Kurs Englisch ohne Mühe

Die letzten Wochen und Monate habe ich in Zusammenarbeit mit dem Verlag ASSIMIL GmbH und dem Arbeitskreis für Information – AKI RP/Eifel ein Sprachmodul progammiert, über das Sie online Sprachen lernen könnnen.

Technisch handelt es sich um eine RIA (Rich Internet Application) auf Basis von PHP, MySQL, DHTML, AJAX sowie den AJAX-Frameworks Dojo Toolkit und Prototype. Daneben kommen noch Flash und Java zur Unterstützung von Multimediaeffekten zum Einsatz.

Das Modul stellt einmal Texte in Englisch und Deutsch dar, spielt die englischen Sätze als Tondateien ab, beinhaltet ein kleines Tonstudio, um eigene Sprachübungen aufzunehmen und bietet verschiedene Übungstechniken zum Vertiefen der erlernten Sprachkenntnisse.

Als Verwaltungsplattform verwenden wir ILIAS, eine leistungsstarke, web-basierte Lernplattform für E-Learning in einem integrierten System (Persönlicher Schreibtisch, Kursmanagement, Gruppensystem, Magazin mit Rollen-basiertem Zugriff, …).

Mein Sprachmodul wird nach einer Anmeldung als HTML-Lernmodul in einem eigenen Browserfenster zur Verfügung gestellt.


Der Kurs Englisch ohne Mühe (als auch die geplanten Kurse für andere Sprachen) präsentiert einem Lernenden die Sprache so, wie man ihr im täglichen Leben begegnet (die so genannt Assimilmethode). Durch den lebendigen Kontext werden sich Lernende sehr schnell wohlfühlen. Die Assimilmethode bietet eine natürliche Progession: Lassen Sie sich leiten, und Sie werden sehr bequem Ihr Ziel erreichen. Dieser konkrete erste Kurs richtet sich sowohl an Personen, für die das Englische noch eine völlig unbekannte Sprache ist, als auch an Personen, die bereits über ein wenig Englischkenntnisse verfügen und diese gerne auffrischen möchten. Es vermittelt in 110 Lektionen modernes und lebensnahes Englisch. Insgesamt umfasst der Wortschatz, den Sie in diesem Kurs erlernen, ca. 3000 Vokabeln.


Für einen kurzen Zeitraum können Sie das Modul kostenlos testen

Neue Umstiegsanleitung für JavaFX Script

Wie schon versprochen hab ich die Umstiegsanleitung von altem JavaFX-Code auf die Finalversion überarbeitet. Hier ist die angepasste Umstiegsanleitung.

Wer bereits mit JavaFX Script auf Basis erster Preversionen seit etwa Mitte 2007 programmiert hat, wird in der nun Ende 2008 erschienenen Finalversion 1.0 mit einigen Änderungen bzw. Umstrukturierungen konfrontiert.

Etwas bedauerlich ist, dass die Umstrukturierungen über die zweite Hälfte des Jahres 2008 in mehreren Schritten vollzogen wurde und immer wieder Syntaxstrukturen verändert wurden. Insbesondere wurden auch viele Token und Syntaxstrukturen, die in ersten Versionen verwendet wurden, in der Finalversion aufgegeben. Insgesamt ist m.E. die Finalversion von JavaFX Script aber viel stringenter und logischer als die Preversionen geworden und orientiert sich doch verstärkter an dem streng objektorientierten Konzept von Java selbst. Allerdings sind auch durchaus syntaktische Anleihen aus anderen Sprachen wie C/C++/C# oder PHP und JavaScript erkennbar.

 

Hier gibt es die Umstiegsanleitung für JavaFX Script auf die Finalversion 1.0 als PDF zum Download

 

Operationen

In den Preversionen von JavaFX Script hat Sun mit Prozeduren experimentiert. Schon Funktionen sind in der streng objektorientierten Welt von Java gewagt, aber Prozeduren, die sogar einen Rückgabewert liefern konnten, waren wohl doch des Guten zu viel. In der Finalversion entfallen diese Prozeduren, die bisher mit dem Schlüsselwort operation eingeleitet wurden.

Ein Umstieg von altem Code ist jedoch denkbar einfach. Stattdessen werden einfach grundsätzlich Funktionen verwendet, die mit dem Schlüsselwort function eingeleitet werden. Man muss dabei also nur konsequent den Token operation durch den Token function ersetzen. Das ist alles.

Ein Beispiel für die alte Syntax:

class MeineKlasse {

function times2(x) { return x * 2; }

operation print(s) { System.out.println(s); }

}

Das gleiche Beispiel in der neuen Syntax:

class MeineKlasse {

function times2(x) { return x * 2; }

function print(s) { System.out.println(s); }

}

Eine Funktion kann auch explizit mit Void gekennzeichnet werden um zu kennzeichnen, dass eine Funktion keinen Rückgabewert liefert.

Beispiel:

function ausgabe() : Void {

println("Keine Rückgabe!");

}

 

Attributinitialisierung

Die Initialisierung von Attributen erfolgte bisher außerhalb einer Klassendefinition. Diese Technik wurde nun Java angeglichen und die Attribute werden bei der Deklarierung in der Klasse selbst initialisiert.

Ein Beispiel für die alte Syntax:

class MeineKlasse {

attribute bar: Boolean; }

 

attribute Foo.bar = true;

Das gleiche Beispiel in der neuen Syntax:

class MeineKlasse {

var bar: Boolean = true;

}

Beachten Sie, dass nun auch der Token attribute entfällt und stattdessen var (oder def beim Einsatz von dynamischem Binden) zum Einsatz kommt.

