Obwohl ich mich als einen eher ruhigen und introvertierten Typen sehe, verdiene ich dessen ungeachtet überwiegend mit „Reden vor Leuten“ im weitesten Sinn mein Geld. Wenn es fachlich wird und ich es bezahlt bekomme, funktioniert das anscheinend ganz gut. Immerhin habe ich einige Jahrzehnte Schulungen, Vorlesungen und Vorträge damit ja schon Erfahrung sowie nicht zuletzt mit meinen Kursen bei LiL samt der neuen Serie mit wöchentlichen Tipps & Tricks zu Python bei LinkedIn Learning. Und anscheinend gilt der alte Spruch vom Apfel, der nicht weit …
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CronTab, Schedule und Python
Nachdem ich vor ein paar Wochen meinen neuen V-Server auch gleich auf eine neue Version von Ubuntu umgestellt hatte, musste ich sämtliche Webseiten wieder neu einspielen. Bis auf meine Webseite zum Gleitschirmfliegen, in der ich eine Webcam und Wetterdaten von einem Flughang bereitstelle, konnte ich auch alle Seiten problemlos wieder einspielen. Nur diese Seite (ein Joomla!-System) hatte herumgezickt und deshalb habe ich sie einfach neu aufgesetzt (jedoch mit WordPress). Aber ein Feature habe ich da auf die Schnelle nicht hinbekommen – das Kopieren und Sichern des aktuellen Bildes der Webcam, das minütlich mit FTP auf meinen V-Server geladen wird.
Es ist aber ganz hilfreich, wenn man über eine gewisse Zeitspanne verfolgen kann, wie etwa schon vor Ort befindliche Gleitschirme oder Windfahnen sich verhalten, um zu entscheiden, ob sich ein Tripp an den Hang lohnt. Ich wurde sogar explizit gebeten, dieses Feature wieder bereitzustellen.
Die originalen PHP-Skripte hatte ich noch alle, aber das Zeug war so zusammengefrickelt (wie so oft), dass ich erst einmal meine eigenen Codes nicht mehr verstanden habe.
Aber da ich parallel im Moment Themen sammle, die ich irgendwann in meinen wöchentlichen Tipps & Tricks zu Python bei LinkedIn Learning (LiL) verwenden kann, kam ich auf die Idee, das Kopieren doch mit Python statt mit PHP zu machen sowie auch das Schedulen vielleicht auch gleich mit Python. Es gibt ja dazu das sched-Modul und/oder die klassischen Module shutil, datatime und time. Dazu gibt es noch in der Community das zusätzliche Module schedule. Also habe ich mich damit eine Weile beschäftigt. Allerdings kam ich darüber über kurz oder lang auch auf die eigentlichen Crontabs von Linux/Unix. Und wenn man die genauer ansieht, ist es fast einfacher, die direkt zu schreiben, als sie von einem Framework wie dem schedule-Modul generieren zu lassen.
Auf der anderen Seite musste ich zudem noch meinen V-Server weiter konfigurieren. Dabei habe ich auf dem Weg nano nachinstalliert, denn ich greife ja per SSH auf den V-Server zu und mit Erschrecken festgestellt, dass da bisher mir nur vim zur Verfügung stand. Also so rudimentär will ich doch nicht mehr arbeiten.
In der Folge habe ich meine neu erstellen Python-Skripte zum Kopieren der Dateien und dem täglichen Löschen des Verzeichnisses (mein Server soll ja nicht volllaufen) hochgeladen und in die CronTab direkt eingebunden. Das geht ganz einfach und logisch, wenn man sich von der Syntax nicht abschrecken lässt.
- crontab -e öffnet die CronTab-Datei.
- Wenn man mit nano arbeitet, kann man mit Strg+o die Datei speichern und mit Strg+x den Editor verlassen. Mehr braucht man da eigentlich nicht zu wissen.
- Mit crontab -l kann man sich alle Cronjobs anzeigen lassen und
- mit crontab -r bei Bedarf alle Cronjobs löschen (was aber brutal ist, weil direkt alles weg ist).
Die eigentlichen Einträge in der CronTab sehen etwa so aus:
# m h dom mon dow command */2 8-20 * * * python3 [pfad]/copierereichenbach.py >> /var/www/vhosts/rjs.de/rb.autoren-net.de/thumb/log.txt * 5,23 * * * python3 [pfad]/loeschereichenbach.py
Das kopiert dann alle 2 Minuten in der Zeit von 8 bis 20 Uhr das aktuelle Bild der Webcam und um 5 und 23 Uhr wird das Verzeichnis gelöscht.
