JavaScript-import, Firefox und Verseuchung durch den Google Tag Manager

Im Moment stehe ich beim Firefox auf meiner Workstation vor einem Rätsel. Denn dieser scheint durch den Google Tag Manager (kurz gtag oder GTM) „verseucht“ zu sein. Das ist mir aufgefallen als ich wegen einer Hilfeanfrage durch einen Kumpel eine kleine Beispielwebseite mit dem Nachladen von JavaScripts bzw. JavaScript-Modulen mittels der import-Anweisung geschrieben und getestet habe.

Dieser Google Tag Manager ist ein Spionage-Tool (kann man nicht anders sagen) von Google, das sich seit den letzten Urteilen hinsichtlich der DSGVO kaum noch konform nutzen lässt (spätestens seit der Annullierung des Privacy-Shield-Abkommens durch den Europäischen Gerichtshof im Juli 2020). Die aktuelle Abmahnwelle wegen viel harmloserer Google Fonts zeigt, dass solche Verstöße dann auch gnadenlos von unseriösen Geiern ausgenutzt werden.

Im Grunde geht es beim GTM darum, dass man damit die Besucher einer Webseite Tracken kann. Dies erfolgt unter Verwendung von Cookies, Conversion-Pixel oder Tracking-Codes von Programmen wie Google Analytics oder Bing Ads. Aber man muss keine Quellcodes explizit in Webseiten einbinden oder gar selbst programmieren, sondern das geht über eine Verwaltungsoberfläche. Damit können auch komplette Laien (also im Wesentlichen Marketing-Leute) dieses Tracking anstoßen.

Natürlich nutze ich so etwas auf meinen Webseiten nicht und auch bei meinem Google-Konto ist kein entsprechendes Feature aktiviert. Aber als ich gerade eine einfache Webseite (besagtes Experiment mit der import-Anweisung) mit den Entwicklertools von Firefox zur Laufzeit untersucht habe, ist dort Skripting-Code zum Einbinden von diesem GTM aufgetaucht, den ich im Quelltext nicht notiert habe. Zwar scheinen die referenzierten Skripte nicht nachgeladen zu werden und es wird wohl auch nicht zu Google telefoniert (soweit ich das im Sniffer gesehen habe), aber irgendwoher muss das Zeug ja kommen.

Prinzipiell ist das Auftauchen von zusätzlichen Quellcode-Passagen im tatsächlich vom Browser ausgeführten Quellcode jetzt nicht verwunderlich, denn ein Browser kann natürlich Codes automatisch selbst in Webseiten einfügen und die gesamte Struktur der Webseite verändern. Das ist ja auch das Wesen von Frameworks wie jQuery. Der geschriebene Quellcode und der vom Browser tatsächlich ausgeführte Code haben nur noch rudimentär etwas gemeinsam. Die Verwendung von dem Google Tag Manager beruht auf der gleichen Idee und die Tracking-Features werden nicht im Quellcode der Seite, sondern in einem speziellen Container hinterlegt.

Nun ist das besagte Rätsel, dass mir absolut nicht klar ist, warum Firefox auf meiner Workstation bei meinen eigenen Skripten diese Skriptreferenzen zum Google Tag Manager im Hintergrund einfügt. Also so etwas:


<script type=“text/javascript“ async=““ src=“https://www.google-analytics.com/analytics.js“></script><script type=“text/javascript“ async=““ src=“https://www.googletagmanager.com/gtag/js?id=…&amp;l=dataLayer&amp;cx=c“></script><script async=““ src=“https://www.googletagmanager.com/gtm.js?id=…“></script><script id=“…“ type=“text/javascript“>(function(w,d,s,l,i){w[l]=w[l]||[];w[l].push({‚gtm.start‘:
new Date().getTime(),event:’gtm.js‘});var f=d.getElementsByTagName(s)[0],
j=d.createElement(s),dl=l!=’dataLayer‘?’&l=’+l:“;j.async=true;j.src=
‚https://www.googletagmanager.com/gtm.js?id=’+i+dl;f.parentNode.insertBefore(j,f);
})(window,document,’script‘,’dataLayer‘,’…‘);</script>


<div class=“jsr5671059327_sc_0″>

</div><script id=“jsr5671059327_html_0″ type=“text/javascript“>

</script><script type=“text/javascript“ src=“https://www.googletagmanager.com/gtag/js?id=…“></script><script type=“text/javascript“>
window.dataLayer = window.dataLayer || [];
function gtag(){dataLayer.push(arguments);}
gtag(‚js‘, new Date());

gtag(‚config‘, ‚…‘);
</script>

Wo kommt das her? Denn ich habe weder den Browser entsprechend konfiguriert, eine passende Anweisung im Quellcode zum Einfügen, noch irgendwo wissentlich dem GTM aktiviert etc.