 

Ersetzen von Triggern

Bisher waren Trigger, die außerhalb von einer Klasse definiert wurden, ein zentraler Bestandteil der Definition von der Reaktion auf Ereignisse. Die neue Syntax definiert so genannte replace triggers als Teil der Attributdeklaration. Die Trigger-Funktion folgt dabei nun den Schlüsselworten on replace.

Ein Beispiel für die alte Syntax:

class MeineKlasse {

attribute bar: Boolean;

}

 

trigger on MeineKlasse.bar = value {

if (bar == true) {

beep();

}

}

Das gleiche Beispiel in der neuen Syntax:

class MeineKlasse {

var bar: Boolean on replace {

if (bar == true) { beep();

}

};

}

Ein Beispiel für die alte Syntax mit Initialisierung:

class MeineKlasse {

attribute bar: Boolean = true;

}

 

trigger on MeineKlasse.bar = value {

if (bar == true) {

beep();

}

}

Das gleiche Beispiel in der neuen Syntax mit Initialisierung:

class MeineKlasse {

var bar: Boolean = true on replace {

if (bar == true) {

beep();

}

};

}

 

Kardinalität

Die beliebige Häufigkeit von Attributen wurde bisher mit dem Sternoperator * angegeben und die Werte außerhalb zugewiesen. Nun werden dafür die eckigen Klammern [] verwendet und die Werte direkt in der Klasse zugewiesen.

Ein Beispiel für die alte Syntax:

class MeineKlasse {

attribute names :String*;

}

 

attribute names = ["Ralph", "Felix", "Florian"];

Das gleiche Beispiel in der neuen Syntax:

class MeineKlasse {

var names :String[] = ["Ralph", "Felix", "Florian"];

}

 

Benannte Instanzen

In den bisherigen Versionen von JavaFX Script waren benannten Instanzen mehr oder weniger das, was nun vollqualifizierte Konstanten darstellen (oder Objektliterale).

Ein Beispiel für die alte Syntax:

Frame {

title: "White Frame"

background: white

}

Ein vergleichbares Beispiel in der neuen Syntax:

SwingLabel {

text: "Label"

foreground:Color.WHITE

}

Alternativ das gleiche Beispiel in der neuen Syntax:

SwingLabel {

text: "Label"

foreground:Color {

red: 1

green: 1

blue: 1

opacity: 1

}

}

 

Anonyme Objektliterale

Bisher konnten Sie ein anonymes Objektliteral ohne die Spezifizierung von einen Typ deklarieren . Der Interpreter legte den Typ implizit fest (eine Art der losen Typisierung, wie es auch unter JavaScript oder PHP Einsatz findet, unter Java allerdings ziemlich brutal im Widerspruch zum streng typisierten Konzept stand). In der neuen Version müssen Sie explizit Objektliterale benennen.

Ein Beispiel für die alte Syntax:

accelerator: {

modifier: CTRL

keyStroke: O

}

….

Das gleiche Beispiel in der neuen Syntax:

accelerator: Accelerator {

modifier: KeyModifier.CTRL

keyStroke: KeyStroke.O

}

 

Überschreiben von Funktionen nun mit expliziter Angabe des Rückgabetyps und override

Bisher konnten Sie beim Überschreiben von einer Funktion diese einfach redefinieren und zum Beispiel auf die Angabe des Rückgabetyps verzichten.

Nun geben Sie in der Signatur der Funktion diesen Rückgabetyp und das vorangestellte Schlüsselwort override an. Zwar ist so eine vollständige Signatur nicht in jedem Fall unbedingt zwingend, aber zur Kennzeichnung und Vereinheitlichung immer sinnvoll.

Ein Beispiel für die alte Syntax:

class MyWidget extends CompositeNode {

function composeNode() {

}

}

Ein vergleichbares Beispiel in der neuen Syntax:

class MyCustomNode extends CustomNode {

public override function create(): Node {

return Group {

content: []

};

}

}

 

for-Schleife

Nachdem man in Java selbst ein foreach-Konstrukt eingeführt, aber syntaktisch anders als in JavaFX Script aufgebaut hat, war diese syntaktische Abweichung in JavaFX Script ziemlich unglücklich. In der neuen Varianten wurde die Syntax an Java angepasst.

Ein Beispiel für die alte Syntax:

for (Integer i = 0; i < element.length; i++) {

 

System.out.println(element);

}

foreach (element in group) {

System.out.println(element);

}

Das gleiche Beispiel in der neuen Syntax:

...

for (Integer i = 0; i < element.length; i++) {

System.out.println({element});

}

for (element in group where element.length() < 4) {

System.out.println({element});

}

Negative Rangebereiche und Schrittweite

Bisher ging so was:

for (i in [5..4]) {

System.out.println("i = {i}");

}

In der neuen Version sind negative Rangebereiche nicht mehr erlaubt.

Ebenso können Sie die Schrittweite der Iteration nicht mehr wie folgt angeben:

for (i in [1,5..10]) {

System.out.println("i = {i}");

}

Stattdessen verwendet man nun den Token step, der so auch normal in Arrays zu verwenden ist.

Beispiel:

var nums = [1..10 step 2];

 

Stringliterale und Stringausdrücke in JavaFX

Sie können in JavaFX Script eine Zeichenkette sowohl in einfache als auch doppelte Hochkommata einschließen. Und wie auch beispielsweise in PHP wurden Zeichenketten in den ersten Versionen von JavaFX Script in doppelten und einfachen Hochkommata vom System bei gewissen Situationen unterschiedlich behandelt.

Auswertung von Ausdrücken in Strings

Allgemein gilt – wenn Sie den Bezeichner einer Variablen in eine Zeichenkette mit doppelten Hochkommata notieren und diesen in geschweifte Klammern {} einschließen, wird der Ausdruck ausgewertet. Sie erhalten in dem resultierenden String den Wert der eingeschlossenen Variablen beziehungsweise eines Ausdrucks. Dabei sind Sie für die Art der ausgewerteten Variable nicht auf Zeichenketten beschränkt. Bei einer Zeichenkette in einfachen Hochkommata finden Sie in bisherigen Versionen dieses Verhalten nicht .