In Python selbst arbeite ich mit shutil.rmtree() und os.mkdir() beim Löschen des Verzeichnisses. Einfach alles weghauen und dann das Verzeichnis neu erstellen.
Beim Kopieren nehme ich shutil.copy2() und hänge an den Standarddateinamen einfach einen Timestamp an der von datetime.datetime.now().timestamp() geliefert wird.
Das Anzeigen der Bilddateien mache ich natürlich weiter mit PHP – da konnte ich eines meiner altern Skripts nach einer kleinen Anpassung wieder verwenden.
Belegexemplare angekommen
Eben kamen die Belegexemplare von der Überarbeitung meiner Schulungsunterlagen beim Herdt-Verlag zum Thema „Programmierung Grundlagen“. Die Unterlagen habe ich vor 6 oder 7 Jahren als Autor übernommen und schon mehrfach aktualisiert.
Bluejeans
Und jetzt habe ich auch einmal Bluejeans für ein Online-Meeting verwendet. Alles irgendwie gleich. Die ganzen Tools nehmen sich im Grunde nichts.
Titanic vs Google Zensur
Google hat sich wieder einmal das Recht herausgenommen zu entscheiden, was Satire darf und was nicht. In der guten (oder üblen) Tradition anderer US-Zensoren wie Apple oder Facebook wurde eine kleingeistige US-Moral als Leitbild der Welt verordnet. Die App von Titanic im Playstore wurde als unseriös gebrandmarkt. Entweder von einem dumpfen Algorithmus oder – noch schlimmer – von dumpfen Zensoren, denen Kunst und Meinungsfreiheit suspekt sind.
Zugegeben – Titanic geht meist bis an die Grenze des Geschmacks und oft darüber hinaus. Ich kann auch persönlich oft damit nichts mehr anfangen. Aber das ist eben die Grundfreiheit unserer Gesellschaft. Die Freiheit der Kunst wird durch unserer Rechtssystem geschützt.
Eigentlich dachte ich, dass die USA auf diesen freiheitlichen Weg zurückkommen, nachdem „ER“ endlich zum Golfen weggeschickt wurde. Aber es zeigt sich ganz deutlich, dass man US-Firmen einfach nie trauen darf. Die kümmern sich weder um unsere Rechtssysteme noch Freiheit der Kunst oder so etwas.
Wenn ich das richtig mitbekommen habe, hat aber Titanic nach der Zensur durch Google das Heft des Handelns in die Hand genommen und seine App aus dem Zensur-Store selbst zurückgezogen.
Skype for Business
Gerade habe ich meine Python-Onlineschulung beendet. Dabei habe ich das erste Mal Skype for Business verwendet (Kundenwunsch). Bisher habe ich immer nur mit Teams geschult bzw. privat Zoom und JamKazam eingesetzt. Aber Skype for Business hat sich wider Erwarten ganz gut geschlagen. Gelegentlich ist meine Bildschirmpräsentation zusammengebrochen und in der letzten Stunde des letzten Tags bin ich 1x aus der Session geflogen – aber sonst ist das System stabil gelaufen.
Tipp Nummer 2 der wöchentlichen Python-Entwicklertipps bei LinkedIn Learning
Letzte Woche ist meine Serie mit wöchentlichen Tipps & Tricks zu Python bei LinkedIn Learning (LiL) gestartet, in denen ich ergänzend zu meinen „normalen“ Kursen bei LiL über einige Monate jede Woche neu einzelne Videos mit Python-Entwicklertipps veröffentliche.
Der heute veröffentlichte Beitrag zeigt, wie man in Python über ein Objekt iterieren kann. Die Sache passt ganz gut zu dem heutigen Tag, denn genau das habe ich so ziemlich als Letztes in meiner aktuellen Python-Schulung, die ich über die Woche als Remoteveranstaltung halte, vorgeführt.
Amazon-Bewertungen – Fake-News
Gerade habe ich in meinem Büro in der Staufenstrasse ein smartes Thermostat montiert. Aber eigentlich wollte ich es im Büro in Bodenheim verwenden. Nur da hat der Adapter nicht gepasst und deshalb wollte ich das Thermostat an Amazon zurücksenden. Mit solchen Rücksendungen habe ich ganz wenig Erfahrung, weil ich normalerweise gezielt bestelle und nur ganz, ganz selten ewas zurückschicke. Aber grundsätzlich sollte das angeblich einfach gehen.