Ich habe mit diversen Tools nach Identifizierungsflags auf meinem Rechner gesucht, aber die entscheidenden Schlüsselworte bzw. Kennungen einfach nicht finden können. Weder im Firefox noch anderen Stellen und in diversen Dateien auf dem gesamten Rechner. Die Sache ist ganz dubios, denn auf anderen Rechnern passiert diese ungewollte Einfügung von GTM-Code im Hintergrund in den dortigen Firefox nicht und auch andere Browser auf der Workstation zeigen diese Ergänzungen bei der Analyse der Webseite nicht. Eine Deinstallatin bzw. das Löschen aller Profile von Firefox auf der Workstation war wirkungslos. Ich stehe echt vor einem Rätsel, denn auch im Internet finde ich keine passenden Berichte.

Die Sache ist jetzt nicht kritisch, denn wie gesagt – nach Hause wird wohl nicht telefoniert und es geht ja nicht um Webseiten von mir, die andere Leute laden. Aber ich kann es nicht leiden, wenn da was auf meinem Rechner passiert, was mir komplett unklar und nicht gewollt ist.

Mein neuer LiL-Python-Kurs ist bei der internationalen GitHub Codespaces-Aktion dabei

Der Python-Kurs, den ich im Sommer neu aufgenommen habe, ist gestern freigeschaltet worden. Mittlerweile sind schon sehr viele Kurse von mir bei LinkedIn Learning erschienen (aktuell sind 62 Kurse online verfügbar), aber diese Code Challenge ist dennoch etwas Besonderes.

Denn das Training ist Teil einer internationalen Kampagne, bei der in der Tech-Library von LiL gestern auf einen Schlag über 50 internationale Programmierkurse veröffentlicht wurden, die sich durch Integration in die ebenfalls brandneue Cloud-basierte Entwicklungsumgebung (IDE) Github Codespaces auszeichnen. Mein Python-Kurs,ist eben als einer von nur 3 deutschsprachigen Kurse dabei. „Mein neuer LiL-Python-Kurs ist bei der internationalen GitHub Codespaces-Aktion dabei“ weiterlesen

Automatisches Posten auf Xing und Mastodon

Wie schon gepostet, haben mich die schlechten News rund um Twitter zu einer Neuregistrierung bei Mastodon veranlasst. Nur poste ich berufliche News auf sozialen Netzwerken wie Twitter , LinkedIn, Xing und Facebook selten direkt. Stattdessen verwende ich das automatische Posten mittels geeigneter WordPress-PlugIns. Bei Xing und Mastodon hatte ich aber Probleme, die ich jetzt hoffentlich beseitigt habe und auch das (wieder) funktioniert.

Mastodon

Nachdem es bei Twitter seit der Übernahme durch Elon Musk komplettes Chaos gibt, die User in Scharen weglaufen und nahezu alle Medien zum Umstieg auf Alternativen raten, habe ich mich jetzt auch bei Mastodon angemeldet. Ich werde zwar meinen Twitter-Account (vorerst) nicht löschen, aber ich will schon mal vorbereitet sein, wenn Twitter wirklich so den Bach runter geht, wie es im Moment ausschaut, oder wenn Musk wirklich die Freigabe von reaktionären und komplett abstrusen Inhalten so durchzieht, wie es den Anschein hat. Ich habe in meinem Blog auch gleich ein WordPress-PlugIn installiert, dass meine Beiträge automatisch bei Mastodon publizieren soll – so wie ich es schon auf Twitter , LinkedIn, Xing (wobei da im Moment was nicht geht – muss ich unbedingt checken) und Facebook mache. Ich hoffe, dass das auch funktioniert.

Irgendwann werde ich Selbstversorger

Nachdem ich in meinem Büro in Bodenheim neben zwei kleinen Solarpanels 3 große Weinreben, einen kleinen Birnbaum, 3 kleine Apfelbäumchen und alles mögliche Gemüse, Kräuter und auch ein bisschen anderes Obst im Hof habe, wollte ich in Eppstein endlich nachrüsten. Zumal da viel mehr Platz ist und das Grundstück über die letzten 2 Jahre so verwildert war, dass ich vor ein paar Tage ein
Radikalschnitt machen lassen musste. Dabei wurde auch die obere Terrasse komplett bereinigt. Da will ich die nächste Zeit eine Blumenwiese für Insekten einsäen. Hoffentlich kommen die Dornen aber nicht wieder so extrem.

Aber vor allen Dingen wollte ich aus der Terrasse eine Art Streuobstwiese machen. Mein ehemaliger Mieter hat bereits einen kleinen Birnen- und einen kleinen Pflaumenbaum hinterlassen. Die haben bisher zwar noch nie getragen, aber das wird irgendwann, denke ich.