Beispiel:

import java.lang.System;

var name = 'Trillian';

var wert = 5;

var s1 = "Hallo {name}"; // Zeichenkette mit doppelten Hochkommata

var s2 = 'Hallo {name}'; // Zeichenkette mit einfachen Hochkommata

var s3 = "Hallo {wert}"; // Zeichenkette mit doppelten Hochkommata

System.out.println(s1); // Hallo Trillian

System.out.println(s2); // Hallo {name}

System.out.println(s3); // Hallo 5

Die Ausgabe ist in alten Versionen folgende:

Hallo Trillian

Hallo {name}

Hallo 5

In neuen Versionen erhalten Sie aber folgende Ausgabe:

Hallo Trillian

Hallo Trillian

Hallo 5

M.a.W.: Auch in einfachen Hochkommata eingeschlossene Ausdrücke werden in der neuen Version von JavaFX Script ausgewertet!

Zeilenumbrüche in Strings

Im Gegensatz zu Java konnten in JavaFX in den ersten Versionen Zeichenketten Zeilenumbrüche enthalten, wenn sie in doppelte Hochkommata eingeschlossen sind. Das geht nun nicht mehr.

 

Modulooperator

Der Modulooperator % wurde in neuen JavaFX-Versionen durch den Token mod ersetzt. Damit ist allerdings eine weitere Inkompatibilität zu Java zu beachten.

 

Arrays

In JavaFX ist [] ein eigener Operator und dieser Operator [] steht für eine Selektion. Die darin notierte Lokalisierung ist eine Verwendung, die ähnlich in XPath beziehungsweise XQuery vorkommt.

Einfügen von Arrayelementen

Das Einfügen von Elementen erfolgt über die insert-Anweisung. Diese Anweisung konnte bisher die folgenden verschiedene Formen annehmen:

  • insert Ausdruck1 [as first | as last] into Ausdruck2

  • insert Ausdruck1 before Ausdruck2

  • insert Ausdruck1 after Ausdruck2

Die Token as first und as last wurden aufgegeben!

 

Die Grundlagen einer GUI mit JavaFX Script

Die grundlegenden Klassen zum Aufbau einer GUI wurden in der Finalversion von JavaFX Script massiv unstrukturiert, ohne jedoch das grundsätzliche Konzept zu verändern. Die Basis bilden nur neue Klassen.

Unter javafx.ext.swing sind nun die meisten Swing-Komponenten zu finden.

Und die Grundlage der gesamten grafischen Applikation bildet javafx.stage.Stage, was für das gesamte Fenster steht.

Dieses wird in der Regel in einzelne Szenen (javafx.scene.Scene) mit spezifischen Inhalten (also etwa Swing-Komponenten) unterteilt werden.

Beispiel:

import javafx.ext.swing.SwingButton;

import javafx.scene.Scene;

import javafx.stage.Stage;

var button = SwingButton {

text: "Button"

action: function() {

java.lang.System.exit(0);

}

}

Stage {

title: "Meine Applikation"

width: 250

height: 80

scene: Scene {

content: button

}

}

 

Bidirektionales Binden – with inverse

Das bidirektionales Binden verwendet in der neuen Variante von JavaFX die Syntax with inverse.

Ein Beispiel für die alte Syntax:

… TextField {

value: bind model.firstName

}

Ein vergleichbares Beispiel in der neuen Syntax:

SwingTextField {

columns: 10

text: bind model.firstName with inverse

editable: true

}

 

Casting von Number nach Integer

Bei der Typumwandlung von Number nach Integer verwendet man in neuen JavaFX-Varianten die Funktion intValue(), um einem Verlust der Genauigkeit vorzubeugen.

Ein Beispiel für die alte Syntax:

var real :Number;

num = 6.42;

var integer :Integer;

integer = real;

Das gleiche Beispiel in der neuen Syntax:

var real :Number;

var num = 6.42;

var integer :Integer = real.intValue();

 

Vererbung

Bei der Vererbung gibt es in JavaFX Script aktuell ein paar kleinere Probleme, so dass das Schlüsselwort as in einigen Situationen notwendig sein kann.

Beispiel:

content: foo as Node

 

Das neue API

Das API von JavaFX Script wurde wie schon erwähnt in einigen Bereichen reorganisiert. Insbesondere zur GUI. Details lassen sich aber leicht über die JavaFX Script Programming Language API Documentation unter https://java.sun.com/javafx/1/docs/api/ nachschlagen.

 

 

 

 
Hier gibt es die Umstiegsanleitung für JavaFX Script auf die Finalversion 1.0 als PDF zum Download

Und wie gesagt – in meiner Seite zu JavaFX – https://www.javafx-buch.de gibt es weitere Infos zu JavaFX.