In dem Fall wurde als Rücksendeoption jedoch ausschließlich die Abgabe in einer UPS-Annahmestelle angeboten. So etwas gibt es bei mir in der Nähe nicht und die einzige theoretische Möglichkeit hat wegen Corona geschlossen. Auf mehrfache Anfrage von mir über Amazon wegen der fehlenden Möglichkeiten zu einer Rücksendung wurde nicht reagiert.
Das habe ich als Verweigerung der möglichen Rücksendung gesehen und eine schlechte Bewertung dahingehend auf Amazon gestellt. Amazon hat diese abgelehnt und nicht veröffentlicht. Letztendlich ist mir das egal und ich bekomme das Teil wie gesagt in Eppstein unter. Aber man sieht, was man von Amazon-Bewertungen halten darf. Nichts. Nur gute Bewertungen werden veröffentlicht, schlechte nur in geringer Anzahl als Alibi. Die meisten werden wohl unterdrückt.
Python-Entwicklertipps: Jede Woche neu bei LinkedIn Learning
Heute starten meine wöchentlichen Tipps & Tricks zu Python bei LinkedIn Learning (LiL). Ergänzend zu meinen „normalen“ Kursen bei LiL werden ab sofort über einige Monate jede Woche neu einzelne Videos mit Python-Entwicklertipps veröffentlicht.
Der heute als „Starttipp“ veröffentlichte Beitrag zeigt, wie man in Python eine angepasste To-String-Funktionalität bereitstellen kann.
Server-Umzug abgeschlossen
Der Umzug meines V-Servers sollte jetzt fertig sein. Der E-Mail-Server läuft und ist hinreichend konfiguriert. Der Spamschutz scheint besser wie vorher zu sein und auch die Kommunikation mit einer E-Mail-Adresse, die bisher nie durchging, hat eben funktioniert.
Soweit ich das sehen kann, sind jetzt auch alle Webseiten von mir wiederhergestellt und gleich mal auf den neusten Stand aktualisiert. Die unwichtigste Seite hat – natürlich ;-( – die meiste Arbeit gemacht. Aber ich habe zumindest wieder etwas zu der Bedeutung von Eigentum und Gruppenzugehörigkeit unter Linux (und auch WordPress) gelernt und diverse Linux-Shell-Befehle geübt. Bisher war ich wirklich so naiv und dachte, dass Dateirechte die entscheidenden Stellen sind und man spätestens mit 755 auf der sicheren Seite hinsichtlich der Ausführung, dem Zugriff und ggfl. Schreiben in entsprechende Verzeichnisse auf dem Server sein sollte, wenn man Webseiten bereitstellt. Ich habe wegen diverser Probleme eine gefühlte Ewigkeit erfolglos mit den Schreibrechten herum experimentiert (sowohl über FTP als auch direkt per SSH mit chmod bis hin zu 777), bis mir aufgefallen war, dass bei den Webseiten ohne Probleme ganz andere Eigentumsrechte und Gruppenzugehörigkeiten da waren als bei denen mit Problemen. Da lag der Hase im Pfeffer und root ist nicht immer root (zumindest nicht im universellen Sinn – der root des SSH ist nicht immer der root der Webserver oder gar irgendeiner Verwaltungssoftware wie Plesk). Admin fuddeln vielleicht da rum – unglaublich.
Mit chown -R für den Eigentümer und chown : für die Gruppenzugehörigkeit haben sich dann aber (fast) alle Probleme in Luft aufgelöst. Nur die Zugriffs- bzw. Rechteprobleme bei der unwichtigsten Seite (einem Joomla!-System) habe ich einfach nicht in Griff bekommen. Die Seite habe ich dann kurzentschlossen komplett neu aufgesetzt (jetzt aber als WordPress-System) und dann einfach die wichtigsten Inhalte aus meiner lokalen Sicherung eingefügt.
Und da ich gerade dabei war, habe ich auf dem neuen V-
Server Docker angeschaltet und gleich mit meinem Cordova-Skript für die kommende Vorlesung an der TH Bingen getestet. Das ging wie Butter durch ein heißes Messer – oder auch umgekehrt. Alle notwendigen Programme und Bibliotheken wurden problemlos (und fix) installiert und der Container ist sofort gelaufen. Das konkrete Erstellen der Cordova-App für eine Android-Plattform ging ebenso perfekt. Ich habe mich dann noch von einem anderen Rechner per SSH auf dem Server eingeloggt und aus dem Terminal die generierte App aus dem Docker-Container auf das Host-System kopiert. Null Problemo. Unter Linux läuft so Zeug die Docker einfach perfekt.