Eben habe ich die beiden Bäumchen um zwei Apfelbäume ergänzt. Ein Mann soll ja drei Dinge in seinem Leben unbedingt machen und nachdem ich Zwillinge habe, mussten es natürlich zwei Bäume werden. Was auch für die Befruchtung sinnvoll ist, denn so viele andere Apfelbäume gibt es in der Nähe nicht. Sollten die vier Bäume irgendwann mal Früchte tragen, werde ich wirklich noch zum Selbstversorger (nicht wirklich, aber ein Apfel oder eine Birne aus dem eigenen Garten während der Mittagspause einer Schulung hat schon Charme). „Irgendwann werde ich Selbstversorger“ weiterlesen

Aktion Winterfest

Nächste Woche übernehme ich wieder eine Gruppe Fachinformatiker-Azubis, die ich schon gut ein Jahr immer wieder in diversen Kursen schule. Dieses Mal geht es um Java-Fortgeschrittenen-Themen. Also alles, was man in den üblichen Java-Grundlagen (schon die letzten Monate gehalten) normalerweise nicht schult, aber zu einer umfassenden Java-Ausbildung dazugehört. Das umfasst Threads bzw. Multithreading, MVC, Generics mit passenenden dynamischen Datenstrukturen, Enums, Stream, Sockets, Annotations, XML-Verarbeitung, JNI und vor allen Dingen auch Datenbankzugriffe mit JDBC. Der Kurs ist wieder Remote, aber nach dieser Gruppe übernehme ich einen neuen Jahrgang und da ist noch nicht klar, ob die Veranstaltung Remote oder Vor-Ort erfolgt. Die Maßnahme geht Ende November los und wenn ich da mit dem Auto los muss, sollte das Winterfest sein.

Es ist schon seltsam, dass ich diese Woche noch in kurzen Hosen mit dem Fahrrad unterwegs war und eben die Winterreifen aufgezogen habe. Aber ich bin dieses Jahr so spät wie noch nie, denn normalerweise wechsele ich immer schon um die Mitte vom Oktober die Reifen. Aber es war so warm, dass es mir bisher einfach zu blöde war. Zudem verbraucht das Auto mit Sommerreifen weniger Sprit.

Aber jetzt wurde e aus besagten Gründen Zeit. Ich kann es mir nicht leisten, dass eventuell ein Wintereinbruch kommt, ein Termin doch nicht remote ist und ich dann nicht mobil bin. Dabei habe ich schon lange keine Lust mehr, die Reifenwechsel selbst zu machen. Es ist immer eine ziemliche Quälerei und zudem wäre es finanziell sinnvoll, den Reifenwechsel als Geschäftsausgabe geltend zu machen. Aber ich habe heute alle 4 Reifen in 45 Minuten gewechselt und wenn ich irgendwo hinfahren müsste, bräuchte ich ein Vielfaches der Zeit. Wenn überhaupt ein Termin zu bekommen wäre.

Also habe ich in den saueren Apfel gebissen. Da ich mittlerweile viele Jahrzehnte 2x im Jahr (oft bei mehreren Autos) Reifen wechsle, geht das ja auch eben fix. Und ich konnte gleich die anderen notwendigen Winterfest-Dinge wie Scheibenwaschwasser, Enteisungsspray, Eiskratzer, Mütze, Handschuhe etc. mit erledigen, wenn ich schon dran war.

Von daher – der Geschäftswagen wird Winterfest gemeldet.

Halbtagsjob

Gestern und heute hatte ich eine Schulung als Prüfungsvorbereitung für Fachinformatiker Anwendungsentwicklung gehalten. Remote und nur ein Teilnehmer. Auch wenn in Rheinland-Pfalz heute Feiertag war und ich daher eigentlich frei gehabt hätte (soweit man als Freelancer überhaupt „frei“ hat), war der Teilnehmer aus Hessen und da war heute ein ganz normaler Arbeitstag.

Die Schulung ging jeweils nur von 9:00 Uhr bis 13:00 Uhr. Also ein klassischer Halbtagsjob, bei dem man danach noch was anderes unternehmen kann. An so etwas könnte ich mich gewöhnen, denn so ein freier Nachmittag nach getaner Arbeit ist schon nett. Vor allen Dingen bei so einem Wetter. 1. November und Temperaturen für T-Shirt und kurze Hosen. In manchen anderen Jahren wäre ich bei dem Datum vielleicht Schlittenfahren gegangen.

Das Superwetter musste ich heute einfach nochmal ausnutzen und hab mit einem meiner Söhne am Nachmittag eine Radtour gemacht. Zumal ja in Rheinland-Pfalz eben heute auch Feiertag war und ich trotzdem den halben Tag geschult hatte.

Wir sind mit dem Auto kurz rüber nach Hessen in Spuckweite von meinem Zweitbüro. Mit dem Rad ging es vom Rettershof auf den Fuchstanz hoch. Das sind zwar einfache Strecke nur knappe 10 Kilometer, aber es geht über 400 Höhenmeter hoch. Auf der Strecke und am Fuchstanz war es trotz des Superwetters ziemlich leer. Man hat deutlich gemerkt, dass in Hessen eben ein normaler Arbeitstag war. Und wir mussten uns ranhalten, denn ab 17:00 Uhr wird es im Wald bereits unangenehm dunkel. Zudem wurde es bei der Abfahrt auch ziemlich kühl, obwohl es im Tal immer noch unglaublich warm für die Jahreszeit war.

Bei der Rückfahrt war dann ziemlich Betrieb auf den Straßen, denn zum Einen kamen wir in den „normalen“ Feierabendverkehr und zum Anderen sind die ganzen Einkaufstouristen wieder zurück nach Rheinland-Pfalz. Es ist schon richtig Tradition, dass am 1. November ganze Massen aus Mainz und Umgebung die paar Meter über den Rhein in die Geschäfte auf der Hessischen Seite pilgern.