Ein kleines JavaFX-Beispiel


Aktuell bringe ich meine JavaFX-Kenntnisse auf den neusten Stand. Hat sich ja doch was getan seit meinem Buch. Aber es gibt gutes Material von Sun selbst und die Grundlagen, die ich in meinem Buch ausgearbeitet habe, gelten noch immer.
Hier ist ein nettes kleines Beispiel, was ein offizielles Sun-Beispiel etwas modifiziert.
So sieht es aus

Drehender Text



/*
* Main.fx
*
* Created on 26.12.2008, 21:49:01
*/

package javafxapplication4;

import javafx.animation.Interpolator;
import javafx.animation.KeyFrame;
import javafx.animation.Timeline;
import javafx.scene.effect.*;
import javafx.scene.paint.*;
import javafx.scene.Scene;
import javafx.scene.shape.Circle;
import javafx.scene.text.*;
import javafx.scene.transform.*;
import javafx.stage.Stage;

var scale = 1.0;
var color = Color.AQUA;
Timeline {
repeatCount: Timeline.INDEFINITE
keyFrames: [
KeyFrame {
time: 3s
canSkip: true
values: [
scale => -1.0 tween Interpolator.EASEBOTH
color => Color.GREEN
]
}
]
}.play();
Stage {
title: "Animierter Text als JavaFX-Applikation"
width: 400
height: 240
scene: Scene {
width: 400
height: 200
content: [
Circle {
centerX: 200,
centerY: 100
radius: 90
fill: RadialGradient {
centerX: 75
centerY: 75
radius: 90
proportional: false
stops: [
Stop {
offset: 0.0
color: Color.RED},
Stop {
offset: 1.0
color: Color.DARKRED}
] // stops

} // RadialGradient
}
Text {
font: Font {
size: 20
}
x: 110,
y: 90
textAlignment: TextAlignment.CENTER
content:"Willkommen beinRJS EDV-KnowHownwww.rjs.de"
fill: bind color
effect: DropShadow {
offsetX: 10
offsetY:10
color: Color.color(0.1, 0.3, 0.1)
}; // DropShadow
transforms: Scale{
x: 1
y: bind scale
pivotX: 100,
pivotY: 100
} // Scale
} //Text
]
}
}

Nochmal JavaFX

Ich fasse es nicht. Seit ich die Umstiegsanleitung von altem JavaFX-Code auf die Finalversion erstellt habe (was nur wenige Wochen her ist), hat sich das API schon wieder in weiten Bereichen geändert. Selbst der Link zu der Quelle, auf die ich mich bei der Umstiegsamleitung beziehe, ist nicht mehr da. Muss also schleunigst die Anleitung updaten. JavaFX hat sich in den letzten Wochen wirklich immer wieder verändert und ich wollte mich eigentlich erst dann wieder ernsthaft damit beschäftigen, wenn Ruhe eingekehrt und das API stabil ist. Ich hoffe mal, das ist jetzt der Fall. Die nächsten Tage folgt also eine angepasste Umstiegsanleitung.

Umstiegsanleitung für JavaFX Script auf die Finalversion 1.0

Nachdem ich schon mehrfach Details zum Umstieg von älterem Code in JavaFX Script gepostet habe, folgt hier nochmal ein vollständiger Umstiegsanleitung für JavaFX Script auf die Finalversion 1.0.

Mein Buch zu JavaFX
Meine DVD mit dem Onlinetraining zu JavaFX.
Wer bereits mit JavaFX Script auf Basis erster Preversionen seit etwa Mitte 2007 programmiert hat, wird in der nun Ende 2008 erschienenen Finalversion 1.0 mit einigen Änderungen bzw. Umstrukturierungen konfrontiert.
Aber die Änderungen sind eigentlich gar nicht so wild. Insbesondere gibt es einen guten JavaFX Script™ Programming Language Migration Guide unter https://openjfx.dev.java.net/migration.html, auf dem auch diese Umstiegsanleitung in einigen Punkten basiert.
Insgesamt ist m.E. die Finalversion von JavaFX Script stringenter und logischer geworden und orientiert sich doch verstärkter an dem streng objektorientierten Konzept von Java selbst.
Operationen
In den Preversionen von JavaFX Script hat Sun mit Prozeduren experimentiert. Schon Funktionen sind in der streng objektorientierten Welt von Java gewagt, aber Prozeduren, die sogar einen Rückgabewert liefern konnten, waren wohl doch des Guten zu viel. In der Finalversion entfallen diese Prozeduren, die bisher mit dem Schlüsselwort operation eingeleitet wurden. Stattdessen werden grundsätzlich Funktionen verwendet, die mit dem Schlüsselwort function eingeleitet werden.
Beispiel alt:
class MeineKlasse {
function times2(x) { return x * 2; }
operation print(s) { System.out.println(s); }
}

Beispiel neu:
class MeineKlasse {
function times2(x) { return x * 2; }
function print(s) { System.out.println(s); }
}

Attributinitialisierung
Die Initialisierung von Attributen erfolgte bisher außerhalb einer Klassendefinition. Diese Technik wurde nun Java angeglichen und die Attribute werden bei der Deklarierung in der Klasse selbst initialisiert.
Beispiel alt:
class MeineKlasse {
attribute bar: Boolean; }

attribute Foo.bar = true;

Beispiel neu:
class MeineKlasse {
attribute bar: Boolean = true;
}

Ersetzen von Triggern
Bisher waren Trigger, die außerhalb von einer Klasse definiert wurden, ein zentraler Bestandteil der Definition von der Reaktion auf Ereignisse. Die neue Syntax definiert so genannte replace triggers als Teil der Attributdeklaration. Die Trigger-Funktion folgt dabei nun den Schlüsselworten on replace.
Beispiel alt:
class MeineKlasse {
attribute bar: Boolean;
}

trigger on MeineKlasse.bar = value {
if (bar == true) {
beep();
}
}

Beispiel neu:
class MeineKlasse {
attribute bar: Boolean on replace {
if (bar == true) { beep();
}
};
}

Beispiel alt mit Initialisierung:
class MeineKlasse {

attribute bar: Boolean = true;
}

trigger on MeineKlasse.bar = value {
if (bar == true) {
beep();
}
}

Beispiel neu mit Initialisierung:
class MeineKlasse {
attribute bar: Boolean = true on replace {
if (bar == true) {
beep();
}
};
}
Kardinalität
Die beliebige Häufigkeit von Attributen wurde bisher mit dem Sternoperator * angegeben und die Werte außerhalb zugewiesen. Nun werden dafür die eckigen Klammern [] verwendet und die Werte direkt in der Klasse zugewiesen.
Beispiel alt:
class MeineKlasse {
attribute names :String*;
}

attribute names = [„Ralph“, „Felix“, „Florian“];