Ich komme immer mehr auf den Geschmack, meine Kenntnisse um Docker etwas zu intensivieren und zudem mehr mit dem Server zu machen als bisher.
V-Server-Upgrade des Betriebssystems mehr oder weniger geglückt
Ich bin wegen des Upgrades meines V-Servers seit über einem Jahr wie die Katze um den heißen Brei geschlichen. Es kann einfach zu viel schief gehen. Aber nachdem ich die Hardware durch den neuen Vertrag massiv aufgerüstet habe, wären ein Verweilen auf dem alten Ubuntu 12 LTS sowohl Blödsinn als auch langsam ein Sicherheitsrisiko gewesen. Nachdem ich gestern aus meiner Sicht alle relevanten Daten meiner bisherigen Installation gesichert hatte, habe ich den Sprung gewagt und über Nacht die Aktualisierung auf Ubuntu 18 LTS angestoßen. Die Nacht habe ich aber deshalb richtig schlecht geschlafen. Doch heute morgen war der Server auf dem neuen Stand – aber natürlich ohne alle meine bisherigen Daten und Einstellungen. Weder waren Webseiten da noch ging E-Mail. Was aber klar war. Und jetzt musste es sich zeigen, ob ich das Upgrade wirklich sorgfältig vorbereitet hatte und meine rudimentären Admin-Kenntnisse für das Wiederherstellen der Webseiten und der restlichen Dienste genügen.
Das Fehlen der E-Mail war erst einmal das größte Problem und ich habe versucht, meine gesicherten Einstellungen einfach zurückzuspielen, um möglichst schnell wieder per E-Mail erreichbar zu sein. Das ging gründlich schief und auch der 1. Versuch, meine gesicherten Webseiten wiederherzustellen, ebenso. 🙁
Also habe ich den Server gleich noch einmal vollkommen plattgemacht und ein 2. Mal neu installiert.
Wenn man es besonders eilig hat, sollte man langsamer gehen.
In dem zweiten Versuch habe ich nach der Neuinstallation erst meine Haupt-Domain rjs.de vollkommen neu und leer aufgesetzt und dann zuerst den E-Mail-Server neu konfiguriert und auch mein E-Mail-Konto komplett neu angelegt – natürlich mit den bisherigen Daten. Nach einigem Hin- und Her mit SMTP und Zertifikaten etc. ging das aber dann durch. Das ist schon mal das Wichtigste gewesen.
An die Wiederherstellung der Webseiten bin ich dann auch indirekt gegangen.
- Anlegen einer Datenbank mit den alten Zugangsdaten, die für die Webseite bisher eingerichtet waren.
- Einspielen des gesicherten Dumps.
- Kopieren alles gesicherten Dateien aus dem Sicherungsverzeichnis auf dem Server in das neu angelegte Verzeichnis
Das hat für meine zentrale Webseite und den Blog (offensichtlich) schon mal funktioniert und auf dem Weg werde ich wohl auch noch die anderen Seiten über den Tag reproduzieren können.
Aber es gibt diverse Kleinigkeiten wie FTP-Zugänge, Schreibrechte für die automatische Aktualisierung durch das CMS, Zertifikate (ich nutze Let’s Encrypt, aber da gibt es wohl auch im Vertrag eine Möglichkeit, ein anderes Zertifikat zu verwenden), Aktualisierungen etc., die noch einige Arbeit machen werden. Und ich will gar nicht wissen, was ich alles übersehen habe und/oder doch verloren gegangen ist.
Aber die wichtigsten Sachen sind wohl gutgegangen :-).
Gibt es Zufall? Oder leben wir alle in der Matrix?

Ich bin nicht so ganz sicher, ob ich weiter an den Zufall glauben soll. Zu viele fachliche „Synergie“-Effekte und ineinander greifende Ereignisse in Verbindung mit Technologien, die ich entweder lange nicht mehr gemacht habe oder erst in Zukunft angehen will, treten im Moment auf. Wenn man mystisch veranlagt ist, kann man misstrauisch werden ;-), denn das ist alles zeitlich zu nahe beieinander und zu gehäuft.
- Ich möchte die Aktualisierung von meinem V-Server schon seit über einem Jahr angehen. Im Moment habe ich Zeit und gestern kam das Angebot von meinem Provider für ein geeignetes Upgrade. Just-in-Time.
