripten. Man müsste es mal mit Java 9 testen, aber dazu habe ich im Moment keine Zeit.
Letztendlich ist aber sowieso das Hauptproblem dieses elende Android-Gefuddel. Das Android-SDK und die Android-Tools etc. habe ich nach und nach alle installiert, aber ständig kam die Meldung, dass das Zeug nicht da wäre. Genaugenommen hat das Gradle-Skript diese Meldung gebracht. Letztendlich habe ich sogar das Android Studio auf dem uralten Notebook mit Deepin installiert, dort diverse Fernzugriffservice eingerichtet und gestartet, alle möglichen SDK-Versionen nachinstalliert und sogar ein Cordova-Template im Android Studio als Plugin eingerichtet.
Resultat – das Gradle-Skript weigert sich, die Android-Ressourcen zu finden. Und selbst das Android Studio nimmt dieses Gradle-Skript und kennt sich quasi dann selbst nicht mehr.

Irgendwann hatte ich die Faxen dicke, denn so schön Deepin Linux von der Oberfläche auch ist – es hat so ein paar Macken, die ich von der administrativen Seite nicht wirklich gut finde. Und der VNC- als auch RDP-Zugriff haben darauf ums Verrecken nicht funktioniert. Nur ssh – auch mit X-Umleitung von einem anderen Linux-Rechner.
Apropos anderer Linux-Rechner – das ist mein Terra-Notebook, auf dem ich Windows 10 und Mint Linux im Dualboot betreibe. Unter Windows habe ich das Cordova (auch für Android) mit Visual Studio 2017 im Griff (und im Prinzip auch mit dem Android Studio – das macht aber keinen Spass). Die Linux-Version kann ich aber seit Monaten nicht mehr aktualisieren oder da ein Programm installieren. Die Sache hier war für mich der Anlass, dass Problem mal anzugehen. Denn egal was ich probiert habe die letzte Zeit – mit der Fehlermeldung, dass die Quellen nicht zu lesen wären, haben sämtliche Aktualisierungsversuche als auch Installationsversuche abgebrochen.
Ich bin nun auf den Lösungsansatz gestoßen, dass man die Datei mit einem geeigneten Repo füllen sollte. Etwa das:

sudo nano /etc/apt/sources.list
deb http://de.archive.ubuntu.com/ubuntu bionic main restricted

Habe ich gemacht – keine Wirkung!
Dann habe ich endlich die Meldung genauer angesehen – Linux hat nicht die Datei /etc/apt/sources.list beim Installieren/Aktualisieren ausgelesen, sondern die Datei /etc/apt/sources.list.d/vivaldi.list.
Aus irgendeinem Grund wurde der Pfad umgebogen. Wo genau, habe ich noch nicht raus, aber einfach das Repo da reingeschrieben. Und gut ist es – aktualisieren und installieren geht wieder.
Jetzt kann ich auch mal den Linux-Rechner nutzen und versuchen, da Cordova-Apps für Android zu kompilieren. Wenn das auch da nicht geht, habe ich ja immer noch Visual Studio 2017 und meinen Docker-Container.

Und so ganz unwahrscheinlich ist es nicht, dass ich darauf beschränkt bleibe. Denn bei dem Mint-Linux ist node.js und damit auch npm in einer alten Version dabei. Was nicht schlimm wäre, wenn nicht jede Art der Installation, die ich versucht habe, immer diese uralte Version 8 installiert hätte. Mit apt bzw. apt-get entfernt, neu installiert, andere Quellen genommen, verschiedene Package-Manager ausprobiert -> immer die Version 8, obwohl es schon die Version 18 gibt. Ein Problem führt bei den ganzen Aktionen – wie eigentlich immer – zum nächsten.

Ich bin jetzt auf das Level zurückgegangen, dass ich die Quellcodes von Git geholt und dann bei mir neu kompiliert und installiert habe.

Also klassisch

git clone https://github.com/joyent/node.git

Und dann:

./configure
make
make install

Dazu gibt es im Netz eine ziemlich gute Anleitung.

Der kleine Hinweis dort, dass das Kompilieren ein „bisschen länger“ dauert, war aber untertrieben. Ich bin mit der Erwartung von vielleicht 30 Minuten maximal in den make-Befehl rein und nach gut 5 Stunden war noch kein Ende zu sehen. Das Zeug ist dann über Nacht durchgelaufen und heute morgen war es erledigt. Das dauert also brutal lang, wobei mein Terra-Notebook auch schon in die Jahre gekommen ist.

Anyway – die Sache ging durch und nun habe ich node.js bzw. npm in der Version 18. Cordova ist damit auch eben fix installiert und wie es mit Android aussieht, schaue ich mir später an. Das ist ja die einzige kritische Stelle.

 

Deepin Linux

In der Familie wird ein Notebook für ein bisschen Textverarbeitung benötigt und wegen Black Friday & Co stand zur Diskussion, ein solches zu kaufen. Doch da ich die Preise eine Weile schon verfolge – das lohnt sich n.E. im Moment gar nicht. Für mich sieht es nach meinen Aufzeichnungen der Preise über die letzten Wochen so aus als wären die – wie üblich – die letzten Tage massiv erhöht und jetzt nur auf einen Stand reduziert worden, der immer noch über dem vor einigen Wochen liegt. Gerade bei Notebooks und anderer PC-Hardware.

Zudem schlummerten unter dem Sofa noch ein paar uralte Notebooks, für die eine Wiederbelebung eine Option war. Mein altes HP EliteBook habe ich mit diversen Tools komplett bereinigt und es scheint halbwegs zu laufen. Windows 10 und Office ist drauf und deshalb durchaus eine Option. Allerdings ist das Teil ziemlich „träge“.

Ein anderes Notebook von meinem Sohn musste ich erst an verschiedenen Stellen kleben und da war Windows nicht wirklich mehr vernünftig instand zu setzen gewesen.

Also ein Kandidat für Linux. Deepin Linux ist mir da untergekommen. Kommt aus China und basiert vom Unterbau auf Debian. Von der Oberfläche ein Mix aus macOS und Windows 11 verspricht es dennoch geringe Hardwareanforderungen. Ausprobiert und ich muss sagen – sieht verdammt schön von der Oberfläche aus und läuft smart auf dem uralten Notebook. Sonst nutze ich Mint Linux mit Xfce auf alter Hardware, aber Deepin scheint auch auf alter Hardware eine modernere und schöne GUI hinzuzaubern. Auch wenn mir Design und Optik eigentlich vollkommen egal sind – wenn es von der Funktionalität gleichwertig ist – warum nicht das optisch schöne System verwenden? Die Nachinstallation von Software, die nicht standardmäßig in den Repos zu finden ist, ist nach ersten Versuchen mau, aber als „Out-of-the-box“-System für reine Anwender scheint das zu taugen.