Beispiel neu:
class MeineKlasse {
attribute names :String[] = [„Ralph“, „Felix“, „Florian“];
}
Objektliterale ohne Attribute
Zur Referenzierung von Objektliteralen ohne dessen Attribute konnte man bisher einfach den Klassennamen angeben. In der neuen Syntax werden geschweifte Klammern gefordert.
Beispiel alt:
Frame {
title: „Show MenuSeparator“
height: 180
width: 320
menubar: MenuBar {
menus: Menu {
text: „File“
items: [MenuItem {
text: „New“

}, MenuItem {
text: „Open“

}, MenuItem {
text: „Save“

}, MenuSeparator, MenuItem {
text: „Import“
}]
}
}
visible: true
}

Beispiel neu:
Frame {
title: „Show MenuSeparator“
height: 180
width: 320
menubar: MenuBar {
menus: Menu {
text: „File“
items: [MenuItem {
text: „New“

}, MenuItem {
text: „Open“

}, MenuItem {
text: „Save“

}, MenuSeparator {

}, MenuItem {
text: „Import“
}]
}
}
visible: true
}
Benannte Instanzen
In den bisherigen Versionen von JavaFX Script waren benannten Instanzen mehr oder weniger das, was nun vollqualifizierte Konstanten darstellen (oder Objektliterale).
Beispiel alt:
Frame {
title: „White Frame“
background: white
}

Beispiel neu:
Frame {
title: „White Frame“
background: Color.WHITE
}

Alternatives Beispiel neu:
Frame {
title: „White Frame“
background: Color {
red: 1
green: 1
blue: 1
opacity: 1
}
}
Anonyme Objektliterale
Bisher konnten Sie ein anonymes Objektliteral ohne die Spezifizierung von einen Typ deklarieren . Der Interpreter legte den Typ implizit fest (eine Art der losen Typisierung, wie es auch unter JavaScript oder PHP Einsatz findet, unter Java allerdings ziemlich brutal im Widerspruch zum streng typisierten Konzept stand). In der neuen Version müssen Sie explizit Objektliterale benennen.
Conversion:
Beispiel alt:
accelerator: {
modifier: CTRL
keyStroke: O
}
….

Beispiel neu:
accelerator: Accelerator {
modifier: KeyModifier.CTRL
keyStroke: KeyStroke.O
}

Überschreiben von Funktionen nun mit expliziter Angabe des Rückgabetyps
Bisher konnten Sie beim Überschreiben von einer Funktion auf die Angabe des Rückgabetyps verzichten. Nun muss die Signatur der Funktion diesen Rückgabetyp spezifizieren.
Beispiel alt:
class MyWidget extends CompositeNode {

function composeNode() {

}
}

Beispiel neu:
class MyWidget extends CompositeNode {

function composeNode() :Node {

}
}

Bidirektionales Binden – with inverse
Das bidirektionales Binden verwendet in der neuen Variante die Syntax with inverse.
Beispiel alt:
… TextField {
value: bind model.firstName
}

Beispiel neu:

TextField {
value: bind model.firstName with inverse
}

Casting von Number nach Integer
Bei der Typumwandlung von Number nach Integer verwendet man in der neuen JavaFX-Variante die Funktion intValue(), um einem Verlust der Genauigkeit vorzubeugen
Beispiel alt:
… var real :Number;
num = 6.42;
var integer :Integer;
integer = real;

Beispiel neu:
… var real :Number;
num = 6.42;
var integer :Integer = real.intValue();

Vererbung
Bei der Vererbung gibt es in JavaFX Script aktuell ein paar kleinere Probleme, so dass das Schlüsselwort as in einigen Situationen notwendig wird.
Beispiel alt:
class MeineKlasse extends Rectangle {

}


content: Canvas {
content: Foo {

}

}

}

Beispiel neu:
class MeineKlasse extends Rectangle {

Old:}
var foo :Foo = Foo {

};

content: Canvas {
content: foo as Node

}

}
for-Schleife
Nachdem man in Java selbst ein foreach-Konstrukt eingeführt, aber syntaktisch anders aufgebaut hat, war die syntaktische Abweichung in JavaFX Script ziemlich unglücklich. In der neuen Varianten wurde die Syntax an Java angepasst.
Beispiel alt:

for (Integer i = 0; i < element.length; i++) { System.out.println(element);
}

foreach (element in group) {
System.out.println(element);
}

Beispiel neu:

for (Integer i = 0; i < element.length; i++) {
System.out.println({element});
}

for (element in group where element.length() < 4) {
System.out.println({element});
}

Das neue API
Das API von JavaFX Script wurde in einigen Bereich reorganisiert. Insbesondere zur GUI. Details lassen sich aber leicht über die JavaFX Script Programming Language API Documentation unter https://openjfx.java.sun.com/current-build/doc/api/index.html nachschlagen. Und natürlich steht auch die offizielle Dokumentation von Sun unter https://java.sun.com/javafx zur Verfügung.

Hier gibt es die Umstiegsanleitung für JavaFX Script auf die Finalversion 1.0 als PDF zum Download
In meiner Seite zu JavaFX – https://www.javafx-buch.de gibt es weitere Infos zu JavaFX.

Nach dem Schneecaos

Die 3 AJAX-Schulungen sind vorüber. Fazinierend, wie sich 3 doch im Grunde gleiche Schulungen auf Grund der verschiedenen Teilnehmer und kleiner Abweichungen in der Agenta entwickeln können. Im Wesentlichen habe ich den gleichen Stoff in allen 3 Schulungen gemacht, aber mit vollkommen verschiedenen Schwerpunkten.