- Seit einiger Zeit ist bei LinkedIn Learning Codebase ein Thema und mein Ansprechpartner in Graz kommt immer wieder darauf zu sprechen. Codebase habe ich bisher weitgehend unbeachtet gelassen, aber ich habe es in die Task-Pipeline gesetzt. Eben bekam ich eine Mail von einem ehemaligen Schulungsteilnehmer, ob ich ihm bei Codebase was helfen könne.
- Ich lektoriere im Moment für LinkedIn Learning aus dem Englischen übersetzte Quiz-Fragen zu verschiedenen Programmierthemen. Gerade habe ich das Thema C abgearbeitet und dabei bemerkt, was ich mittlerweile zu C gar nicht mehr so richtig auf dem Schirm hatte. Denn vorher hatte ich mich seit Jahren nicht mehr mit purem ANSI-C beschäftigt, sondern nur noch mit darauf aufbauenden Sprachen wie C#, Java, JavaScript, Python, PHP, Perl etc. Gerade bekam ich die Frage über LinkedIn, ob ich bei einem Problem zu C weiterhelfen könne (in Verbindung mit genanntem Codebase).
- Ich habe ja für das kommende Sommersemester an der TH Bingen einen Lehrauftrag zu Cordova angenommen. Und da muss ich mich seit langer Zeit mal wieder mit der Erstellung von Android-Apps beschäftigen. Gestern wurde ich gefragt, ob ich nicht auch die Quiz-Fragen zu Android lektorieren möchte?
- Über die Vorbereitung zu Cordova kam ich auf Docker, um mir einfach einen passenden Container für die Entwicklungsumgebung zusammenzubauen. Mein neuer V-Server ist explizit „Docker-ready“, was mir beim Bestellen gar nicht aufgefallen war.
- Die Fragen zu Codebase und C hatten mit Problemen bei der Konfiguration und Installation von Programmen und Tools zu tun. Ich habe Docker und den Docker Hub empfohlen. Da gibt es bestimmt passende Lösungen..
Wenn ich noch ein bisschen nachdenke, werde ich sicher noch weitere Verschränkungen der Ereignisse finden, denke ich. Schon mystisch, die Sache 😉
Leider kein automatisches Betriebssystem-Update bei dem neuen V-Server
Der Umzug auf den neuen V-Server ging fix und sowohl die Beschleunigung beim Laden der Webseiten ist deutlich zu merken. Auch der zusätzliche Platz steht zur Verfügung. Aber leider wurde einfach nur mein bisheriges System gespiegelt. Was bedeutet, dass ich weiter Ubuntu 12 LTS als Betriebssystem habe und nicht – wie es in der Beschreibung des Angebots steht – Ubuntu 18 LTS. Ärgerlich. Zwar nachvollziehbar wegen Zugriffsrechten und Passworten etc. Aber dennoch hätte der Provider auf dem neuen System m.E. die neue Version so vorinstallieren können, dass das Upgrade ohne großen Aufwand geht. Zwar kann man aus der Verwaltungsoberfläche des Pakets mit einem Klick Ubuntu 18 installieren, aber dann wird der bisherige Server plattgemacht und alle Daten etc. sind weg.
Das automatische tägliche Backup könnte bei einem Neuaufsetzen des Server vielleicht helfen, aber mir ist nicht klar, ob das Backup auch dafür gedacht ist oder nur einen vorherigen Zustand wiederherstellen lässt.
Es bleibt mir also nichts übrig als alles zu sichern, was ich nach dem Neuaufsetzen wieder brauche (Webseiten, Datenbanken, E-Mails, etc.) und zu hoffen, dass ich nichts vergesse sowie nach dem Neuaufsetzen des Servers mit Ubuntu 18 auch wieder alles einspielen kann und alles wieder funktioniert.
Es gibt auf dem Server nun ein Verzeichnis, dass beim Neuaufsetzen angeblich nicht gelöscht wird und dahin habe ich per SSH-Zugriff alles kopiert, was m.E. gesichert gehört. Aber ich traue dem Braten nicht so richtig.
Zusätzlich will ich deshalb wenigstens meine Webseiten und die Datenbanken lokal sichern. Aber das dauert – zumindest bei meinem grottenschlechten Internet-Anschluss hier in Bodenheim. Die Webseiten übertrage ich jetzt schon seit gut 8 Stunden per FTP auf meinen lokalen Rechner und es fehlen immer noch über 6000 Dateien. Den Dump der MySQL-Datenbank habe ich noch gar nicht gemacht.
Zwar ist das alles nicht wirklich viel Arbeit, aber es dauert eben eine elende lange Zeit, die ggf. auch der Upload wieder dauern wird, wenn die Sicherung in dem Backup-Verzeichnis auf dem Server doch nicht funktioniert hat.