Vivaldi 5.5

Im Rennen um meinen persönlichen Favoriten bei Browsern hat ein Kandidat aufgerüstet. Vivaldi hat mit der  neuen Version 5.5 einen ziemlichen Sprung gemacht. Ich werde ihn mal wieder mehr nutzen und schauen, ob mir was Konkretes an Verbesserungen auffällt. Denn vor einigen Tagen ist mit dem auf Sicherheit optimierter Fork von Firefox mit Namen LibreWolf ein heißer neuer Bewerber aufgetaucht, den ich die letzte Zeit sehr intensiv genutzt habe. Er hat eine ganze Menge Vorteile, nur macht die Sicherheit auf einigen Seiten Probleme. So werden etwa Wetterkarten zum Teil nicht richtig gezeichnet. Die Eier-legende-Woll-Milch-Sau bei den Browsern gibt es für mich also immer noch nicht.

Es hängt wohl an der „Tagesform“ und der jeweiligen Webseite, welchen Browser ich als ideal betrachte. Die Referenz war, ist und bleibt aber Firefox selbst. Im Rennen und immer wieder mit wechselnden Spitzenpositionen bei mir sind jedoch dennoch folgende Kandidaten:

  • LibreWolf
  • Vivaldi
  • Opera
  • Firefox

Weit abgeschlagen, aber hin und wieder als Speziallösung im Einsatz:

  • Chromium

Wenn es aus irgendwelchen Gründen unabdingbar ist, dann überwinde ich mich und nutze auch mal das Reserverad bzw. Notlaufrad:

  • Chrome

Komplett aus dem Rennen:

  • Safari

Niemals zum Rennen zugelassen, wegen fehlender Voraussetzungen:

  • Edge
  • Internet Explorer

E-Mails und das Spam-Problem

Die zunehmende Belästigung durch Spam nervt mich ja schon seit langer Zeit. Mittlerweile habe ich meinen E-Mail-Server bzw. meine E-Mail-Accounts halbwegs gegen Spam geschützt. Zwar laufen wohl noch Spams in hoher 2-stelliger Anzahl pro Tag ein, aber die meisten werden geblockt bzw. direkt gelöscht, ohne dass ich das mitbekomme. Und von dem Rest wird die größte Anzahl automatisch in den Spam-Ordner verschoben.

Aber jetzt habe ich das andere Problem gehabt. Bei einem Kunden sind die Mails von mir bzw. meinem Mailserver im Spamordner gelandet. Etwas seltsam, denn seit ich meinen eigenen V-Server und damit auch einen Mailserver betreibe, habe ich noch bei keinem anderen Kommunikationspartner Rückmeldungen über Probleme oder verlorengegangene bzw, nicht angekommene E-Mails bekommen. Und in den Kommunikationen mit mehrfachen Antworten war nie eine logische Lücke zu erkennen. Zwar stelle ich mal hin und wieder was an dem Mailserver um (aber nur, weil ich mich vor Spam schützen will) und aktualisiere die Software regelmäßig, aber ich betreibe ihn ja jetzt gut 25 Jahre unter der Domain.

Aber ich hatte von dem Admin des Kunden einige Tipps bekommen, was an meinem E-Mail-Server nicht korrekt eingerichtet sein könnte. Das waren meine Angaben zu Reverse DNS (war aber ok), DKIM (hatte ich gar nicht aktiviert), SPF und DMARC. Da ich mich ja als Programmierer und nicht Administrator verstehe, sind mir diese Konfigurationsparameter auch nur am Rande vertraut, aber mit den Tipps von dem Kunden-Admin sollte ich meinen E-Mail-Server jetzt hinsichtlich der Konfiguration so verbessert haben, dass er „vertrauenwürdiger“ beim Versenden meiner E-Mails daherkommt.

Stress- und Java-Säuberung

Die vielen Schulungstage der letzten Zeit haben bei mir doch einigen Stress aufgebaut. Heute musste ich deshalb mit dem Rad raus – auch wenn es recht „feucht“ war. Aber das Radfahren durch Regen und Matsch hat den Stress quasi weggewaschen.

„Stress- und Java-Säuberung“ weiterlesen

Radikalschnitt

Die letzten Wochen standen bei mir ganz im Zeichen sehr vieler Schulungstage. Zuerst im Rahmen mehrerer Fachinformatikerausbildungen zu Python und MySQL, aber die letzten 3 Wochen komplett zu Java und JavaFX/OpenJFX. Dabei ging es bei purem Java um eine „Werkstatt“ im Rahmen der Fachinformatikerausbildung, bei der noch mit Swing gearbeitet wurde.

Bei dem Kurs zu JavaFX habe ich hingegen professionelle Java-Entwickler einer Berliner Behörde geschult, die vorher bei einem anderen Trainer einen Kurs zu Maven gemacht hatten und danach eben noch JavaFX kennenlernen sollten. Zum Teil hatten die aber auch schon vorher mit JavaFX gearbeitet.