Die 3. Schulung war bei mir vor der Haustür im Taunus. Und da ist am Mittwoch das Schneecaos ausgebrochen. Bin zwar bei der Anfahrt gut hoch auf den Berg gekommen, aber 2 Km vor dem Schulungszentrum hatte ein Bus einen LKW gerammt und die Hauptverkehrsader Richtung Usingen blockiert. Super. Zum Glück kenne ich mich da sehr gut aus und hab Allradantrieb. Ich bin umgedreht und über den Berg eine Umleitung gefahren. Über Finstertal. Muss man mehr sagen? Absolute Wildnis und nix von wegen Schnee geräumt. Aber noch in der Zeit angekommen.

Ansonsten läuft mein Rechner mit der zusätzlichen Netzwerkkarte wieder. Ist doch manchmal gut, wenn man Altrechner ausschlachtet und funktionstüchtige Altteile behält.

Wieder zurück – meinereiner und mein Rechner

Bin wieder im Lande. Mein Rechner auch. Ich muss am Sonntag arbeiten und eine VHS-Powerpoint-Schulung halten (nicht schlimm – draußen ist Schneeregen – man verpasst nix). Mein Rechner sollte arbeiten, will aber nicht. Der Tausch des Mainboards macht ziemliche Nacharbeiten nötig. Bis auf die Onboardnetzkarten habe ich den Kerl aber wieder eingerichtet. Und bevor ich mir weiter die Zeit um die Ohren schlage baue ich die nächsten Tage wahrscheinlich ne neue Netzwerkkarte ein.

Und wieder BKA-Gesetz

Heute geht es in die Entscheidung im Bundesrat. Dürfen private Computer online durchsucht werden? Ob der Gesetzgeber bedacht hat was passiert, wenn ein potentieller Terrorist seinen Computer als Geschäftscomputer anmeldet? Ist dann die Untersuchung verboten? 😉

Was ein Schwachsinn.

AJAX, nichts als AJAX – und eine neue Sicherheitslücke

Bin am Sonntag nach Nürberg gereist, dann 3 Tage dort geschult und Mittwochabend weiter nach Landshut (zur BSA, wo ich regelmäßig unterrichte). Gleich geht hier der Kurs los. Und nächste Woche bin ich 3 Tage im Taunus am Schulen. Und was? AJAX. Immer wieder AJAX. Das ist eine richtige AJAX-Jahresabschlussralley.

Und in Bezug auf mein geliebtes AJAX zeigt sich aktuell eine massive Lücke in der Konzeption von Antiviren-Software. Diese kann man nämlich mit AJAX überlisten.

Im Grunde ist das Verfahren ganz einfach und eigentlich so naheliegend, dass es mich wundert, warum erst jetzt das Thema aufkommt.

Ein Angreifer eines Rechners benutzt dabei einfach fragmentierten Schadcode, den konventionelle Antiviren-Programme nicht erkennen können. Diese scannen nur vollständige Signaturen. Für Antivirenprogrammen erhält ein Browser unverdächtig wirkendenden Client-Code, der auf einer Webseite eingebettet wird. Ein Javascript lädt dann stückchenweise Schadecode per AJAX nach. Im RAM wird der Schadcode dann zusammengesetzt, was die Erkennung durch Schutzprogramme noch schwieriger macht. Empfangener Schadcode wird dazu einfach in einer Javascript-Variable gespeichert. Mit weiteren Operationen lässt sich daraus ein Script konstruieren und ins DOM einbinden.
Diese so genannte Script Fragmentation funktioniert angeblich Browser-übergreifend, obgleich bisher noch keine Angriffe in der freien Wildbahn bekannt sind.

Es ist zu hoffen, dass die bestehende Schutzkonzepte von Antivirenprogrammen angepasst werden.

Hackeralarm rundrum

Vor einigen Wochen wurde ja eine private Webpräsenz von mir gehackt (von meiner Band). Ziemlich kurz nachdem auch die Webseite gehackt wurde, über die wir uns immer zum Gleitschirmfliegen verabreden. Und fast zeitgleich gab es Angriffe auf die Webpräsenz von einem Geschäftspartner. Jetzt steht seit einigen Tagen ein anderer Geschäftspartner voll im Fokus von Angriffen. Irgendwie scheinen die Attacken zuzunehmen. Oder ich habe es nur vorher nur nicht so wahrgenommen, da ich bzw. mein Umfeld nicht so betroffen war.

Rechner zum Teufel

Super. Mein Hauptrechner ist am A…. Ich bin mir ziemlich sicher, dass entweder das Motherboard (sehr wahrscheinlich) oder das Netzteil defekt ist.

Der PC ist einfach ausgegangen und startet nicht mehr. Lüfter haben alle Strom, Netzwerkkarte wohl auch (Licht leuchtet). Aber nicht einmal das BIOS kommt hoch, das DVD-LW lässt sich nicht öffnen, der Ausschalter unterbricht den Strom nicht. Bin zwar Softwareentwickler und kein Hardwarespezialist, aber das sollte eindeutig sein.

Da der Rechner noch keine 1,5 Jahre alt ist. fällt der Defekt wohl noch unter die Garantie von 2 Jahren. Hab ihn gestern Abend zum Händler geschickt und harre der Dinge.

Die Festplatte habe ich vorher ausgebaut, da mein aktuelles Programmierprojekt und ein paar andere wichtige Daten darauf und in Arbeit sind. Gerade rechtzeitig zum Ausfall habe ich mir einen USB-Adapter zum Anschließen von IDE- und SATA-Festplatten an einen Rechner zugelegt. Kann sich sofort auszahlen.

[object Error] im Internet Explorer

Ich bin endlich mal wieder am Weiterentwickeln meiner RIA. 3 Tage habe ich Zeit, bevor ich wieder schule.