Server-Upgrade
Ich habe seit 2012 einen V-Server und in der Zeit da nicht wirklich viel aktualisiert. Das System ist mit den Eckdaten Ubuntu 12.04 LTS , 1 vCore, 2 GB RAM und 25 GB Speicherplatz mittlerweile ziemlich in die Jahre gekommen bzw. einfach im Vergleich zum Status quo zu schwach auf der Brust. Als eben die Werbemail von meinem Provider für ein Upgrade hereinkam, habe ich es kurzentschlossen angenommen. Das neue Paket kostet monatlich nur unwesentlich mehr und sollte mit 6 virtuellen Kernen, 16 GB RAM garantiert und einer SSD mit 300 GB signifikant besser den modernen Anforderungen genügen. Die Datenanbindung ist ebenso schneller als beim alten Paket und auch was die bereits installierte Software angeht, sollte es moderner sein oder aber ich gehe die Aktualisierung parallel zum Upgrade noch an.
Docker unter Windows
Nachdem Docker auf meinem alten Terra-Notebook mit Windows 10 Pro einwandfrei gestartet ist, wollte ich der Sache auf meiner Workstation doch mal auf den Grund gehen. Und siehe da – den Docker Desktop gerade nochmal installiert und die Sache läuft. Keine Ahnung, warum das jetzt durch gegangen ist. Aber umso besser und ich werde morgen mal dran gehen und statt vorgefertigter Images eigene Docker-Skripte zusammenbauen.Das Cordova-Image, das ich bisher verwende, muss ich ja sowieso innerhalb des Docker-Containers noch anpassen und da macht es Sinn, dass gleich in das Build-Skript auszulagern.
Speed oder nicht?
Eben kam meine neue externe SSD an (eine Samsung MU-PA1T0B/EU Portable SSD T5 1 TB), die gerade in einer Preisaktion herunter gesetzt war und in allen mir verfügbaren Quellen sehr gute Bewertungen herum hat. Ich habe die Zeit von der Bestellung bis eben genutzt und einmal meine drei Standard-PC mit deren ganzen Datenträger mit CrystalDiskMark getestet. Schon interessant, welche Messwerte da rauskommen. Diese weichen zwar bei mehreren Messungen immer wieder etwas ab, aber der Grundrange ist immer ähnlich.
Das Programm testet sowohl sequenziell als auch per Random-Verfahren die Lese- und Schreibgeschwindigkeiten. Natürlich sind die sequenziellen Zugriff erheblich performanter und die Maximalwerte können damit auch nur da erreicht werden. Aber interessanter sind eigentlich die Random-Zugriffe, weil die m.E. in der Praxis häufiger vorkommen (gerade bei fragmentierten Datenträgern).
Bei meiner Workstation hat die SSD ganz gute Werte – die Hardware ist ja auch schon etwas betagt. Sowohl beim Lesen und Schreiben gibt es sequenziell zwischen 520 – 550 MB/s in der Spitze. Aber auch die HDD, die ich zusätzlich als Datengrab in der Workstation habe, kommt beim sequenziellen Lesen auf über 200 MB/s und beim Schreiben noch auf 150 MB/s. Das ist wirklich nicht schnell, aber mehr als erwartet. Nur beim Random-Zugriff bricht die HDD extrem gegenüber der SSD ein. Das ist teils brutal. Da geht es um Faktoren zwischen 10x und 100x(!) langsamer als bei der SSD.
Beim Terra-Notebook, wo ich vor Jahren die interne HDD durch eine 1-TB-SDD ausgetauscht habe, beschränkt wohl die alte Hardware die Performance. Aber mit etwa 250 MB/s im Lese- als auch Schreibzugriff sind die Werte durchaus noch brauchbar. Vor allen Dingen für so eine uralte Kiste, die ich fast schon ausgemustert hätte, wenn ich damals nicht günstig die Austausch-SSD geschossen hätte. Die Zugriffe auf externe HDD am Terra-Notebook sind hingegen erwartungsgemäss grauenvoll langsam. Aber die dienen sowieso nur noch zu Backups und die sind nicht zeitkritisch.