Der JavaFX-Kurs war bereits früher angesetzt gewesen, aber der
eingeplante Trainer war ausgefallen und ich habe den Kurs mit einem neuen Termin kurzfristig übernommen. Die beiden Tage habe ich zwar recht schwer untergebracht und eigentlich war ich bereits so ausgelastet, dass ich im Grunde keine Termine mehr annehmen wollte. „Radikalschnitt“ weiterlesen

Unseriöses Tracking und der freie Wolf

Meine mittlerweile jahrelange Suche nach dem (!) besten Browser für meine Zwecke ist immer noch nicht von Erfolg gekrönt. Aber ich habe einen neuen Kandidaten, den ich mir jetzt genauer ansehe – LibreWolf. Das ist ein auf Sicherheit optimierter Fork von Firefox.

Konkreter Anlass war, dass meine Hausbank ihr Onlinebanking aktualisiert hat und nun m.E. vollkommen unseriöses Tracking bzw. Fingerprinting betreibt. Vor der Umstellung musste ich mich alle 3 Monate einmal mit meinem TAN-Generator verifizieren und ansonsten konnte ich mich einfach mit Userid und Passwort anmelden. Das geht offiziell immer noch, doch bei jedem Login-Versuch bekomme ich jetzt die Meldung, dass mein Gerät, Browser, Standort etc. unbekannt wären und ich werde bei jedem Login gezwungen, den TAN-Generator und meine EC-Karte rauszusuchen, bevor ich angemeldet werde. Unmöglich, denn vorher war das nicht notwendig und ich sehe es nicht ein, warum die Zugangsmöglichkeiten so verschlechtert wurden. Andere Banken bzw. Anbieter können es doch auch – selbst wenn sie 2-Wege-Authentifizierung verlangen. Einfach im Zweifelsfall eine SMS geschickt und gut ist, ohne dass man unterwegs den TAN-Generator dabei haben muss.

Aber ich mache wohl ziemlich viel richtig, wenn dieses neue Fingerprinting bzw. Tracking von der Bank nicht funktioniert. Ich habe mich darüber schon beschwert, aber das wird vermutlich keinen Erfolg haben und ich werde das Konto da wohl kündigen müssen. Was mir schon leid tut, denn für den Verbund hatte ich nach meinem Studium 5 Jahre gearbeitet und ich bin ihm eigentlich noch immer verbunden. Aber dieses Fingerprinting/Tracking geht gar nicht und ist aus Sicherheitsgründen auch vollkommen unlogisch. Nichts geht einfacher als ein Faken der Clientumgebung. Es ist darüber hinaus kontraproduktiv, weil es nur nervt und Anwender ob einer gewissen Bequemlichkeit zu unsicheren Verhaltensweisen nötigt.

Aber zurück zum freien Wolf. In der aktuellen C’t wurde er gerade vorgestellt und wegen meinem Ärger über das Fingerprinting der Bank kamen mir die Sicherheitsfeatures des Firefox-Forks sehr interessant vor. Insbesondere den klassischen Fingerprinting-Techniken gaukelt der Wolf immer neue Umgebungen vor und das Auslesen von Canvas wird gefaked.

Denn obwohl ich mit Opera und Vivaldi zwei alternative Browser im Einsatz habe, lande ich doch immer wieder beim Firefox als Standardbrowser. Es ist einfach das „rundeste“ Paket, das ich über meine vielen Jahre Praxis erlebt habe. IE und Edge gehen gar nicht, Chrome will ich wegen der dauerhaften Sendung aller Daten zu Google nicht, Chrorium ist irgendwie zu sperrig, Safari vollkommen uninteressant und dann ist es eben Firefox, der immer wieder übrig bleibt. Auch der Tor Browser (ebenso ein Firefox-Fork) ist nur für besondere Anfragen eine Option und daher gibt es einfach keine Alternative für das Brot-und-Butter-Surfen im Internet. Da der Tor-Browser mir meist zu langsam ist und viele Seiten damit gar nicht gehen, erhoffe ich mir von dem LibreWolf den Komfort des Firefox und (halbwegs) die Sicherheit bzw. Anonymität des Tor-Browsers.

Opera mit dem integrierten VPN und Vivaldi für manche Inhalte, die nicht mit Firefox oder erst recht LibreWolf richtig gehen, werde ich aber als Alternativen in der Hinterhand behalten. Und natürlich auch Firefox selbst, denn beim Anmeldeversucht auf Google-Seiten bekam ich gerade mit LibreWolf einen Fehler. Vermutlich wegen dem Blockieren von Tracking/Fingerprinting/Cookies, was Google unbedingt erzwingt. Entweder versuche ich LibreWolf für die Seiten etwas weniger streng zu konfigurieren oder aber dann doch einen anderen Browser zu nehmen. Es muss es natürlich wert sein, wenn eine Seite so eine Einschränkung der Sicherheit erzwingt, aber natürlich räumt man nach Verlassen der Seite wieder komplett auf und löscht, was immer auch die Seite hinterlassen hat.

 

Neue Videos im Online-Training zu JavaScript

Bei LinkedIn Learning (LiL) wurde mein eines Videotraining zu JavaScript um zwei Themen erweitert. Das eine dreht sich um Promises und das andere, wie man Elemente mit querySelector und querySelectorAll auswählen kann.