Jetzt hatte ich mir für heute vorgenommen, endlich den Fehler im Internet Explorer rauszubekommen. Wie schon früher gepostet, werde ich wegen dem Internet Explorer bald wahnsinnig. Und nicht nur ich, wenn ich die Kommentare anderer Webentwickler im Internet sehe.

Jetzt programmiere ich ja gerade eine komplexere AJAX-RIA mit Dojo und Prototype als AJAX-Frameworks zur Unterstützung. Und wie gesagt funktioniert sie auch in allen relevanten Browsern. Nur der Internet Explorer kapiert es einfach nicht. Die Applikation meldet einen [object Error].

Jetzt habe ich bisher den IE einfach ignoriert und die RIA für alle anderen Browser entwickelt. Nur irgendwann muss ich mich dem Problem stellen.

Nun habe ich heute morgen alles Mögliche im IE aufgerüstet:

Script Debugger
,
DebugBar,
IE Developer Toolbar,
IE HttpAnalyzer

Eben alles, was man so braucht, um eine Webapplikation zu analysieren. Zwar gibt es für den IE noch lange nicht die Unterstützung wie für Firefox, aber immerhin ist mittlerweile da auch was da. Und bei dem komplexen Zusammenspiel zwischen AJAX, Prototype und Dojo kann der Fehler ja wer weis wo stecken. Gerade im Zusammenhang mit AJAX sind ja eine Vielzahl von Fehlern im IE bekannt.

NUR!

Mit dem Zeug war ich so schlau wie zuvor. Nichts zu erkennen, warum das Teil aussteigt. Nur eben eine vollkommen nichstsagende Fehlermeldung, die auf irgendein schwerwiegendes Problem hinweist.

Dann also Holzhackermethode und in die JavaScripts nach jedem Schritt ein alert() rein. Und so schrittweise dem Fehler genährt.

Und irgendwann tatsächlich die Zeile gefunden, die den Fehler auswirft:

$(index).style.background = „lightgray“;

Bisschen gespielt:

$(index).style.background = „red“;

Kein Fehler mehr!

Nicht geglaubt!

Das kann nicht sein.

Weiter gespielt mit anderen Farbnamen.

Kein Fehler mehr!

Ich fasse es nicht.
Wie blöd kann ein Browser sein? Er kennt einfach bei einer Zuweisung per DHTML den Standardtoken „lightgray“ nicht und wirft eine Fehlermeldung aus, als ob da ein ultraschwerwiegendes Problem vorliegt ;-(.

Hab alle Token „lightgray“ in der Applikation beseitigt und sie läuft auch im IE. Zwar noch nicht ganz fehlerfrei und das Design sieht besch… aus. Aber das sind die üblichen Mängel im IE und die bekomme ich recht sicher in den Griff.

Ein paar Erklärungen zu dem Java-Programm

Nachdem ich gestern ja die neue Version von meinem Kodierungsprogramm RJSKryp als JAR-Datei online gestellt habe, sind bereits erste Fragen aufgetaucht. Und zwar zu dem JAR-Format.

Offensichtlich erkennen einige Java-verweigernde Betriebssysteme (was meine ich bloß ;-)) bzw. so eingestellte Browser die Bedeutung nicht richtig und interpretieren es als ZIP-Format.

Das ist jetzt nicht grundsätzlich falsch. Das JAR-Format (Java Archive) ist binärkompatibel zum ZIP-Format. Es enthält jedoch zusätzlich eine so genannte Manifestdatei mit Metainformationen. Darüber kann man beispielsweise eine Klasse explizit spezifizieren, um für eine JVM (Java Virtual Machine) diese spezifische Klasse als Startklasse einer Java-Applikation anzugeben.

So sieht etwa der Inhalt von der Manifestdatei in meiner JAR-Datei rjskryp.jar aus:


Manifest-Version: 1.0
Class-Path: .
Main-Class: de.rjs.main.RJSKryp

Deutlich ist die Java-Klasse de.rjs.main.RJSKryp als Startklasse zu erkennen.

Das erlaubt es jetzt, dass das Programm sogar über den Browser direkt beim Anklicken des Links von der JVM ausgeführt werden kann.

Vollkommen analog lässt das Programm lokal starten, wenn die JAR-Datei zuerst lokal gespeichert wurde.

Den Inhalt der JAR-Datei kann man sich aber auch in einem Programm wie 7-ZIP ansehen, da das Format ja wie gesagt binärkompatibel zum ZIP-Format ist.

Java-Programm zum Download

Ich hatte vor einigen Jahren für verschiedene meiner damaligen Java-Bücher ein einfaches Kodierungsprogramm konzipiert, das ich dann in den verschiedensten Varianten in den Büchern durchgespielt hatte.

Einmal natürlich zur Demonstration von Dateizugriffen mit Java sowie Programmierlogik (also im Wesentlichen Versionen, die auf Konsolenebene gearbeitet haben) und dann als Erweiterung mit einer GUI (zur Demonstration von verschiedenen Techniken mit dem AWT und vor allen Dingen Swing).



Im Rahmen meiner aktuellen Java-Schulung habe ich nun die letzten 2 Wochen ein Praktikum meiner Teilnehmer betreut. Und dafür habe ich als ein Beispiel mein altes Kodierungsprogramm wieder aufgewärmt und parallel zu den Lösungsansätzen meiner Kursteilnehmer selbst eine neue Variante auf Basis von Swing und RandomAccessFile weiterentwickelt.

Hier ist der Download einer ausführbaren Version von dem Programm als JAR-Datei

Das Java-Programm ist natürlich vollkommen plattformneutral und öffnet damit unter jedem Betriebssystem mit einer passenden JVM eine beliebige Datei (über einen JFileChooser). Dabei werden die Daten nach dem Einlesen dann wieder in eine andere Datei geschrieben, deren Name und Ort Sie natürlich frei wählen können.