Aber eigentlich geht es mir ja um mein Matebook, bei dem die neue externe SSD meine massiven Speicherplatzprobleme beseitigen soll. Bei dessen interner SSD ist mir beim Test die extreme Ungleichheit der Zugriffszeiten zwischen Lese- und Schreibzugriff aufgefallen. Bei allen anderen Datenträgern und Rechner ist der Lesezugriff zwar auch immer schneller, aber der Unterschied ist nicht so gravierend. Beim Matebook kam ich bei einer Messung beim sequenziellen Lesezugriff in der Spitze auf bis zu wahrhaft rasante 2350 MB/s, während es beim Schreiben nur ca. 300 MB/s waren. Nur bei einem Random-Zugriff ist der Lesezugriff sogar etwas langsamer als der vergleichbare Schreibzugriff. Da ist bei der internen SSD die Gewichtung aber extrem auf Lese-Performance gelegt worden.
Der Zugriff auf meine bisherige externe USB-Festplatte am Matebook war erwartungsgemäss nicht berauschend von der Performance. Insbesondere beim Schreiben und vor allen Dingen bei Random-Zugriffen, aber deshalb soll da ja die neue SSD zum Einsatz kommen.
Die neue Samsung MU-PA1T0B/EU Portable habe ich nun ausführlich an verschiedenen USB-Anschlüssen und mit oder ohne Adapter dazwischen getestet.
Zuerst hatte ich den Eindruck als würde der Anschluss eine Rolle spielen, denn meine erste Messung ergab die am USB-C-Anschluss im sequentiellen Lesezugriff ca 560 MB/s und im Schreibzugriff 373 MB/s. Alle andere Messung ergaben dahingegen in beide Richtungen etwa 450 – 460 MB/s. Also ausbalanciert und eine weitere Messung an dem ersten Anschluss haben auch da diese Werte ergeben. Die erste Messung war irgendwie ein Ausreisser.
Auf der Festplatte war auch eine spezielle Software von Samsung vorhanden, die ich dann auch mal installiert habe. Die ist hauptsächlich zur Verschlüsselung der SSD und das brauche ich nicht. Aber ich wollte sehen, ob die Installation der Software die Performance ändert. War nicht der Fall und da bereits die Installation der Software mit einer unverschämten Frage genervt hat, ob ich in einem Land mit DSGVO wohne (was Samsung einen Sch… angeht und absolut nichts mit der Hardware zu tun hat), habe die Software gleich wieder deinstalliert. Dazu habe ich die Platte formatiert und dann nochmal mit verschiedenen Dateisystemen getestet, was aber nichts an der Performance geändert. Aber der schöne Nebeneffekt sollte sein, dass die Samsung-Trojaner damit auch plattgemacht wurden. Diese elenden Spionageprogramme diverser Hardwarehersteller sind einfach eine Unverschämtheit, die Nutzern immer wieder untergejubelt werden soll.
Performance von SSD und HDD testen
Ich bin mit meinem Huawei Matebook sehr zufrieden. Nur ist die Festplatte einfach zu klein. Ich bin dermaßen am Limit, dass ich immer wieder Sachen löschen muss, wenn ich neue Daten oder Programme da benötige. Gerade aktuell musste ich wegen Cordova noch zusätzlich Visual Studio 2017 installieren und damit ist meine Festplatte jetzt nahezu dicht. Ich habe schon diverse Sachen deinstalliert und nur noch eine Auswahl meiner Daten auf der SSD.
Nun hänge ich sowieso immer wieder eine externe Festplatte per USB an. Das taugt für Daten ganz gut (etwa Videos, die ich für LinkedIn Learning einspiele). Aber da die Festplatte nicht einmal USB-3 unterstützt, ist das Auslagern von Programmen auf die Festplatte nur suboptimal und auch bei großen Datenmengen dauert das Laden und Schreiben mir zu lange. Deshalb habe ich mir eine externe SSD mit USB-3/Thunderbold-Anschluss bestellt. Darauf sollte auch das Installieren von Programmen Sinn machen. Gerade portable Versionen werde ich darauf auslagern.
Um aber überhaupt einmal mitzubekommen, wie groß die Unterschiede beim Lesen und Schreiben sind, habe ich mir gerade das Programm CrystalDiskMark geladen. Aber im Grunde kann man die Performance von Datenträgern auch mit Windows-Bordmitteln testen.
In einer Admin-Console oder der Powershell kann die Tests ausführen:
winsat disk -seq -read -drive x winsat disk -seq -write -drive x
winsat disk -ran -read -drive x winsat disk -ran -write -drive x
Das werde ich mal auf meinen Rechnern durchspielen – sowohl auf die fest verbauten SSD und HDD als auch die externen Ressourcen an verschiedenen Anschlüssen.