KI und Kunst

Ich bin gerade über Craiyon gestolpert. Damit kann man auf Basis von künstlicher Intelligenz (KI oder engl. AI – deshalb Craiyon)
aus einem Textstring eigene Kunstwerke schaffen, die zufällig generiert
werden. Man kann detailiert beschreiben (am besten auf Englisch), was im
Bild enthalten sein soll.

Etwa nimmt man das Wort „Wing“, was dann zu zufällig generierten Bildern mit Flügeln führt. Aber auch reine Nonsens-Begriffe oder unbekannte Worte führen zu einem Ergebnis. Und das ist meist noch viel interessanter.

Teils einem überraschenden Ergebnis, denn über einen Artikel zu so einem überraschenden Ergebnis bei einem Nonsense-Begriff bin ich auf den Dienst gestoßen.

Ich musste direkt ausprobieren, was da rauskommt, wenn aus „rjs“ und „RJS EDV-KnowHow“ Kunst wird. „KI und Kunst“ weiterlesen

Bahn-Chaos – „selbstverständlich“ :-(

Als ich gestern in Hamburg am Gate auf meinen Flieger gewartet habe, habe ich schon geunkt – mir wäre nicht ganz klar, wie ich nach dem Flug die kurze Strecke vom Flughafen in Frankfurt mit der Bahn nach Hause kommen würde. Aber optimistisch angedeutet, dass das schon irgendwie gehen würde.

Pustekuchen.

Wegen Bauarbeiten sind beide S-Bahnen, die über den Flughafen Richtung Wiesbaden/Mainz gehen, gar nicht gefahren. Oder genaugenommen in wenigen Intervallen mit einem Bus-Ersatzverkehr auf halber Strecke. Alternativ gab es eine Route über den Hauptbahnhof in FFM und dann diverse Regios. Die optimale Lösung hätte 3 statt 1 Umstieg bedeutet und 2,5 Stunden gedauert. Aber dann hätte ich nicht einen Anschluss verpassen dürfen. Für eine Strecke, die man mit dem Fahrrad in 1,5 Stunden oder weniger fahren kann.

Jedes Mal! Wann immer ich die Bahn nutze (selbst wenn es nur eine Zubringerstrecke ist), geht es schief. 🙁

Ich hatte gestern Abend nach einer kompletten Schulungswoche bzw. langem Arbeitstag keinen Bock mehr auf diesen elenden Mist und habe mir ein Taxi genommen. Sauteuer, aber ich war in knapp 20 Minuten vom Flughafen zuhause. Wobei auch ziemliches Chaos am Taxistand war. Einmal sicher wegen den Zugausfällen, aber auch, weil die Taxis am Flughafen wegen Bauarbeiten nicht am üblichen Platz stehen durften, sondern immer nur einzeln von ihrem externen Parkplatz eingelassen wurden. Aber ich war ziemlich rigoros und habe recht schnell ein freies Taxi erwischt. Der Taxifahrer hat auch andeutet, dass gestern zudem Großkampftag für Taxis in FFM war, denn es gab in der Festhalle und auch dem Waldstation große Konzerte. Das hätte mich auch voll getroffen, wenn ich die Bahnroute über den Hauptbahnhof in FFM genommen hätte – da wäre ich vermutlich nicht unter 4 Stunden geblieben.

Auf dem Rückweg aus Hamburg

Ich sitze am Gate und warte auf meinen Flieger. Der Tripp nach Hamburg ist also so gut wie erledigt und es war in der Tat mal wieder interessant/nett auf Tour zu sein. Ich mag Hamburg und war in einer schönen Ecke im Norden, wo ich bisher noch nicht war.

Das Hotel war zwar eine Katastrophe und die Liste der Mängel länger als die längste Praline der Welt, aber trotzdem habe ich mich dort gar nicht so unwohl gefühlt, wie es objektiv der Fall sein müsste (eigentlich müsste ich vom Hotel Geld zurückfordern).

Auf dem Weg vom Schulungsraum zum Flughafen in HH habe ich mir einen e-Scooter geleistet. Das erste Mal habe ich so ein Ding ausprobiert, was hier in HH massenhaft für den Nahverkehr genutzt wird. Macht Spass damit zu fahren, aber ist schon recht teuer und muss ich nur als Gag nicht haben. Für kurze Entfernungen gut, aber die kann ich meist auch laufen. Aber neben „mal wieder mit einem Flguzeug in die Luft zu gehen“ war der e-Scooter ein Teil der eben interessanten Abwechselung gewesen, die dieser Tripp mit sich gebracht hat. Und die Entfernung zum Flughafen ist auch fast 4,5 Kilometer gewesen und da hat der e-Scooter schon Sinn gemacht.