Die Daten werden vor dem Rausschreiben natürlich auf nützliche Art und Weise verarbeiten.

Dazu wird ein Verschlüsselungs- und Entschlüsselungalgorithmus implementiert, der auf einer Verschiebung der Zeichenkodierung basiert. Der verwendete Algorithmus ist auf Grundlage der Cäsar-Chiffre konzipiert. Dies ist ein einfacher Verschiebungsalgorithmus. Diese Verschlüsselungsmethode lautet wie folgt: für jeden im Quelltext vorkommendes Zeichen setze im Chiffretext einen um einen festen Parameter versetztes Zeichen. Wenn beispielsweise im Quelltext der erste Buchstabe des Alphabetes – ein „A“ – auftaucht und der Verschlüsselungsparameter „3“ ist (angeblich der von Cäsar benutzte Parameter), wird im Chiffretext der vierte Buchstabe des Alphabetes – ein „D“ – genommen, usw. Die Dekodieren geht genau umgekehrt.

Die Verschiebung ist übrigens im Programm über einen Slider frei wählbar und sämtliche Angaben an das Programm werden auf über eine GUI übergeben (JSlider, JOptionPanel, JFileCooser, JButton, JMenuBar, etc.). Ebenso ist das Programm gegen fehlerhafte Verwendung abgesichert. So findet etwa vor dem Erstellen der neuen Datei eine Kontrolle statt, ob die zu erstellende Datei evtl. schon vorhanden ist. In diesem Fall muss der Anwender bestätigen, dass die Zieldatei überschrieben wird.

Zugegebenermaßen ist die angewendete Technik zur Verschlüsselung sehr einfach, bei binären Dateien ist die einfache Cäsar-Chiffre trotzdem wirkungsvoll. Durch die bereits in der Quelldatei vorkommenden Steuerzeichen ist ein Erraten der verwendeten Konstanten extrem erschwert. Überdies kann man alleine durch eine solche Verschiebung von Zeichen automatische Spionagetools in einem Netzwerk (etwa dem Internet) austricksen, die Texte nach bestimmten Kennworten (etwa Geheimzahl oder Kreditkartennummer) scannen.

Hier ist der Download einer ausführbaren Version von dem Programm als JAR-Datei

BKA-Gesetz und Onlinedurchsuchung

Jetzt ist die Sache wohl dingfest – der Bundestag beschließt das umstrittene BKA-Gesetz samt der heimlichen Durchsuchung privater Computer. Aber wozu die gesamte Aufregung?
Natürlich – Privatshäre gibt es nicht mehr. Betrüger, Verbrecher, Firmen und Staat – alle spionieren Alle und Jeden aus. Aus den unterschiedlichsten Gründen. Teils vielleicht sogar ehrenwert, meist aber zumindest halbseiden und überwiegend mit üblen Absichten. Darüber braucht man m.E. gar nicht diskutieren.

Aber – die Aufregung um die Onlinedurchsuchung ist m.E. überflüssig. Warum? Weil es nicht funktionieren wird!

Wie zur Hölle soll denn eine solche Onlineuntersuchung ablaufen? Soll das BKA einem Verdächtigen eine Mail mit Dateianhang schicken und ihn bitten, diesen anzuklicken? Sie haben hier ein Freilos für „Wer wird Millionär“. Ich lache mich rund. Damit bekommt man doch nur die Super-DAUs. Schon viele DAUs wissen, dass man sowas nicht macht.

Der Staat kann doch nicht die gleichen Mittel anwender wie Cracker und Standardprogramme verseuchen und Viren und Trojaner ins Gefecht schicken, die wahllos Computer attackieren.

Und selbst wenn solche illegalen Mittel angewendet werden, kann man von potentiellen Tätern annehmen, dass sie zumindest eine VHS-EDV-Grundlagenschulung hinter sich haben und diesen Attacken nicht durch die brutals mögliche Dummeheit zum Opfer fallen.

Also denke ich, die Onlinedurchsuchung ist zwar moralisch als auch in Bezug auf das, was ich von der Verfassung verstehe, ein staatliches Verbrechen, aber auf Grund der Wirkungslosigkeit nur eine Geldvernichtung.

Open Source Barometer – kein Interesse an Silverlight & .NET

Ich habe ja schon mehrfach eine Bemerkung zu Silverlight gepostet. Und es ist für mich durchaus interessant, die Perspektiven der EDV im Allgemeinen und RIAs im Besonderen in verschiedene Richtungen auszuloten. In dieser Hinsicht ist die aktuelle Studie von Alfresco Software ziemlich interessant.

In Hinsicht auf RIAs kommt darin klar raus, dass Unternehmen auf heterogene RIAs setzen.
Alfresco Software stellte in der größten Umfrage von April bis September 2008 zu Open Source-Infrastrukturen/Stacks in Unternehmen (25.000 Mitgliedern der Alfresco-Community mit insgesamt 74.000 Mitgliedern) die Frage nach der Akzeptanz von Open Source im Enterprise-Bereich im Allgemeinen und von bestimmten Technologien bei RIAs im Speziellen.
Die meisten Befragten arbeiteten dabei in einer sehr heterogenen Umgebung mit Windows als Basis. Allerdings wurden durch die Bank .NET samt wichtiger Web-Technologien abgelehnt. Und insbesondere wurde ausdrücklich Silverlight nicht akzeptiert.

Stattdessen favorisieren die meisten Befragten ausdrücklich eine ECM-Lösung auf der Basis einer Java-Architektur und AJAX mit integrierten Web 2.0-Tools. Sieht so aus als hätte ich mir doch die richtigen Techniken ausgesucht ;-).