Ghana als Vorbild für unsere Gesundheitsämter – keine Satire
Da die Nachverfolgung infizierter Corona-Kranker in den deutschen Gesundheitsämter extrem schlecht ist, gibt es mittlerweile interessante Länder als Vorbilder, wie man es richtig macht. Während in Deutschland in Behörden noch mit Fax und teils handschriftlicher (!!) Erfassung von Daten gearbeitet wird und – falls doch IT zum Einsatz kommt – jedes Bundesland bis teils nach ganz unten zu verschiedenen Behörden mit unterschiedlicher Software (teils selbstgestrickt) arbeitet, wurde im ZDF Ghana (ab 12:30 im Video der Mediathek) als Vorbild vorgestellt. Zusammen mit anderen Ländern in Zentralafrika bekommen die Leute und Behörden da die Nachverfolgung von Epidemien seit vielen Jahren bereits perfekt in Griff.
Da sieht man, wie es IT-Technisch um Deutschland steht. Vor allen Dingen in Behörden :-(.
Noch abstruser – Ghana arbeitet zur Verfolgung Erkrankter mit einer Software aus Deutschland (was etwas optimistisch stimmt, dass zumindest die IT-Fachbrance auf internationalem Niveau ist). Aber die bekommen die deutschen Gesundsheitsämter nicht gebacken.
Mc Cordova
Eigentlich wollte ich den Post mit „Mc Docker“ betiteln, aber tatsächlich läuft Docker auf meinem iMac Mini nicht. Was aber daran liegt, dass der iMac Mini verdammt alt ist und nur macOS 10.12 als Betriebssystem hat. Wenn ich nicht ganz falsch liege, verträgt der auch gar kein Update auf eine neuere Version von macOS. Und Docker braucht mindestens die Version 10.13. Was nach nicht Viel klingt, aber wohl entscheidend ist. Aber das trifft auch auf andere Software zu, wie ich gerade beim Versuch des Installierens eines Screenshot-Programms bemerkt habe. Für diverse neue Apple-Programme benötigt es wohl diese Version 10.13 als untere Grenze und da kann ich den iMac Mini anscheinend nicht mehr drüber hiefen. Was nicht schlimm ist, denn außer für die Remoteproben mit meiner Band über JamKazam benutze ich den iMac Mini sowieso nicht. Maximal für die Erstellung von iOS-Apps, wenn es dessen außnahmsweise mal wieder bedarf.

Und Cordova hat sich ohne Probleme installieren lassen und läuft „Out-of-the-box“. Bis hin Aktualisieren mit npm und dem Start der App im Simulator geht das wie ein heißes Messer durch die Butter. Damit ist von Seiten der Infrastruktur alles vorbereitet für die kommende Vorlesung zu Cordova im kommenden Sommersemster an der TH Bingen – sofern ich da überhaupt auf den Mac wechseln muss. Auf meinem Linux-Rechner geht Cordova sowieso und unter Windows kann ich mit Visual Studio 2017 oder dem von mir angepassten Docker-Image in meinen Linux-VMs auch gut arbeiten. Also sind auch da alle Voraussetzungen geschaffen.
Wobei gestern die Installation von Docker auf meinem uralten Terra-Notebook mit Windows 10 Pro sogar funktioniert hat und auch das Cordova-Image im zweiten Anlauf installiert und dann sauber gestartet wurde. Heute morgen wollte ich dann frohgemut das Docker-Image anpassen, aber ich hatte nach dem Start von dem Terra-Notebook die gleichen Fehler, die ich schon auf meiner Workstation mit Windows 10 Pro bzw. meinem Mate-Notebook mit Windows 10 Home hatte. Aber interessanter Weise hat auf dem Terra-Notebook der Neustart von Rechner und Docker das Problem beseitigt und ich konnte das Cordova-Image starten und umkonfigurieren. Das ist schon alles sehr rätselhaft.
Der letzte Nagel hat gehalten
Die externe Festplatte in meinem Eppsteiner Büro hatte tatsächlich noch alle Daten, die auf sämtlichen anderen Systemen weg waren. Das waren wie schon gepostet zwar nur archivierte Einsendeaufgaben und Fachfragen, die ich vermutlich nie wieder ansehen muss. Aber dennoch bin ich froh, dass die letzte Mauer in meinem Datensicherungskonzept gehalten hat. Man sieht mal wieder, dass ein eingefrorener, sicherer Stand unabdingbar ist. Jetzt muss ich meinen Denkfehler in den Syncronisierungsskripten der anderen Systeme noch finden und die Gesichte ist ohne Verluste von der Bühne.






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