Allerdings ist insgesamt der Reiseaufwand schon der Abtörner. Auto zu viel Stau und zu lange Zeit, Bahn unzuverlässig, teuer und aufwändig und mit dem Flieger sind die ganzen Aktionen vor dem eigentlichen Flug mit Sicherheitskontrolle etc. auch nicht wirklich das, was ich so brauche. „Auf dem Rückweg aus Hamburg“ weiterlesen

HH-Schulung hat begonnen

Die Schulung in Hamburg hat begonnen. Ich habe offiziell 9 Teilnehmer, aber 2 haben sich krank gemeldet. Mit dem Rest mache ich Python. Genaugenommen ist das eine Python-Werkstatt mit hauptsächlich Praxis. Normalerweise halte ich vorher eine Python-Schulung, aber die hat ein Kollege übernommen, da ich letzte Woche noch mit einer MySQL-Schulung für die Kölner Gruppe beschäftigt war.

Die Schulung letzte Woche war remote und mit der Hamburger Gruppe kommt nächste Woche auch MySQL dran – aber dann auch remote. Das bedeutet, ich fliege am Freitag wieder zurück und wir treffen uns dann auf Teams. Ich wollte einmal nicht über das Wochenende in HH ausharren und schon gar nicht für 3 Tage wieder hierher fliegen. Das hätte ich auch nicht geregelt bekommen, denn ab Donnerstag nächster Woche übernehme ich wieder die Wiesbadener Gruppe. Das wäre mit einer Rückreise am Mittwochabend einfach zu eng geworden.

Angekommen

Ich bin in Hamburg im Hotel angekommen und die Reise ist gut verlaufen. Ich hatte sehr viel Zeit für den Frankfurter Flughafen bzw. die Bahnfahrt dahin eingeplant und wie es immer dann ist – mein erster Zug war pünktlich und der Anschlusszug, den ich eigentlich nicht mehr erreichen konnte, hatte soviel Verspätung, dass ich direkt aus dem einen in den anderen (früheren) Zug steigen konnte. Deshalb hatte ich viel Wartezeit in FFM am Flughafen, aber trotzdem habe ich von Haustür bis Hotelzimmer 4,5 Stunden gebraucht. Das ist weder mit Zug oder gar Auto zu schaffen.

Das Hotel ist allerdings gaaaaaanz einfach. Nicht einmal Frühstück bieten die hier an und die Einrichtung ist ziemlich runtergekommen. Aber das Zimmer ist gross und das Personal freundlich und es ist in Laufweite von dem Schulungsraum, wo ich die Woche hin muss. Zudem ist die Minibar inklusive. Nur dummerweise sind da Flaschen, für die ich einen Flaschenöffner brauche. Und den habe ich nicht mitgenommen. War erst einmal richtig Arbeit, die Cola und das Bier aufzubekommen.

Nach über 2,5 Jahren wieder auf Tour

Es ist jetzt über 2,5 Jahre her, seit ich das letzte Mal geschäftlich auf Tour war – mit Ausnahme von ein paar Wochen in Marburg über den letzten Jahreswechsel. Aber im Moment sitze ich mal wieder am Gate in Frankfurt und warte auf meinen Flieger. Es geht für eine Woche nach Hamburg zur Schulung von Fachinformatikern. Ich muss gestehen, dass mich auch ein bisschen die Flugscham drückt, denn im Grunde bin ich überhaupt nicht dafür, dass innerhalb von Deutschland mit dem Flieger gereist wird. Nur ist die Anreise mit dem Auto derzeit über die A7 katastrophal und die Zugverbindungen nach HH sind heute auch nicht wirklich gut gewesen. Zumal es immer irgendwelche Probleme gibt, wenn ich geschäftlich den Zug nutze.

Also habe ich mich für den Flieger entschieden, was auch nicht teuerer als der Zug ist – wahrscheinlich sogar billiger. Ich habe zwar versucht, den Kurs auf remote umzubiegen, aber der Kunde hat darauf bestanden, dass ich nach Hamburg komme. In Zukunft werde ich das nach Kräften vermeiden, aber im Moment freue ich mich sogar, mal wieder in die Luft zu kommen. Mit dem Gleitschirm ging es dieses Jahr auch nicht so wirklich und mein letzter Flug mit einem Flieger war im Januar vor 2 Jahren auf meiner Standardstrecke nach Graz. Der Sicherheitscheck hat übrigens ziemlich lange gedauert und es ist unerwartet voll am Flughafen. Ich bin wirklich aus der Übung, was geschäftliche Flugreisen angeht. Jetzt muss ich nur noch gut in mein Hotel kommen, denn da ist die Rezeption nur eingeschränkt besetzt.

Anfahrstrom

Aktuell wird ja permanent von Problemen bei der Stromversorgung als auch der Gasversorgung geredet. Interessierte Kreise befeuern diese Diskussion, um anhand der geschürten Panik gute Geschäfte zu machen. Was man deutlich an dem Absatz des neuen Klopapiers – elektrischen Heizgeräten – sehen kann. Da diese wiederum im Winter angeblich dazu führen werden, dass das gesamte Stromnetz zusammenbrechen soll, wird auf der anderen Seite massiv für Notstromaggregate jeder Art geworben. Teils mit E-Mail-Betreffs wie „Die Bundesregierung empfiehlt“. Und Photovotaianlagen, Powerbanks, Solarpanel etc. sind entweder kaum zu bekommen oder extrem teuer. Die „Kriegsgewinnler“ sind massiv am Abschöpfen.
Wobei ich zugegeben muss, dass ich selbst mich dem Dauerfeuer entsprechender Meldungen auch nicht entziehen kann bzw. konnte. Gerade die massiv verkauften elektrischen Heizgeräte machen mir Sorgen. Denn deren Anfahrstrom ist extrem. Das Szenario, dass es kalt wird und zig dieser Geräte das komplette Stromnetz kollabieren lassen, halte ich für durchaus möglich. Vor allen Dingen die Theorie, dass die Geräte dann angeschaltet an der Steckdose bleiben und beim neuen Anfahren des Stromnetzes sofort wieder das Netz töten. Und da die unwissentlichen Saboteuere dann auch nicht erreichbar sind (weil kein Strom und vermutlich im Dunkeln sitzend), kann man die Masse kaum dazu bringen, die Geräte auszuschalten, um das Netz wieder zum Laufen zu bringen.
Das ist zwar ein pessimistisches Szenario und vielleicht wird die Verwendung elektrischer Heizgeräte – wenn schon nicht an der Vernunft – am Geiz scheitern (der Betrieb kostet ja ein mehrfaches des Heizens mit Gas oder Öl), aber ein bisschen unabhänger vom Stromnetz zu sein, erscheint mir durchaus erstrebenswert. Das jedoch nicht erst seit der aktuellen Panik. Ich habe mir vor über 10 Jahren bereits ein Solarpanel an die Wand montieren lassen. Leider war das nur an einer ziemlich ungünstigen Stelle möglich, wo die Sonne nur einige wenige Stunden draufsteht. Aber ich habe das, was im moderen Marketing-Geschätz „Balkonkraftwerk“ genannt wird, eben schon seit der Zeit an der Wand. Mit wenig Leistung, denn obwohl das Panel 200 Watt produzieren kann, verhindert die ungünstige Position das meist. Dennoch kann das Panel – wenn die Sonne scheint – einen kleinen Teil der Grundlast im Haus übernehmen. Ich habe gerade mal gemessen, wie viel Strom meine Workstation mit 4 Monitoren zieht – etwa 220 Watt. Da Kühlschrank etc. zudem permanent Strom ziehen, ist die Grundlast im Haus in jedem Fall höher als das, was das Panel liefert. Dennoch – das Teil ist langsam in der Amortistaionsphase und wenn die Strompreise weiter so explodieren, wie es im Moment aussieht, bereue ich nur, dass ich damals nicht mehr Panels irgendwo doch noch untergebracht habe.
Das Panel funktioniert allerdings nur dann, wenn auch das Stromnetz selbst Strom liefert. Was wiederum bedeutet, dass es bei einem Stromausfall nutzlos ist. Deshalb habe ich mir vor einigen Monaten eine Jackery-Powerstation samt Solarpanel gekauft. Aber nicht nur deswegen, denn meine Söhne wollen das Teil beim Campen etc. nutzen und es hat schon Charme, dass ich damit mein eBike fast zu 100% mit der Sonne laden kann. SmartPhones, Powerbanks und andere Geräte mit Akku sowieso. Die Kosten waren zwar erheblich und ob die Kombination sich wirklich amortisiert, bezweifle ich. Selbst wenn die KW-Stunde über 1 EUR geht (was zum Teil schon der Fall ist). Aber einen Teil der Ausgaben bekomme ich so von der Sonne geschenkt wieder rein und ich habe ein Notstromaggregat, das zumindest eine kurze Zeit einen Betrieb einiger Geräte erlaubt. Mit 500 Watt ist das natürlich ganz deutlich von der Leistung unter – selbst einfachsten – Aggregaten, die mit Diesel oder Benzin betrieben werden. Aber die stehen halt – außer im Notfall – nur herum und ich nutze meine Powerstation samt dem Panel intensiv. Da im Moment die Sonne in meinem ganz engen Hof nur noch wenige Stunde scheint, habe ich das Panel erst einmal provisorisch auf das Vordach aus dem Fenster gehängt. Das „Balkonkraftwerk“ muss ich zwar jeden Tag neu auf- und abbauen, aber an der Positionhabe ich zumindest den ganzen Tag über Power auf das Panel, wenn die Sonne scheint. Testweise betreibe ich im Moment mal die Workstation mit der Powerstation. Da sie geladen 500 Watt bereitstellt, kann ich die Workstation mit 4 Monitoren damit also gut 2,5 Stunden betreiben. Sofern die Sonne scheint, lade ich parallel mit gut 50 – 70 Watt, was die Laufzeit entsprechend verlängert. Das ist nicht die Welt, aber im Notfall kann man auch ein Notebook nehmen und dessen Akkuzeit zusätzlich nutzen oder 3 der 4 Monitore abschalten. Eine Weile geht das, nur habe ich jetzt mal zusätzlich meinen uralten Mac Mini, den ich als Druckserver sein Gnadenbrot verdienen lasse, und meinen Drucker an die Powerstation gehängt. Obwohl die zusammen (gemessen) auch unter 400 Watt ziehen, bringt der Anfahrstrom (fast 900 Watt) die Powerstation zur Abschaltung.